Gib mir deine Aufmerksamkeit! JETZT!!!!
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Guten Morgen liebe Foris,
ich möchte mir Heute mal wieder Rat von Euch holen.

Ich habe mit Andra einen wirklich tollen Hund, wir haben schon einige Baustellen erfolgreich beackert wie z.B. ihre Unsicherheit/Angst vor Kindern, die Leinenführigkeit, etc.
Es gibt allerdings eine Sache bei der ich irgendwie nicht recht weiter komme!Andra teilweise eine hohe Forderungshaltung, d.h. wenn sie Aufmerksamkeit haben will fängt sie draussen an wie ein Flummi um mich rum zu hüpfen und zu bellen.
Dabei ist es völlig egal ob wir vorher gespielt/gearbeitet haben oder nicht.
Ich habe versucht dem Problem mit unterschiedlichen Reaktionen zu begegnen:1. Völlige Ignoranz des Verhaltens! Ich habe mich immer wieder weggedreht und sie nicht beachtet. War sie kurz ruhig habe ich sie zu mir gerufen, Sitz machen lassen und sie gelobt. 2 Minuten später legt sie aber wieder los...
2. Alternative anbieten! Hat sie angefangen zu fordern habe ich sie gerufen, ihr ein Kommando gegeben und sie dafür gelobt/belohnt. Sie kommt auch immer sofort, gar kein Problem. Ich habe nur etwas Bauchschmerzen damit, weil ich nicht will das sie das fehlverknüpft, nach dem Motto: Ich fordere, Frauchen reagiert, Lob!
3. Sie abrufen, anleinen und es aussitzen. Dabei gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder sie akzeptiert das & legt sich brav hin so dass ich sie nach 5 Minuten wieder frei geben und das Theater von neuem beginnt, oder sie akzeptiert es nicht und lässt das an der Leine aus & kläfft mich an.
Sie macht das übrigens auch bei ihren Spielpartnern wenn die ihr nicht die gewünschte Aufmerksamkeit schenken. Auch da habe ich es mit den o.g. Methoden versucht.
Zum Abwarten/Impulskontrolle: Andra kann das in anderen Situationen ganz prima! Sie wartet bis ihr Futter frei gegeben wird, wartet bis sie ihrem Kong hinterher rennen darf. Wartet auf ihrer Decke wenn Besuch kommt bis sie begrüßen darf.

Ich weiß im Moment nicht, was ich da noch machen kann & hoffe das ihr mir ein paar Tipps geben könnt um diese Forderungshaltung runter zu regulieren.
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Hi,
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Hallo,
wie alt ist dein Hund und wie lange hast du die einzelnen Methoden je durchgezogen?
Zitat1. Völlige Ignoranz des Verhaltens! Ich habe mich immer wieder weggedreht und sie nicht beachtet. War sie kurz ruhig habe ich sie zu mir gerufen, Sitz machen lassen und sie gelobt. 2 Minuten später legt sie aber wieder los...
Hier, im Grunde auch bei deinen anderen Methoden, fällt mir auf, dass du ihr doch immer wieder durch dein Handeln Aufmerksamkeit schenkst.
Sobald sie kurz ruhig war, hast du sie zu dir gerufen, sie Sitz machen lassen und sie gelobt = Das Lob gilt aus Sicht des Hundes natürlich für das Sitz.Wenn der Hund ruhig ist, was du wolltest, beachte sie doch einfach nicht.
Durch Rufen und Kommandos geben, scheint sie doch wieder aufzudrehen.Mache einfach zwei Wochen, außer ruhigen Spaziergängen, gar nichts mit ihr.
Viele Grüße!
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Andra ist jetzt 1 Jahr und 3 Monate alt. Am häufigsten versuche ich sie einfach zu ignorieren. Das Problem dabei ist das sie das ohne Probleme 5-10 Minuten durchhält und ich (oder die anderen Hunde und ihre Halter) dabei taub werden!
Und natürlich nervt es auch extrem wenn man sich unterhalten möchte und das Flummitier um einen rumhüpft, bellt und sich gar nicht mehr beruhigt!Ich habe die Bespaßung schon weit runterreguliert und es gibt jeden Tag einen Spaziergang auf dem wirklich nichts passiert, das kann ich aber nicht bei jedem Spaziergang machen, sie muss ja schon ein wenig beschäftigt werden. Sonst würde sie mir hier vor Langeweile die Bude auseinander nehmen...

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Guten Morgen,
ich bin am Überlegen, ob es sich bei Euch um eine streßbedinge Übersprungshandlung handeln könnte?
Da sie mal unsicher war, und es eventuell noch immer sein könnte, könnte dies doch eine Ursache sein.Zitat1. Völlige Ignoranz des Verhaltens! Ich habe mich immer wieder weggedreht und sie nicht beachtet. War sie kurz ruhig habe ich sie zu mir gerufen, Sitz machen lassen und sie gelobt. 2 Minuten später legt sie aber wieder los...
Darin sehe ich oft das "Problem", daß die Halter unbewußt eine Art Verhaltenskette befestigen.
Wenn es richtig "blöd" läuft, könnte man sagen, daß beim Hund folgende Info ankommt:
Ich muß mich erst wild betragen, dann ruhig werden und schon bekomme ich etwas schönes vom Menschen!
Wenn dies zutreffen sollte, ist klar, daß der Hund genau dieses Verhalten immer wieder zeigen wird.Was ich auch ein wenig "störend" finde, ist die Tatsache, daß der Hund, nachdem er so schön ruhig ist (erwünschtes Verhalten), erst noch zum Menschen gerufen will (1. Aktion) und dann noch Sitz machen muß (2. Aktion).
Im Grunde genommen bekommt Andra doch ihr Lob nur für das schöne Sitzen!
Nicht fürs Kommen! Auch wenn es für Dich in dieser Situation eher zweitrangig ist.
Und auch nichts für Ruhig werden. Und genau DAS wolltest Du doch haben.
Wenn schon Bestätigung, dann doch für das ruhige Verhalten!Zitat
2. Alternative anbieten! Hat sie angefangen zu fordern habe ich sie gerufen, ihr ein Kommando gegeben und sie dafür gelobt/belohnt. Sie kommt auch immer sofort, gar kein Problem. Ich habe nur etwas Bauchschmerzen damit, weil ich nicht will das sie das fehlverknüpft, nach dem Motto: Ich fordere, Frauchen reagiert, Lob!Hier sehe ich das Problem, daß Du reagierst, sobald sie "Piep sagt".
Und auch hierbei wird der Hund für etwas, was danach gekommen ist, gelobt, nicht wirklich für das ruhige Verhalten, was von Dir erwünscht ist.Zitat
3. Sie abrufen, anleinen und es aussitzen. Dabei gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder sie akzeptiert das & legt sich brav hin so dass ich sie nach 5 Minuten wieder frei geben und das Theater von neuem beginnt, oder sie akzeptiert es nicht und lässt das an der Leine aus & kläfft mich an.Da hast Du zwei Möglichkeiten!
Du hast entweder unbewußt eine Verhaltenskette aufgebaut.
Oder, sie weiß nicht so wirklich, was Du willst. Und in ihrer Überforderung weiß sie nicht, wie sie sich anders verhalten soll.Zitat
Zum Abwarten/Impulskontrolle: Andra kann das in anderen Situationen ganz prima! Sie wartet bis ihr Futter frei gegeben wird, wartet bis sie ihrem Kong hinterher rennen darf. Wartet auf ihrer Decke wenn Besuch kommt bis sie begrüßen darf.
Es besteht die Möglichkeit, daß dieser Aufbau ganz gut gemacht worden ist und der Hund diese Übung auch verstanden hat.
Deshalb kann sie dann auch ruhiger agieren.Sind jetzt nur einige Ideen von meiner Seite.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Wäre es nicht möglich, sie gar nicht erst in so eine Anspannung kommen zu lassen, mit der sie dann nicht umgehen kann? Sie also vorher aus dem Spiel rausholen/die Situation früher beenden, eine Leinenrunterkühlzeit einschieben.
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Zitat
ich bin am Überlegen, ob es sich bei Euch um eine streßbedinge Übersprungshandlung handeln könnte?
Da sie mal unsicher war, und es eventuell noch immer sein könnte, könnte dies doch eine Ursache sein.Du meinst sie hat Stress weil sie nicht weiß wie sie damit umgehen soll wenn keine Action stattfindet? Ich weiß nicht, es wäre natürlich auch möglich, allerdings habe ich doch eher den Eindruck, das Andra ein kleines Frustrinchen ist und einfach auch ihren Dickschädel durchsetzen will. Wäre ja in dem Alter auch nicht ungewöhnlich mal ihre Grenzen zu testen...
ZitatDarin sehe ich oft das "Problem", daß die Halter unbewußt eine Art Verhaltenskette befestigen.
Wenn es richtig "blöd" läuft, könnte man sagen, daß beim Hund folgende Info ankommt:
Ich muß mich erst wild betragen, dann ruhig werden und schon bekomme ich etwas schönes vom Menschen!
Wenn dies zutreffen sollte, ist klar, daß der Hund genau dieses Verhalten immer wieder zeigen wird.Das ist genau das was mir auch Bauchschmerzen bereitet, das sie durch mein Verhalten etwas fehlverknüpft, so wie Du es beschrieben hast!
ZitatWas ich auch ein wenig "störend" finde, ist die Tatsache, daß der Hund, nachdem er so schön ruhig ist (erwünschtes Verhalten), erst noch zum Menschen gerufen will (1. Aktion) und dann noch Sitz machen muß (2. Aktion).
Im Grunde genommen bekommt Andra doch ihr Lob nur für das schöne Sitzen!
Nicht fürs Kommen! Auch wenn es für Dich in dieser Situation eher zweitrangig ist.
Und auch nichts für Ruhig werden. Und genau DAS wolltest Du doch haben.
Wenn schon Bestätigung, dann doch für das ruhige Verhalten!Also sollte ich sie sofort loben/belohnen wenn sie mal 5 Sekunden stiil steht und ruhig ist? Ohne abrufen?
Anstatt das Abrufen/Absitzen als Alternative zu bieten also das ruhig sein... Eigentlich ganz simpel, gell!? Habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen...
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Zitat
Wäre es nicht möglich, sie gar nicht erst in so eine Anspannung kommen zu lassen, mit der sie dann nicht umgehen kann? Sie also vorher aus dem Spiel rausholen/die Situation früher beenden, eine Leinenrunterkühlzeit einschieben.
Das mache ich auch wenn sich das Spiel mit anderen Hunden zu sehr hochschaukelt. Wenn ich aber mit ihr unterwegs bin (ohne Spieli) und Madame wird es langweilig fängt sie halt an um mich rum zu hüpfen und mich anzukläffen.
Oder meinst Du es wäre auch in der Situation angebracht sie wieder anzuleinen? -
Zitat
Also sollte ich sie sofort loben/belohnen wenn sie mal 5 Sekunden stiil steht und ruhig ist? Ohne abrufen?
Anstatt das Abrufen/Absitzen als Alternative zu bieten also das ruhig sein... Eigentlich ganz simpel, gell!? Habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen...
Ich würde sie nicht einmal für ruhiges Verhalten belohnen bzw. loben, das könnte sie wieder animieren, hochzufahren und mehr zu fordern.
ZitatWenn ich aber mit ihr unterwegs bin (ohne Spieli) und Madame wird es langweilig fängt sie halt an um mich rum zu hüpfen und mich anzukläffen.
Irgendeine Reaktion zeigt der Mensch zwangweise in solchen Situation, ist ja auch logisch.
Insgesamt bestätigst du ihr Verhalten unbewusst, indem du sie zu viel ansprichst (auch ein einfaches Lob kann reichen - "Komm und Sitz" ist schon viel zu viel).
Bei manchen Hunden genügt schon ein lautes Lachen, was nicht mal ihnen gilt, um aufzustehen und sich Aufmerksamkeit einzuholen.Nutze die ruhigen Situationen anders, indem du gar nichts machst, weder loben, den Hund rufen oder sonstwie zu bestätigen.
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Dementsprechend müsste ich also jeden Tag einen "Ruhespaziergang" mit ihr machen bei dem ich sie komplett ignoriere? Weder unerwünschtes noch erwünschtes Verhalten in irgendeiner Form kommentieren?
Soll ich sie dann überhaupt in irgendeiner Form ansprechen oder den Spaziergang komplett schweigend verbringen? -
Mach es doch nach Deinem Bauchgefühl!
Du kennst schließlich Deinen Hund viel besser.Wenn Du fürs Ruhig bleiben belohnen willst,
dann sollte gerade am Anfang die Belohnung noch recht schnell kommen, und auch viele hintereinander.
So lernt Andra, daß es sich lohnt ruhig zu bleiben.
Paß aber auch hierbei auf, daß Du nicht aus Versehen eine Verhaltenskette aufbaust
Wenn Du meinst, daß sie es verstanden hat, kannst Du dann anfangen, die Belohnungszeiten zu "dehnen" und auch mal variable belohnen.Ich finde es gar nicht mal verkehrt, wenn es "reine Schnüffel-Gassigänge" geben wird.
Immerhin sollte der Hund auch mal "abschalten" können.
Ein Hund muß nicht ständig "bespaßt" werden, oder "glauben", daß er immer "arbeiten" muß.
Das sollte auch helfen, ruhiger zu werden.Schöne Grüße noch
SheltiePower - Vor einem Moment
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