Wehret den Anfängen - Welpenerziehungs"baustellen"

  • Hallo zusammen,

    man sagt ja immer "Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten" - und die meiste Zeit scheint uns ja die Sonne strahlend aus dem Allerwertesten.

    Dennoch möchte ich möglichst von Anfang an so viel wie möglich richtig machen und da tun sich einige Baustellchen auf.

    Vorweg noch: Mr. Weasley ist jetzt 11,5 Wochen alt und wie das bei jungen Männern halt so ist, kann er noch nicht lange - heisst: seine Konzentrationsfähigkeit ist im Augenblick noch in Sekunden messbar.

    Die Dinge, an denen ich aktuell mit Priorität arbeiten möchte:

    1) "LASS ES" (= nein)
    Problem: er nimmt alles, aber wirklich alles, in den Mund! Stöcke, Steine, Schnee, Papier, Pappe, Plastik, Schuhe, Socken usw. usf. etc. ff.
    Lösungsversuch: ein Leckerli angeboten, "Lass es" gesagt, wenn er sich abwendet, bekommt er ein anderes Leckerli aus der anderen Hand.
    Erfolg: Klappt bisher nur mit in der Übungssituation und den Leckerlis, wenn er was anderes entdeckt, dann interessiert ihn mein "lass es" nicht.

    2) "AUF DIE DECKE"
    Was ich bisher versucht habe: ihn mit Leckerli auf die Decke gelockt, sobald er sie betreten hat "Decke" gesagt, gelobt und belohnt. Leckerli auf die Decke geworfen, "Decke" gesagt.
    Problem: er bleibt dann genau so lange auf der Decke, bis das Leckerli aufgefuttert ist, dann wird wieder weitergestromert
    ("Platz" und "bleib" kann er noch nicht)

    3) Nur nach Aufforderung auf die Couch
    Problem: Ich liebe es, mit ihm auf dem Sofa zu kuscheln aber möchte nicht, dass er von alleine auf die Couch geht oder dort rumwühlt/rumrennt.
    Wie bringe ich ihm bei, dass er nur auf die Couch darf, wenn wir ihn dazu einladen/hochheben? Einfach immer wieder runterschicken, wenn er von alleine draufhüpft oder sich nicht ruhig verhält? Oder soll er erstmal ganz Sofaverbot haben?

    Ich habe es schon mit Clickertraining versucht, aber ich glaube nicht, dass er das System begriffen hat.
    Unsere "Übungseinheiten" dauern übrigens maximal 3-4 Minuten.

    Ich liebe meinen Kleinen ganz doll, aber ich glaube, er ist nicht das hellste Lichtchen am Tannenbaum :ops:

    Könnt ihr mir ein Paar Tipps geben? Oder soll ich einfach noch ein Paar Wochen warten, bis er älter ist?

  • Ich persönlich würde noch warten. Ich habe meine sehr lange in Ruhe mit allem gelassen und nur die Regeln des Zusammenlebens strickt durchgesetzt, sprich keine getobe im Haus,kein Katzen und Althund ärgern,keine Sachen anfressen und keinen Futterneid aufkommen lassen.

    Alles andere habe ich erst sehr spät mit angefangen und sehe persönlich auch keine Nachteile. Dein Kleiner ist noch damit beschäftigt die Welt zu entdecken,mangels Hände nimmt er alles in die Schnauze.

    Ich fand es sehr praktisch dem Welpen "Komm mit" und "guck" beigebracht zu haben.Das sitzt bis heute noch bombensicher mit allen anderen sind wir dran.

  • Milow kam am 27.12. Zu uns. Jetzt ist er 4 Monate.

    Mit 11 Wochwn würde ich, wenn überhaupt, neben den oben genannten generellen Sachen vielleicht erstmal nur nein beibringen. Das wichtigste war für uns, dass er erstmal nicht alles frisst.
    Sehr wichtig ist auch dass er auf seinen Namen hört.
    Dann würde ich mit Sitz weiter machen.

    Sitz:

    Du führst ein Leckerli über seinen Kopf. Um das Leckerli im Blick zu behalten setzt er aich in der Regel hin. Dann sagst du ruhig aber bestimmend Sitz gibst ihm das Leckerli und lobst überschwenglich.

    Bei einem 11 Wochen alten Hund würde ich auch noch nicht die Intelligenz anzweifeln. Vielleicht fehlt auch noch etwas die Bindung.

    Viel Spaß mit dem kleinen Chris

  • Sitz kann er schon recht zuverlässig (= sogar draußen im Schnee, ich bin so ein Tierquäler), ebenso "Gassi" = wir gehen gleich raus, setz Dich auf Deine Decke hinter der Tür zum Anleinen) und der Abruf klappt auch im Freilauf - von daher würde ich nicht von Bindungsproblemen sprechen.

    Was die "Intelligenzzweifel" angeht - jeder, der meinen Blog hier kennt, dürfte wissen, dass das liebevoll gemeint ist und die gängigen Klischees zum Windhund bedient.

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