Einige kleine Fragen zur Ausbildung

  • Hallo an alle!

    Ich habe mal einige kleinere Fragen zur Erziehung, bei denen ich mir etwas unsicher bin. Und da mir hier bis jetzt immer super geholfen wurde, frage ich einfach nochmal hier nach.

    1. Meine Hündin zerstört alle ihre Spielsachen, sofern sie nicht unkaputtbar sind wie der Kong, in Windeseile. Oder eben alle anderen Sachen, die man ihr gibt. Teils fängt sie sogar an, zB die Füllung von Kuscheltieren zu fressen (ich nehme es ihr dann natürlich sofort weg). Mittlerweile kaufe ich schon gar keine Quietsch-Tiere o.ä, mehr. Jetzt ist meine Frage, ob man dieses Verhalten irgendwie unterbinden kann, denn unter diesen Umständen ist auch die Übung etwas halten oder Apportieren von Gegenständen, die nicht kaputt gehen sollen, nahezu unmöglich.

    2. Buddeln: Milou buddelt zwar nicht übermäßig, aber doch ab und an. In bestimmten Situationen finde ich das auch nicht schlimm (Wald oder so), aber im Park zB ist das nicht so toll und dort verbiete ich es ihr. Jetzt frage ich mich nur, ob sie nicht verwirrt ist, weil ich es manchmal verbiete und manchmal nicht. Ist es besser das grundsätzlich zu verbieten oder ist es okay so?

    3. Auflösekommando: Irgendwie versteht meine Kleine das Auflösekommando nicht. Wenn wir zB Bleib üben, bleibt sie ewig lange liegen, auch wenn ich versuche sie durch Rufen, einladende Gesten o.ä. dazu zu motivieren, wieder aufzustehen. Genauso am Platz - sie kommt dann nicht mehr raus. Wenn sie sich dann doch nach Ewigkeiten mal aus der Übung löst, sage ich natürlich sofort das Auflöse-Wort. Wie kann ich ihr das besser beibringen?

    Vielen lieben Dank schonmal!

  • Huhu :)

    Also...

    Zu 1. hat meine Hündin am Anfang auch gemacht, dass hat sich dann mit der Zeit aber gelegt. Nimm ihr einfach die Spielzeuge nach der Spielaktivität ab. Sie darf dann halt keine Spielsachen zur freien Verfügung haben.
    Apportieren geht doch auch mit unkaputtbaren Dingen, also erstmal die zum festigen nehmen und dann langsam umstellen. Sobald sie das zerstören anfängt nimmst du es ihr ab und das Spiel ist rum.

    Zu 2. Bei uns ists sogar noch krasser, Nala darf auf einer eingezäunten Fläche nur in der Mitte buddeln, über all anders ists tabu. Sie hats nach nen paar Mal try&error gut verstanden :) Klar kommts im Übermut noch ab und an vor, aber es sind nun mal keine Maschinen *g*

    Zu 3. Unsere Mädels sind sich echt ähnlich *lach* Auch das Problem kenn ich nur zu gut :muede: Ich hab sie dann einfach körperlich aufgelöst.
    Bedeutet wenn sie iwo lag und aufstehen durfte hab ich sie einfach kurz und sanft mit den Fuß angestuppst oder aber am HB einen leichtem Impuls zum aufstehen / weitergehen gegeben.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen :)

  • 1. Spielzeug wegpacken :p Apportieren an einer Leine anfangen ;)

    2. Ich würde es einfach nur gezielt erlauben oder aber dem Hund einfach beibringen 'Nö..du darfst nicht immer. Und wenn ich Nein sage, dann ist es auch so gemeint'. Die Omma buddelt auch gerne. Haben wir dazu keine Zeit o.ä., gibt's einfach ein 'laß es sein!' und gut ist's..

    3. Ich hab es bei Kalle anders gemacht als bei Pepper z.B. Pepps hat das Wort gehört und dann bin ich gegangen. Sie saß als Welpe keine 2 Minuten vor dem Futternapf ;) Ich hab halt Dinge benutzt, die ihr wichtig waren (gefüllter Futternapf, Freilauf, etc.)
    Kalle hat das Auflösewort mit Keksen gelernt. Es gab den Keks immer nur mit dem Wort zusammen, vorher gab es nichts. Lag er z.B. im Platz, kam recht schnell das 'Jawoll' + Keks. Das hatte er recht fix raus und ist dann auf das 'Jawoll' hin sofort aufgestanden, weil...es gab ja Kekse bei Frauchen ;)

  • Hallo =)

    1: Wie alt ist denn deine Hündin? In der "Rüpelphase" beispielsweise, zerstören viele viele Hunde ihr spielzeug. Bei uns heißt es dann: Spielzeuge bleiben nicht offen liegen. Es wird gespielt, wenn wir das möchten, danach wird alles weggepackt. Die Wohnung soll schließlich nicht als Spielplatz, sondern als Ruhezone dienen =)

    2: Ich glaube nicht, dass sie übermäßig verwirrt ist. Es gehört ja zum disziplinieren. und wenn du nicht möchtest, dass sie hier und da buddelt, dann kannst du es natürlich auch unterbinden.

    3: Welchen Laut nutzt du denn im Freilauf, um sie zum Kommen zu animieren? Diesen würde ich dann auch ersteinmal als Auflösung probieren.


    VG =)

  • Ich erzähle dir mal meine Erfahrungsberichte:
    1. War bei meiner im ersten Jahr auch so. Nach einiger Zeit hat sie dann selektiert, welches Spielzeug "leben darf" und welches nach 5min völlig zerfetzt wird. Wenn sie das gemacht hat oder wenn sie zu wild mit uns gespielt hat, haben wir immer "lieb sein" gesagt. Nach einiger Zeit hat sie gemerkt, dass wenn wir das sagen, verlangen wir von ihr, dass sie ruhiger werden soll (hat auch bei anderen Hunden, die sie zu stürmisch begrüßt hat, funktioniert). Beim Apportieren haben wir auch unseren Schwierigkeiten gehabt. Selbst hat sie immer alles getragen, solang es kein Befehl war. Bei Befehl "fest halten" oder "apport", wurde sie steif und konnte tragen und gehen nicht kombinieren. Da habe ich dann angefangen, mit ihr zu gehen. Habe ein selbst gebasteltes Apportl (dickerer gefüllter Gummischlach mit Fuchsfell darüber) genommen und es ihr gegeben. Falls sie es fallen hat lassen, habe ich scharf "Pfui" gesagt und es ihr wieder gegeben. Bin dann direkt zum Hundeplatz gegangen, sodass sie merkt, dass wenn sie das trägt, darf sie auf den Hundeplatz und dort spielen und laufen.
    Ist zwar eine etwas strengere Methode, aber durchaus wirkunsvoll. Seit dem sie sich mit dem Apportl abgefunden hat, liebt sie es und sie geht nicht aus dem Haus, solang sie ihr Apportl nicht bekommt!
    2. Auch meine hat gebuddelt, aber das war bei ihr ein Reaktion darauf, wenn sie nicht ausgelastet war. Sobald ich mit ihr trainiert habe, sei es laufen gehen oder irgendwelche Arten von Gehirntrainig, war das Thema dann schnell erledigt. Im Sommer aber leider, da dürften wir irgendwelche Wühlmäuse oder dergleichen im Garten gehabt haben, hat sie ein Loch nach dem anderen gegraben. Ich bin dann nach dem 10. Loch doch etwas wütend geworden und hab sie neben den Loch abgelegt und Pfui gesagt, sobald sie nur hingesehn hat.
    3. bei deinem Auflösekommando würde ich auch anfangs mit einer Feldleine arbeiten. Beim leicht ziehen, bis sie sich vorwärtsbewegt, dann sofort mit dem ziehen aufhören. Danach übermäsig loben, so wird alles zu einem positiven Ergebnis und dein Hund wird es schneller lernen.
    Ich habe beim Platz auf Distanz gelernt, dass ich sie anfangs nicht von weitem zu mir rufe. Ich habe sie abgelegt, gewartet, bis sie sich beruhigt hat und nicht mehr gewinselt hat (falls sie doch mal dachte, sie könnte ein paar Schritte weiter gehen, habe ich sie sofort wieder auf die Stellen gelegt, wo ICH sie abgelegt habe). Dann bin ich hingegangen OHNE Blickkontakt, hab mich neben sie hingestellt und gewartet, dass sie wieder ruhig ist. Erst dann hab ich sie übermäßig gelobt.
    Ich sag mal so, bei uns hats so funktioniert. ;)

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