Hunde interessieren sich nicht füreinander

  • Danke für eure Antworten :)

    Cocker Shiva: so sehe ich das ja auch, und das kann ja alles auch noch kommen. Wie geschrieben, fand ich persönlich das Zusammentreffen und den anschließenden Spaziergang auch sehr positiv.

    muecke:
    Erstmal natürlich nicht, außer es handelt sich um unseren großen Garten der eingezäunt ist, ist ja klar. Schleppleinen etc, darüber haben wir beim Tierschutz auch schon gesprochen. Sie meinten halt, man könnte einen Podenco (auch wenn er ein Dobermann-Mix ist) nicht ohne Leine laufen lassen, genauso wie Huskys oder Beagle. Da widerspreche ich auch nicht.
    Man kann natürlich - zusammen mit einem Trainer - an die Bindung zueinander arbeiten. Vielleicht gibt es dann eine Chance, dass der Hund lernt sich an uns zu orientieren und keine Alleingänge startet.

    Bezüglich des markierens:
    Ich glaube nicht, dass er permanent in der Wohnung markiert. Ich kann mir vorstellen, dass er es zum Anfang versucht, aber das kann man ja beobachten und direkt unterbinden. Ich denke, sobald er die Wohnung als seine "Rudelhühle" anerkennt, wird er dort auch nicht markieren. Kann das sein?

    Mir ist beim Spazieren nur aufgefallen, dass unsere Kleine öfters verstohlen zu dem Großen rübergeglubscht hat, der neben ihr lief :D

    Hundoderkatze:

    ich glaube ich habe bei der Darstellung unseres Ersthundes vielleicht etwas übertrieben.
    Bis auf die - nicht immer! - rüpelhafte Haltung gegenüber Hunden auf Spaziergängen hört sie aufs Wort, ist sonst sehr ruhig, lieb, zerstört nichts, etc.. Und an dem Benehmen anderer Hunde gegenüber arbeiten wir, es wird ja besser! Es ist nicht so das wir das einfach laufen lassen!

  • Hi,

    also, ganz ehrlich, der Kommentar vom Tierheim, dass sie nicht zusammen passen,weil sie sich nicht füreinander interessieren ist echt kompletter Blödsinn.

    Wenn sie prompt aufeinander losgehen würde ich ein Problem sehen, aber sich eher ignorieren zeigt für mich eher eine gute Sozialisierung und ein sich gegenseitiges Respektieren.

    Wir haben zu unserem Ersthund, gross, spielwütig, eher etwas rüpelig und ein bisschen verwöhnt , eine 10 jahre alte Jagd- und Zuchthündin aus der Tötung in Spanien dazu geholt. Das ging recht schnell, weil sie dringend einen Platz brauchte und wir sind 1-2 mal Spazierengegangen und haben sie dann einfach mit nach HAuse genommen. Sie haben sich am Anfang komplett ignoriert.
    Die Hündin fand Spielen am Anfang echt blöd und machte so den Eindruck, dass sie ihn eher lästig findet. Im Haus war er erst eifersüchtig ,die beiden sind sich erstmal aus dem Weg gegangen und haben sich zwischendurch mal kurz angezickt - über Liegeplätze oder wer zuerst an der Tür steht etc. DAs hat ne Weile gedauert und die Annäherung kam langsam stückweise, aber immer stressfrei.

    Inzwischen verstehen sie sich prima, sind ein gutes Team, mögen sich, sind ein Rudel, sind jetzt aber nicht unbedingt so ein Kuschel-Paar beim Schlafen - aber es gibt um nix Streit - also eigentlich ideal.

    Was ich gut und wichtig finde ist ein ähnliches Energielevel, so wie du schreibst. Das ist im Alltag echt angenehm und sorgt glaub ich auch für Gemeinsamkeit, Unser beiden sind halt beide temperamentvoll und Laufhunde, da sind sich einig und das ist gerade im Freilauf sehr angenehm - zügige Spaziergehrunden im Wald finden beide gut und haben dann auch Spass miteinander. Wenn ich da einen Trödel- Bummel- Schneck Hund hätte, und einen, der laufen will, würde mich das wirklich anstrengen.

    Das mit den Baustellen stimmt schon, unsere Hündin kannte halt nicht viel vom normalen Alltags-Haushund leben und schaut sich ALLES bei dem ersten ab, praktischerweise auch alle guten Sachen, manchmal aber auch Blödsinn, wie bellend an den Zaun laufen. Ich schwöre, sie hat keine Ahnung warum sie das tut, aber wenn er es macht, wird es schon richtig sein :headbash: . Aber da kann man auch gut beide gleichzeitig korrigieren, und da hat es den Effekt dass wenn einer für was gelobt wird, der andere es dann auch schnell richtig machen will. Und ich glaub wenn ich gewartet hätte, bis wirklich alle Baustellen beim Ersthund 100% klappen, hätte das mit dem Zweithund noch SEHHHRR Lange gedauert ;)

    Viel Glück für Euch, ist zwar Arbeit, macht aber auch riesig Spass mit zwei Hunden.

    Lg, Trixi + Diego + Liz-Morena

  • Du solltest dir das mit dem zweiten Hund gründlich überlegen, du hast noch nicht viel Erfahrung und hast beim ersten schon einen Großen fehler gemacht, desozialisierung, bekomme erstmal das in den Griff, das deine Hündin einwandfrei läuft (ohne theater) und auch mit verschiedenene Hunden spielen kann und erst dan ein Zweithund.

    Wenn du den Mix jetzt übereilt nimmst, hast du in ein paar Monaten zwei Hunde an der Leine, die ausflippen wenn sie auf andere Hunde treffen, gerade bei einem Dobermann der in vielen Bundeländern Listenhund ist, macht man sich da sicher keine Freunde mit.

    Darüberhinaus würrde ich dir bei einem Terrier lieber zu einem zweiten Terrier raten, den die sind so ne Sache für sich, meine Freundin hat 2 Russel und einen Dobi Rüden, wenn sie aus dem Haus geht, muss sie die Russel draussen in den Käfig sperren, sonst machen die den Dobi fertig.

    Du kannst ja bei dem zweiten Hund nicht auch den Fehler machen ihn zu isolieren und wenn du nur einen von beiden mit anderen Hunden spielen lässt, wird der andere eiversüchtig.

    Das kann gut gehen, muss aber nicht...

    Ein zweiter Hund passt also so garnicht in deine Situation.
    Zum Thema man könne verschiedene Rassen nicht von der Leine lassen, ich hab nen Husky, der läuft 98% des Tages ohne Leine, auch an der Strasse, im Wald, wenn wir einkaufen gehen, eigentlich immer, wenn kein Ordnungsamt in sicht ist. ;)

    Man muss sich halt durchsetzten können, dan klappt das auch mit den Russels, Yetis und Co.

    Markieren tun unkastrierte Rüden immer, gerade in der Wohnung, damit auch jeder andere Rüde weiss, das das seine Wohnung ist und bei 2 Hunden könnte das auch noch mehr werden, weil die sich gegenseitig überdecken wollen, also schnell schnipp schnapp und Eier ab!

    Die duos, die sich neutral begegenen, sind auch meist die die am längsten halten.

  • Zitat


    Markieren tun unkastrierte Rüden immer, gerade in der Wohnung, damit auch jeder andere Rüde weiss, das das seine Wohnung ist und bei 2 Hunden könnte das auch noch mehr werden, weil die sich gegenseitig überdecken wollen, also schnell schnipp schnapp und Eier ab!

    Markieren in einer (meißt fremden) Wohnung hat nichts mit kastriert und unkastriert zu tun, sondern passiert, wenn der Hund aufgeregt ist oder die Wohnung nicht als Wohnung ansieht (oder so etwas als solches nicht kennt).

    Du hast aber schon den Einstiegsfred gelesen und weißt, dass sein Ersthund eine Hündin ist?

    Und einen Rüden nur wegen Markieren zu kastrieren...... :headbash:

  • Zitat

    Wenn sie prompt aufeinander losgehen würde ich ein Problem sehen, aber sich eher ignorieren zeigt für mich eher eine gute Sozialisierung und ein sich gegenseitiges Respektieren.

    Wir haben zu unserem Ersthund, gross, spielwütig, eher etwas rüpelig und ein bisschen verwöhnt , eine 10 jahre alte Jagd- und Zuchthündin aus der Tötung in Spanien dazu geholt. (...)
    Die Hündin fand Spielen am Anfang echt blöd und machte so den Eindruck, dass sie ihn eher lästig findet.
    (...) und haben sich zwischendurch mal kurz angezickt (...)

    Inzwischen verstehen sie sich prima, sind ein gutes Team, mögen sich, sind ein Rudel, sind jetzt aber nicht unbedingt so ein Kuschel-Paar beim Schlafen - aber es gibt um nix Streit - also eigentlich ideal.

    Da kann ich Trixi nur aus ganzem Herzen zustimmen!
    Ich hatte hier auch eine Erst-Krawallmaus und dann einen großen Angsthasen dazu gekriegt, weil ich dachte, "Krawallmaus" bräuchte einen Spielkameraden.

    Nochmal Anfänger-Rudelführer-Glück gehabt: Sie gehen drinnen nicht über Tische und Bänke ... draußen stecken sie schon mal die Nasen zusammen. Und WEHEEEE, wenn sie sich einig sind und angeleint in die gleiche Richtung streben (beide passionierte Jäger!) ... da ist Boden-Ständigkeit angesagt. Das ist echt nix für Fliegengewichte.

    Jetzt haben wir seit Silvester (!) Nummer Drei - einen Notfall-Pflegi.
    Und ich bin auf Knien dankbar, dass der erstmal ruhig in der Ecke liegt und das Geschehen von Ferne beobachtet. Wenn der mal aufgetaut ist, wird's noch turbulent genug.

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