Bonny gibt Rätsel auf!!!

  • Seit langem melde ich mich mal wieder - irgendwie hatte ich in letzter Zeit so viel anderes um die Ohren als im Internet zu sein. Unsere Bonny ist inzwischen 10 Monate alt und gibt uns (und den Tierärzten) Rätsel auf. Seit ca. 3 Monaten sind wir Dauergast bei Tierärzten und Kliniken und irgendwie keinen Schritt weiter.
    Ich habe gedacht, dass ich einfach mal hier einen Thread eröffne und Bonny's Geschichte aufschreibe.
    Also wie gesagt fing die ganze Sache Anfang September an. Bonny bekam plötzlich eine dicke Pfote aus ganz unerklärlichen Gründen. Es war sozusagen an der Vorderpfote der "Daumen". Die Pfote wurde geröntgt - mit dem Knochen war alles gut. Der Arzt hat dann auch Fieber gemessen (40 ° - und mir war es nicht aufgefallen :ops: ). Bonny hat dann eine Spritze gegen die Schwellung und Entzündung bekommen. Das war an einem Freitag und am Samstag ging es ihr gut. Sonntags dann der Schock, da wurde plötzlich die rechte Vorderpfote im "Handgelenksbereich" total dick. Am Montag sollte ich ja sowieso wieder zum Arzt, also warteten wir den Tag noch ab. Am Montag wurde dann Blut abgenommen, sie bekam ein anderes Antibiotikum plus Kortison. Da bei der Blutuntersuchung der Borreliosewert grenzwertig war haben wir 3 Wochen Antibiotika gegeben. Alle anderen Blutwerte waren ohne Befund. Die Gelenke schwollen ab, Bonny ging es prima. Dann kam wieder die Zeit ohne Medikamente und die Gelenke wurden wieder dick. Die Blutwerte inkl. Borreliose wurden erneut getestet. Diesmal war ziemlich sicher, dass es keine Borreliose ist und der Doc vermutete eine Autoimunerkrankung. Es wurden auch Rheumawerte getestet und noch vieles andere. Alles ohne Befund. Bonny bekam wieder Medikamente die Gelenke schwollen wieder ab, wir stellten fest dass Antibiotika in Verbindung mit Prednisolon gut wirkt - aber nur solange sie es nimmt. Kortison haben wir immer ausgeschlichen. Kaum war die Medikamenten Zeit rum schwollen die Gelenke wieder an - die dritte Etappe - und ein drittes Gelenk kam hinzu - die linke Hinterpfote. Diesmal verwies mich der Doc an eine Tierklinik weil er auch keinen Rat mehr wusste. In der Tierklinik wurde dann nochmal geröntgt, Ultraschall gemacht, Bonny wurde in Narkose gelegt und die Gelenke wurden punktiert. Nun ist Bonny ja kein Riesenhund sondern nur rund 40 cm hoch. Die Gelenke sind allesamt sehr klein und aus den Fußgelenken konnte keine Flüssigkeit entnommen werden. In der Schulter hat der Doc ein paar Tropfen entnehmen können. Diese zusammen mit einer Gewebeprobe wurden eingeschickt und untersucht und heraus kam ........ nichts. Keine Bakterien oder sonstiges was eine Entzündung verursachen könnte. Inzwischen war noch nicht einmal mehr klar ob es überhaupt von den Gelenken kommt (Wachstumsfugen waren auch in Ordnung). Das Gewebe wurde sogar auf tumoröse Veränderungen untersucht - nichts. Auch dieser Arzt ist nun ratlos. Er sagte nur, dass es seltene Fälle bei Junghunden gibt, bei denen aus nicht geklärter Ursache die Gelenke anschwellen. Und das in manchen Fällen die Sache sich auswächst.
    Im Moment bekommt sie nur noch Prednisolon, welches wir wochenweise reduzieren sollen. Danach müssen wir mal weiter sehen.
    Die Ärzte sind mit ihrem Wissen am Ende und ich mit meinem Geldbeutel. In drei Monaten hat mich die ganze Geschichte jetzt rund 800 € gekostet - was ich ertragen könnte, wenn ich eine Diagnose hätte.
    Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal einen ähnlich merkwürdigen Fall hatte.
    Eigentlich wollte ich mich auch nur mal ein bisschen ausjammern, wenn das in Ordnung ist!
    Im Moment geht es Bonny gut - durch das Kortison hat sie nur mächtigen Kohldampf.
    Ich hoffe zwar, dass sie nicht ewig Kortison nehmen muss, aber wenn wir sie irgendwann so einstellen können, dass sie nur eine kleine Dosis am Tag braucht, kann ich - und Bonny - damit auch leben.

  • hallöchen,
    wurde denn mal ein Test auf Anaplasmose gemacht, die wechselnden Gelenkbeschwerden würden ins Bild passen, hätte aber bei den Blutbilder eigentlich auffallen müssen, wenn darauf getestet wurde ??!!!
    LG

  • Ich kann jetzt gar nicht genau sagen ob das auch getestet wurde, ich geh aber mal davon aus, werde aber den Arzt nochmal fragen. Bei 2 Seiten von Blutbefunden und bakteriologisch negativer Gelenkspunktion denke ich aber schon, das es aufgefallen wäre.

  • Puh das is ja ne Sache... ich kann leider gar nix beisteuern, nur soviel, dass ein Hund unter geringer Cortisondosis sehr gut leben kann. Mein Pepper ist jetzt 6, er hat eine Autoimmunerkrankung und bekommt Cortison seit er 10 Monate alt ist. Inzwischen sind wir auf 2,5mg Prednisolon täglich (er wiegt 16kg) und man merkt ihm gar nichts an, auch der Appetitt ist wieder normal. Hoffe ihr findet die Ursache noch und falls es wirklich autoimmun ist, dass ihr auch mit einer ganz niedrigen Dosis klar kommt.

  • Danke Wurmel. Was du beisteuerst macht mir aber schon mal sehr viel Mut. Bonny wiegt jetzt 7 kg und bekommt 5 mg. Aber wir sind ja am reduzieren und ihr geht es im Moment wirklich gut.
    Ist bei euch den klar welche Autoimunerkranung dein Hund hat?

  • Danke für die Links. Dort habe ich gelesen das bei SLE der ANA Test bei 90 % positiv ist. Der ist aber negativ.
    Die autoimune Polyarthritis war auch erst eine Vermutung von beiden Ärzten, wurde dann aber Anhand von den Ergebnissen der Punktion auch ausgeschlossen.
    Also, auch von euch viele gute Tipps und Gedanken.......aber nach wie vor ein Rätsel.

  • Zitat

    Danke Wurmel. Was du beisteuerst macht mir aber schon mal sehr viel Mut. Bonny wiegt jetzt 7 kg und bekommt 5 mg. Aber wir sind ja am reduzieren und ihr geht es im Moment wirklich gut.
    Ist bei euch den klar welche Autoimunerkranung dein Hund hat?

    Ja er hat SRMA (Beagle-Pain-Syndrome). Sein Immunsystem greift sein Nervenwasser an und es kommt zur Entzündung des Rückenmarks und der Hirnhaut, das ist so mal die Kurzfassung.

    Seine Anfangsdosis (wenn denn ein Rückfall kommt) liegt bei 50mg Prednisolon.... toi toi toi seit 3 Jahren ist er jetzt stabil und ohne Rückfall. Wir hoffen sehr, dass das so bleibt. Und wenn das Corti ihm dabei hilft, dann soll es so ein. Dann hab ich lieber einen Hund der durch Dauergabe vielleicht eine 2-3 Jahre kürzere Lebenserwartung hat, aber wenigstens war er in der Zeit "gesund" bzw. schmerzfrei.

  • Naja ein direkt Spezialist für Polyarthritis war das jetzt nicht. Eher für allgemeine Knochengeschichten. Wenn Bonny jetzt das nächste Mal (was es hoffentlich nicht gibt) wieder dicke Pfötchen bekommt (und unser Geldbeutel sich wieder erholt hat ;) ) dann werden wir auch evtl. noch mal in eine andere Klinik gehen - mit speziellen Spezialisten. Wobei das jetzt nicht heißen soll, dass mir diese Klinik inkompetent erschien. Auch mein Haustierarzt der wirklich sehr erfahren und kompetent ist hatte einen solchen Fall noch nicht.

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