12jähriger Hund und 2 Katzen?
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Anxaloi -
15. November 2012 um 08:53
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Hey ihr Lieben!
Ich habe mich wegen einem Problem hier angemeldet.
Mein Freund und ich werden demnächst zusammenziehen, da ich schwanger bin. So weit so gut kommt es jetzt zum eigentlichen Problem.
Ich habe 2 2jährige Wohnungstiger und mein Freund einen 12jährigen Staff Mix. Meine Katzen kennen keine Hunde (zwar als Kitten mit Hunden zusammengewesen, aber das zählt wohl nicht mehr). Der Hund kennt Katzen nur von Spaziergängen und hält sie sofort für Beute. Wenn er unangeleint ist, ist alles andere vergessen und er jagt die Katze, man kann ihn auch nicht mehr zurückrufen. Einmal losgerannt gibt es kein Halten mehr.
Mein Freund sagt, er würde niemals zubeißen. Allerdings schnappt er nach allem, was er beim Gassigang findet. Egal ob Enten, Igel oder Katzen. Wenn er an der Leine ist kann man natürlich eingreifen, nur wenn er losgelassen ist kann man entweder hoffen das das andere Tier schnell genug ist, oder man schnell genug beim Hund ist. Mein Freund lässt den Hund auch nicht von der Leine, wenn er weiß das irgendwo Enten sitzen.
Meine Katzen würden sich mit Sicherheit wehren, also kann wohl niemand garantieren das er nicht zubeißt.Ich denke, das ich da riesige Angst um meine Katzen habe ist normal. Meint ihr, es ist überhaupt einen Versuch wert? Denkt ihr es gibt Chancen, das die Tiere sich gegenseitig am Leben lassen?
Vielen dank im Voraus!
LG Anxaloi
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Versuch ist es wert. Kennt er einen Maulkorb?
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Nein, einen Maulkorb kennt er gar nicht. Mein Freund ist auch absolut dagegen, das er einen umbekommt. Die Idee hatte ich nämlich auch schon.
Mein Freund stellt sich da leider bisschen stur und ist der Meinung, das es für seinen alten Hund auch eine Qual ist, mit jungen Katzen zusammen wohnen zu müssen. Ich sollte sie einfach abgeben, aber das kommt für mich alles andere als in Frage.
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Wir haben Anfang der Woche auch unsren Hund mit einer neuen Katze vergesellschaftet. Vielleicht erzähle ich dir mal ein wenig davon.
Wir haben den Hund am Geschirr und Halsband gehabt, sodass er selbstständig nicht an die Katze durfte. Er ist ein 40kg Paket, daher die Sicherung an beidem. Draußen verbellt er auch jede Katze, daher auch die Vorkehrung, da ich nicht wusste, wie er reagiert. Dann haben wir erstmal geschaut, wie er reagiert. Er blieb den ganzen Tag am Geschirr, auch wenn die Katze unter der Couch lag, denn somit konnte ich jedes Mal ins Geschirr greifen, wenn er einen Satz drauf zumachen wollte. Für jedes nette Verhalten hab ich ihn gelobt wie bolle. Jedes Jagen, auch Knurren (sie war ihm anfangs durchaus unheimlich) wurde unterbunden. Nach zwei Tagen ist alles kein Thema mehr, allerdings war er auch schon Katzen gewohnt. Die Katzen sollten einen Rückzugsort haben, in dem sie sich gefahrlos vor dem Hund verstecken können. Vielleicht auch erstmal in getrennten Räumen. Und dann Schritt für Schritt die Heranführung. Allerdings würde ich deinem Freund tatsächlich den Maulkorb vorschlagen, evtl. braucht er ihn gar nicht, das wird man dann sehen. -
Ich hatte vor einiger Zeit meinen damals auch 12 Jahre alten Hund mit Katzen vetgesellschaftet. Er kannte sie bis dahin nur als Jahdobjekt und die Katzen kannten keine Hunde.
Den ersten Abend hatten wir die beiden in benachbarte Zimmer so das sie sich durch den Türspalt riechen konnten. Am nächsten Tag bekam mein Hund einen Maulkorb an und die Katze durfte zu ihm. Sie fauchte als er zu nah kam, ich gab ihm das Kommando Nein und so klappte es. Nach weiteren 2 Tagen hörte die Katze auf ihn anzufauchen und ich sah an seinem Verhalten das er mein Nein aktzeptiert und habe ihn den Maulkorb abgenommen. Seit dem war alles prima.
Die zweite Katze war dann kein Thema mehr für ihn. Wichtig war mir aber das die Katzen einen hohen Kratzbaum (1,90m) hatten und sich auch sonst viel verstecken konnten wo der Hund nicht hinkam.Vielleicht solltest du deinem Freund klar machen das der Maulkorb ja zur zur Sicherheit dran ist um zu sehen wie der Hund denn überhaupt reagiert. Muss ja nur wenige Tage sein und auch nur dann wenn ihr mal in einem anderen Raum seid und Hund und Katze nicht zusammen alleine lassen wollt.
Ich war mir damals zwar auch recht sicher das mein Hund nichts machen wird aber 100% gibt es da nicht und es wäre wohl unschön wenn eine deiner Katzen stirbt weil dein Freund sich so anstellt.
Mit etwas Gewöhnung ist ein Maulkorb nichts schlimmes für einen Hund. -
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Ich denke nicht dass das unmöglich ist.
Ich würde an eurer Stelle dafür sorgen dass die Katzen genug Rückzugsmöglichkeiten haben wo der Hund nicht hinkommt. D.h. vielleicht ein Zimmer als "Katzenzimmer" nehmen und dort davor ein Kindergitter an der Tür anbringen, so dass die Katzen rein und raus können, der Hund aber nicht rein.
Dann würde ich in der Wohnung mehrer hohe Rückzugsmöglichkeiten schaffen, d.h. hohe Kratzbäume oder Schränke auf die die Katzen sich "in Sicherheit bringen können" wenn es ihnen zu viel wird.
Den Hund würde ich am Anfang nur mit Maulkorb in der Wohnung lassen, so kann aufjedenfall erstmal nichts passieren und ihr könnt seine Reaktion absehen. Vielleicht auch Geschirr und Hausleihne am Hund lassen so dass ihr, wenn er die Katzen jagen will schnell reagieren könnt.
Wenn man den Hund langsam an einen Maulkorb gewöhnt dann ist das auch kein großes Problem für ihn, es ist ja nicht für immer & am Anfang einfach zur "Beruhigung" von euch allen. Es kann so einfach nichts passieren und ihr könnte euch besser auf darauf konzentieren unerwünschtes Verhalten zu unterbinden & jedes richtige Verhalten überschwänglich zu loben und zu belohnen. Ich denke so sollte das irgendwann klappen, aber das wird bestimmt etwas dauern bis auch die Katzen damit klarkommen. Also Geduld nicht verlieren & viel Erfolg! -
Mit meinem Rüden wars auch ein experiment, als ich ihn den ersten Tag aus dem Tierheim mit nachhause nehmen konnte. Folgendes ist passiert: Da niemand wusste wie er auf Katzen reagierte blieb er den ganzen ersten Tag angeleint. Im Badezimmer kam es einmal zu einem kurzen treffen mit meiner an Hunde gewöhnten Katze, da wollte er direkt mal ne Schnautze voll nehmen und hab ihm noch schnell genug die Schnautze zuhalten können und ordentlich zusammengepfiffen.
War den ersten Tag alles super spannend, Katze hat sich den angeleinten Hund aus der entfernung angeschaut, der Hund wollte die ganze zeit hinterher. Für den nächsten Tag hatte ich geplant nen Maulkorb zu kaufen um mehr sicherheit zu haben, wenn meine Katze auf ihn zugeht (Wie gesagt eine Katze die ihr ganzes Leben mit Hunden zusammengelebt hat).
Am nächsten Tag lief meine katze einfach zum fremden Hund hin, schmuste sich unter den Bauch durch und Hund guckte etwas irritiert, aber die schimpfe vom Vortag war wohl noch ausreichend in Errinerung.
Den Maulkorb hab ich mir dann zwar trotzdem zugelegt, aber wegen der katze hat er ihn nie Tragen müssen. Katzen draussen sind natürlich Futter, für meine beiden Hunde^^.Also mit Maulkorb ist man auf der sicheren Seite. Vorallem wirklich erstmal Anleinen damit ihr bei den ersten Begegnungen dabei sein könnt und sofort eingreifen könnt, bevor ne Katze im Maul verschwindet. Das muss direkt vom ersten Moment an auch klar sein, das es absolut keine Tolleranz gibt, was das Katzenjagen in der Wohnung angeht.
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Zitat
Nein, einen Maulkorb kennt er gar nicht. Mein Freund ist auch absolut dagegen, das er einen umbekommt. Die Idee hatte ich nämlich auch schon.
Mein Freund stellt sich da leider bisschen stur und ist der Meinung, das es für seinen alten Hund auch eine Qual ist, mit jungen Katzen zusammen wohnen zu müssen. Ich sollte sie einfach abgeben, aber das kommt für mich alles andere als in Frage.
Sag deinem Freund doch, er soll den Hund abgeben.

Nee, Ironie aus.
Ohne Maulkorb geht da gar nichts. Ihr habt nur die Chance, die Tiere so langsam aneinander zu gewöhnen.
Obs klappt, werdet ihr dann sehen.
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Als ich meinen Hund mit nach Hause zu den Katzen genommen habe, habe ich ihn vorher erst einmal müde gemacht - den ganzen Tag mit anderen Hunden unterwegs, später allein noch eine Weile spazieren - damit er nicht vollkommen überdreht in die neue Umgebung kommt und sich sofort begeistert auf die Katzen stürzt.
Die Miezen hatten auch ihre Rückzugsorte und wenn Herr Hund gewagt hat, dort den Kopf reinzustecken und die beiden zu bedrängen, wurde er zurückgerufen (ich habe ihn lebensmüderweise ohne Leine reingelassen, passiert ist glücklicherweise rein gar nichts ;))Hausleine und Maulkorb, wie schon einige vorgeschlagen haben, sollten wirklich am Hund sein, wenn du gar nicht einschätzen kannst, wie er reagiert - und wenn er ordentlich an den MK gewöhnt wird, stört sich der Hund wirklich nicht daran.
Wenn der Hund die Katzen als "Inventar" kennenlernt, ist es für ihn auch keine Qual, mit ihnen zusammenzuleben. Ich habe hier auch einen alten Hund, eine alte Katze und einen jungen Kater und bis auf einige harmlose Schlägereien ist alles sehr harmonisch :)
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Vielen Dank für all eure Antworten!
Leider zeigt sich mein Freund extrem uneinsichtig. Ihm tut der Hund Leid und er ist der Meinung das es entweder gut geht, oder ich halt Pech gehabt habe. Er lässt sich auf kein Türgitter ein, der Hund bekommt keinen Maulkorb weil er dann ja bestimmt Angst hat, eine Leine gilt als Freiheitsberaubung und wenn er den Katzen hinterher rennt darf er das, weil es ja kein Jagen ist. Das Ende vom Lied ist keine gemeinsame Wohnung, damit muss er nun leben :-)
Trotzdem danke, die Tipps hätte ich gerne einmal angewendet.
Schönen Abend noch für euch!
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