Agressiv gegen einen einzigen anderen Hund
-
-
hm also meine hundetrainerin hat bei meiner fixier-tante immer gesagt ich solle da nicht groß drauf eingehen ... keinesfalls stehenbleiben oder sowas (notfalls kommentarlos umdrehen und hund mitschleifen) ... also ich würde mich z.B. nicht ins Blickfeld stellen ... ich lese das so raus, dass du stehen bleibst? ich würde einfach ruhig weitergehen, dein hundi darf andere hunde schon wahrnehmen (du musst einfach auf seine körpersprache achten), wenn er anfängt mit fixieren würde ich ihn vllt. seitlich mit dem bein anrempeln (also nicht so dass er im nächsten gebüsch landet), dass er kurz aus dem konzept gebracht wird und einfach weitergehen ... wenn du stehen bleibst gehst du quasi auf sein "getue" ein und das verbucht er leider als pluspunkt auf seinem konto, weil DU auf IHN reagierst und nicht andersrum
du kannst daheim z.B. mit leckerlis "schau-übungen" machen (googel mal oder such hier im forum) und das wirklich langsam aufbauen und festigen .. wenn dein hund dann draußen gecheckt hat, dass fixieren unterbunden wird dann würde ich ihn mit schau-übungen belohnen
ich habe jetzt monatelang meiner rigoros das fixieren anderer hunde abgewöhnt, indem ich einfach konsequent und IMMER alles unterbunden habe, was länger war als "oh ein hund, ich habs gesehen" ... ich habe weder gelobt noch abgelenkt, sondern schlichtweg korrigiert .... jetzt fange ich an artiges verhalten zu belohnen ... sie checkt es und - toitoitoi - wenn wir einen anderen hund sehen, wendet sie den blick ab und schnüffelt seelenruhig weiter (sie hat also jetzt keine angst vor anderen hunden und meidet, sondern nimmt sie wahr ... da musst du einfach ein bisschen fingerspitzengefühl beweisen, was dein hund als korrektur ansieht, was zu viel/hart für ihn ist, was zu soft) bzw. schaut mich nach ruhigem vorbeigehen erwartungsvoll an ... ein traum!!
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Agressiv gegen einen einzigen anderen Hund schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
erstmal danke für die vielen Anregungen.
BieBoss, umdrehen mit quietschen funktioniert nicht. der ist so im fixieren drin das der nix mehr wahrnimmt, mitschleifen geht.
in diesem Falle stand ich da schon, (habe auf meine Mutter mir Auto gewartete) und habe mich mit einer Nachbarin unterhalten.
Normalerweise unterbinde ich das fixieren eben in dem ich ihn einfach abdränge und umdrehe oder zur seite in eine wiese rein gehe...schau übungen funktionieren daheim einwandfrei, draussen gar nicht. er schaut sich eh selten zu mir um. Nur wenn ich den Wurfarm dabei hat, das meist im Wald, weil er fürs umschauen auch ab und an mit einem Ballwurf belohnt wird.
Wie hast du das korrigiert? Oh schau ein Hund ist ja vollkommen in Ordnung.
-
das "oh schau ein hund" kann ganz schnell kippen, wenn der andere die entsprechende körperhaltung zeigt, das geht ganz schnell und wird ein fixieren, das geht innerhalb von bruchteilen, so dass meine nicht "normal" ist ... ich bin immer auf der hut!
aber ich kenne meinen schlawinsky gott sei dank auch mittlerweile sehr und weiß ihre körpersprache zu deuten (ohne das geht es nicht)das konnte ich zuerst null und ich glaube sie war von anfang an ein fixier-kandidat aber ich hab es nicht gecheckt und dementsprechend nicht unterbunden und irgendwann wurde aus fixieren, rumpöbeln ... sehr peinlich

deswegen denke ich dass dieses potential deines hundes auch irgendwie angelegt ist und du handeln musst ... was du ja auch weißt
also unterbinden kannst du es zuerstmal so wie du es machst, seitlich abdrängen z.B. ... es ist einfach ganz ganz wichtig, dass du deinem hund dabei möglichst wenig beachtung schenkst ... also nicht auf ihn runterstarrst (musst du unauffällig tun), sondern ihn eben beiläufig rüberdrängelst, kommentarlos umdrehst und mitschleifst ... am besten ohne ihm in so einer situation beachtung zu schenken ... weil das der sache wichtigkeit gibt und wenn dein hund merkt, dass du IHN fixierst, dann bekommt die ganze situation einen geschmack von "es liegt spannung in der luft, da passiert gleich was", weißt du was ich meine?
also mal von anfang an, wie ich es gemacht habe (mit trainerin):
wir haben zuerst hundebegegnungen wochenlang komplett gestrichen, wichtig war "unsere" beziehung, wir zusammen im wald, ich habe an der schlepp mit ihr trainiert, rückruftraining, spaß zusammen .. hundebegegnungen bin ich aus dem weg gegangen ... komplett ... mir war das auch nicht zu blöde mich ins nächste gebüsch zu schlagen ...
das hat wochen gedauert

dann ging es los, dass ich hundebegegnungen nicht mehr vermieden habe ... ich habe sie nicht gesucht und enge stellen vermieden, aber auf waldwegen hab ich dann gedacht "sch** drauf, irgendwann musst du das machen" ...
ich habe am anfang "versucht" zu korrigieren ... ich sage mit absicht versucht, weil meine auf NICHTS reagiert hat ... also wusste ich "o.k. wenn der hund nah genug ist wird sie tillen" ... ich habe sie seitlich gehabt und immer wenn sie vorspringen wollte hab ich sie an der leine quasi "aufgehängt" ... das klingt jetzt schlimm aber es war die einzige möglichkeit, dass sie nicht rankommt (sie wiegt zwar nur 22 kg aber das reicht) ... kurz aufgehängt, sie nicht beachtet (innerlich vor wut geplatzt aber nicht äußerlich), sie sofort nach der hundebegegnung wieder runtergelassen und weitergelaufen und sie mitgezogen (hat sich natürlich permanent umgedreht) ...
was auch wichtig ist fällt mir ein (man das ist echt viel): es kann sein, dass dein hund anfängt zu markieren bei solchen auseinandersetzungen, das solltest du unterbinden ("nein" oder was auch immer) und weitergehen ... hintergrund ist, dass dein hund an der stelle, wo der konkurrent war was "hinterlassen" muss, das musst du verhindern und ihm damit sagen "hier ist alles o.k. du musst nichts hinterlassen"
irgendwann dann - ich weiß nicht warum, vllt. weil sie gecheckt hat dass sie nicht hinkommt und mich das auch nicht juckt (sie hat nach solchen ausrastern auch immer zu mir hochgeguckt und ich hab sie ignoriert) - war es nicht mehr so schlimm ... sie hat noch fixiert aber kein hinpreschen mehr ... dann fing ich an das fixieren zu unterbinden (seitlich mit dem knie abdrängen, umdrehen und mit mitschleifen, seitlich mit dem fuß hinten in die flanke "stupsen/treten" (das hat mir die trainerin beigebracht, ich sage dir nur, dass ich das gemacht habe als abbruch, aber ohne anleitung solltest du das nicht machen), oder seitlich an den kopf stupsen ... kombiniert wurde das mit einem zischen, das ab sofort meine korrektur war ... keine sprache mehr, weil sprache immer emotional ist ... du kannst zwar laut zwischen aber nicht schreien

das habe ich konsequent gemacht immer und immer und immer wieder ... irgendwann legte sie die ohren an und hörte auf zu fixieren ...
ich glaube das erfolgsgeheimnis ist, dass du cool bist, dass du souverän bist, dass du konsequent bist und dass du dir einfach denkst "das ist nur ein hund und von dem lass ich mich doch nicht so stressen ... lächerlich" UND ich habe immer eine trainerin an meiner seite gehabt, ohne die ich es NICHT geschafft hätte weil ich die falsche einstellung hatte und persönlich beleidigt wenn meine sich so aufgeführt hat

P.S. sorry für den roman ... aber das war ein langer weg den wir gegangen sind bis hier
-
Zitat
schau übungen funktionieren daheim einwandfrei, draussen gar nicht. er schaut sich eh selten zu mir um. Nur wenn ich den Wurfarm dabei hat, das meist im Wald, weil er fürs umschauen auch ab und an mit einem Ballwurf belohnt wird.
du musst einfach schauen, dass du draußen die hauptattraktion für den hund bist ... er soll dir nicht an den haxen hinterschleichen oder dich rund um die uhr anhimmeln, aber ihr seid draußen zusammen ein "rudel", das zusammen bleibt und auch aufeinander aufpasst
das muss er lernen und du übendas ist z.b. schonmal ein anzeichen, wenn er draußen nicht auf dich achtet ... bemerkt er z.B. wenn du stehen bleibst? oder wenn du dich z.b. umdrehst, fliegt er dann hinterher weil er es gar nicht mitbekommen hat?
mach dich interessant ... nicht ne stunde zum affen, aber so dass er merkt, dass es sich lohnt nach dir zu gucken... der wurfarm z.b. ist doch super, er scheint ja draußen nicht so futtergeil zu sein oder?
meine hat draußen früher auch überhaupt nicht auf mich geachtet ... ich war nur die die am ender der leine hinterhergeschleift wurde
äußerst nervig ... alles war interessanter als ich, ich fing dann an mit ihr zu "arbeiten" (unterordnung, agility), bei jedem spaziergang ... leckerliesuche war auch dabei (sie spielt nicht, nur wettrennen) ... aber da steckt immer so viel dahinter, das ganze umfeld, wie euer tagesablauf aussieht, das kann man so schlecht über beiträge einschätzen ... -
Danke für deine ausführliche Antwort.
hatte heute wieder zwei Hundebegegnungen, alles recht harmlos, fixieren, "nein" mit geschleift, gelobt wenn er nach vorn geguckt hat. Ist er stehen geblieben und hat fixiert "nein" weiterschleifen, sobald er wieder nach vorn geguckt hat gelobt. Das klappte ganz gut.
Futterspeiel draussen ist bissi schwer, Trockenfutter und Nassfutter und das meiste Trockenfleisch kann ich nicht geben.
Zum Trailen nehmen wir im Moment Käse das geht ganz gut, möchte ich aber auch nur fürs Trailen beibehalten. -
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!