Aufregung bei Welpenspielstunde

  • Hallo liebe Forengemeinde!

    Es ist schön, dass man hier so wertvolle Tipps von euch bekommt. Gerade als Ersthundbesitzer zeigen sich doch im laufe der Zeit ziemliche Unsicherheiten. Auch wenn unser American Bulldog Welpe erst 12 Wochen alt ist, klare Regeln und Konsequenz muss sein. Es wird mal ein sehr kräftiger Hund und das spüre ich - besonders heute - jetzt schon in meiner Schulter. :D Er ist hier im häuslichen Umfeld beim Gassi gehen eigentlich ganz lieb, gelegentliches Gezerre zum Schnüffeln, ständiges Sitzengebleibe, aber alles im Rahmen. Ich denke völlig normal in dem Alter. Stoßen wir auf andere Hundebesitzer geht das "Gesteige" erstmal los. Mit vollem Körpereinsatz will er zu Hund und Halter. Daran gehen wir bzw. ich zerre ihn dran vorbei. Ansprache wird ignoriert. :roll:
    Heute in der Hundeschule und schon beim letzten Mal ist es aber ganz besonders schlimm. Die Zeitabschnitte, an denen er an die Leine muss, in den Pausen und bei kleinen Übungen zerrt er wieder so, dass ich danach wirklich fertig bin. Er will zu den anderen Hunden und legt sich so in die Leine, dass er zeitweise schon geröchelt hat. (das nächste Mal legen wir ein Geschirr an). Die Trainerin meinte zu uns, ob der Hund Husten hätte. Oder wenn nicht er schon an der Luftröhre geschädigt wäre, das röcheln beim ziehen wäre ja nicht normal. :omg: wir erklärten ihr, dass dies wirklich nur bei der Welpenspielstunde so wäre.
    Bei kleinen Übungen ist er absolut unkonzentriert, Leckerli und Spielzeug interessieren ihn kaum bis gar nicht, uns beachtet er auch nicht geschweige er kommt einmal zu uns. Puh! Wenn man die anderen Welpen so sieht - unser ist der schlimmste! :lol: Spielen mit den anderen Welpen tut er gott sei Dank recht vernünftig.
    Zu Hause dreht er dann auch nochmal richtig schön auf, er ist auch nachträglich ziemlich erregt. Nach einem Schlaf war er dann wieder klarer. :lol:
    Wir wollen zu Hause mehr an seiner Aufmerksamkeit üben, sprich schaut er mich an, belohnen.... Was könnte ich noch für Übungen machen? Was für Tipps bzw. Erfahrungswerte könntet ihr mir geben? Vielen lieben Dank für eure Antworten!

  • Unsere erste BX war genauso, in der Hundeschule haben wir rein gar nichts gelernt, ausser, dass unser Welpe " dominant" sei. :lepra:

    Mücke war kaum ansprechbar, hat uns über den Platz geschlörrt , dass wir Tage danach noch Muskelkater hatten und jeder Samstag war Stress pur.
    Im Junghundekurs gings, er zeigte durchaus Gehorsam bei den Übungen, aber trotzdem: die Leinenführigkeit blieb eine Katastrophe, bei einem 45kg Junghund nicht lustig...

    Aus heutiger Sicht war der Gang in die HuSchu kontraproduktiv.

    Ich fänd wichtig ein Geschirr für euren Kleinen und absolut pingelig bei der Leinenführigkeit zu sein. Ziehen geht niemals, der Hund kommt mit Ziehen niemals zum Ziel.
    Das hab ich bei Bandit beherzigt ( 60kg) und heute gehen die Kindergartenfreunde meiner Kinder mit ihm spazieren.
    Lasst das Ziehen nicht zu, begrenzt ihn körperlich und geht zur Not auf Distanz zum Objekt der Begierde.
    Ob ihr die Richtung wechselt oder kurz verharrt, damit der Hund sein Verhalten anpassen kann, das muss jeder selber wissen.
    Ne Zeit lang hab ich ihm auch den Weg abgeschnitten, so dass er mich nicht mehr überholen konnte, das kann auch funktionieren.

    Die Frage ist ausserdem was genau er lernt in eurer Hundeschule.

    Euer Hund wird verdammt schnell verdammt kräftig werden, vielleicht denkt ihr mal über Einzelstunden nach...

  • Zitat


    Lasst das Ziehen nicht zu, begrenzt ihn körperlich und geht zur Not auf Distanz zum Objekt der Begierde.
    Ob ihr die Richtung wechselt oder kurz verharrt, damit der Hund sein Verhalten anpassen kann, das muss jeder selber wissen.

    das würde ich auch unbedingt empfehlen. der hund muss lernen "runterfahren" und das ist mit distanz (reduzierung den reizauslösers) meist am besten möglich.
    erst wenn er sich hier wieder beruhigt hat, könnt ihr ihn dem reiz wieder aussetzen. er muss lernen sich an euch zu orientieren und dass ihr ihn "führt" (wortwörtlich)..auch aus der für ihn stressauslösenden situation wenn es sein muss.

  • Uns wurde in den ersten beiden Hundeschulen in den wir waren eingetrichtert, dass wir uns beim Warten und bei kleinen Übungen einfach immer auf die Leine stellen sollen. Die Trainer haben uns das so erklärt, dass man wenn man die Leine in der Hand hält unweigerlich nachgibt, das passiert nicht wenn man sich draufstellt... obs was bringt weiß ich nicht, aber vielleicht entlastet das deine arme Schulter ;)

  • Also meine hat vor der Welpenstunde nichts zu fressen bekommen, also kein Frühstück.
    Dann hab ich ihre Trockenfutter Portion mitgenommen, Leckerchen und jetzt im Erziehungskurs Geflügel Wienerle (hab ich bei der Welpenstunde nicht gebraucht da müssen sie sich ja nach nicht so lange konzentrieren)
    Auch waren wir vorher nicht Gassi, nur kurz Geschäftchen machen und dann ging's zur Hundeschule.
    Dann war sie bereiter mitzumachen da sie noch fit war.
    Gegen Ende der Stunde wurde sie auch immer unkonzentrierter da sie eigentlich müde war aber trotzdem noch mitmischen wollte, dann Gans auch gerne mal Ärger unter den Welpen.

  • Zitat

    Uns wurde in den ersten beiden Hundeschulen in den wir waren eingetrichtert, dass wir uns beim Warten und bei kleinen Übungen einfach immer auf die Leine stellen sollen. Die Trainer haben uns das so erklärt, dass man wenn man die Leine in der Hand hält unweigerlich nachgibt, das passiert nicht wenn man sich draufstellt... obs was bringt weiß ich nicht, aber vielleicht entlastet das deine arme Schulter ;)

    und was lernt der hund daraus? meines erachtens nichts, da er evtl nur noch mehr zieht um hin zu kommen und um so frustrierter reagiert weil es auch mit -gewalt- nicht klappt.
    so wird er noch mehr ziehen...und sich wirklich fast (er)würgen..
    ausserdem fahren die hunde meist noch höher und stellen euch im hintergrund "ab", da sie euch durch die reizüberflutung nicht mehr wahrnehmen können. ich finde es somit absolut kontraproduktiv.

  • Zitat

    und was lernt der hund daraus? meines erachtens nichts, da er evtl nur noch mehr zieht um hin zu kommen und um so frustitrierter reagiert weil es auch mit -gewalt- nicht klappt. ausserdem fahren die hunde meist noch höher und stellen euch im hintergrund "ab", da sie euch durch die reizüberflutung nicht mehr wahrnehmen können. ich finde es somit absolut kontraproduktiv.

    Doch, der Hund lernt daraus was!
    Erstens, dadurch, das die Leine unter'm Schuh ist, ist der Hundeführer entspannter und ruhiger. Er zieht den Hund nicht an der Leine zurück, kein "Ach Mensch, hör doch mal auf!!" kein "Lass das jetzt!", einfach nur Ruhe. Im Idealfall überträgt der Halter diese Ruhe etwas auf den Hund. Wenn man die Übung lange genug und oft genug (und richtig) durchführt, merkt der Hund einfach: Ach mist, hier geht's einfach nicht weiter! Und findet sich damit ab.

    Das ist jedoch bei jedem Hund verschieden. Einige frusten und fahren noch höher (wobei selbst die, nachdem die Frusthöchstgrenze erreicht ist, wieder runterfahren), bei anderen klappt's schneller.

  • Zitat

    Doch, der Hund lernt daraus was!
    Erstens, dadurch, das die Leine unter'm Schuh ist, ist der Hundeführer entspannter und ruhiger. Er zieht den Hund nicht an der Leine zurück, kein "Ach Mensch, hör doch mal auf!!" kein "Lass das jetzt!", einfach nur Ruhe. Im Idealfall überträgt der Halter diese Ruhe etwas auf den Hund. Wenn man die Übung lange genug und oft genug (und richtig) durchführt, merkt der Hund einfach: Ach mist, hier geht's einfach nicht weiter! Und findet sich damit ab.

    Das ist jedoch bei jedem Hund verschieden. Einige frusten und fahren noch höher (wobei selbst die, nachdem die Frusthöchstgrenze erreicht ist, wieder runterfahren), bei anderen klappt's schneller.

    Danke Lisa.
    Ging mir in erster Linie darum, dass der Threadstarter sich nicht die Schulter auskugelt :hust:

    Zitat

    Ziehen geht niemals, der Hund kommt mit Ziehen niemals zum Ziel.

    Und grade wenn man warten muss während in der Welpenstunde die anderen Hunde irgendwelche Übungen machen, ist es doch einfacher dem Hund so zu zeigen, dass er mit ziehen nichts erreicht... glaube es macht für den Hund erstmal relativ wenig Unterschied, ob er sich ins Geschirr/Halsband schmeißt während ich es in der Hand halte (und damit schlimmstensfalls sogar noch Erfolg hat) oder ob die Leine unter meinem Schuh liegt während er dran zieht und eben gar nix geht :???:

  • klar jeder so wie er will...
    ich jedoch würde hier sofort mehr distanz rein bringen und den hund raus nehmen. sprich bewusst dem hund lehren dass ich ihn dem reiz entziehe und er somit sich an mir orientieren soll.
    das verstehe ich unter souverän führen...und so haben es alle meine hunde gelernt. frusttoleranz aushalten lerne ich meinen hunden dadurch und überlasse sie da nicht einfach sich selbt. sich an mir orientieren und auf mich achten in solch situtationen wird hierbei nat. belohnt.
    alles andere empfinde ich als "kräftemessen"...und falls es doch passiert und der hund durch eine kleine gewichtsverlagerung entkommen kann, hat er gewonnen und das nächste mal wird er noch mehr ziehen. ich sehe da echt keinen sinn dahinter.

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