Sehr ängstliche Hündin
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Hallo,
wir haben vor knapp 2 Wochen eine 5-6 Monate alte Hündin aufgenommen.
Lt. Vorbesitzer wäre sehr lieb, anhänglich, versteht sich mit Kindern, Katzen, anderen Hunden.Soweit wir das in der kurzen Zeit beurteilen können stimmt das auch.
Allerdings ist sie sehr sehr ängstlich. Spielzeug scheint sie nicht zu kennen, jedenfalls zieht sie immer den Schwanz ein und möchte sich verstecken wenn man mal einen Ball zu ihr kullern oder ihr ein Spieltau, Plüschtier...geben möchte.
Auch Grundkommandos kennt sie keine. Sie hat noch nicht mal einen Namen
Halsband und Leine kennt sie überhaupt nicht, muss sie aber leider unweigerlich kennenlernen.
Gassi gehen gestaltet sich daher etwas schwierig. Sie versucht ständig hilfesuchend an einem hochzuspringen oder möchte sich mit eingezogenem Schwanz zwischen den Beinen des jeweiligen Gassigängers (entweder ich oder mein Freund) verstecken.
Wenn wir rausgehen (oder es zumindest versuchen) machen wir ihr Halsband und ein Geschirr um und daran jeweils eine Leine. Ist uns einfach sicherer.So...habt ihr vielleicht ein paar Tipps wie wir ihr die Unsicherheit/Ängstlichkeit nehmen können?
Sie kommt uns vor als kennt sie überhaupt noch nichts :|
Aber sie ist so eine liebe Maus und an Geduld das Versäumte nachzuholen fehlt es uns nicht.Sie ist auch nicht unser erster Hund, also blutige Anfänger sind wir nicht
Aber wir hatten halt noch nie einen so ängstlichen Hund.LG, Antje
- Vor einem Moment
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Ihr habt ihr keinen Namen gegeben?
Handfütterung.
Manche Hunde spielen einfach nicht.
Auf die Entferung ist es schwer zu sagen, sucht euch eine gute Hundeschule.
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Huhu Antje,
ich würde so vorgehen:
- Geschirr erst mal dauerhaft um lassen und eventuell Hausleine dran, wenn sie sich sonst nicht einfangen lassen sollte
- nur kleine Runden gehen, da sie es ja nicht kennt und unsicher ist
- max. 1 Stofftier oder so irgendwo hin legen, wo sie aber nicht zwingend vorbei muss
denn so hat sie die Chance, nichts unbekanntem begegnen zu müssen- sie drinnen nicht viel beachten, außer sie kommt von selbst
denn 2 Wochen sind ja noch nicht lange und gerade unsichere Hunde brauchen halt länger, um sich halbwegs zurecht zu finden -
Doch, jetzt hat sie einen Namen

Können sie ja nicht einfach Hund rufen. Aber von dort wo sie kommt da hat keiner der Hunde einen Namen.
Ist nicht so wie in Deutschland
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Hallo,
ja, Handfütterung ist schon mal eine gute Idee.
Das Geschirr würde ich im Haus anlassen, sodass man nur die Leine noch befestigen muss.
Gassi gehen mehrmals am Tag, aber nicht länger als 10 Minuten, damit sie nicht überfordert wird.
Viele Grüße!
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Hallo,
danke erstmal für eure Tipps.
Das mit der Handfütterung klappt recht gut. Sie schaut zwar am Anfang immer noch ängstlich und kommt auch noch ganz zögerlich näher, aber dann frisst sie ordentlich.
Draussen laufen wir nur kleine Runden, bevorzugt erstmal auf ruhigem Feldweg. Allerdings immer noch etwas geduckt und mit eingeklemmten Schwanz.
Im Gegensatz zu der ersten Zeit bei uns aber zum Glück nicht mehr nur zwischen meinen Beinen oder dem von meinem Freund.
Mein Freund nimmt manchmal einen seiner anderen Hunde mit (er hat 4 Alaskan Malamute und die Älteste, sehr ruhig und geduldig, nimmt er da mit). Da läuft sie hin und wieder mit vorneweg und auch mit erhobenem Schwanz bzw. auch neugierig umherschauend.
Ist aber nicht ganz so optimal, da sie halt mal hierhin, mal dorthin, vorne, hinten, rechts, links....läuft.
Sobald sie dann aber merkt das es nach Hause geht, fängt sie an zu ziehen und läuft wieder geduckt, als ob sie es nicht erwarten kann so schnell wie möglich im sicheren zuhause zu sein.Mit den anderen Hunden versteht sie sich super und so ganz langsam geht sie auch auf Spielforderungen von denen ein.
Allerdings ist sie eine richtige Klette. Hauptsächlich mich lässt sie kaum aus den Augen. Egal wo sie liegt oder sitzt, es muss immer in meiner Nähe sein und sobald ich mich bewege ist sie sofort an meiner Seite und möchte auch überall mit hin.
Ich habe nun angefangen, jedesmal wenn ich den Raum verlasse, die Tür hinter mir zu schliessen.
Habe dann aber gemerkt das sie solange dahinter wartet bis ich wiederkomme.Ist das okay so? Und wie soll ich beim wiederkommen reagieren, belohnen oder einfach nicht beachten?
LG, Antje
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Mit meiner wenigen Hundeerfahrung möchte ich jetzt hier keinen Rat rausschmettern aber ich kann Dir von einer Bekannten erzählen, die einen Hund aus dem TS hat und der hat 6 Wochen gebraucht bis er sie mal angesehen hat. Mittlerweile sind die beiden ein dream team.
Nach dem was ich hier gelesen habe brauchen TS Hunde viel Zeit und ein Gefühl von Sicherheit um langsam aufzublühen. Das mit der souveränen Hündin ist doch schon mal total toll.
Ich selber würde immer so tun als sei alles was Ich mache (auch aus dem Raum rein und rausgehen) und alles was uns so begegnet das Normalste der Welt. So hab ich's zumindest bei meiner Maus gemacht, die zwar nicht aus dem TS ist aber ein wirklich sehr ängstlicher Welpe war. Ich habe potentielle Stressfaktoren (eigentlich alles was man in einer Großstadt so vorfindet, Passanten, Müllsäcke, Strassenverkehr usw usw) sehr klein dosiert und ganz langsam gesteigert. Das hat bei uns gut geklappt.
Viel Glück mit der Maus!
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