Extremes Pfoten lecken

  • Hallo liebes DogForum,

    mal wieder habe ich ein Problem mit unserer 8 jaehrigen Cockerdame. Seit ca. 8 Wochen leckt sie sich die Pfoten extrem :verzweifelt: sowohl auf den Pfoten als auch darunter. Habe mir das eine zeitlang angeschaut, und dann natuerlich zum TA. Pfoten wurden angeschaut, aber nichts auffaelliges gefunden. Eventuell eine Futtermittelallergie :???: . Nun gut, Vorschlag vom TA: Royal Canin Vet Diet – Hypoallergenic für Hunde. Ausschliesslich dieses Futter und nichts anderes. Keine Leckerlis oder sonst irgend etwas. - Ist ja klar - sonst klappts halt nicht.

    Also soweit, so gut. Seit 4 Wochen bekommt sie nichts ausser diesem Futter und es hat sich bisher keine grosse Aenderung eingestellt. Um etwas Ruhe in die Sache zu bringen, ziehe ich ihr nachts immer Struempfe ueber :sleep: , damit sie zur Ruhe kommt und auch wir. Es gibt nichts schlimmeres als einen Hund im Schlafzimmer zu haben, der die ganze Nacht nur schleckt.

    Jetzt fing sie letzte Nacht an, weil wohl an den Pfoten ging es ja nicht , ihren Bauch abzuschlecken. :???:

    Wir haben ja in 2 Wochen wieder einen Termin beim TA um das Ergebnis zu besprechen, aber ich drehe jetzt schon am Rad, weil sie ja auch tagsueber schleckt. Ich bin genervt und der Hund natuerlich auch. Vor allem das die jetzt auch noch den Bauch abschleckt ... :sad2:

    Hat jemand eine Idee was ich zusaetlich noch machen koennte, oder somit das eventuell auch noch zusammen haengen koennte?

    Bin wirklich dankbar fuer jede Anregung.

    Liebe Gruesse

  • Den Albtraum haben wir zum Glück hinter uns.
    Teddy biss, knabberte und leckte sich die Pfoten blutig.
    Ganz schlimm. Die Pfötchen entzündeten sich zusätzlich.

    Sie musste nicht nur Socken tragen, sondern hatte auch, wenn ich sie nicht im Blick haben konnte,
    einen Trichter um. Aber das musste leider sein, denn die aufgebissenen Pfötchen tun bestimmt nicht wenig weh, ein Grund weiter zu schlecken. Abheilende Wunden jucken auch, ein weiterer Grund um knabbern zu müssen.

    Ich begann mit ihr eine Ausschlussdiät.
    Der für mich einzige Weg wirklich herauszufinden, gegen was der Hund allergisch ist.

    Man beginnt mit einer Proteinquelle, einer Kohlenhydratquelle, die dem Hund unbekannt sind.
    Und das mindestens über einen Zeitraum von sechs bis zu zwölf Wochen.
    Je nachdem, wie die die Symptome sind.

    Damit beginnt man und baut darauf auf.
    Dann nimmt man nach und nach eine neue Futterkomponente hinzu.
    Aber immer hübsch langsam. Eine neue Komponente sollte etwa zwei Wochen sicher vertragen werden, bevor man erneut etwas dazu nimmt.

    Wir haben damit tolle Erfolge, die Pfoten sind verheilt und sie zeigt auch keinen Juckreiz mehr.
    Und haben uns mittlerweile einen relativ großen Quell an Dingen "erarbeitet", die Teddy verträgt.

    Ja, es ist anstrengend und man muss Geduld haben und hundertprozentig konsequent bleiben,
    aber sonst bringt es nichts.

    Von diesem tollen hyperallergen Futter halte ich überhaupt nichts.
    Vorallem, da du ja gar nicht weißt, wogegen deine Hündin allergisch reagiert.
    In solch einem Futter sind viel zu viele Zutaten.

  • Hallo,

    ob es sich um eine Unverträglichkeit handelt, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber ich denke, bei einer 8 jährigen Hündin stellt sich doch nicht auf heute auf morgen eine Allergie ein, oder?

    Ist sie ev im Feld mit Dünge- oder Spritzmittel in Berührung gekommen?

    Klar, ist es sinnvoll, die Hündin mit Hilfe eines Trichters oder Sockens am Lecken zu hindern, aber ich finde es, ehrlich gesagt, für den Hund quälend.
    Wenn ich mir vorstellen, irgendwo habe ich Juckreiz und darf nicht kratzen......

  • Klar ist es quälend und ist alles andere als toll.
    Aber ob du kratzt oder nicht, es juckt und quält den Hund trotzdem.

    Deshalb sollte schnellst möglichst herausgefunden werden,
    woher der Juckreiz tatsächlich kommt.

    Ich habe Teddy Pfoten regelmäßig in Tannosynt gebadet, das half ein wenig
    und auch Zinksalbe hilft gegen den Juckreiz.

    Nur wenn der Juckreiz schon so lang anhält und die Pfoten schon offen sind,
    kann man seinen Hund doch nicht einfach machen lassen.

    Dadurch wird's nur schlimmer und die Gefahr der Sekundärinfektionen steigt.

    Wir haben Bakterien, Pilze, Leishmaniose etc. abklären lassen.
    War alles negativ.

    Blieb nur die Allergie oder Unverträglichkeit.
    Das kann natürlich alles sein.

    Futtermilben, die in TF und Kausachen vorkommen
    (dagegen hilft leider auch kein einfrieren, denn der Kot der Milben verschwindet dadurch nicht)

    Kontaktallergie oder aber eine Allergie gegen bestimmte Lebensmittel.

    Und Allergien können von jetzt auf gleich auftreten, ob der Hund zwei, vier oder zehn Jahre alt ist.

    Wie gesagt, ich würde das Trockenfutter weglassen und nur noch frisch,
    heißt nicht zwangsläufig roh, füttern.

    Man muss an allen Fronten kämpfen.
    Den Juckreiz mildern, Krankheiten ausschließen,
    mögliche Kontaktallergene wie neue Putzmittel, neuer Teppich etc. überdenken
    und die Ernährung des Hundes konsequent überwachen.

    Folgende Seiten haben mir geholfen:

    http://www.futtermedicus.de/futterrechner.html
    http://boxermaus.forumieren.de/t3293-bedarfsw…ngsstoffwechsel
    http://www.das-boxerforum.de/barf-rechner.php

  • Meiner macht das seit einer Woche, lecken und Knabbern an den Pfoten. Die Tierärztin hat auf Anhieb nichts gefunden, ich soll seine Beine waschen, mit Shampoo, und danach ein Mittel auf die Pfoten geben, das eigentlich zum Reinigen der Ohren und Haut ist. Es heisst MalAcetic Otic und verschiebt den PH- Wert ins saure Milieu. Das soll helfen bzw vorbeugen, falls eine Infektion mit Hefepilzen an den Pfoten ist.
    Ich probiere es heute Abend mal aus.

  • Wie gesagt, Milben, Pilz o. ä. Infetkionen hätte ein guter TA ja feststellen können.

    Ich kann dir das Futter von VetConcept empfehlen. Die Hündin einer guten Freundin mir leidet auch seit ein paar Jahren unter eine Futtermittelallergie. Sie hat nun von ihrem TA und gleichzeitig ehemaligen Arbeitgeber das genannte Futter empfohlen bekommen, da die Hündin auch irgendwann kein Reis mehr vetrug, was ja bekanntlich auch zu Getreide zählt. Nun ist alles wieder gut. Ist natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich, aber mir wäre es ein Versuch wert.

  • Vielen Dank fuer die Antworten. Ich denke wir haben da noch so einiges vor uns. Sollte das mit dem Futter nicht besser werden, werde ich auch eine Ausschlussernaehrung ausprobieren. Finde ich sehr sinnvoll. Man greift ja wirklich nach jedem Strohhalm.
    Der TA hatte ihre Pfoten untersucht und konnte halt lediglich feststellen, Fell schon verkuerzt und die Haut auch schon etwas geschaedigt. Ich habe mit meiner Leska noch nie Probleme in dieser Richtung gehabt. Weder in den USA noch das eine Jahr wo wir jetzt hier sind. Die ganze Sache fing wirklich von heute auf morgen an. Fuer sie selbst -so denke ich - kommt halt etwas Ruhe rein, wenn sie die Socken traegt. Dann liegt sie ganz entspannt und ruhig da. Bewegungsmaessig ist sie ja auch nicht eingeschraenkt. Einen Trichter binde ich ihr nicht um.

    Ach meine Lieben, es ist halt nicht einfach. Aber Probleme sind ja da um sie zu loesen. Ich werde mich also weiter schlau machen, sehen was der TA sagt und der Hund natuerlich auch.

    Ich werde dann mal berichten wie das so weitergeht.

    Vielen lieben Dank fuer Eure Antworten.

    LG

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