Hilfe ich weiß nicht mehr weiter !

  • Hallo !

    ich habe seit Juni meine Schäferhund Mix Ryan. Er ist jetzt 7 Monate alt und ich habe seit ungefähr einem Monat
    ein riesen problem mit ihm ! Wenn er nachts im Treppenhaus Geräusche hört, dann bellt er oder knurrt.
    Wenn ich ihm das viebiete oder auch wenn ich versuche ihn zu beruhigen klappt das meißtens nicht.
    Wisst ihr unter uns wohnt ein Grieche der einen Imbiss betreibt und der kommt öffter Nachts um 4 Heim und knallt die Türen, die dann wiederum Ryan hört und ein heiden Theater veranstaltet.
    Leider ist das auch nicht das einzigste Problem :(
    Seitdem er in unserem Treppenhaus eine "böse" Begegnung mit einem Yorkie von unserer Nachbarin hatte, kann
    man ihn gar nicht mehr halten wenn er die kleine Bestie sieht (ich nenne sie bewusst kleine Bestie weil sie alles
    ankläft und angehen würde was ihr zu Nahe kommt)
    Ryan hat sich nämlich wo er kleinr war mal so erschrocken als der kleine Kampfzwerg um die Ecke kam, dass er
    ihn nun am liebsten zum Frühstück sich holen würde. Selbst wenn er aus dem Fenster sieht und ihn erkennt kann man ihn nicht mehr beruhigen bis er außer Sichtweite ist
    Leider hat er dieses Problem dann auch natürlich draußen wenn wir ihn mal begegnen.
    Er kann sich dann einfach nicht mehr beruhigen und wenn ich mich dazwischen stelle dann versucht er mich einfach zur Seite zu schieben um ihn besser sehen zu können und weiter anzubellen.
    Am Anfang dachte ich mir ok gut, man muss ja nicht jeden mögen ist ja bei uns Menschen auch so, aber seit
    einigen Wochen zeigt er dieses Verhalten leider bei allen Hunden die er von weitem sieht
    (es sei denn er ist ihnen schon einmal begegnet, auf positive Art)
    Er hat auch andere Hunde mit denen er oft Spielt (seinen Bruder und seine Mutter und den Boxer meiner Schwester) Ich habe auch schon versucht ihn mit Leckerchen abzulenken das er sich auf mich konzentriert, aber es klappt alles nicht. Auch das mit dem still weiter gehen funktioniert einfach nicht
    :hilfe:
    ich hab echt Angst das ich ihn irgendwann auch in solchen Situationen nicht mehr gehalten bekomme
    immerhin ist er erst 7 Monate alt und wiegt schon 20 kg ! ( nein er ist nicht zu fett er hat eine ganz normale
    Statur, wird einfach nur ein riesen Kalb wenn er ausgewachsen ist xD )

    Ich hoffe das mir vielleicht jemand Tipps geben kann wie ich mich besser verhalten kann und ihm das irgendwie
    abgewöhnen kann. Ich weiß ja das die Spookie Periodes existieren und eigendlich müsste er aus der 2. schon raus sein, nur habe ich Angst da er mit 9 Monaten ja in die 3. Phase kommen soll ._. nachher wird es noch viel viel schlimmer !!!

    Vielen Dank schon mal !

  • Zitat

    Ich kann Dir nur DRINGEND raten SCHNELLSTENS einen Hundetrainer ins Haus zu holen.

    :gut: Dackeline hat wirklich absolut recht.
    Du schreibst ja schon, dass du Angst vor der kommenden Zeit hast und klingst etwas überfordert, bitte bitte lass dir von jemandem helfen!

    War dein Hund denn schon jemals in einer Hundeschule?

  • Da scheint offensichtlich nie eine Hundeschule besucht worden zu sein. Das solltet ihr jetzt so schnell als möglich nachholen. Wenn das aus welchen Gründen nicht möglich sein sollte (beispielsweise wäre es bei mir momentan nicht sofort machbar, da alle Plätze in den Hundeschulen belegt sind) rate ich dir dringend mit dem Hund intensivst zu arbeiten. Damit meine ich Aufmerksamkeit/Bindung, Abrufbarkeit und die Basics (Sitz, Platz, Bleib). Das funktioniert am besten mit dem Schleppleinentraining.

    Eine Schleppleine für die Größe deines Junghundes bitte immer nur mit Handschuhen nutzen. Du sagtest ja selber, es wird ein Kalb und du hast bereits jetzt schon ein Kraftpaket an der Leine.

    In einem anderen Threat habe ich bereits beschrieben, wie die Basics im Schleppleinentraining funktionieren. Wenn ich das wiederfinde, kopier ich das im Anschluss hier noch dran.

    Dein Schätzeken ist jetzt im absoluten Rüpelalter. Da wäre er selbstverständlich jetzt auch, wenn er in der Hundeschule gewesen wäre. Jedoch wäre er da bereits ausreichend sozialisiert worden, was hier nun leider versäumt wurde. Kein Ding...soll auch kein Vorwurf sein... es ist ja noch nicht zu spät.

    So jetzt mache ich mich mal auf die Suche nach meinem Schleppleinentraining.

    GEFUNDEN!!!

    Bindungsübungen, Aufmerksamkeitsübungen... die ganzen Basics wieder neu lehren und immer wieder trainieren. Nimm den kleinen Racker an die Schleppleine und geh mit ihm auf eine Wiese, auf einen Platz ohne Publikumsverkehr. Dort trainierst du mit ihm, dass er dir Aufmerksamkeit schenkt. Lass ihn die Wiese oder den Platz erkunden, wie er mag. Du gehst dabei ein gedachtes Quadrat (10x 10m). An jeder Ecke verweilst du 60 Sekunden und gehst dann weiter. Du sprichst deinen Hund nicht an, du siehst ihn nicht an, du rufst ihn nicht. Du machst dein Ding, er seins. Aber wann immer der Hund zu dir kommt, also mal eben nach dir schaut...dafür lobst du ihn, am besten mit richtig guten Leckerlis. Bei uns ist das Käse. Wenn meine Hündin könnte, würde sie für Käse einen dreifachen Salto rückwärts machen.

    Wenn das gut klappt, kannst du übergehen und das Abrufen trainieren. Wichtig ist hierbei dem Hund zu zeigen, dass es sich lohnt auf dich zu achten und dem, was du sagst, folge zu leisten. Vorbereitet/aufgebaut hast du das bereits mit dem Schleppleinentraining. Der Hund wird dich nicht mehr aus den Augen lassen und sich (wegen dem Leckerli) sehr gut überlegen, ob er deine Anweisung ignoriert oder nicht.

    Zwischen dem Abruftraining kannst du ihm auch noch die Basics (Sitz, Platz, Bleib) neu antrainieren oder vertiefen.

    Wenn das wiederum gut funktioniert, sucht ihr euch ein Plätzchen, wo durchaus schon einmal der ein oder andere Zweibeiner mit oder ohne Hund vorbeikommen könnte. Gleicher Ablauf. Schleppleinentraining, Abruftraining, Wiederholung der Basics.

    Und dann kommt die Krönung... vielleicht ein öffentlicher Park, jedenfalls irgendeine wirklich belebte Örtlichkeit und wieder Schleppleinentraining, Abruftraining, Basics.

    Nimm dir für alle drei Phasen 3 bis 4 Wochen Zeit. Trainiere das ganze auch vielleicht nur 10 bis 15 Minuten lang pro Tag. Danach spielen, toben...Hund sein lassen (natürlich nur da, wo Hund sein lassen möglich bzw. erwünscht ist).

    Zum Schluß kann ich dir auch noch eine Übung zur Verbesserung der Aufmerksamkeit/Bindung empfehlen: Die Zeitlupenübung. Nimm ein Leckerchen, zeig ihm diesen, aber so, dass er dir das nicht direkt abluchsen kann. Zeig ihm das Leckerchen und sobald er dich auch nur kurz einmal anschaut und nicht das Leckerchen, gibst du ihm das Leckerchen.

    Die Zeit, die dich der Hund anschauen soll, dehnt man dann langsam aus. Der Hund hat dich 3 Sekunden lang angesehen, du gibst ihm lobenderweise das Leckerchen... er sah dir 5 Sekunden, 10 Sekunden in die Augen usw.

    Krönung des ganzen ist dann, wenn du das Leckerchen in Zeitlupentempo von links nach rechts, von oben nach unten, in einer Schleife vor dem Hund bewegst und er dich dabei weiterhin ansieht und nicht das Leckerchen. Meine Knutschkugel schafft es jetzt die Aufmerksamkeit für knapp 2 Minuten aufrecht zu erhalten.

    Es gibt viel Arbeit...packen wir sie an und lassen sie nicht liegen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!