Bodentarget bei Hundebegegnung
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ich denke auch, dass unser weg nicht der schlechteste ist ;-)
bei laika ist es wirklich eine mischung aus "ich will da unbedingt hin!" und "ich beschütze mein frauchen". obwohl das mit dem beschützen nur an der leine ist. wenn sie frei ist kann ich jeden beliebigen hund anfassen und streicheln und (wenn erlaubt) leckerchen geben. sie ist nicht eifersüchtig.
ich mache wohl weiter wie bisher, viellecht komme ich von den 10m bald auf 5m.
und ja, jeder hund ist anders! das ist doch auch das schöne dran

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Hallo,
hast du hier Bodentarget bei Hundebegegnung schon mal geschaut ?*
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Ich finde die Methoder mit "Nein-weiter" klasse, genau so arbeite ich mit Bossi, wenn er sich an der Leine aufführt bei Hundebegegnungen.
Denn:
[quote="MyLaika"].....man sagt ja, man solle jedes ungewollte verhalten ignorieren und eifach weiter machen....../quote]
...das so pauschal zu sagen ist grundfalsch. Klar, wenn der Hund daheim rumhampelt und Käsperle macht, weil er Deine Aufmerksamkeit möchte, kannst Du das ignorieren. Denn wenn Du auch nur "Hey!" sagen oder irgendwas in seine Richtung werfen oder ihn wegschieben würdest, hätte der Hund damit schon den gewünschten Erfolg erreicht: Du hast ihn wahrgenommen. Hier, und NUR hier, hilft ignorieren.
Bei richtigem Fehlverhalten (dazu zähle ich die Rumpöbelei an der Leine) aber ist Ignorieren komplett fehl am Platze, denn damit bestätigst Du bestenfalls das Verhalten gemäß dem schönen Motto "wer schweigt, stimmt zu". Denn wenn z.B. der Hund gerade seinen Streß abbaut, indem er das schöne Ledersofa zerlegt (stell Dir vor, Du stehst daneben - könntest Du sowas ignorieren, ganz ehrlich?), hat er einen Erfolg: den Streß kriegt er abgebaut, und sobald Du ein neues Sofa hast, wird er genau diese probate Methode, den Streß abzubauen, wieder einsetzen. Weil er damit zum Erfolg gekommen ist, und Du ihm das nicht verboten hast. Nicht gerade produktiv..... Hier kannst Du dann also nicht mehr mit Ignorieren arbeiten, sondern mußt dem Hund klarmachen, daß das nicht gewünscht ist, und verhindern, daß der Hund mit diesem Vorgehen zum Erfolg kommt. Indem Du ihn wegnimmst und ihm eine Alternative anbietest (Kauartikel), oder mit ihm nach einem stressigen Besuch der Verwandschaft bei Dir z.B. ne Runde spazierengehst, damit er durch Bewegung den Streß los wird. Oder dem Ganzen vorbeugen, indem Du versuchst, solche Streßsituationen, mit denen der Hund (noch) nicht umgehen kann, nur vorsichtig und in Maßen herzustellen, zum Üben eben. Wie auch immer - aber eben sicherlich nicht ignorieren.
Es kommt also darauf an, was der Hund mit dem ungewünschten Verhalten erreichen möchte, bzw. ob er damit zum Erfolg kommt. Wenn er Erfolg mit seinem Verhalten hat, wird Dein Ignorieren Dich nicht weiterbringen, allein der Erfolg schon bestätigt ihm das Verhalten, und er wird es häufiger zeigen. Hat er dagegen keinen Erfolg, erreicht sein Ziel (Aufmerksamkeit von Dir in obigem Beispiel) nicht mit seinem Verhalten, kannst Du ihm dieses mit Ignorieren abgewöhnen.
Weiteres Beispiel, wo ignorieren helfen kann:
- Der Hund möchte bitte JETZT sein Futter, und schiebt daher die klappernde Metallschüssel in der Küche rum. Hier wird Ignorieren dazu führen, daß er lernt, er kriegt sein Futter dann, wenn DU willst, und nicht, wenn er mit der Schüssel klappert. Rumklappern hat keinen Erfolg.Wo ignorieren nicht hilft:
- wenn Hundi z.B. mal eben dem Briefträger zeigt, wo der Hammer hängt, und daß dies SEIN Grundstück ist. Wenn Du sowas ignorierst, wird der Hund recht schnell das Verteidigen des Grundstücks als seine Aufgabe ansehen, und der Briefträger wird sicherlich nicht mehr Dein bester Freund werden *ggLanger Rede kurzer Sinn, und um zu Deinem Problem zurückzukommen: ein Ignorieren dieses Verhaltens an der Leine würde dazu führen, daß der Hund lernt, seinen Frust durch aggressives Verhalten und in-die-Leine-steigen loszuwerden (und, noch schlimmer, daß das für Dich ok ist, weil Du nicht eingreifst). Daher bin ich sicher, daß Du mit Deinem Ansatz "NEIN - weiter" hier tausendmal besser fahren wirst, weil dies das unerwünschte Verhalten einerseits unterbindet, und dem Hund aber anderseits auch eine bzw. die von Dir gewünschte Alternative zeigt.
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Zitat
.....was wären denn deine konsequenzen, wenn laika auf ein "nein" nicht aufhört an der leine zu pöbeln? wenn ich mit einem "nein" zugang zu ihr erhalte, so biete ich ihr gleich alternatives verhalten an (sitz, platz etc.).
Wenn ich mich da mit "reinhängen" darf: ich würde dann einfach so schnell weitergehen, daß sie auf den Weg gucken muß (oder auf Dich guckt ála: "hupps, was macht sie jetzt") und keine Zeit mehr zum Rumzicken hat *gg Spätestens dann hast Du wieder ihre Aufmerksamkeit. UND - das beste: Du kannst in dem Moment, wo sie weiterläuft oder Dich sogar anguckt, punktgenau bestätigen, und hast das, was Du wolltest: nämlich richtiges Verhalten positiv bestärken. ;-)
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auch nochmals vielen dank für den ausführlichen bericht :-) natürlich darfst du dich reinhängen!!
ich stimme dir zu, in gewissen situationen ist ignorieren nicht optimal (sofa zerkauen etc.).
wie ich ja auch schon geschrieben habe, ignoriere ich den hund nicht in dem sinn, dass ich nichts sage, sondern dass ich einfach ein alternatives verhalten verlange. im prinzip tue ich eifach so, als ob sie kein drama machen würde und sage "weiter" oder "sitz" etc.das mit dem schnell weiterlaufen hört sich auch gut an! habe auch schon die richtung gewechselt, wenn sie begonnen hatte sich aufzuregen. aber das ist je nach gelände nicht immer so optimal möglich.
aber schnell weiterlaufen sollte immer klappen
vorallem hat mich gerade vor kurzem mein freund bewundert, wie schnell ich laufen kann ohne zu rennen
könnte gut sein, das laika dann denkt: hallo, was machst du jetzt? und dann werde ich sie belohnen, hört sich optimal an!
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