Hund das "Komm" beibringen.

  • Hej,
    Und zwar hab ich eine Frage:

    Wie bringe ich meinen Hund am Besten dazu das er auf mich achtet bzw. Das er wenn er frei läuft auch kommt wenn ich ihn rufe.
    Im großen und ganzen bleibt er eh immer in der Nähe allerdings hört er eben teilweise nicht und macht dann eben andere Interessante Dinge...anderen Hunden Guten Tag sagen, in der Gegend rumschnuppern etc. Mir ist es nur wichtig das ich ihn dazu bringe das er kommt wenn ich ihn rufe.

    Tipps, Anregungen?
    Vielen Dank schonmal :)

  • Ja, ich bekomm jetzt zum Geburtstag einen Hundeschulkurs geschenkt bzw. Finanziert.

    Er ist ca. 3 1/2 Jahre, ich hab ihn vor knapp nem Jahr bekommen und muss ehrlich sein das ich es da mit der Hundeschule nicht so eng gesehen hab weil ich sein "benehmen" für meine Anforderung ok fand bzw. Ihm Gewisse Dinge eben selber beigebracht hab. Jetzt im Nachhinein sind es eben ein paar Dinge an denen ich gern noch arbeiten würde, z.B. Das mit dem Kommen...nicht das er nur in 70% der Fälle kommt sondern generell.

  • Zitat

    Hej,
    Und zwar hab ich eine Frage:

    Wie bringe ich meinen Hund am Besten dazu das er auf mich achtet bzw. Das er wenn er frei läuft auch kommt wenn ich ihn rufe.
    Im großen und ganzen bleibt er eh immer in der Nähe allerdings hört er eben teilweise nicht und macht dann eben andere Interessante Dinge...anderen Hunden Guten Tag sagen, in der Gegend rumschnuppern etc. Mir ist es nur wichtig das ich ihn dazu bringe das er kommt wenn ich ihn rufe.

    Tipps, Anregungen?
    Vielen Dank schonmal :)


    Das hört sich so an, als hättest Du den Hund noch nicht allzulang ;-)

    Wenn der Hund gerade auf Dich zugeht (vorher z.B. mit Schnalzen oder Leckerli in der Hand locken), nenn seinen Namen und das Kommando "komm", immer wieder. Irgendwann wird er das verknüpfen, das Herkommen mit dem Kommando "Komm", wenn Du es immer zeitgleich gibst. NICHT rufen, wenn Du weißt, er ist eh im Kopf woanders, oder springt bereits auf den anderen Hund zu - solange Du nicht sicher bist, das Kommando auch durchsetzen zu können. Ich weiß, es ist doof, den dann einfach rennen zu lassen (zB zum anderen Hund), aber Rufen bringt ja in dem Moment auch nix. Dann einfach beim anderen Hundehalter entschuldigen und Hund einsammeln und weitergehen.

    Üben kannst das Kommen gut daheim: da gibt´s wenig Ablenkung. Z.B. wenn Du das Futter hinstellst: die Geräusche kennt er eh, und wird sich in Bewegung setzen. Dann sofort rufen und wenn er da ist, kriegt er die Belohnung: den ganzen Napf. Wenns daheim klappt, draußen mit ein wenig Ablenkung, später im Park mit etwas mehr Ablenkung etc. - immer nur in kleinen Schritten steigern.

    Wenn Du ihn noch nicht so lange hast - er muß Dich erstmal kennenlernen und austesten, was er sich bei Dir "erlauben" kann und was Du durchgehen läßt bzw. was Du ernst meinst. Dann existiert auch noch keine Bindung, die ihn freudestrahlend zu Dir rennen läßt. Warum sollte er kommen, was hat er davon? Also: Bindung aufbauen durch gemeinsame Arbeit/Spaß/Knuddeln/Unternehmungen etc., und zeigen, daß Du Ignorieren des Kommandos (wenn ers dann mal kennt! Wenn nicht, kannst ihm net böse sein, er muß ja erstmal wissen, was er tun soll.) nicht durchgehen läßt, indem Du ihn abholst, wo er gerade meint, zu Ende schnuffeln zu müssen oder so. EINMAL rufen - wenn er nicht reagiert, abholen. Sonst lernt er, er muß aufs erste Mal net hören, weil "die Alte da hinten" schreit eh immer 5mal.... ;-) Läuft er weg - dreh Dich um und geh in die andere Richtung. Das heißt aber, daß er in der Nähe einer Straße besser an der Leine bleibt (!), denn Du kannst ihn ja schlecht auf die Straße zurennen lassen und Dich umdrehen und gehen - das hält keiner aus und ist zu gefährlich. Bis er merkt, daß Du woanders hingegangen bist, ist er am Ende schon auf der Straße.

    Bring ihm bei, daß er Hunde begrüßen darf - wenn Du ihm das genehmigst. Wenn er an der Leine ist und möchte zu einem anderen Hund hin (oder irgendwo schnüffeln, oder nen Nachbarn begrüßen, was auch immer - da gibts tausend Gelegenheiten im Alltag!): erst SITZ verlangen (oder irgendwas, was Dir grad gefällt). Wenn er das macht, darf er zur Belohnung auch hin zum anderen Hund (schnüffeln, Nachbarn etc.). Irgendwann (dauert ein bißchen, funktioniert aber) wird er dann immer, wenn er was will, zu Dir gucken - denn Du bist der Schlüssel dazu, sein Ziel erreichen zu können. Du entscheidest, ob er darf oder nicht. Geht natürlich nur, wenn Du ihn an der Leine hast in solchen Situationen. Läuft er eh grad frei und du weißt, er horcht noch nicht, sag lieber nix (weil er sonst lernt, daß er, auch wenn Du es verbieten möchtest, Erfolg hat, und Du das Kommando nicht in der Lage bist durchzusetzen!) und geh ihn einsammeln. Hinlaufen, anleinen, "weiter"-Kommando und gehen. Wenn er ohne Ablenkung auf den Rückruf hört, kannst den auch mal austesten, wenn ein anderer Hund in grooßer Entfernung herumläuft. Wenn das klappt, bei Hund auch in der Nähe etc., um ihm dann die Freigabe zum Hinrennen zu ertilen (wenn´s Dir grad paßt und mit dem Gegenüber abgesprochen ist).

    Ganz wichtig: anfangs nicht nur heranrufen, um den Hund anzuleinen, noch dazu als Strafe, drohend und nach vorn gebeugt (Körpersprache! Lieber auf die Lippenn beißen und dabei loben, als daß Du ihn das Abrufen/Anleinen als Strafe wahrnehmen läßt!). Anleinen muß immer positiv sein für den Hund, sonst stehst irgendwann da, packst die Leine aus und Hundi such das Weite, weil er genau weiß, was kommt *gg Das heißt, in 90% der Fälle rufst Du ihn nur, um was Tolles zu machen, zu spielen mit ihm, rauszugehen mit ihm, ihm Leckerli/Futter zu geben, ihn zu knuddeln etc und wieder weiterzuschicken. Ganz selten leinst ihn dann mal an (dabei loben nicht vergessen), gehst ein paar Schritte, bist dabei fröhlich und kasperst mit ihm rum, und läßt ihn wieder laufen - damit er nicht verknüpft, "wenn ich zu Fraule/Herrchen komme, ist der Spaß vorbei, dann ist 3 Stunden Leinelaufen angesagt". Nein - Leine ist was Tolles, Anleinen auch, und abgerufen werden, um zusammen mit der Leine wohin zu gehen, am Allertollsten.... *gg

    Oft hat man auch folgendes Problem: wenn man den Hund immer abruft und anleint, wenn ein anderer Hund kommt (oder Wild), dann hast über kurz oder lang einen Hund, der beim Abruf dasteht und die Gegend scannt nach Hunden (oder Wild) (weil er ganz schnell merkt, er wird immer bei Hunden/Wild abgerufen), statt zu Dir zu kommen - die sind ja net doof..... ;-)

    So - und jetzt viel Spaß beim Üben ;-)

    OK - ich les grad Deine Antwort - dann ist das fett geschriebene und was danach kommt am Wichtigsten, vergiß das mit "Hund wohl noch nicht lange bei Dir" im ersten Teil meiner Antwort...

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