Allein sein trainieren

  • Hallo nochmal,

    da wir etwas "neu" sind im Bezug auf "wir trainieren das Allein-sein," denn unser damaliger Hund hatte solche Probleme nicht, habe ich folgende Frage.

    Habe in den letzten Tagen viel gelesen wie man es am besten macht. Im Haus klappt es super, aber sobald wir das Haus verlassen ist Holland in Not.

    Man findet ja im Netz viele Tipps dazu und da kommt man echt ins Grübeln. Die einen sagen,ohne Worte rein und ohne Worte raus.Andere wiederum sagen, dass man ruhig Loben und belohnen soll. Rütter sagt, Hund hat Erwartungshaltung mit Belohnsystem.

    Wie dem auch sei. Wir haben es nun folgender Maßen für ein paar Minuten getestet. Sind ohne Worte raus und mit Leckerli und loben wieder rein. Schon beim zweiten Mal war er ruhiger. Er bellte nicht (Billy, 1 Jahr, Golden-Labbi-Mix),sondern winselte nur kurz.

    Er saß allerdings die ganze Zeit wohl vor der Tür. Er war auch schneller "entspannter" als vorher.

    Also denke ich, ist dass der Richtige Weg für unseren Hund, aber etwas unsicher bin ich dem Bezug dennoch. Ich möchte ja nichts falsch machen und es im Nachhinein noch verschlimmern.

    Was sagt ihr? Wie habt ihr es gemacht?

  • Zitat

    Ihr habt den Hund erst ein paar Tage, oder?
    Lasst ihm doch erstmal noch ein bisschen Zeit, bevor ihn ihn mit dem Alleinsein-Üben stresst.
    Warum habt ihr es denn so eilig?


    Weil wir nicht ewig Urlaub haben und berufstätig sind. Mein Mann VZ und ich bis mittags. Habe also nicht wochenlang Zeit ihm das anzutrainieren.

  • Okay, aber etwas warten würde ich schon noch ...

    Ich hab´s auch so gemacht, dass ich kurz raus bin und wenn Ruhe war, sofort wieder rein. Allerdings ohne Kommentar. Die "Wegbleib-Phasen" hab ich dann langsam ausgedehnt.

    Ihr solltet euch aber auch etwas auf euer Gefühl verlassen und wenn du denkst, nach deiner Methode klappt es gut, dann mach´es doch so!
    Viel Erfolg weiterhin!

  • Vorher war es so, dass er ziemlich gestresst war und auch am "speicheln" war... Die letzten beiden Versuche waren halt entspannter... Ich werde weiter testen. Machen es ja auch nur immer ein paar Minuten und gehen rein wenn alles still ist.

  • ich habe das vom ersten Tag an geübt, radikal. ohne worte raus ohne worte rein vollkommen ignoriert. innerhalb von 2 wochen war meine 8 wochen alte welpin daran gewöhnt.

    ich würde auch keine leckerlies geben. Das weggehen muss was normales alltägliches für den Hund werden. ohne anzuschauen, ohne routine/zeremonie, einfach raus. Denn leckerlie bedeutet ja er hat irgendwas bestimmtes toll gemacht, aber nur weil er ruhig ist heißt es ja nicht das er entspannt ist und wenn ihr ihm leckerlies gebt wird es vllt gar nicht so werden, weil er ständig was erwartet und die tür anstarrt und nicht zur ruhe kommt. und das wollt ihr ja erreichen. Also kein Leckerlie mehr.

    innen im Haus klappt es das er alleine im raum ist?

    Was auch helfen kann ist wenn er nicht bei euch schläft. Bei meiner ist es richtig gut geworden als sie alleine im Flur geschlafen hat.

    EDIT: Ich würde auch auf keinen Fall auf die hören "nicht sofort erstmal Zeit lassen" klar ne woche zeit ist okay, aber wenn du darauf wartest dass dein Hund 4 Monate ist, wie manche sagen hast du erst recht arge Probleme, bloß nicht zu lange warten.

  • Hunde unterscheiden aber durchaus zwischen kurz Müllwegbringen oder längerem weggehen.

    Ich bringe meine immer in ihr Körbchen mit was guten zum Knabbern, sag zu ihr bis später und mach dann die Tür zu.

    Manche Hunden hilft da ein kleines Ritual.

  • Da gibt es leider kein Patentrezept. Was bei dem einen Hund funktioniert, scheitert beim nächsten kläglich. Bei Aki hat zum Beispiel die 'wortlos raus und wieder rein'-Methode überhaupt nicht funktioniert. Bei ihm kam der Durchbruch gerade damit, dass wir ein Ritual aufgebaut haben, dass für ihn ganz klar anzeigt, dass er jetzt eine Weile alleine bleibt. Wir haben seine Decke in den Flur gelegt und ihm so einen Snackball mit Leckerlies befüllt. Den haben wir ihm gegeben und dann 'bis gleich' gesagt und sind raus. Dabei haben wir natürlich darauf geachtet, dass er mitbekommt, dass wir weggehen, wir haben ihn nicht einfach mit dem Ball abgelenkt, das wäre unfair gewesen.
    Auf diese Weise hat es bei Aki super geklappt, wir haben ihn zu Anfang regelmäßig gefilmt und er hat immer so 10 Minuten mit dem Ball rumgedaddelt und sich dann schlafen gelegt bis wir wiederkamen. Mittlerweile bleibt er problemlos mehrere Stunden alleine und es klappt auch in der neuen Wohnung super.
    Den einzig richtigen Weg kann dir hier also leider keiner sagen, wenn du das Gefühl hast, dass du auf dem richtigen Weg bist, dann würde ich an deiner Stelle dabei bleiben. Ich muss mich aber auch friedapaula anschließen: lasst es ein bisschen langsamer angehen. Zur Not müsst ihr eben für die erste Zeit einen Sitter bemühen, aber ihr habt nichts davon, wenn ihr das alleine bleiben jetzt durch zu viel/zu frühes Üben erreichen wollt. Das ist für die meisten Hunde wirklich schwierig zu erlernen und ich denke ihr erreicht mehr, wenn ihr euch und dem Hund Zeit gebt, als wenn ihr es um jeden Preis bis zum Ende eures Urlaubes schaffen wollt.

    Ich wünsch euch viel Erfolg!

  • Zitat

    Weil wir nicht ewig Urlaub haben und berufstätig sind. Mein Mann VZ und ich bis mittags. Habe also nicht wochenlang Zeit ihm das anzutrainieren.

    Falsche Einstellung ... gerade bei Hunden mit einer Vorgeschichte sollte man mehr Zeit einplanen und ihn erstmal ankommen lassen.

    Ich gehe davon aus, dass sich das Problem von alleine gibt, wenn er angekommen ist und Euch vertraut. Ich habe mit keinem meiner Hunde groß geübt - einfach mal irgendwann Müll runtergebracht (nach 1 Woche einleben) - dann mal einkaufen gefahren usw. Kein Großes Aufheben drum gemacht und gut war.

    bei Gasthunden hat es oft geholfen, dass einer(idealerweise nicht die Bezugsperson) erstmal daheim geblieben ist, und dann den evtl. aus unsicherheit durchdrehenden Gasthund ruhig und bestimmt auf den Platz geschickt hat. Das hat in der Regel immer schnell geholfen. So wussten die Hunde auch, was sie tun sollen, wenn jemand geht -> nämlich auf den Platz und schlafen.

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