Hypersexueller Angsthund–Kastrationsalternativen
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Ich habe 2 große Probleme mit meinem Rüden (1 Jahr und 8 Monate alt).
Problem 1: Er war schon immer wenig selbstbewusst und hatte große Angst vor Menschen. Mittlerweile hat er sich Angstpinkeln und -Beißen abgewöhnt, das alles wurde damals mit Beginn der Pubertät wesentlich besser. Geblieben ist eine extreme Angst vor Blicken. Sobald ihn Fremde auch nur kurz direkt anschauen fängt er an zu knurren und zu zittern. Wir arbeiten daran, aber es geht nur langsam vorwärts.
Problem 2: ist mittlerweile seine Sexualität. Seit etwa 3 Monaten ist es wirklich schlimm geworden. Er dreht bei allem was nach Hündin riecht völlig durch. Uralte Hündinnen, kastrierte Rüden, ja sogar Welpen werden gnadenlos beleckt. Er klebt ihnen nurnoch zwischen den Beinen, ist nichtmehr ansprechbar und entleert sich komplett (auch wenn vorher Gassi gewesen ) vor Aufregung wo er gerade steht..
Ein Beispiel: Meine beste Freundin hat sich jetzt eine Hündin angeschafft, 10 Wochen war die Ärmste alt, da hat er schon jede Körperöffnung beleckt an die er kommen konnte. Kommt er nicht an ihren Hintern leckt er ihre Augen, Schnauze, Ohren... Klappern tut er natürlich auch dabei. Selbst 3 Wochen nachdem sie hier war klebt er immernoch an jedem Stück Teppich wo sie nur drüber gelaufen ist. Natürlich versuche ich ihn stückweise unter Kontrolle zu bekommen bzw seine Aufmerksamkeit zu ergattern, aber selbst einfachste Übungen die sonst sogar klappen, wenn Wild vor ihm wegläuft („Schau her“ z.B.) funktionieren nicht. Er steht absolut unter Stress und kann einfach nicht anders. Außerdem bekommt er in den nachfolgenden Tagen oft so Sachen wie Hautprobleme und übergibt sich, ich denke dass ist ein weiterer Hinweis wie es ihn belastet. Anleinen kann man auch vergessen. Er jault stundenlang, 7 Stunden ging das z.B. an meinem Geburtstag so. Egal ob man ihm klarmacht, dass er das nicht darf.. Und ich hab ihn was sowas angeht eigt zu 100% unter Kontrolle, der Hund macht keinen Pieps wenn er nicht darf. Aber wenn ich ihn in dieser Situation versuche in den Griff zu bekommen, reißt er nur wild den Kopf hin und her und macht vor Aufregung unter sich..Kurz gesagt, es geht so nicht weiter. Er macht sich völlig fertig und mich auch. Zudem ziehe ich bald in eine Wohnung, wo ich praktisch Tür an Tür mit einer unkastrierten Hündin wohne. Und da er bei nicht läufigen Hündinnen schon völlig von der Rolle ist..
Ein Kastrationschip wirkt nunmal leider auch seine 6 Monate und ich habe große Bedenken, dass er wieder richtig ängstlich wird und seine Fortschritte zu Nichte gemacht werden könnten bzw wir nicht weiter üben können, weil ihn die Angst blockiert. Ist diese Befürchtung berechtigt? Und gibt es vllt Tabletten oder sowas, womit man seinen Trieb in den Griff bekommen kann? Bachblüten bringen bei ihm was das angeht übrigens schonmal garnichts. Ich brauche glaube ich etwas, was im Ernstfall wirklich "reinhaut"
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Hi,
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Was heißt etwas was richtig reinhaut? Mein Hund ist auch unsicher, aber der Chip hat das nicht weiterverschlimmert. So wie ich das anhört leidet dein Hund sehr unter seinem Trieb, das wäre Grund genug für mich einen Chip zu setzen und zu kucken was passiert. Hat er Probleme mit der Prostata?
Alles was du dem Hund gibst um den Trieb zu unterdrücken wirkt relativ gleich. Also ist es völlig egal ob Spritze oder Chip. Beim Chip hast du ansonsten eher harmlose Nebenwirkungen, bei Spritzen nicht! Und Bachblüten bei solchen Dingen, sorry wers glaubt....
"der Hund macht keinen Pieps wenn er es nicht darf" Ist sowas erstrebenswert? Finde ich persönlich sehr traurig. -
Bei solch einem "Rundumproblemhund" wäre für mich der Gang zum Verhaltenspsychologen der Erste. Der zweite Gang wäre wahrscheinlich der Termin zur Kastration, je nachdem was der Verhaltenspsychologe dazu sagt.
Da würd ich nicht mehr lang fackeln und noch dies Tablettchen und das Wässerchen probieren: Eierchen ab und dann sehen, wie ich die restlichen Probleme in den Griff bekomme.
Viel Glück Euch und schnelle Besserung!

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Zitat
"der Hund macht keinen Pieps wenn er es nicht darf" Ist sowas erstrebenswert? Finde ich persönlich sehr traurig.
Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass er eigt sehr gut gehorcht und nicht so ein Theater veranstaltet, wenn er es nicht darf. 7 Stunden Gejammer sind ja schon ziemlich heftig. Viele Leute sagen mir sowas wäre Erziehungssache, aber mir kam es in dieser Situation anders vor, da er kaum ansprechbar war.
Mit der Prostata hat er keine Probleme, dafür aber halt ständig Milben, Magenprobleme..
Das beruhigt mich ja schonmal, dass dein Hund nicht ängstlicher geworden ist lorena, wie alt war er denn, als er den Chip bekommen hat? Meiner hat die Pubertät ja nochnicht ganz durchgestanden, aber zu lange warten wollte ich auchnicht, er wird ja immer heftiger. -
Möglicherweise hat Dein Rüde auch einfach nur ein "Ventil" zum vermeintlichen Stressabbau gefunden. Auch, wenn ihn dieses Ventil nur noch mehr stresst.
Alles, was Du über ihn hier schreibst, deutet auf ein riesengrosses Stressproblem hin - und ich kann mir vorstellen, dass Eure Vorgehensweise eher eine "ganzheitliche" sein sollte, dahingehend, dass nicht die Hypersexualität in der Therapie/Erziehung im Vordergrund steht, sondern der gesamte Symptomenkomplex aus Angst, Stress und daraus resultierenden Erkrankungen (Magen/Haut, etc.).
Hier gibt es eine nach PLZ geordnete Liste von verhaltensorientiert arbeitenden TÄ, da würde ich mir zunächst einen Ansprechpartner suchen: http://www.gtvmt.de/
LG, Chris
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Ja, er war wirklich schon immer ein sehr aufgeregtes Kerlchen
Ich muss allerdings auch sagen, dass er von Sommer 2011 bis etwa März 2012 keine Milben usw hatte, das war auch der Zeitraum wo er sich so enorm gegenüber Menschen gebessert hat. Er war allgemein viel ruhiger, hat nichtsmehr kaputt gemacht ect. Erst seit die Pubertät so richtig zugeschlagen hat, hat er wieder seine Hautprobleme und ist zumindest draußen sehr unruhig. Die berühmten 5 Minuten hatte er z.B. garnichtmehr bis März, jetzt flitzt er jeden Tag wie verrückt ums Haus.
Versuche im Moment seine Hundeschule zu erreichen, die kennen ihn dort schon sehr lange und haben auf mich einen sehr erfahrenen Eindruck gemacht, mal schauen was die mir dort raten. Das letzte mal wurde mir gesagt, dass ich das mit dem Chip lieber lassen soll, da war er allerdings auch noch lange nicht so heftig wie jetzt.. -
Mein Rüde war 2,5 Jahre alt. Wie gesagt ich kann deine Bedenken verstehen, trotzdem, wenn dein Rüde leidet ist es genauso eine Qual für ihn wie die Ängste. Mit dem Chip hast du die Möglichkeit auszutesten. Die Wirkung vergeht wieder und dann hast du den alten Hund zurück. Vielleicht hast du es sogar einfacher mit dem Training wenn ihm sein Trieb nicht mehr im Weg ist. Insgesamt ist mein Hund heute ausgeglichener.
Ansonsten schließe ich mich den Usern an die dir einen Therapeuten empfehlen.
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