aller Anfang ist schwer...

  • Halli hallo!

    Ich habe seit ca 2 Monaten einen 4 1/2 Monate alten Yorki-Dackel-Mischling. Es ist mein erster Hund und momentan halte ich Kindererziehung für leichter als die von Welpen ;)
    Er ist soweit stubenrein, hört auf sitz und komm, aber mit dem "nein" will es einfach nicht klappen. Ich versuche es seit 2 Wochen mit dem Tipp hier aus dem Forum (Leckerchen auf die flache Hand und zu machen)
    Klappt wunderbar, leider nur beim Leckerchen.
    Er beißt mir ständig ins Hosenbein und in die Leine beim Gassi gehen, das findet er besonders toll. Eine musste gestern dran glauben und ist gerissen. Sage ich nein fängt er an zu knurren, ziehe ich zurück animiert ihn das nur noch mehr, ignoriere ich es hört er kurz auf und macht dann weiter. Ablenken bringt auch nicht viel, die Leine ist einfach zu spannend. Es ist manchmal zum Verzweifeln und ruhig zu bleiben fällt nicht leicht.
    Seit ungefähr einer Woche kaut er an allem was er zu fassen bekommt und schnappt sogar nach meiner Hand, das hat er vorher so nie getan, es wirkt leicht aggressiv. Kann das mit dem Zahnwechsel zusammenhängen? Oben hat er schon 2 verloren und die neuen blitzen schon durch.
    Ich möchte gern alles richtig machen und das ohne Gewalt.
    Ich bin dankbar für jeden brauchbaren Tipp!

  • :)

    Hosenbein & Leine draussen könnte auch Frust, Streß oder Überforderung sein - wie sieht denn Euer tägliches Programm so aus?!
    Das er dann knurrt wenn Du "nein" sagts könnte viell. damit zusammenhängen, dass er Frust schiebt weil er die "Überforderungs-Umlenkung" (Beissen in Hosenbein & Leine) verboten bekommt.

    Je nachdem wie der Tagesplan aussieht / er vielleicht mehr Ruhe braucht, könntest Du ihm draussen auch ein besonderes Spieli / kleine Beisswurst o.ä. anbieten an dem er sich auslassen kann.

    Das vermehrte rumkauen kann in jedem Fall was mit dem Zanhwechsel zu tun haben - biete im doch bitte ein Kauspielzeug oder Kauleckerchen an was er auch "zerstören/bearbeiten" darf!

  • Sehe ich genauso wie Sandschiffchen. Leine kauen macht Janosch heute (mit anderhalb) noch gelegentlich wenn der Spaziergang mal zu lang war und er dadurch gestresst ist.

    Vielleicht braucht Euer Kleiner mehr Ruhe um nicht so aufzudrehen. Mein Tipp auch: nimm ein Spielzeug (z.B. auch ein kleines Kauseil) mit auf den Spaziergang. Kaut er wieder auf der Leine rum, sagste bestimmt „Nein“, nimmst ihm die Leine aus dem Maul und steckst das Spieli rein. Da sollte er eigentlich nach ner Weile kapieren dass Leine und Hosenbeine tabu sind, er aber gern auf seinem Spielzeug kauen darf.

    Vorallem aber wirklich mal schauen in welcher Situation er das macht und ob Ihr den Tagesablauf etwas umstellen müsst.

  • Für mich klingt das nach einem zu aufgedrehtem, gefrusteten Hund.
    20 min Gassi reicht in dem Alter. Geht's du länger?
    Ich würde versuchen dem Hund mehr Ruhe zu verordnen. Wenn er zu Hause nicht runter kommt, immer wieder ins Körbchen schicken. Irgendwann gibt er auf und schläft ein.

  • Morgens gegen 6 gehts das erste Mal raus, nicht lange weil der Kleine da noch sehr träge ist, von 7-10 schläft er oft, dann wird ne Runde gespielt (15-20 min) und danach gehts raus für 20-30 min, haben hinterm Haus ein Feld wo der Wald angrenzt, da läuft er frei.
    Danach will er meist weiter spielen und kommt dann gegen Mittag wieder zur Ruhe. Bis 16-17 Uhr schläft er dann und danach gehts wieder raus. Je nachdem wird draußen gespielt. Danach ist er kaum zur Ruhe zu bringen. Das geht dann bis 21 Uhr ca. Ich geh dann zwischendurch nochmal mit ihm raus und dann nochmal bevor ich ins Bett gehe.
    Also bewusste Spielphasen haben wir von jeweils 15-20 min.

    Was das Kauen betrifft, ich gebe ihm natürlich Spielzeug als Alternative, nur das nach Händen/Beinen schnappen macht mir Sorgen. Ich habe einen 8-jährigen Sohn bei dem er mittlerweile zur Begrüßung versucht ins Bein zu beißen.

  • ich würde das Spielen nach dem Gassi morgens lassen, sondern ihn in Körbchen zum schlafen schicken. Ich denke nach 40 min Bespassung kann man das von einem
    Welpen verlangen. :)
    Auch zwischen 17 und 21 Uhr würde ich versuchen Ruhe in ihn reinzubringen, denn Welpen neigen oft dazu abends zu überdrehen, wenn der Tag zu aufregend war.

  • Danke für die Hilfe. Ich werds mal so versuchen.
    Mir fällt gerade ein...so extrem überdreht ist er nur seitdem mein Freund nicht da ist. Der arbeitet momentan außerhalb und ist nur am Wochenende da.

  • Ist er denn seine Bezugsperson?
    Noch ein Tipp für die Zeit zwischen 17 und 21 Uhr:
    kleine Suchspiele.
    Für abends ist das ganz gut weil die kleinen nicht so hochdrehen, die Nasenarbeit aber trotzdem ermüdend ist.
    Du versteckst ein Leckerli (anfangs nicht gleich in der hintersten Ecke :)) rufst den Hund und lässt ihn suchen.
    Nach 10-15 min schickst du ihn dann wieder ins Körbchen zum ausruhen.

  • Wegen dem zur Begrüßung ins Bein beißen hab ich noch was,

    Jascha hat das auch eine Zeit bei mir gemacht, sie hat sich so doll gefreut und wusste garnicht wohin.
    Jetzt Ignoriere ich sie wenn ich komme bis sie ruhig ist, dann streichel ich sie einfach, oder nehme sie ruhig zum Kuscheln auf den Schoß.

    Vielleicht hilft das bei der Begrüßungssituation ja was.

    Lg

  • Für mich hört sich das wie ganz normales Welpenverhalten an, er testet was so geht, was er darf und
    was nicht. Kann er ja auch nicht wissen, wenn du es ihm nicht erklärst.
    Wenn du nein mit Leckerchen übst, dann versteht er das, er hat aber noch nicht verstanden das nein
    heißt lass das was du tust. Wenn er dir in die Hose beißt, dann schieb ihn weg und lass dich durch das
    geknurre nicht beeindrucken. Halt ihn zur Not fest bis er Ruhe gibt.
    Wenn er in die Leine beißt ist eine sehr effektvolle Methode einmal mit der Hand die Leine abzustreichen,
    dabei trifft dann Hand auf Hundenase, dosiert natürlich. Aber für den Hund unangenehm. Je früher du ihm
    das Leinebeißen unangenehm machst umso einfacher ist es. Es sei denn du möchtest die nächsten Jahre
    einen in die Leine beißenden Hund und es stört dich nicht.

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