Probleme mit jungem Rüden
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Hallo Hundefreunde,
ich und mein Freund sind seit anfang des Jahres Besitzer eines Dogge-Labbi-mix Rüden. Der "kleine" ist ein prima Kerl und macht uns viel Freude. Wir besuchen wöchentlich eine HuSchu, wo wir fleißig für seine BH üben. Wenn ich mit ihm arbeite hat er (meist) einen irren Arbeitseifer und richtig Spaß dran neues zu lernen. Überhaupt kommen wir zwei super klar. Bei meinem Freund fangen allerdings die Probleme an:
1. Djego (10 Monate) ist ihm gegenüber eine richtiger Pöbler: Er springt ihn an, beißt ihn (spielerisch) in die Hand und ist dabei sehr penetrant und kaum abzuwehren. Hat er einfach keinen Respekt vor ihm? Macht es Sinn wenn ich eingreife?
2. Auch ist es in letzter Zeit öfter vorgekommen, dass er draußen abgehauen ist. Überhaupt kann ihn außer mir eigentlich keiner mehr von der Leine lassen. Kann ich etwas dagegen tun? Welche Ratschläge sollte ich anderren im Umgang mit ihm geben (außer ihn nicht von der Leine zu lassen)?
3. Sonst klebt er auch ziemlich an mir. Wenn ich den Raum verlasse geht allzu häufig das Gejammer los, egal wer noch bei ihm ist. Er verfolgt mich, wenn ich es ihm nicht verbiete auf Schritt und Tritt. Andererseits bin ich ihm herzlich egal, wenn er andere Hunde sieht, dann läuft er nämlich auch mir davon, wenn ich ihn nicht rechtzeitig anleinen konnte. Hat seine "Fixierung" auf mich andere Gründe?Übrigens ist er nicht gerade verschmust und manchmal denke ich er duldet unsere Streicheleinheiten nur. Schon als Welpe hat er sich nicht für fremde Menschen interessiert. Unsere Trainerin hat gesagt, dass wir einen sehr selbstbewussten Hund haben, den sie sich gar nicht erst ausgesucht hätte...
Ich hoffe ihr habt Verständnis für meine vielen Fragen, Djego ist mein erster eigener Hund.
Lg Caro - Vor einem Moment
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Hallo,
wie verhält sich Dein Freund denn wenn Djego ihn so angeht?
In welchen Situationen geht er ihn an?Djego ist in einer Phase in der er auch mal testet und eben nicht mehr so gut hört.
Von daher würde ich anderen Menschen (wer geht denn alles mit dem Hund?) sagen, dass er an der Leine oder an der Schleppleine bleiben muss.Das Hinterhertippeln kann Kontrollzwang sein.
Ich würde ihn immer öfter mal einfach zurück schicken und darauf bestehen, dass er Dir nicht hinterher läuft.
Bleibt er eigentlich alleine?
Wie verhält er sich wenn sich Dein Freund Dir nähert?Nur weil ein Hund selbstbewusst ist, muss das nicht negativ sein. Es gibt Hunde die sind etwas leichtführiger und andere, die hinterfragen halt gern mal.
Zweiteren bekommt man mit Konsequenz und Ausdauer sehr gut in den Griff.Mir ist zum Beispiel ein selbstbewusster Hund lieber als ein ängstlicher Hund.
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Danke schonmal für die Antwort. Das mit dem Kontrollzwang habe ich auch überlegt, aber er ist so seit er ein Welpe ist. Ich habe es immer als selbstverständlich behandelt, dass er von Anfang an auch mal allein bleiben muss und unterbinde das Nachlaufen meist sowieso. Aber wenn er könnte würde er und wenn er nicht kann jammert er und fixiert die Tür bis ich wieder komme.
Wenn sich mir jemand nähert, also umarmt (egal wer), springt Djego an ihm hoch und bellt ihn an... Als ob er eifersüchtig wäre. Das macht er auch schon seit er ein paar Monate alt ist, deswegen hab ich das nie als Kontrollzwang eingestuft.
Er bleibt jetzt täglich ein paar Stunden alleine im Hof, dann gehen mal die Schwiegereltern oder die Schwägerin mit ihm vor die Tür, das ist auch für ihn kein Problem.
Ich hab auch kein Problem damit, dass er selbstbewusst ist. Anfangs hatte ich nur gedacht, dass es tatsächlich merkwürdig ist, dass er sich schon als Welpe eigentlich für keinen Menschen interessiert hat? Wir haben durch viel Training inzwischen eine gut Bindung zueinander, aber wenn er andere Hunde sieht, läuft er lieber mit denen, selbst wenn ich in die andere Richtung gehe... Liegt das einfach an seinem Alter oder ist unsere Bindung tatsächlich noch zu einseitig?
lg -
Was für ein wunderschönes Tier, - wenn Djego das in deinem Anzeigebild ist.
Es gibt durchaus Hunde, die sind nur auf eine Person fokussiert. Natürlich lassen sie
sich von dem Ein oder Anderen ansprechen aber im Großen und Ganzen sehen sie nur diesen
einen Ansprechpartner auf ihre Wolke 7 schweben. Und da du generell mit Djego mehr machst
als jeder Andere wird er sich auf dich wohl fixiert haben. Ich würde mich diesem scheinbaren Kontroll-
zwang widmen, um dieses stressige Klettverhalten (auf Dauer wird es für dich sicherlich auch nervig)
zu mäßigen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise seinen eigenen Ruheplatz.zu 1)
Wohlmöglich testet er seine Grenzen aus. Wie weit er überhaupt gehen darf. Oder er hat
mit deinem Freund bis jetzt nur gespielt und sieht ihn lediglich als Spielgefährten an und hat nie
wirklich seine ernste Seite kennengelernt. Die Gründe können vielfältig sein.
zu 2)
In wie fern ist er denn abgehauen? Wirklich weggerannt, oder ist er schnüffelnd seine Runde gegangen,
um letztendlich stiften zu gehen? Ich glaube, Steffi E. hat bereits die Schleppleine erwähnt und genau mit
dieser kann man wunderbar Rückruf und Co. trainieren. Gerade in Umgebungen, wo viele Reize für den Hund
sind. -
Seinen eigenen Platz hat er, dort wird er immer hingeschickt, wenn er zu sehr aufdreht, auf mich warten soll, wenn es an der Tür klingelt, während wir essen oder wenn seine Nähe einfach mal unerwünscht ist. Deswegen wundert es mich so, dass er dieses Verhalten einfach nicht ablegt?
Ich bin der Meinung, dass er meinen Freund einfach nicht ernst nimmt und nur als Spielkamerad betrachtet. Als er neulich auf dem Sofa geschlafen hat, ist Hundetier hingegangen, hat ihn in die Hand gezwickt und angebellt... Hat man sowas schon gesehen?
Ich denke das müssen die zwei unter sich ausmachen.Zum Weglaufen: Als mein Schwiegervater Djego neulich zum Pieseln vor die Tür gelassen hat, hat dieser, nachdem die Tür schon fast wieder zu war, den Rückwärtsgang eingelegt, ist durch die Tür geschlüpft und quer durchs Dorf zu meinen Eltern gelaufen! (Weil er mich gesucht hat!?) Solche Geschichten macht er jetzt öfter.
An der Schlepp hab ich auch immer mit ihm geübt, kommen klappt super, so lange keine anderen Hunde in Sicht sind, dann bin ich Luft und das ärgert mich gewaltig, dass ich dann einfach keine Kontrolle über ihn habe! Er reagiert überhaupt nicht. Es wird sogar schlimmer als besser... An anderen Hunden vorbeilaufen ist auch jedesmal ein Kampf. Es ist zum heulen...
Was ich an der Schlepp übrigens nicht mag ist, dass er dann gar nicht nach mir schaut weil er weiß, dass ich sowieso am anderen Ende häng...Das ist übrigens die sture Fellnase mit ca. 8 Monaten
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/dsc0064085dgkhqp7v.jpg -
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1. Trainer nachhauseholen der sich das pöbeln einmal anschaut dann kann man zusammen überlegen ob man defensiv (z.b. ignorieren oder hund kurz ins andere zimmer sperrt) oder offensiv (z.b. über Körpersprache das "spiel" beendet) dem ganzen ein ende setzt. Trainer deswegen weil wir menschen oft unbewust das ganze fördern und dann zu korrigieren währe dem hund gegenüber nicht fair.
2. was unternehmt ihr auf euren spaziergängen zusammen?
Wenn er bei dir bleiben soll musst du dich auch als Sozialpartner für ihn beweisen.3. könnte mit punkt 1 zusmenhängen das er gelernt hat das menschen nach seiner pfeife tanze :-)
bietet eure hundeschule keinen erziehungskurs für junghunde an? wenn ihm das bh traning spass macht warum nicht aber erziehung sollte vor der ausbildung kommen.
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Also: Ich habe mit Djego die Welpenschule besucht, wir haben einen Junghundekurs (3- 4 Hunde) belegt und üben im Aufbaukurs eben schonmal für die BH. Alles sehr spaßig aber er soll immer wieder neues lernen. Manchmal ist er der Streber, meistens der A...
Wenn wir Spazieren gehen habe ich häufig seinen Dummy dabei. Er lieb es ihn zu suchen, ihm nachzulaufen etc. Auch binden wir das in verschiedene Übungen mit Ablegen, Abrufen, Apportieren ein. Ständig suche ich neue Herausforderungen für ihn. Zwischendurch kleine Spiele (Fangen, Raufen, Zerren, Ball) oder Trainingseinheiten (Unterordnung)... Ab und zu auch mal nur Hund Hund sein lassen. Ich clickere mit ihm, belohne jede Art der Zuwendung in meine Richtung (Blickkontakt) schon seit er 12 Wochen alt ist. Wenn er mal nicht aufpasst, bin ich verschwunden... das merkt er meist sofort.
Daheim trainiere ich mit ihm kleine "Kunststücke", mache Geschicklichkeitsspiele. Ich hoffe ich kann verdeutlichen, dass ich alles getan was mir eingefallen ist, um eine feste Bindung zu meinem Hund aufzubauen und mich für ihn interessant zu machen. Es gibt aber genauso viele Grenzen und Regeln, die er einzuhalten hat, da bin ICH (andere leider nicht) sehr kompromisslos!
Kurzum: Ich bin manchmal sehr enttäuscht, wie wenig sich mein Hund trotz allem an mir orientiert und wie egal ich ihm bin. Ich weiß nicht was ich noch machen soll. In unserem Kurs ist ein Mädchen mit einem Goldie die, so wie ich sie einschätze, sich vorher wenig mit der Hundeerziehung beschäftigt hat. Ihr Hund sitzt brav neben ihr, fixiert sie und wartet nur auf ein Komando :kopfwand: Ich muss um jeden Funken Aufmerksamkeit kämpfen, Fliegen sind da interessanter. Und dazu meint meiner mich Kontrollieren zu müssen??Ach ja, dass das mit seiner Pöbelei von außen schwer einzuschätzen ist hab ich mir gedacht. Bei mir traut er sich das übrigens nicht. Bei anderen ist er da aber erstaunlich ausdauernd.
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