Tierheilpraktiker im Test
-
-
Ich hab nen Gassiservice...ähnliche Situation:
kein geschützter Begriff, kann jeder Volldepp machen.
Wäre der Test gestern um meine Branche gegangen und von sechs zufällig ausgewählten Kandidaten wäre zumindest einer dabeigewesen, der fachkompetent ist, dann hätt ich mich gefreut.
Es ist doch völlig klar, dass eine ungeschützte Berufsbezeichnung alle möglichen gescheiterten Idioten anzieht und das Publikum dafür zu sensibilisieren, dass man SEHR genau hingucken sollte, dass es fachkompetente Ansprechpartner gibt, aber noch viel mehr, die mehr "scheinen als sein"...das ist doch total gut, oder? - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
ich hab den Bericht auch gesehen, am meisten hab ich über die falsche Spinne gelacht, wie blöd kann man sein???
ansonsten seh ich Blöd TV und ähnliches eh sehr differenziert, klar werden da nur Fälle dargestellt die ihnen ins konzept passen, nur wenn ich einen schwer kranken Hund habe, lasse ich den sicher nicht "gesund beten"
bei den gesalzenen Preisen, kann ich auch einen guten TA aufsuchen
-
Zitat
Ich bezweifle stark, dass die Bilanz bei 6 zufällig ausgewählten TA so krass ausgefallen wäre. Immerhin haben die mal ein Staatsexamen abgelegt....Und wenn ich bedenke, wie heftig hier oft gegen die geldgierigen TAs vom Leder gezogen wird, ist es wirklich erstaunlich, wie reagiert wird, wenn ein Test feststellt, dass die Mehrheit der THP wenig bietet für viel Geld.
Da wiederspreche ich dir gar nicht. Deswegen auch der Nachtrag... Wie Sleipnir schon schrieb: Es ist doch klar, dass mit einem nicht geschützten Begriff mehr Schindluder getrieben wird. Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass es keine guten THP gibt.
Kolja: Du kannst dir überall in Deutschland mit Voranmeldung mal so ein Seminar und die entsprechenden Dozenten ansehen und dir ein Bild machen. Ich empfinde unsere Dozenten schon als kompetent, und jemand, dem eine der größten Tierkliniken Bayerns gehört, kann nicht durchweg schlecht sein. Es geht ja auch darüber hinaus. Die Bücher, die uns empfohlen werden, sind Klassiker der veterinärmedizischen Fachliteratur.
Wir machen Praktika bei Tierärzten, wir haben beim letzten Seminar hunderte Seiten über Labordiagnosik bekommen, wir schauen uns Obduktionen an. THP zu lernen heißt weitaus mehr, als sich auf gut Glück einen Hexentrank zusammenzubrauen.Keiner unserer Lehrer spricht sich wehement gegen Antibiotika aus. Oder meint, als THP hätte man alle Möglichkeiten. Nicht mal ansatzweise. Es gibt Situationen, da wird uns gesagt, wenn wir da nicht an einen Tierarzt weiterleiten, ist das ein schwerer Kunstfehler unsererseits. Man hat als THP natürlich Grenzen, allein wegen der rechtlichen Situation. Aber auch darüber reden wir. Das heißt trotzdem noch lange nicht, dass man nicht in Rahmen seiner Möglichkeiten richtig gut sein kann und vieles bewirken kann.
Selbst wenn du dich mit Anatomie und Physiologie auskennst, Symptome zuordnen kannst und auch komplexere Krankheitsbilder erkennst und dann zu einer richtigen Klinik weiterleiten kannst, kann schon ein Leben gerettet worden sein. Es geht ja nicht nur um die Behandlung, sondern auch um Diagnostik.
-
Zitat
Kolja: Du kannst dir überall in Deutschland mit Voranmeldung mal so ein Seminar und die entsprechenden Dozenten ansehen und dir ein Bild machen. Ich empfinde unsere Dozenten schon als kompetent, und jemand, dem eine der größten Tierkliniken Bayerns gehört, kann nicht durchweg schlecht sein. Es geht ja auch darüber hinaus. Die Bücher, die uns empfohlen werden, sind Klassiker der veterinärmedizischen Fachliteratur.
Wir machen Praktika bei Tierärzten, wir haben beim letzten Seminar hunderte Seiten über Labordiagnosik bekommen, wir schauen uns Obduktionen an. THP zu lernen heißt weitaus mehr, als sich auf gut Glück einen Hexentrank zusammenzubrauen.Keiner unserer Lehrer spricht sich wehement gegen Antibiotika aus. Oder meint, als THP hätte man alle Möglichkeiten. Nicht mal ansatzweise. Es gibt Situationen, da wird uns gesagt, wenn wir da nicht an einen Tierarzt weiterleiten, ist das ein schwerer Kunstfehler unsererseits. Man hat als THP natürlich Grenzen, allein wegen der rechtlichen Situation. Aber auch darüber reden wir. Das heißt trotzdem noch lange nicht, dass man nicht in Rahmen seiner Möglichkeiten richtig gut sein kann und vieles bewirken kann.
Selbst wenn du dich mit Anatomie und Physiologie auskennst, Symptome zuordnen kannst und auch komplexere Krankheitsbilder erkennst und dann zu einer richtigen Klinik weiterleiten kannst, kann schon ein Leben gerettet worden sein. Es geht ja nicht nur um die Behandlung, sondern auch um Diagnostik.
Sorry, ich habe mich scheinbar falsch ausgedrückt. Das von dir beschriebene Vorgehen finde ich absolut richtig und gebe dir recht, dass man damit auch ein Leben retten kann. Genau das meinte ich mit meinem letzten Absatz. Nur sollte es auch den THP eben bewusst sein, dass es Grenzen gibt und bestimmte Dinge, die von denen ausgeübt werden (z.B. Homöopathie) nichts als Placebo sind und bei ernsthaften Erkrankungen nichts zu suchen haben.
-
Dann meinen wir größtenteils das gleiche.
Mal abgesehen davon, dass ich bezeifle, dass es bei Tieren einen Placebo-Effekt gibt. -
-
Zitat
Dann meinen wir größtenteils das gleiche.
Mal abgesehen davon, dass ich bezeifle, dass es bei Tieren einen Placebo-Effekt gibt.Dazu empfehle ich gerne z.B. den Artikel aus der Zeit: http://www.zeit.de/2010/50/Homoeopathie-fuer-Tiere/seite-1
Trotzdem: Solange der Halter an Placebo glaubt, kann es wirken und dann ist es auch in Ordnung.
-
Ich habe das auch gesehen. Da ich aber nun selber etwas Erfahrung habe, würde ich aus rein logischen Gründen bemerken, dass mit keiner eine Niereninsuffizienz nachweisen kann, nachdem er mit meiner Katze "gesprochen" hat. DAS war das erschreckende daran.
Dazu kommt das viele Leute einfach nur noch billig billig wollen, wohingegen ein Tierarzt nicht unbedingt für seine Rabatte bekannt ist. Dumm ist auch wer sowas glaubt. Auf kosten ihrer Tiere, bei denen in diesem Test eines verstorben wäre, hätte man es so behandelt wie die THP es empfahl.
Dumm ist auch jener, der gleich pauschalisiert, meiner Meinung nacht.
Mir hat der ericht gezeigt : 2 Meinungen sind besser als eine, und wenn man etwas neues ausprobiert, sollte man die Schlauheit besitzen, sich zusätzlich genau zu informieren.
Schade das sich manch Tier seinen Halter nicht aussuchen kann.
THP ist eine gute Sache - wenns gut ausgewählt ist, was sich wiederum auf das ganze Leben bezieht. Augen auf und nicht jeden Mist glauben.
LG Nina
-
Zitat
Dazu empfehle ich gerne z.B. den Artikel aus der Zeit: http://www.zeit.de/2010/50/Homoeopathie-fuer-Tiere/seite-1
Trotzdem: Solange der Halter an Placebo glaubt, kann es wirken und dann ist es auch in Ordnung.
Den Artikel kenne ich. Inwieweit es stimmt, weiß man aber auch hier nicht.
Ich bin niemand, der Tierheilptaktik auf Teufel komm raus mit all seinen Facetten verteidigt. Und ich würde auch niemals auf die Idee kommen, soetwas hier zu tun:
ZitatDa ich aber nun selber etwas Erfahrung habe, würde ich aus rein logischen Gründen bemerken, dass mit keiner eine Niereninsuffizienz nachweisen kann, nachdem er mit meiner Katze "gesprochen" hat.
Das ist ja schon grob fahrlässig... Und erschreckend. Ich denke, solche Fälle tragen auch dazu bei, dass man als THP so gerne belächelt wird.
Also wie gesagt - bei uns wird uns schon deutlich gesagt, dass es Grenzen gibt. Aber ich finde es auch einen völlig falschen Ansatz, klassische Tiermediziner mit Tierheilpraktikern zu vergleichen bzw. sie gegeneinander aufzuwiegen. Ziel sollte doch sein, dass beide gemeinsam arbeiten, jeweils in ihrem Rahmen das beste geben und sich so gegenseitig ergänzen.
-
Ich hatte ja heute Seminar und natürlich haben wir diese Stern TV Sache besprochen... Mein Dozent (ebenfalls schulmedinischer TA) war/ist echt sauer, weil das, was da gezeigt wurde, wirklich unter aller Sau war. Keiner der THP dort hat irgendwann mal eine Prüfung absolviert, deren Diagnose und Methoden waren wirklich daneben und dementsprechend lächerlich wurde natürlich diese Berufsgruppe dargestellt... Was dort gezeigt wurde ist in keinster Weise repräsentativ für jeden THP.
Schauen wir mal, wenn Stern TV auf die Forderung "meiner" Schule eingeht, gibt es evtl. irgendwann nochmal eine Richtigstellung.Was mir in letzter Zeit auch aufgefallen ist, ist dass THP immer gleich mit Homöopathie gleichgesetzt wird. Dabei ist das höchstens ein kleiner Teil des Aufgabenfeldes eines THP. Die Phytotherape umfasst ja noch so viel mehr, und da kann keiner, der sich wirklich informiert hat, sagen, dass das grundlegend Schwachsinn ist (denn dann wäre ein großer Teil der Humanmedizin für die Katz')...
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!