Verhalte ich mich richtig?

  • Hallo zusammen,

    Eine Frage zu meinem Burli...

    Er ist ein recht ruhiger Hund (10 Monate alter Dobermann), bellt so gut wie nie, knurrt nie und ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Beim Spazieren gehen ist er gegenüber Menschenbegegungen absolut neutral. Guckt vielleicht mal wer da so seiner Wege geht, ignoriert aber Jogger, sowie Fahrradfahrer und andere vollkommen.

    Bei anderen Hunden guckt er schon mal. Ich bemerke, dass ihm direktes aufeinanderzugehen auf fremde Rüden nicht sonderlich behagt. Am liebsten würde er stehen bleiben oder am besten gleich umdrehen, aber ich beachte das nicht und gehe einfach weiter. Er folgt dann ohne murren, vielleicht mal etwas zögerlich und drückt sich ganz nah an mich.

    nun meine Frage. Bei uns ist ein "neuer" im Ort. Ein 7 Monate alter Mischlingsrüde aus Griechenland. Ein relativ großer Hund, aber ich meine fürchterlich unsicher. Wenn er meinen Burli sieht, bekommt er einen halben Herzinfakt. Belllt, knurrt, zerrt,... das volle Programm eben.
    Burli schaut dann recht verdutzt. Er lässt sich aber nicht auf das gebelle ein und geht mit mir mit. Ich bleib still und cool und wenn wir vorbei sind, belohne ich ihn fürs gelassen mit mir mitgehen.
    ist das ok so? ich möchte nicht, dass er auch so einen terz veranstaltet.

    Ich hab hald gelesen, dass es am besten ist, wenn man auf sowas überhaupt nicht reagiert....

    Mich würde aber jetzt schon mal brennend interessieren, warum der eine so ein leinenpöbler ist, und meiner so ein relaxter?????
    vielleicht weil sie so unterschiedlich aufgewachsen sind? burli ist seit er 10 wochen alt ist bei mir und war immer nur mit mir draußen unterwegs und ist im prinzip immer an meiner seite....vielleicht ist er einfach souverän und sicher an meiner seite....der andere musste bestimmt schon mehrere male sein zuhause wechseln...

  • Bandit war und ist genauso, Pöbeln ignoriert bzw. beschwichtigt er, d.h. er schnüffelt, bleibt mal stehen, bei extremen Pöblern bleibt er nah bei mir.

    Als er jünger war, hat er immer Blickkontakt angeboten, wenn wir vorbei waren , so nach dem Motto " war s so richtig ? :D " und ich hab immer fleissig belohnt, das macht er deshalb immer noch :D

    Wir ignorieren gemeinsam das Gegenüber und weichen zur Not auch aus, wenn der andere extrem in die Leine springt oder uns zu nah kommt.

  • genau das macht er auch, dass er mich sobald wir vorbei sind ganz fest anschauen muss.

    entweder das heißt "was führt der denn sich so auf", oder "pass du bloß auf mich auf, ich bin ja noch ein Kind" oder "gell, das hab ich wieder fein gemacht, so brav bin ich" :D

    Ich hab schon ein bissl glück, dass burli so ein braver und cooler typ ist, der konfronationen lieber aus dem weg geht... :smile:

  • Hi,

    Freu dich, dass dein Hund so cool und lässig ist!
    Einfach vorbeigehen und danach loben ist genau richtig.

    Du schreibst, ihm behagt das auf andere Rüden zugehen nicht sonderlich aber du gehst einfach weiter. Ich würde hier stehenbleiben wenn er stehenbleibt und mal sehen, wie sich die Situation dann entwickelt. Denn wenn du weitergehst, animierst du ja deinen Hund, ebenfalls weiterzugehen.
    Und bei Hunden ist es ja auch ein wichtiger Teil der Kommunikation, wer wann in welchem Tempo auf den anderen zuläuft. Diesen natürlichen Ablauf beeinflusst du ja sozusagen durch dein Verhalten.
    Ich würde einfach mal ausprobieren, wie es läuft wenn du dein Tempo in dieser Situation deinem Hund anpassst.

    lg,
    Sanne

  • @ Sanne: das habe ich auch gelesen, dass das direkt aufeinander zu gehen wie eine art "drohung" bei hunden untereinander zu verstehen ist. Ich werd mal abwarten was er macht, wenn ich stehen bleibe.

    Es kommt immer sehr stark darauf an wer da daherkommt.

    wir haben einen riesengroßen alten Knacker bei uns im Dorf, der regt sich über burli auch immer auf. Knurrt usw. und kann meinen jungspund wohl nicht sonderlich leiden.

    Bei dem möchte sich meiner am liebsten in luft auflösen.
    Kommt kleines Hundegetier egal welchen geschlechts, sind die ihm wurscht oder er freut sich.

  • Bei mir ist es so, dass Pepper anfangs auch völlig ausgerastet ist, wenn wir Hunden begegnet sind. Hat gebellt, geknurrt und wahnsinnig gezogen. In der Hundeschule hieß es, dass es unsicherheit bedeutet. Mittlerweile ist die Bindung aber größer und Pepper flippt nicht mehr aus. Einfach irgonieren und weiterlaufen.

    Du sagst, der Hund ist "neu" und noch sehr jung. Wenn die Besitzer dieses Verhalten nicht belohnen und du und dein Hund den anderen einfach ignorieren, dann sollte sich das bei dem anderen irgendwann legen.

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