Leinenaggression - Personenabhänging...?

  • Huhu,

    Was mich interessieren würde... kann es sein, das ein Hund nicht bei jedem an der Leine pöbelt...?

    Eine Bekannte bei der unser Hund ab und an mal zum aufpassen ist, und unser Mitbewohner, sagen alle beide, er würde bei ihnen, solange keiner von uns beiden dabei ist, überhaupt nicht an der Leine bellen oder dergleichen.

    Fällt mir persönlich doch etwas schwer zu glauben, kanns echt sein das wir auf ihn so unbeholfen und unfähig wirken, dass er das tatsächlich nur bei uns macht? Und vor allen, dann alle beide...? Ganz davon abgesehen, das er sich schnurstraks in unsere Nähe verkrümmelt, wenn unser MB heimkommt...

    Wir könnens schlecht überprüfen, denn wenn wir mit einen von den beiden, oder auch beiden, zu ner Hunderunde aufbrechen, benimmt er sich genauso wie wenn wir mit ihm allein unterwegs sind. Zweifel aber echt gerade an mir/uns :/

    Kann es tatsächlich sein, das wir der Auslöser für seine Leinepöbelei sind?

    LG Keku

    P.s. Keine Sorge, obs an uns liegt oder nicht, wir werden demnächst ohnehin einen nächsten Hundeschulen-Versuch starten, haben eine in unserer Nähe gefunden, deren Mentalität uns zusagt und die die Möglichkeit von Einzelunterricht bei Verhaltensproblemen oder auch 'einfach so' bietet.

  • Grüß dich,

    kann sein, dass es personenabhängig ist. Ich wette, bei mir wäre euer Hund auch anders an der Leine, einfach deswegen, weil ich nicht die Erwartungshaltung habe, dass er pöbelt.

    Man merkt das meist selbst nicht, ist aber doch in bestimmten Situationen angespannt. Bei Jamie ist das beispielsweise der Fall, wenn wir an einer Straße unterwegs sind. Ich erwarte schon, dass er nach den Autos schnappt und projiziere meine Haltung auf ihn. Würde wahrscheinlich auch anders aussehen, wenn er mit wem anders unterwegs wäre.

    Lass doch von deiner Bekannten oder deinem Mitbewohner mal ein Video machen.

  • Huhu,

    Ich werds mit dem Video mal vorschlagen *lach* ich bezweifle aber, das sie das machen werden. Interessieren würde es mich schon.

    Es wundert mich nur, da er bei uns, egal ob einer allein oder wir zu zweit mit ihm unterwegs sind, teilweise knurrend in die Leine springt, das er dann plötzlich nicht mal im Ansatz pöbeln soll. Vielleicht sitzt der Schreck nach der Beisserei wirklich noch so tief, wer weiß.

    Dank dir, für deine Antwort.

  • Zitat

    Es wundert mich nur, da er bei uns, egal ob einer allein oder wir zu zweit mit ihm unterwegs sind, teilweise knurrend in die Leine springt, das er dann plötzlich nicht mal im Ansatz pöbeln soll. Vielleicht sitzt der Schreck nach der Beisserei wirklich noch so tief, wer weiß.

    Du kannst das schon glauben, dass er das nur bei euch macht. Unserer ist genauso. Wenn da jemand andere Leine ist, dem er nicht vertraut, traut er sich das nicht. Meine Freundin hat mit ihrem Hund das gleiche Problem, nur bei ihr macht er so ein Theater an der Leine.

  • Hallo,

    dann ist sein Verhalten also eher darauf zurück zu führen, dass er sich bei uns sicherer fühlt und sich deshalb mehr traut? Er denkt also quasi: "Ach, meine beiden Herrchen sind ja dabei, die beschützen mich schon, wenn mir einer ans Fell will...?"

    Das ist zumindest beruhigender als unsere Sorge, das wir ihm Unsicherheit vermitteln. Dann müssen wir wohl lernen, ihm weniger Rückendeckung zu geben.

  • Zitat


    dann ist sein Verhalten also eher darauf zurück zu führen, dass er sich bei uns sicherer fühlt und sich deshalb mehr traut? Er denkt also quasi: "Ach, meine beiden Herrchen sind ja dabei, die beschützen mich schon, wenn mir einer ans Fell will...?"

    Bei den beiden, die ich beschrieben habe, ist es genau so (nach Aussage unserer beiden Trainer). Unserer ist grundsätzlich sehr unsicher bei anderen Hunden, aber an der Leine weiß er, dass ihm nichts passiert, weil iwr ja aufpassen. Also kann er ja so tun, als wäre er der größte Macker.

    Wobei wir nicht mit weniger Rückendeckung arbeiten, sondern ihm zeigen, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist (also mit Nein versuchen, zu unterbinden), und wir stattdessen ruhiges Verhalten stark belohnen. Wird immer besser, bei uns fehlt eigentlich nur noch "sein Territorium" (also da, wo wir täglich 3-4 mal langlaufen, direkt in der Nähe vom Haus), wo er rumpöbelt, abgesehen von wenigen Ausnahmen, wo es auch mal woanders passiert.

  • Also meistens ist Leinenaggression ein Verhalten aus Unsicherheit heraus. Man selber kann dem Hund als HF nicht genügend Sicherheit bieten, er glaubt er müsse das selber klären und durch die Leine ist die Tendenz, nach vorne zu gehen weitaus größer als im Freilauf, da kann man nämlich auch ausweichen oder fiddlen, um der Situation zu entgehen. Erklärt auch, warum die Hunde im Freilauf dann meist verträglich sind.
    Ich kenne das auch von mir, ich hab das in meinen Hund auch reingebaut und ich kenne es andersherum. Wenn ich die Hündin meiner Mum mithabe geht die anstandslos an Hunden hinterm Zaun etc. vorbei. Sie guckt, aber dann gibt es ein warnendes "Wehe du wagst es" und gut ist.
    Bei meiner Mum macht sie nen Aufstand sondergleichen. Das hängt aber auch viel mit der Konsequenz zusammen, wenn bei einer Person auf das Ignorieren vom Nein ne Konsequenz folgt, wie z.b nen deftiger verbaler Anschiss und bei der anderen Person das Nein nur zigmal wiederholt wird, hat es nen anderen Stellenwert.
    Und ja, die Erwartungshaltung von den HF ist grauenhaft, die muss man irgendwie abstellen.

  • Also bei uns ist das definitiv so!
    Meine Hunde poebeln Beide ,wenn sie mit meiner Mutter unterwegs sind!

    Sind sie mit mir unterwegs machen sie das so gut wie gar nicht!

    Meine Mutter hat bei jedem kommenden Hund Schiss und sie ubertraegt das total auf die Hunde.

  • Ich hab eigentlich keine Angst vor Hundebegnungen... aber bei unserm eigenen Hund fühl ich mich in der Tat nicht gerade wohl, wenn mir nen fremder Hund entgegen kommt. Zumal es bei uns sehr viele solcher HH gibt, die ihre Hunde frei laufen lassen und nicht mal auf die Idee kommen, die dann zurück zu rufen wenn sie schon sehen, das unserer angeleint ist. (Vllt findes sies besonders witzig so nen Aufstand auch noch zu provozieren, keine Ahnung)

    Im Feilauf ist er seit der Beisserei auch unsicher, aber da lässt er sich ohne probleme normalerweiße wieder zurück rufen. Auch wenn der andere Hund ihn anpöbelt.

    Vielleicht ist es echt diese sch... egal Mentalität von unserm MB und unserer Bekannten, das kann gut sein. Die sehen sowas beide recht gelassen. Dann wird uns die HuSchu aber (hoffentlich) auf jeden Fall weiterhelfen. Er ist ja nen toller Hund und das er sich echt mit allem 'vergesellschaften' lässt, zeigt mir, das er eigentlich nicht grundsätzlich iwie 'Hundefeindlich' ist.

  • Ja, ich habe es selber erlebt bei unserem alten Hund. Ich selber war gerade mal 16,17 Jahre, als ich alleine mit unserem damaligen unverträglichen Golden Retriever spazieren ging. Trotz alledem hatte ich ihn mehr unter Kontrolle als mein Vater, der seine Bezugsperson war. Ich konnte ihn auch ohne Leine laufen lassen, ohne dass er sich auf andere Hunde stürzte. Bei allen anderen Familienmitgliedern ging er direkt den Weg nach vorne. An der Leine konnte ich ihn ohne knurren an anderen Hunden vorbeiführen.

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