Hund bellt und knurrt jeden an :-(
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Hallo,
wir haben unseren Darko jetzt seit Samstag. Er ist 6 Monate alt und ein Podenco-Schäferhund-Mix. Er kam mit seiner Mutter aus Moskau, lebte dann 2 Monate (2) in Berlin bei einem jungen Mann und dann 5 Wochen bei einer Pflegestelle. Es läuft soweit eigentlich alles ganz gut, er kennt schon die Grundkommandos und ist stubenrein.
Amfangs hat er nur geknurrt, wenn Leute durchs Treppenhaus gelaufen sind und beim Gassi gehen nur bei einigen Leuten (hauptsächlich bei älteren Männern).
Seit gestern muß mein Mann nun wieder arbeiten und ich war erstmals allein mit Darko draußen. Gestern hat es soweit auch noch gut geklappt, er hat zwar ein paar Leute angebellt, aber hat dann immer gleich auf "aus!" gehört. Heute morgen war ich dann mal für 2 Stunden außer Haus. Die Nachbarin sagt, er hätte die ganze Zeit gejault und gebellt. Als ich dann kam, ist er völlig ausgetickt, ist an mir hochgesprungen und hat auch nach meiner Hand geknapst. Ein paar Pippitröpfchen kamen auch. Er hat auch nicht auf "aus" oder "nein" gehört, "sitz" hat erst nach 5 oder 6 mal sagen funktioniert.
Seitdem bellt er jeden an. Er bellt sogar durchs geklappte Küchenfenster die Leute auf der Straße an. Als meine Töchter (15) aus der Schule kamen, hat er sie auch angeknurrt. Wenn sie in ihrem Zimmer sind, ist es gut. Aber sobald sie in die Küche oder ins Wohnzimmer gehen, knurrt und bellt er sie an.
Als wir Gassi waren, hat er auch alle Leute angebellt und angeknurrt. An einem Parkplatz mit Kies ist er total ausgetickt und hin.- und hergerannt, dass ich Angst hatte, er verletzt sich an der Leine!
Zu allem Überfluss spielen heute schon den ganzen Mittag Kinder im Hof, ich musste jetzt das Fenster schliessen, da er nur noch knurrend unterm Fenster saß.
Als die Post geklingelt hat, ist er auch wieder ausgetickt, habe ihn dann ins Schlafzimmer gesperrt damit ich die Tür aufmachen konnte. Waren nicht mal 2 Minuten aber er hat gleich wieder gejault und gebellt und danach ist er wieder total aufgedreht und an mir hochgesprungen und hat kaum gehört.
Morgen kommt die Nachhilfelehrerin zu meinen Töchtern, am besten gehe ich dann mit ihm raus.
Mittlerweile ist es so, dass meine Töchter sich nicht mehr aus ihrem Zimmer trauen und ich immer erst den Hund (mit mir zusammen!) im Schlafzimmer einsperre, wenn die Kids mal aufs Klo müssen oder sich was aus der Küche holen wollen.
Habt ihr Tipps für mich?
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Hallo,
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Was man so liest, liest sich nach einem extremst gestressten Hund. Der weiß nicht was Sache ist, ist erst seit ein paar Tagen in einer völlig fremden Umgebung, nachdem er mindestens 3 Mal schon eine Umgebung in die er sich eingewöhnt hat verlassen musste und wird zum allen Überfluss von heut auf morgen auch noch allein gelassen.
Der Hund ist überfordert, gestresst und führungslos und dadurch unsicher. Ihr müsst jetzt erstmal Ruhe reinbekommen, der Hund muss Ruhe finden und vorallem könnt ihr ihn nicht so einfach mal für 2 Stunden alleine lassen. Der Hund muss erstmal wieder Sicherheit gewinnen und lernen, dass er nun bei euch lebt und mit euch lebt. Ihr seid alle noch fremd für ihn.Es ist keine schöne Situation für euch und auch nicht für ihn. Habt ihr einen festen Platz für ihn an den er sich zurück ziehen kann?
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Ja, er hat sein Körbchen und seine Spielsachen, Näpfe + Futter und Leinen aus der Pflegestelle mitbekommen, also alles Sachen, die er kennt.
Morgen und Übermorgen ist immer jemand da, am Freitag muss ich nochmal für 2 Stunden zur Arbeit und dann ist ja Wochenende, da sind wir auch wieder alle da. -
Hallo!
Ist das euer erster Hund? Es liest sich nicht so, als hättet ihr viel Erfahrung im Lesen und im Umgang von Hunden. Vielleicht wäre es für euch eine große Hilfe wenn ein guter Trainer zu euch ins Haus kommt, sich den Hund, euch und dem Umgang mit dem Hund anssieht und euch ganz konkrete Tipps gibt.
Ich denke, ich würde an deiner Stelle noch heute bei einem oder mehreren Trainern anrufen (wenn du sagts wo duu einen Trainer suchst bekommst du sicher hier Tipps) die Situation schildern und einen sehr (!) zeitnahen Termin machen.Podencos sind in Russland eher selten
, ich denke nicht, dass es ein Podenco-Mix sein kann. -
Liebe Bettina,
wenn ich es richtig verstehe, dann ist Darko jetzt erst seit 3 (!) Tagen bei dir. Hinzu kommt, dass er in seinem kurzen Leben schon so viel hinter sich hat.
...und ob jede Erfahrung mit Mensch oder Hund so positiv für ihn war sei dahingestellt....Mein Tip: überfordere ihn nicht. Als mein Hund Burli 6 Monate alt war, hat er noch ein sehr beschauliches Leben geführt. Nach einem ca. einstündigen Spaziergang am Vormittag hat er eigentlich danach schon gut 3 Stunden auf der Couch verbracht und was draußen vor sich ging hat ihn nicht die Bohne interessiert.
...Er ist ein Dobermann, also ein eher temperamentvoller Zeitgenosse.Im Kies rumtoben: Macht riesen Spass, weil es lustige Geräuche macht. dann lass ihm den Spass, der tut sich nicht weh, Darko ist ein großer Hund.
Anspringen bei begrüßung und halb ausrasten: Reine Freude weil er ja so schrecklich lang allein war.
Wichtig ist aus meiner Sicht, der Bub muss erstmal heimisch werden und vertrautheit in der neuen Umgebung finden. Ihm hat ja keiner gesagt, dass er ab jetzt bei euch zu hause ist. Für ihn war das nur schon wieder eine Veränderung und schon wieder neue Menschen. Lass ihn jetzt nur allein, wenn er
1. Ausgelastet, satt und müde ist
2. Schon eingeschlafen ist...sonst gibst du nur Nährboden für Verlassensängste. Du schickst dein Kind ja auch nicht mit leerem Magen und ohne Küsschen ins Bett.... zumindest ist das vergleichbar.
Wichtig ist Ruhe, Ruhe, Ruhe und Souveränität in jeder Lebenslage. Wenn er nach draußen bellt, dann zieh einfach die Jalousie zu. Wenn er andere Leute anknurrt oder -bellt, dann geh in die andere richtung, damit er nicht in sein "gewohntes" Muster fällt. Hab stets Beißwurst, Leckerli oder Ball etc. mit dir beim Spazierengehen dabei und beschäftige dich so intensiv wie möglich mit ihm bei den Spaziergängen. Aber: ohne Druck, Stress und Zwang, du willst ja eine positive Bindung zu deinem neuen Familienmitglied.
..hoffe ich konnte dir etwas helfen...
LG
Alexandra -
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Hallo lillameja, der Tierarzt sagte uns das mit dem Podenco (habe gerade Fotos hochgeladen, kannst ja mal schauen).
Mein Mann hatte 14 Jahre lang einen Hund (vom Welpen bis zu seinem Tod im Dezember 2011). Er hat also schon Erfahrung. Ich habe den Hund leider nur seine letzten 2 Lebensjahre miterlebt, aber da war er ja quasi schon ein Ur-Opa und das ist natürlich kein Vergleich zu Darko.
Ich wohne in 64293 Darmstadt.Hallo Alexandra,
danke für deine vielen Tipps. Ich werde das jetzt beim Gassi gehen gleich mal ausprobieren

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Nun also denn.
ZitatAmfangs hat er nur geknurrt, wenn Leute durchs Treppenhaus gelaufen sind und beim Gassi gehen nur bei einigen Leuten (hauptsächlich bei älteren Männern).
Das ist schon ein Zeichen von großer Unsicherheit. Der Hund weiß ja nicht, dass er sich auf euch verlassen kann und ihr für ihn da seid. Also wird vorsorglich schon mal geknurrt. Das ist etwas, dass wenn nicht ungewollt bestärkt weggeht, wenn er bei euch angekommen ist.ZitatGestern hat es soweit auch noch gut geklappt, er hat zwar ein paar Leute angebellt, aber hat dann immer gleich auf "aus!" gehört.
Das ist gut, denk nur dran, dass du dabei ruhig bleibst und das Kommando bei Befolgung auch noch mit Lob verstärkt werden sollte. Du sagst Aus, er hört und du bestätigst es mit einem freundlichen Wort.ZitatHeute morgen war ich dann mal für 2 Stunden außer Haus. Die Nachbarin sagt, er hätte die ganze Zeit gejault und gebellt. Als ich dann kam, ist er völlig ausgetickt, ist an mir hochgesprungen und hat auch nach meiner Hand geknapst. Ein paar Pippitröpfchen kamen auch. Er hat auch nicht auf "aus" oder "nein" gehört, "sitz" hat erst nach 5 oder 6 mal sagen funktioniert.
Einen Hund von jetzt auf gleich so lange alleine lassen ist keine gute Idee (wie du erfahren musstest). Alles was der Hund weiß ist, dass du gehst und damit wegbist. Das du wieder kommst weiß er nicht (woher auch?) und von daher kann er schon in eine ziemlich heftige Panik verfallen. Noch hat sich diese nur in Bellen und Jaulen geäussert, es gibt aber auch Hunde, die dir die Inneneinrichtung zerlegen.
Das Springen, Pipi machen und nach der Hand schnappen sind Zeichen von sehr hohem Stress, was du mit den Kommandos noch verstärkt hast. Ich nehme an, dass du bei jedem Mal unbewusst lauter geworden bist oder gestresster geklungen hast. Und wie du gemerkt hast: Wenn der Hund einen so hohen Stresslevel hat, kommt in seinem Hirn eh nichts mehr an. Dann lieber den Hund erstmal links liegen lassen und gar nicht auf ihn eingehen, bis er wieder runtergekommen ist und zugänglich ist.ZitatSeitdem bellt er jeden an. Er bellt sogar durchs geklappte Küchenfenster die Leute auf der Straße an. Als meine Töchter (15) aus der Schule kamen, hat er sie auch angeknurrt. Wenn sie in ihrem Zimmer sind, ist es gut. Aber sobald sie in die Küche oder ins Wohnzimmer gehen, knurrt und bellt er sie an.
Als wir Gassi waren, hat er auch alle Leute angebellt und angeknurrt. An einem Parkplatz mit Kies ist er total ausgetickt und hin.- und hergerannt, dass ich Angst hatte, er verletzt sich an der Leine!
Zu allem Überfluss spielen heute schon den ganzen Mittag Kinder im Hof, ich musste jetzt das Fenster schliessen, da er nur noch knurrend unterm Fenster saß.
Als die Post geklingelt hat, ist er auch wieder ausgetickt, habe ihn dann ins Schlafzimmer gesperrt damit ich die Tür aufmachen konnte. Waren nicht mal 2 Minuten aber er hat gleich wieder gejault und gebellt und danach ist er wieder total aufgedreht und an mir hochgesprungen und hat kaum gehört.
Stress Stress Stress. Der Hund ist nicht generell gegen diese Leute, sondern er weiß einfach nicht mehr wohin er gehört und was als nächstes passiert.
ZitatJa, er hat sein Körbchen und seine Spielsachen, Näpfe + Futter und Leinen aus der Pflegestelle mitbekommen, also alles Sachen, die er kennt.
Stellt den Korb an eine ruhige Stelle im Wohnzimmer und bringt dem Hund bei, sich in dieses Körbchen zu legen auf Kommando. Und das alles gaaaaanz ruhig und ohne Stress. Immer wieder auf den Platz führen und das Kommando aufsagen (Auf dein Platz oder ähnliches) und es mit ihm üben. Er soll lernen, dass er auf seinem Platz liegen bleibt und sich entspannen kann und das er nicht die gesamte Wohnung überwachen muss. Das dauert etwas und ist auch schon mal nervig, aber es ist gut, wenn der Hund es erstmal geschnallt hat.ZitatMorgen und Übermorgen ist immer jemand da, am Freitag muss ich nochmal für 2 Stunden zur Arbeit und dann ist ja Wochenende, da sind wir auch wieder alle da.
Dem Hund ist es egal wer wann da ist und wie viele da sind. Für ihn zählt es im Moment des Alleine bleibens nur, dass niemand da ist und das er nicht weiß, dass auch jemand wieder kommt. Das Alleine bleiben muss vorsichtig aufgebaut werden, oder ihr habt für den Rest seines Lebens einen Hund der es nicht kann und sich Ventile für seine Angst und den Frust suchen wird. Sei es Bellen und Jaulen (bis euch die Nachbarn anschwärzen) oder zerstören der Inneneinrichtung. Und dazu einen Hund der permanent unter Stress steht.
Wenn es also nicht anders geht, sucht ihm für Freitag jemanden, der auf ihn die 2 Stunden aufpasst.ZitatVielleicht wäre es für euch eine große Hilfe wenn ein guter Trainer zu euch ins Haus kommt, sich den Hund, euch und dem Umgang mit dem Hund anssieht und euch ganz konkrete Tipps gibt.
Der Meinung bin ich auch. -
Hab mir gerade die Bilder angesehen und Podenco sehe ich nicht.
Schäferhund schon. Podencos sind in Moskau nicht so anzutreffen, vondaher ist die Chance das einer drin ist eher gering. Ich weiß auch nicht woran der Tierarzt das festgemacht haben will, dass ein Podenco drin steckt? 
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Ist ja echt ein süßer Kerle! Wie groß ist er denn schon?
Ich finde den Podenco eben wegen des Herkunftslandes völlig unlogisch, ich denke mal der Tierarzt hat von den Riesenlauschern darauf geschlossen.
Ich habe ja selber so nen Mixmix, Rassen raten macht aber immer wieder Spaß, irgendwie wüsste man doch zu gerne was alles mitgemixt hat.Ich persönlich finde es krass, wenn sich deine Kinder nicht mehr aus ihrem Zimmer trauen, das wäre der Punkt wo ich mir einen Experten ins Haus holen würde. Manchmal hilft einem schon eine Stunde richtig weiter.
Leider komme ich aus einer ganz anderen Ecke von D, aber vielleicht kennt jemand hier im Forum gute Trainer in Darmstadt?
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dann viel Spaß

keine Sorge der beruhigt sich schon.
Burli war zum Glück nie ein Leinenpöbler, aber er ist nunmal auch anders aufgewachsen.
Bei uns im Ort ist auch ein 7 Monate alter Rüde, von dem sich mein Hund immer fürchterlich anknurren und -bellen lassen muss.
Burli ist glücklicherweise einer, den das vollkommen kalt lässt und außerdem nimmt er den Halbstarken Jungspund gar nicht wirklich für voll.Das kommt auch hinzu dass dein Darko mitten in der Pubertät steckt. Der macht schon auch ein bisschen den dicken Max. Aber wie gesagt, der Junge soll auf dich schauen und nicht auf die anderen und das erreichst du indem du dich mit ihm beschäftigst.
Lass ihn vor allen Dingen jetzt nur an der Schleppleine zum "freilaufen"....Die Bindung zwischen euch besteht noch nicht und du weißt nicht wie zuverlässig er sich rufen lässt.
und ganz nebenbei lernt er so auch, dass es da lang geht wo du hingehst.... - Vor einem Moment
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