Beginnende Pubertät schon mit 17 Wochen???

  • Halli hallo ihr Lieben,

    ich brauche mal wieder eure Hilfe bzw. eher euren guten Rat und eventuell Erfahrungsberichte...

    Es geht wie immer um meine Lucy, brauner Labbi. Morgen wird sie 18 Wochen alt und macht mir seit 3-4 Tagen etwas Sorgen.
    Ich hab sie mit 10 Wochen von der Züchterin abgeholt, sie war die Erstgeborene ihres Wurfes und (angeblich) die Ruhigste. Naja...wenn sie schläft vielleicht :lol:
    Sie hatte von Anfang an ein sehr ausgeglichenes Gemüt, hat schnell gelernt, sich bei mir an Regeln zu halten, vor allem was Ruhe in der Wohnung angeht. Draußen zeigte sie sich stets mutig, lernbegierig und neugierig, sie will einfach die Welt entdecken - und das am Besten an einem Tag^^.
    Kurz: ein Traum von einem Welpen.

    Nun dachte ich ja immer, die Welpenzeit geht ca. bis zur 20.Woche und danach würde man erst von einem Junghund reden. Nunja, sie ist da vielleicht etwas frühreifer als andere. Ihr Zahnwechsel begann z.B. auch schon zum Ende der 13.Woche und macht ihr auch gerne mal etwas zu schaffen.

    Seit sie 11 Wochen alt ist, gehe ich mit ihr jeden Sonntag in die Welpenspielgruppe. Sie liebt das Toben mit anderen Hunden abgöttisch und war diese Sonntag gaaaaanz unglücklich, dass wir schon in den Junghundkurs wechseln sollten und da eben das Spielen nur noch zweitrangig war. Allerdings hatte sie dort viele ihrer "älteren" Freunde wiedergetroffen und es wurde trotzdem viel gespielt. Sie hat sich dort auch prima gemacht, alle Übungen ordentlich befolgt. Ich war stolz wie Oskar - ist ja klar^^

    So, nun zum eigentlichen "Problem", wenn man das so nennen kann: seit ein paar Tagen verhält sie sich merkwürdig. Ich nenn hier mal 3 Punkte, die neu sind:

    1. War sie sonst total Hundeverrückt und wollte zu JEDEM hin, so traut sie sich das plötzlich nicht mehr.
    Vorhin waren wir z.B. draußen und es kam ein Mann mit 2 kleinen Terriern an. Ich kannte ihn und die Hunde, auch wenn Lucy noch nicht mit ihnen gespielt hatte und ließ die 3 mal zusammenkommen, alle ohne Leine. Lucy lief erst noch fröhlich hin und der eine Terrier (ein besonders verspieltes Exemplar) wollte mit gleich Fangen spielen und rannte hinter lucy her. Er hat sie nicht mal berührt, trotzdem rannte sie laut fiepend vor ihm weg, Schwanz eingezogen, Ohren nach hinten. Der Terrier ließ von alleine ab, weil er das Ganze glaub ich selbst nicht verstand und Lucy saß ängstlich da. So kenne ich sie gar nicht. Normalerweise ist sie allen Hunden zu anstrengend, bellt andere an, wenn die nicht mit ihr spielen wollen und jetzt das. Letzte Woche tobte sie noch mit einem anderen Terrier fröhlich über den Rasen. Und heute???
    Sie hat auch defintiv keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht. Ich geh ja wie gesagt von Anfang an wöchentlich mit ihr zur Welpengruppe und da läuft alles prima. Mir wurde dort sogar gesagt, sie hätte ordentlich Hummeln im Hintern und würde gerne "pöbeln". So sah mir das heute nicht mehr aus.
    Auch sonst setzt sie sich neuerdings nur noch hin und beobachtet andere Hunde, nix mehr mit hinzerren oder Ähnlichem.

    2. War sie sonst draußen entspannt, ist sie jetzt immer angespannt und zuckt sofort zusammen, wenn sie einen Hund in der Ferne bellen hört (diesen aber nicht sieht) oder wenn ein Mensch hustet oder niest, wenn er auf dem Balkon steht und wir auf dem Gehweg am Haus vorbeilaufen.
    Bei anderen Geräuschen ist das übrigens nicht so: fahrende Autos, Feuerwerk jetzt zur EM, Gewitter, Bohrmaschinen, Kindergeschrei am Spielplatz oder generell Horden von Kinder, die sich gerne auf sie stürzen - das alles stört sie überhaupt nicht, aber wenn irgendein "Lebewesen" (meist Mensch oder Hund) ein Geräusch macht(außer Sprechen), aber niemand zu sehen ist, legt sie die Ohren an und schaut angespannt in diese Richtung. Ganz besonders schlimm ist es im abends in der Dunkelheit.

    Außerdem macht sie neuerdings ein Drama um ihr Geschäft: sie war ja nach knapp 3 Wochen zuverlässig stubenrein (außer Madame hat meinen Badezimmerteppich gesichtet :headbash: ) und erledigte ihre Geschäfte fein nacheinander in nicht mal 3 Minuten. Jetzt wird wirklich jeder Quadratmillimeter Rasen abgeschnüffelt (sie hat einen festen Pipi-Platz), sie interessiert sich plötzlich für sämtliche Hinterlassenschaften anderer Hunde (egal ob Kot oder Urin), kann sich gar nicht auf ihr Geschäft konzentrieren. Manchmal hockt sie sich schon hin, schnüffelt nebenbei in die Luft, kriegt dann nen Rappel, steht wieder auf und sucht nach einer anderen Stelle. Das Ganze zieht sich manchmal ganze 10 Minuten hin, bis ich dann aufgebe und mit ihr zu einer anderen Rasenstelle gehe. Dort geht das Spiel aber gerne mal wieder von vorne los :muede:
    Das nervt natürlich gerade dann, wenn ich früh morgens um 5:30Uhr mit ihr unten stehe und wieder hoch muss, um mich zur Arbeit fertig zu machen. Meist geh ich dann wieder hoch und sie hat eben nix gemacht. In die Wohnung pieselt sie trotzdem nicht, selbst wenn die Blase scheinbar voll ist. Immerhin^^.

    Tja, liegt das nun daran, dass mein Baby langsam in die Pubertät kommt???
    Hab mich heute im im Netz schlau gemacht und gelesen, dass Hunde im 5./6.Monat nochmal eine zweite Angstphase durchmachen, aber sie ist ja erst 4,5 Monate alt.
    Wie gesagt, ich kann ausschließen, dass irgendwas vorgefallen ist, da ich 24h am Tag mit ihr zusammen bin und wir nur getrennt sind, wenn ich mal arbeiten muss (Studentenjob). Aber in der Zeit passt meine Mutter auf sie auf und die geht mit ihr nur zum Pipi machen raus und lässt sie gar nicht von der Leine oder zu anderen Hunden - klar, Lucy nimmt meine Mum auch nicht für voll :lol: Sie hat's nicht so mit dem Verständnis für Hunde...

    Wäre toll, wenn jemand Rat wüsste und bis zum Ende meines Romanes durchgehalten hat :hilfe:

  • Jeder Hund ist anders!
    Unser fing auch mit bereits 4 Monaten an zu fremdeln, was sich aber immer mehr legt.
    Ich kenne das aber von unserem und dem anderen Junghund, dass von jetzt auf gleich Hundebellen nicht mehr "jaaaaa Hunde" sondern "oh nein Hunde" bedeutet. Mach dir keine Sorgen und führ sie weiterhin an diese alltäglichen Dinge heran :-)

  • Das mit dem Schnuffeln kenn ich auch... Zwar etwas später, aber ja. Wie gesagt, der eine ist schneller, der andere langsamer in seiner Entwicklung. Wenn dies große Ausmaße annimmt, könntest du den Schilddrüsenwert mal kontrollieren lassen, oft sind Symptome einer Unterfunktion Unsicherheit. Aber vorerst spricht alles dafür, dass dein Hund etwas schneller ist als andere.

  • Ich würde mir da keine Sorgen machen und von pubertät kann auch noch nicht die Rede sein. Im Laufe des ersten Jahres macht der Hund mehrere Phasen durch.In dem Alter manche auch schon etwas früher machen viele Welpen eine erste Angstphase durch in der sie fremdeln und etwas unsicher wirken.

    Das wird dir in den nächsten Monat immer wieder über den Weg laufen.

    Mein Jungspund ist jetzt 8 Monate alt und hat immer wieder Angst-Unsicherheitsphasen gehabt,fremdelte immer mal wieder.Diese Phasen waren aber nur von kurzer Dauer,sprich ein paar Wochen und dann war alles wieder gut.

    Mit der Stubenunreinheit ist es das selbe.,zumindestens bei uns. Phasenweise hatten wir immer mal wieder damit zu kämpfen,hat sich aber immer recht schnell gelegt. Kindern passiert es ja auch hin und wieder das sie doch noch mal in die Hose machen obwohl sie aus dem Windelalter raus sind.

  • Danke erstmal für eure Antworten. Das beruhigt mich ja etwas.
    Eben waren wir nochmal unten und es war alles wieder normal. Schnell das Geschäft erledigt, mit 2 Hunden gespielt, die sie aber kennt (scheinbar hat sie neuerdings ein bissl Probleme mit "Fremden" ;-) )
    Sie hat zwar wieder wie ne Wilde geschnüffelt, aber da sie ihr Geschäft ja schon erledigt hatte, musste ich mir das nicht lange anschauen.
    Naja, vielleicht gehen mit Madame manchmal die Hormone durch. Oder der Zahnwechsel verwirrt ihre Sinne ;-)

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