Immer wieder Durchfall!
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Liebe Foris,
ich habe ein Problem mit meiner Havaneserhündin (5 Monate). Seit etwa 3 Wochen hat sie immer wieder Durchfall.
Wir waren bei meinen Eltern und nachts ging es los. Die nächsten Tage gab ich ihr Schonkost und es wurde besser. Ich war davon ausgegangen, das sie irgendwas gefressen hatte, wir waren kurz in einem Chinese Take-Away gewesen, und ich dachte, vielleicht hat sie was vom Boden erwischt.Sie bekam wieder ihr normales Futter und am folgenden WE hatte sie wieder Durchfall und erbrach sich morgens (entweder nur Galle oder nach dem Frühstück ihr Futter, was sie dann aber sofort wieder auffraß). Ich bin also zur Ärztin gefahren, mein erster Verdacht war Würmer, also hab ich eine Kotprobe mitgebracht. Ärztin meinte, das kann immer noch die Magenverstimmung sein. Sie bekam wieder Schonkost, bis zum WE, dann wieder ihr normales Futter und prompt hatte sie morgens wieder Durchfall und erbrach.
Die Kotprobe war negativ, also war ich gestern wieder beim Arzt um einen Allergietest machen zu lassen (Ergebnis liegt morgen vor). Ich gehe davon aus, dass sie auf etwas aus ihrem Trockenfutter reagiert (Eukanuba, nicht das Beste, ich weiß, aber ich habs von der Züchterin übernommen, und wollte erst nach der ersten Packung auf Granatapet wechseln. Außerdem hat Hundi das Futter immer gut vertragen.) also habe ich ihr gestern Rinti Feinest gefüttert (das kriegt sie normalerweise zusätzlich zum TroFu), und zwar Lamm und Kartoffeln. Ich war immer davon ausgegagen, dass sie das Nassfutter gut verträgt, aber heut Nacht hat sie schon wieder dunklen, breiigen Kot abgesetzt (im Haus! Sie ist zwar noch nicht 100% stubenrein, aber Häufchen macht sie wirklich nur wenns nicht anders geht, bin halt zu spät aufgewacht).Das heißt ja, dass sie das Futter auch nicht verträgt, oder? Heute früh wieder alles in Ordnung und normal, ich habe ihr jetzt Rinti Huhn verfüttert, weil das verträgt sie sicher (kriegt ja auch in der Schonkost immer Hühnchen).
Ich weiß, dass der Allergietest noch nicht da ist, aber hat irgendwer von euch eine Idee, was es sonst sein könnte? Weil, wie gesagt, Lamm hat sie bis jetzt super vertragen, ich hatte ja eher auf das Getreide im Eukanuba getippt.Meine Idee wäre vielleicht Stress. Ich spiele Theater und sie kommt immer zu allen Proben mit (die entweder von 10.00-16.00 oder abends sind). Sie schläft eigentlich immer neben der Bühne. Bei Aufführungen oder Abendproben schläft sie in einem ruhigen Raum. Allerdings muss ich sie halt dann um 22.00 wecken, damit wir heimfahren.
ABER sie macht das von Anfang an mit. Zu ihrer ersten Probe habe ich sie 2 Wochen nachdem sie bei mir war mitgenommen, sie ist es also gewöhnt, und hatte davor nie Probleme damit. Ich kann es mit eigentlich nicht vorstellen, aber mir gehen langsam die Ideen aus, der Hund hat ständig Durchfall - ich will garnicht zählen wie oft sie die letzten zwei Wochen ins Haus gemacht hat, für die Reinlichkeitserziehung ist das ja auch nix, oder?Ist jetzt ziemlich lang geworden, sorry, ich hoffe aber sehr Ihr könnt mir helfen!
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Hallo,
hast du hier Immer wieder Durchfall! schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Wurde mal auf Giardien untersucht ?
Bei einer Kotprobe auf Würmer, wird das oftmals nicht mit untersucht / bzw. festgestellt. -
Ja, wurde auf ALLES untersucht, ich hab extra auch gesagt auf Giardien. Deshalb bin ich auch so ratlos, das war mein erster Verdacht...
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Hm
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Leber - Pancreas - Nierenwerte auch ? -
Ich habe selber einen solch empfindlichen Hund. Die Allergietests sind nur bedingt aussagekräftig - am besten kannst Du durch eine Ausschlussdiät herausfinden, was Deinem Hund bekommt (schau mal im Unterforum Futter). Beispiel: Beim Allergietest war "Ente" jeweils mit "0" deklariert - Lemmy hat trotzdem mit heftigem Durchfall auf Entenfleisch reagiert.
Vorausgesetzt natürlich, dass andere körperliche Ursachen ausgeschossen wurden.
Ich habe ihn schlussendlich auf ein Diätfutter umgestellt (Lupovet IBDerma). Seither ist er relativ stabil.
Ich würde zunächst eine Ausschlussfütterung durchführen, Anleitungen hierzu findest du hier im Forum zuhauf.

Ach ja: Schonkost ist auch nicht für jeden Hund Schonkost! Mein Hund z.B. verträgt überhaupt keinen Reis, Hühnchen in Maßen...
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Zitat
Hm
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Leber - Pancreas - Nierenwerte auch ?Nein, das nicht. Blut wurde nur für den Allergietest genommen. Was sind denn für Symptome, wenn sie solche Probleme hätte? Ich hatte schon überlegt auch ein Blutbild machen zu lassen, aber irgendwie "hoffe" ich noch, dass es wirklich eine Futterunverträglichkeit ist.
Luna: Schonkost verträgt sie super! Ich plane auch für sie zu kochen, allerdings nicht bevor sie nicht ein Jahr alt ist, bis dahin brauche ich eben ein Futter, dass sie verträgt....
Mir ist grad eingefallen, dass sie gestern auch Känguruh-Trockenfleisch bekommen hat, vllt wars das. Vorhin hat sie ein Minihäuflein gemacht und da war die Konsistenz i.O. (war halt sehr dunkel, aber ich denke dass ist kein Problem).
Kochst du bei einer Ausschlussdiät selbst? Oder gibst du Dosen? (Die von Rinti sind ja pur Fleisch mit Gemüse...) -
Durchfall, Erbrechen können auch Hinweise auf Probleme mit Bauchspeicheldrüse, Nieren oder Leber sein.
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Zitat
Nein, das nicht. Blut wurde nur für den Allergietest genommen. Was sind denn für Symptome, wenn sie solche Probleme hätte? Ich hatte schon überlegt auch ein Blutbild machen zu lassen, aber irgendwie "hoffe" ich noch, dass es wirklich eine Futterunverträglichkeit ist.
Luna: Schonkost verträgt sie super! Ich plane auch für sie zu kochen, allerdings nicht bevor sie nicht ein Jahr alt ist, bis dahin brauche ich eben ein Futter, dass sie verträgt....
Mir ist grad eingefallen, dass sie gestern auch Känguruh-Trockenfleisch bekommen hat, vllt wars das. Vorhin hat sie ein Minihäuflein gemacht und da war die Konsistenz i.O. (war halt sehr dunkel, aber ich denke dass ist kein Problem).
Kochst du bei einer Ausschlussdiät selbst? Oder gibst du Dosen? (Die von Rinti sind ja pur Fleisch mit Gemüse...)Bei einer Ausschlussdiät solltest Du 1 bis maximal 2 Futterbestandteile (meist Kohlehydrat- und Proteinanteil) füttern. Zum Beispiel als Proteinquelle Pute, Pferd, Wild o.ä. Ein klein wenig kannst Du Dich am Allergietest orientieren, wenn z.B. beide Reaktionsklassen 5 sind, kannst Du schon davon ausgehen, dass das mit diesen Fleischsorten nicht so hinhaut.
Dasselbe bei der Kohlehydratquelle (Kartoffeln, Reis, ich hatte bei Lemmy Quinoa probiert. Es gibt aber auch noch Süßkartoffel(mehl), Hirse und so weiter).
Ich würde jeden Bestandteil mindestens 4-6 Wochen testen, bis ich einigermaßen davon ausgehen kann, dass der Hund diese verträgt.
Mit der Zeit kannst (und solltest) Du dann den Ernährungsplan soweit ausweiten, dass sie den Bedürfnissen des Hundes entsprechen (also dass er alle Nährstolle bekommt, die er benötigt).
Ich kenne auch ein paar Leute, die diese Ausschlussdiät mit Dosenfleisch hinbekommen haben, allerdings wäre ich da immer vorsichtig, weil in vielen Dosen halt nicht das reine Fleisch enthalten ist, oft auch Verdickungsmittel o.ä.
Hier im Forum findest Du ne Menge Lesestoff dazu!

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Ach, mir fällt ein, dass ich ja mal selber einen Thread zu diesem Thema eröffnet habe, da wusste ich auch noch gar nicht Bescheid und war total planlos. Vielleicht hilft er Dir ja weiter.
Ein wichtiges Zitat von Chris2406 poste ich hier mal, das allein enthält schon so viele tolle Infos:
ZitatAlles anzeigenHallo,
was mir auffällt bei der Fütterung Deines Hundes bisher: dass Du noch keine wirkliche Ausschluss-Diät angefangen hast, sondern (durchaus verständlich, aber eben nicht immer hilfreich) Du momentan zu sehr bemüht bist, den Hund möglichst sofort mit allem zu versorgen, was er futtertechnisch so braucht.Nur - so wird das eher nichts.
Die Allergietests aus dem Labor können leider nur eine grobe Hilfestellung sein - die unterschiedlichen Reaktionsklassen gehen nicht unbedingt konform mit der tatsächlich auftretenden allergischen Reaktion, weder in Sachen auf was, noch in Sachen wie stark die allergische Reaktion ausfällt.
Meine TÄ hat es mir so erklärt: Die Allergietests aus dem Labor für den Hund sagen nur aus, dass der Hund eine gewisse AllergieBEREITSCHAFT für das getestete Futtermittel mitbringt.
Hilfreich sind diese Tests dahingehend, dass man grad am Anfang einer Allergiker-Karriere alles meiden sollte, was irgendwie auffällig getestet wurde.
Bei Laboklin z. B. gibt es einen erweiterten Futtermitteltest, in dem Exoten mit drin sind (Hirsch, Pferd, Strauss, Hirse, etc. )Wenn Du JETZT zuverlässig weisst, dass Dein Hund Fisch z. B. verträgt, spricht überhaupt nichts dagegen, zunächst einfach mal mit dieser einen Fleischquelle anzufangen. Das soll ja nicht das einzige Futter für alle Ewigkeit bleiben, sondern der geplagte Organismus muss erst einmal zur Ruhe kommen.
Also - nur 1 Fleischsorte.
Dazu gibt man bei der Ausschlussdiät eine Kohlenhydratquelle, die der Hund noch nie hatte. Bei Hunden mit unbekannter Vorgeschichte ist das schwierig. Da nutzt man dann "exotischere" Quellen, eben z. B. die Hirse - Bio-Hirseflocken von Lunderland (normale Hirsekörner kommen im Ganzen hinten wieder raus...) oder Bio-Hirse, die man daheim durch die Getreidemühle scheucht und dann kocht.
Und dann erst mal gar nichts anderes. Kein Leckerchen (da dann halt Fisch nutzen), keine Zusätze, kein Öl, kein Gemüse.
Das hat ein wenig Zeit. Der Hund wird nicht sofort in ein Versorgungsdefizit verfallen...Dazu gibt es ein Futter-Tagebuch - in dem steht, wann man was, wieviel gefüttert hat, der aktuelle Ist-Status des Hundes (Juckreiz, Kotbeschaffenheit, Bauchgluckern, Augentränen, Hautzustand) und vielleicht noch andere Besonderheiten (bei multi-Allergikern z. B. Wetter, Pollenflug, Art und Ort der Spaziergänge, etc.)
Und dann wartet man erst mal so lange ab, bis der Hund den "Sollzustand" eines möglichst beschwerdefreien Hundes erreicht hat, sprich, die Hautveränderungen weg sind, der Juckreiz weg ist, was auch immer der Hund an Symptomen zeigt.
Ganz "klassisch" würde man dann zunächst noch einen Provokationstest machen, indem man für kurze Zeit das alte Futter gibt und darauf wartet, dass die Symptome sich wieder zeigen, aber meist braucht man das nicht, wenn der Verdacht auf allergisches Geschehen sehr dringlich ist. Dann muss man das weder dem Hund, noch sich selbst antun.
Und DANN ERST fängt man an, ganz allmählich jeweils EINE EINZIGE Futterkomponente hinzuzugeben.
Also nix mit Gemüse-Flocken-Mix, der zig Zutaten enthalten kann!Eine einzige Zutat, möglichst in Bio-Qualität. Und die über einen Zeitraum von 1 Woche in durchaus größeren Mengen als normal mitfüttern, das Futtertagebuch aktuell halten und auf jegliche Veränderung beim Hund achten.
Viele Hunde reagieren sehr schnell - da genügt ca. 1 Woche zum Testen, andere reagieren erst verzögert, da brauchts länger. Das muss man ausprobieren.Reagiert der Hund, kommt diese Komponente auf die Negativ-Liste, sie wird gestrichen, wieder zurück auf die bisher vertragene Futterzusammensetzung und die so lange ohne weitere Versuche geben, bis der Hund wieder symptomfrei ist.
Und so geht das immer weiter - man sammelt allmählich diesem Hund verträgliche Futtermittel zusammen.
Bloss nicht irgendwelche "Mixe" nutzen - ausser es sind nach einiger Zeit Testen Mixe, die tatsächlich nur aus vertragenen Zutaten bestehen.
Bei Hunden, wo man für die einzelnen Testungen längere Zeit benötigt, weil sie erst verzögert reagieren und dann meist auch länger brauchen, bis sie wieder beim symptomfreien Zustand sind, bietet es sich an, recht bald eine Vitamin-Mineral-Mischung zu testen, die auf Füllstoffe wie Maisstärke und was auch immer verzichtet. So etwas wäre z. B. das Vitamin-Optimix Senisitive vom Futtermedicus.
Nur in diesen sehr kleinen Schritten kommt man mit einem hochgradigen Allergiker wirklich zum Erfolg.
LG, Chris
Den ganzen Thread findest Du hier:
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Zu dem Giardientest, der ja von deinem TA gemacht wurde, wollte ich noch anmerken, dass es da mit einer! Stuhlprobe nicht getan ist, da solltest du mehrere sammeln.
Nicht mit jeder Ausscheidung sind nämlich Giardien nachweisbar.
LG Britta
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