Tierarzttraining / Zwangslagen

  • Hallöchen!

    Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Rubrik ist, aber ich versuchs mal.

    Guinness ist ein 3jähriger kastrierter Rüde, der schon immer massive Probleme damit hat, z.B. festgehalten zu werden.

    Ich hab ihn mit 10 Wochen bekommen und die Züchterin war jetzt nicht ganz das Gelbe vom Ei - ich hab lange gebraucht, ihm die Panik vor Berührungen rund um die Schnauze zu nehmen, so hatte die gute Frau ihn damals "erzogen". Er mag es weiterhin nicht, entzieht sich, aber schnappt nicht mehr wild um sich.

    Was allerdings blieb: Noch viel weniger kann er es ab, wenn man ihn in Seiten- oder Rückenlage bringen will. Er ist absolut gesund und dreht sich beim Kraulen (von mir) regelmäßig komplett auf den Rücken, da gibt es kein gesundheitliches Problem. In der Welpenschule damals wollte man von uns, dass man den Hund spielerisch auf den Rücken dreht und kurz festhält... Schon da hat er in heller Panik komplett rücksichtslos und ernsthaft um sich gebissen - nicht nur bei mir. :/

    Jetzt beeinträchtigt uns das im Alltag nicht... Aber einmal hatten wir die Situation beim TA, die eine Pfote seitlich im Liegen versorgen wollte. Was soll ich sagen? Es lag ein von 4 Leuten fixierter Hund mit Maulkorb auf dem Tisch, der vor Panik gepinkelt und gekackt hat. Das hab ich ihm nicht mehr angetan - die nächste Ärztin hat ihn einfach im Sitzen Pfötchen geben lassen und alles war gut.

    Aber das kann's ja nicht sein... Die Tage kam ich an meine Grenze, weil er neben dem Hodensack eine Zecke hatte. Ich darf inspizieren und kraulen, aber niemals nicht den Hund drehen oder auf dem Rücken liegend festhalten. Er flüchtet und hat Panik, auch in sehr ruhiger Atmosphäre und mit Zeit. Ich bestätige fleißig, wenn er mal ruhig hält und nicht mehr gegenarbeitet... Aber es bringt nichts, er ist sofort im Stress. Beißen tut er nicht mehr, aber irgendwann nimmt er meine Hand durchaus ins Maul, wenn ich ihn festhalte.
    Leider verweigerte er bisher auch jeden Versuch, ein Rollen zu erlernen... Das hätte man ja ausbauen können. :sad2:

    Habt ihr irgendwelche Ideen?
    Muss ich meinen Hund in Zukunft immer sedieren lassen, wenn eine Seitenlage nötig ist? :hilfe:
    Und wenn schon nicht in der Stresssituation Tierarzt - aber wie übe ich das vernünftig wenigstens zuhause?

    Danke für Eure Tipps!

  • In dem Fall mit der Zecke würde ich meinen Hund Männchen machen lassen und die Vorderpfoten stützen. Dann kann eine andere Person die Zecke an der Unterseite entfernen. So muss der Hund nicht in die ungeliebte Rückenlage.

  • Huhu,

    also mit Luna hab/hatte ich ähnliche Probleme.
    Von wem fremdes anfassen lassen ist schlimm, da droht und packt sie teilweise zu.

    Beim Tierarzt hinlegen wäre gar nicht möglich, aber ich wüsste nicht, wie ich das üben soll.

    Zuhause hingegen bekommen wir es hin.

    Ganz entspanned auf dem Teppich liegend bzw. Sofa hat Luna es irgendwann geschafft, sich da völlig zu entspannen.
    Auch nach und nach waren Berührungen immer mehr ok.
    Sie wurde gelobt und belohnt und inzwischen klappt es wenigstens zuhause.

    Viiiel Ruhe und Geduld

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