Aufmerksamkeit unterbinden??

  • Wenn ich es doch aber ignoriere, dann könnte der Hund doch auch lernen "Ach, Frauchen ist das egal, ich darf das." Sollte der Hund also gelangweilt sein, wird er sich immer wieder Sachen zum Zerfetzen suchen, weil das ja Spaß macht.

    Das wäre meine Angst bei Ignorieren, davon abgesehen das ich hier den Sinn des Ignorierens nicht verstehe.

  • Erst mal vielen Dank für eure Antworten. Ich denke schon, dass ich ihn genug auslaste.
    Bestes Beispiel heute. Ich war 1 Stunde mit ihm beim Suchtraining, er war fix und fertig (ist ja auch ziemlich warm). Wir kommen heim, er legt sich hin, keine 2 Minuten später hat er schon wieder was geklaut. MIttlwerweile lass ich es ihm mir dann immer bringen, aber das ist wohl auch nicht das RIchtige, wie ihr schon geschrieben habt, sieht er das dann wohl er als Spiel.
    Anfangs/ Früher habe ich es ignoriert, hat damals eben nicht geholfen. Schmipfen hab ich schon versucht, hab ihn dann auch immer auf die Decke geschickt. Blos kaum war ich wieder aus dem Raum draußen, stand er natürlich wieder zupfend am Klopapier :headbash:

    Hmm ... also könnte es evtl doch etwas anderes sein, als dass er Aufmerksamkeit möchte?
    Ich gebe ihm schon auch Sachen wie ein Ohr zum Kauen oder auch einen Kong. Doch meist ist das dann ratziputz weg und schon geht die "Sucherei" von vorne los.

    Ich möchte nur eben nicht warten bis auch mein Fernseher dran glauben muss, weil ich es immer "nur" ignoriert habe. :verzweifelt:

  • @ angel_jyl: Genau diese Angst habe ich eben auch!
    Aber wie könnte ich ihm denn die Langeweile nehmen? Er kann sowohl körperlich als auch mental fix und fertig sein (meine Meinung nach also auch ausgelastet), sobald es aber eine Gelegenheit zum Blödsinnmachen gibt, ist er schon da ;)

  • Ich finde eine ganze Stunde Suchtraining für einen Junghund zu viel am Stück!
    Baily würde da definitiv überdrehen und deshalb nicht zur Ruhe kommen.

    An Deiner Stelle würde ich mal versuchen ihn runterzufahren und ihm entspannen beibringen.

  • Zitat

    Was mir gerade einfällt ... Meint ihr, das evtl so ein Ferntrainer helfen würde?

    Nein! Da gibt es sicherlich andere Lösungen für. Ich denke wie Brine, deinen Hund einfach mal runterfahren. Vielleicht muss er lernen mal zu relaxen und das nicht immer Action angesagt ist.

  • ok das er ÜBERfordert ist hätte ich jetzt nicht gedacht, danke für eure Anregung. Dann werd ich das mit dem runterfahren mal probieren.
    Habt ihr vll einen Tipp wie ich das am besten anstelle? Einfach auf seine Decke legen lassen und dann streicheln? Nur ... wenn ich dann aus dem Raum gehe würde er wahrscheinlich wieder aufstehen und suchen, vermute ich mal ...
    Wie zeig ich ihm, dass nicht immer Action angesagt ist?

  • Hallo,
    ich hab es mit einer kurzen Hausleine probiert. Wenn er was zerstört hat , bekam er seine Hausleine um und wurde auf seinen Platz geschickt.
    Das hab ich 4 Wochen durchgezogen. Inzwischen hat er keine Leine mehr dran und es reicht schon, wenn ich ihm die Leine zeige, dann läuft er sofort auf seinen Platz und bleibt (meist) auch dort liegen.
    Übrigens hab ich eine ganz dünne, knallrote, Katzenleine gekauft und das Schlaufenende abgeschnitten.
    Wenn ich ihm heute die Katzenleine zeige, weiss er gleich, dass er was falsch gemacht hat, aber Geduld hat es schon gebraucht.
    Viel Erfolg

  • es soll ja auch hunde geben fuer die dinge in 1,50m hoehe kein problem sind...

    ignorieren wuerd ichs auch nicht. zumindest mein hund kann sich auch prima und ausgiebig ohne mich beschaeftigen.

  • Dein Hund muss lernen mal der "gepflegten Langeweile" zu frönen.

    Dazu hast du zwei Möglichkeiten, die hier auch schon erwähnt wurden:

    1. Konsequentes Ignorieren aller unerwünschter Verhaltensweisen. Dazu musst du dann alles, was dir lieb ist absolut sichern und nur "unwichtige Gegenstände" dürfen herumliegen.

    oder

    2. Bestrafen der unerwünschten Handlungen. Aber beachte bei der Strafe:

    * Strafe führt zu meideverhalten, u. U. auch zu Meiderverhalten ggü. dem Strafenden (daher evtl. anonymes Strafen)

    * Strafe unterbindet Verhalten generell, häufiges und für den Hund unverständliches Strafen ohne Anbieten eines Alternativverhaltens führt zur sogenannten "erlernten Hilflosigkeit" und genereller Verhaltensarmut

    * Die Strafe muss immer und zuverlässig auf das unter Strafandrohung gestellte Verhalten folgen, sonst hast du eine variable Bestärkung des Verhaltens, was es noch häufiger auftreten lässt. Das heißt: Bist du nciht in der Stimmung/ Lage zu trainieren, gib dem Hund keine Möglichkeit zu Fehlverhalten.

    * Die Strafe muss den Hund auf alle Fälle vom unerwünschten Verhalten abhalten, er darf danach keinen Erfolg mehr mit dem Verhalten haben. Das ist gleichzusetzen mit der höhe des Strafreizes: Du darfst nicht mit einem schwachen Strafreiz anfangen und dann merken "oh klappt nicht" und dann stärker Strafen. Der Hund gewöhnt sich so an den Strafreiz und es wird immer stärkere Strafreize benötigen.


    Egal für welche Methode du dich entscheidest, um dauerhaften Erfolg zu erzielen ist es sinnvoll, wenn gleichzeitig die Konditionierung eines erwünschten Alternativverhaltens erfolgt.
    Das könnte in dem Fall sein: Der Hund liegt entspannt im Körbchen.
    Wie das beizubringen ist, ist hier schon häufig diskutiert worden, aber falls noch Fragen bestehen, kannst du sie auch gerne stellen.

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