Ab wann und wie Alleinsein trainieren?
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Hallo zusammen,
wir haben seit vergangenem Sonntag einen knapp vier Jahre alten Berner Sennenhund (von Privat übernommen). Ich bin zwar derzeit nicht berufstätig, aber Nestor, der Hund, sollte bald das Alleinsein lernen, denn ich habe immer mal wieder Termine (Arzt, Einkaufen etc.), zu denen ich ihn nicht mitnehmen kann. In seiner alten Familie konnte Nestor ohne Problem alleine bleiben, aber wie ich inzwischen Dank dieses Forums weiß, heißt das nicht automatisch, dass er das auch bei uns kann.
Die Frage ist nun, wann kann ich damit anfangen, dass Alleinbleiben zu trainieren? Nächste Woche hätte ich eigentlich zwei Termine (1-2 Std. Dauer), die ich wahrnehmen müsste, wo ich Nestor aber nicht mitnehmen kann und auch mein Mann kann nicht so lange zu Hause bleiben.
Und wie gehe ich das ganze an? Soweit ich weiß, lässt man den Hund erstmal nur für ein paar Minuten alleine und steigert das ganze dann, richtig?
Ich war gestern und heute mal für ein paar Minuten vor der Haustür, um Müll rauszubringen. Da war Nestor ganz brav, hat nicht gejault und gar nichts. Und als ich zurückkam, lag er beide Male hinter der Haustür.Ich hoffe, Ihr könnt mir ein paar Tipps geben. Danke vorab!
LG,
Sandra - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo!
Fang doch ganz einfach erst mal bei Dir zu Hause an.
Liegt er zum Beispiel im Wohnzimmer, dann geh einfach mal in die Küche.
Bleibt er liegen, oder kommt er sofort hinter Dir her.
Wenn Küche leicht mit "Futter fertig machen" gleichgesetzt wird, dann geh in einem anderen Raum.Mit Zeitung, Post holen, Müll rausbringen machst Du es ja schon richtig.
Du kannst ja mal versuchen, etwas länger draußen zu bleiben. Geh eine Runde ums Haus herum.
Oder entferne Dich noch ein Stückchen mehr vom Haus.
Dehne die Zeit ein wenig.Wenn Du Dir nicht so ganz sicher bist, kannst Du ja mal mit wirklich kurzen Einkäufen probieren, wie zum Beispiel Brot vom Bäcker holen, oder Zeitschrift vom Kiosk. Dann solltest Du nicht so lange wegbleiben, wie, wenn Du "richtig" einkaufen gehst.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Hör einfach auf deinen Bauch ;). Du hattest ja schon geschrieben, dass Nestor euch nicht so am Hintern klebt. Würde ich als Zeichen sehen, ihn mal ein paar Minuten (vielleicht 5 - 10 für den Anfang) alleine zu lassen und dann einfach mal zu schauen. Von dem, was ich bisher gelesen habe, müsste er das eigentlich gut wegstecken können.
Ansonsten schau mal hier: https://www.dogforum.de/alleinebleiben…ung-t62763.html, wobei ich persönlich jetzt bei einem erwachsenen Rüden, der alleine bleiben kennt, zeitlich ruhig etwas größere Sprünge machen würde. Aber da musst du einfach schauen, wie Nestor sich verhält.
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klingt gut, was du geschrieben hast. üb mit ihm das allein sein. geh öfter nach draußen und wart ein paar minuten und komm dann ohne großes tamtam (begrüßung) wieder. der hund hat kein problem, das du gehst, nur eventl. mit der angst , das du nicht wiederkommst. aber so wie du schreibst, hast du da kein prob
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Maya habe ich bekommen, da war sie 1 Jahr alt. In der alten PFlegestelle konnte sie auch problemlos alleine bleiben.
Am 2./3. Tag bin ich mehrmals am Tag so für 5-10 Min vor die Tür (Müll rausbringen, etc.), das hatte problemlos geklappt, dann bin ich am 4./5. Tag so 2-3 Mal für 20-30Min vor die Tür. Also erst bin ich unten stehen geblieben, habe extra das Fenster auf Kipp gemacht um zu hören ob sie bellt und hab mich dann langsam entfernt. Auch einfach mal ne Kippe draußen geraucht oder eine Zeitschrift gelesen). Das klappte auch super. Dann bin ich auch sofort auf einmalig 1 Stunde am Tag hoch gegangen am 5./6. Tag. Als das auch ohne Probleme klappte (habe Video gemacht u. Nachbarn gefragt), hab ich mir dann keine großen Gedanken gemacht ob Hundi nun 1, 2 oder 3 Stunden alleine bleibt. Inzwischen kann ich sie bis zu 6 Stunden alleine lassen, sie ist ganz relaxt :)Vielleicht gibst du ihm ja was zum kauen, einen Kong oder sonst was bevor du ihn lange alleine lässt. Falls er sowas alleine essen kann und nicht zu gierig ist (sonst könnte er sich eventuell verschlucken, o.ä.).
Sollte er es einmal gelernt haben allein zu bleiben, wird es nicht schwer sein, ihm das bereits gelernte in neuer Umgebung "in Erinnerung" zu rufen. :)
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Danke für die Tipps! Da bin ich ja froh, dass wir schonmal auf einem guten Weg sind.
Im Haus allein zu bleiben, scheint für Nestor kein Problem zu sein. Wir haben halbe Etagen und er liegt sehr oft ganz unten an der Haustür, während ich zwei halbe Etagen höher im Wohnzimmer bin. Er kommt immer mal wieder gucken, gerade wenn ich in der Küche bin, aber irgendwann geht er dann wieder. Eben war ich bestimmt eine halbe Stunde lang im Schlafzimmer Betten beziehen, während Nestor unten lag. Das scheint ihm gar nichts gemacht zu haben. Er ist nichtmal gucken gekommen, wo ich stecke.
Ich denke, ich werde jetzt wirklich immer wieder für ein paar Minuten vor die Haustür/ums Haus gehen und die Zeit steigern. Und dann mal gucken, wie er sich verhält. Ich bin mir nur nicht sicher, ob wir das bis Dienstag schon so weit hinbekommen, dass er da schon 1-2 Stunden alleine bleiben könnte (da habe ich einen der Termine, wo er nicht mit kann). Das ist ja nicht mehr lange. Sonst müsste ich den Termin ggf. doch verschieben.
Einen Kong o.ä. haben wir (noch) nicht. Ich würde ihm dann erstmal eine Kaustange oder sowas zur Beschäftigung geben.
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Für mich hört sich das super an und letztendlich ist es ja auch die bernertypische Gelassenheit, die er scheinbar hat.
Stell doch einfach mal ne Kamera auf. Ich wette, er pennt die ganze Zeit

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Das wäre natürlich wünschenswert. :) Wir werden es mal testen.
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