Thema ableinen - bin ich zu übervorsichtig?
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Hallo ihr,
ich brauche mal wieder euren Rat.
Ich hab meine Lilly nun seit einem Jahr, sie ist etwa 6 Jahre alt und ein kleiner Mischling.
Wir haben eine sehr enge Bindung, sie will immer bei mir sein und achtet auch beim Spazieren gehen sehr auf mich.
Das Problem ist nur: sie jagt, und das nicht wenig.Wenn sie einen Hasen oder eine Katze sieht, ist sie überhaupt nicht mehr ansprechbar. Sie stellt sich dann wirklich senkrecht in die Leine (wie ein Hase, der nach Feinden Ausschau hält) und ich kann sie nur mit Müh und Not weiterziehen. Wenn sie nicht angeleint wäre, würde sie hinterherrennen und ich könnte sie nicht mehr abrufen. Und deswegen leine ich sie auch nicht ab. Sie hört zwar sonst gut, ist in normalen Situationen fast immer abrufbar, aber wenn sie dann halt eine Spur aufgenommen hab, keine Chance. Und hier auf dem Land gibt es leider überall Hasen und Katzen und in der Innenstadt will ich sie wegen Autos etc. sowieso nicht ableinen.
Heute bin ich wieder mit einem befreundeten Pärchen mit ihrem Hund spazieren gegangen und diese meinten zu mir, Lilly würde mit Sicherheit wieder kommen, so sehr, wie sie an mir hängt. Aber ich hab auch keine Lust, dass sie dann erstmal weg ist und dann vielleicht mal wieder irgendwann wiederkommt :| Hier hats große Hauptstraßen, ich will nicht, dass mein Hund nachher überfahren wird.
Achso, sie ist wegen des Nicht-Ableinens immer an einer 25m-Schleppleine, ist zwar nicht wie Freigang, das ist mir klar, aber ich trau es mich einfach nicht.
Was meint ihr, bin ich zu vorsichtig?!
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Hi,
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Hallo!:)
Also solang sie bei Katzen/Hasen so reagiert würde ich sie nicht ableinen,falls sie eben nicht zu dir zurück kommt und zum Beispiel Nachbars Mietze packt.://
Trainier doch lieber,dass sie auch in solchen Situationen abrufbar ist!;)
Aber es kommen sicher noch qualifiziertere Antworten!:) -
Zitat
Hallo!:)
Also solang sie bei Katzen/Hasen so reagiert würde ich sie nicht ableinen,falls sie eben nicht zu dir zurück kommt und zum Beispiel Nachbars Mietze packt.://
Trainier doch lieber,dass sie auch in solchen Situationen abrufbar ist!;)
Aber es kommen sicher noch qualifiziertere Antworten!:)Das hab ich schonmal versucht (mithilfe eines schlauen Buches), einen sichtbaren Erfolg hab ich aber leider nicht gesehen... Kann aber auch sein, dass ich zu früh aufgegeben habe.
Ich hab mir auch schonmal überlegt, so einen Anti-Jagd-Kurs in einer Hundeschule zu machen, nur die Kurse, die ich bisher angeschaut habe, haben alle Methoden angewendet, mit denen ich absolut nicht einverstanden war.. -
Milo geht auch jagen. Er ist nicht ganz so krass, aber wenn etwas vor ihm herläuft, kann ich (noch) nichts machen. Darum ist er in solchen Gebieten auch an der Schlepp.
Ob sie nachher zurückkommt oder nicht, ist erstmal egal, denn das Jagen an sich ist so selbstbelohnend, dass es, wenn du Pech hast, noch krasser mit ihr wird - und das ist ja mehr als kontraproduktiv.
Mir wurde jetzt dieses Buch hier empfohlen:
was genau darin vorkommt weiß ich halt noch nicht, aber ich werde es mal irgendwann lesen

Wie ich vorgehe: Ich fütter viel über den Futterbeutel. Verstecke ihn zwischendurch und zeige ihn an, oder werfe ihn auch mal. Milo darf quasi eine Art Jagen mit mir zusammenerleben - aber nur in kontrollierter Form.
Dazu möchte ich Reizangeltraining machen. Dabei soll er lernen, trotz vor ihm rumwuselnden Dings ansprechbar zu bleiben (dh. abruf- setz- und legbar sein).Das will ich jetzt üben und erhoffe mir dadurch ihn irgendwann aus vollem Sprint abrufen zu können!
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hallo
ich hatte meine hündin ca 2 wochen gehabt und sie konnte schon ohne leine laufen.Akira hat auch jagdtrieb aber sie lässt sich abrufen wie eine eins.
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du machst alles richtig... wenn du weißt, dass du deinen Hund in bestimmten Situationen(die auch noch unberechnbar, nicht selten sind - Wild gibts ja überall) nicht kontrollieren kannst, solltest du ihn auch nicht ableinen. egal was andere sagen. Das Risiko, dass er in ein Auto rennt, Nachbars Katze killt, vom Jäger beim wildern erschossen wird, usw wäre mir zumindest zu groß.
natürlich würde ich weiter dran bleiben und trainieren, dann kannst du ihn vermutlich auch irgendwann ableinen
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ZitatAlles anzeigen
Milo geht auch jagen. Er ist nicht ganz so krass, aber wenn etwas vor ihm herläuft, kann ich (noch) nichts machen. Darum ist er in solchen Gebieten auch an der Schlepp.
Ob sie nachher zurückkommt oder nicht, ist erstmal egal, denn das Jagen an sich ist so selbstbelohnend, dass es, wenn du Pech hast, noch krasser mit ihr wird - und das ist ja mehr als kontraproduktiv.
Mir wurde jetzt dieses Buch hier empfohlen:
was genau darin vorkommt weiß ich halt noch nicht, aber ich werde es mal irgendwann lesen

Wie ich vorgehe: Ich fütter viel über den Futterbeutel. Verstecke ihn zwischendurch und zeige ihn an, oder werfe ihn auch mal. Milo darf quasi eine Art Jagen mit mir zusammenerleben - aber nur in kontrollierter Form.
Dazu möchte ich Reizangeltraining machen. Dabei soll er lernen, trotz vor ihm rumwuselnden Dings ansprechbar zu bleiben (dh. abruf- setz- und legbar sein).Das will ich jetzt üben und erhoffe mir dadurch ihn irgendwann aus vollem Sprint abrufen zu können!
Das ist sogar das Buch, das ich auch (versucht habe) anzuwenden. Aber alleine trainieren, wenn das über so einen langen Zeitraum geht, ist das immer so eine Sache, ich brauch immer jemanden, der mir in den Hintern beißt

Das mit dem Futterbeutel habe ich auch schon probiert, im Haus macht ihr das total Spaß und da sucht und bringt sie ihn total gerne. Nur draußen interessiert sie sich gar nicht für ihn :/ Mit Spielzeugen genauso, drinnen sind sie ganz toll aber draußen sind sie ihr schnuppe. Reizangel hab ich noch nicht probiert, stell ich mir aber genauso vor :/
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dann gibt es Spiel und Futter halt erstmal nur draußen!
Damit du auch draußen Konzentration auf dich kriegst und eine Möglichkeit hast sie anzusprechen wäre das doch einen Versuch wert oder?
Und ich finde, dass der Hund dadurch Freilauf bekommt ist die größtmögliche Motivation

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Zitat
Und ich finde, dass der Hund dadurch Freilauf bekommt ist die größtmögliche Motivation

Da haste natürlich recht

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Zitat
Das ist sogar das Buch, das ich auch (versucht habe) anzuwenden. Aber alleine trainieren, wenn das über so einen langen Zeitraum geht, ist das immer so eine Sache, ich brauch immer jemanden, der mir in den Hintern beißt
Berichte doch hier im Forum - "Mein Anti-Jagdtraining" oä
. Was/Wie Du übst, wie Dein Hund darauf reagiert und welche Erfolge und ggf Rückschläge es gab. Braucht ja kein Roman zu sein, sondern nur kurze tagebuchähnliche Trainingsberichte.
Den ein oder anderen User mit ähnlichem Problem wird es gewiß interessieren
. Und Du hast bissel "Druck" dahinter am Ball zu bleiben.
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Ansonsten finde ich Deinen Ansatz (Schlepp) genau richtig. Freilauf gern, aber nur wenn es "sicher" ist.
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Unser Casmir würde auch am liebsten zu jeder Katze hinrennen. Bei Rehen interessiert ihn die Fährte immer mehr - da muß ich aufpassen! Im Großen und Ganzen geht es. Ich muß nur sehr vorausschauend bleiben, um ihn rechtzeitig zurückrufen zu können.
Wir arbeiten über Grundgehorsam und "Zeigen und Benennen". Oftmals habe ich den Eindruck, daß Casmir ohne Leine besser hört als mit. Bin ich dann aufmerksamer? Ist er "unsicherer" und orientiert sich stärker an mir? Ich kann es nicht sagen.
"Richtiges" Schleppleinentraining haben wir jedoch noch nie versucht (also nicht über 5m hinaus).
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VG Bianca - Vor einem Moment
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