Ausflippen bei direktem Kontakt oder Ansprache
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Hallo!
Mein Problem gestaltet sich folgendermaßen:
Gehe ich mit Linda (8 Monate, Labradormischling) durch die Fußgängerzone, ist sie relativ ruhig (solange kein anderer Hund in Sicht ist). Begegne ich einer Person, die ich kenne oder auch nur begrüße, flippt sie völlig aus, winselt, bellt und versucht, die Person anzuspringen. Noch schlimmer wird´s, wenn ich z. B.meinen Eltern begegne; dann springt sie mind. 20 mal mehr oder minder erfolgreich hoch und veranstaltet dabei ein Bell-Winselkonzert.
Alle Ablenkungsversuche mit Streichwursttube, Ball oder Leckerlie streuen, sind komplett erfolglos.
Mittlerweile vermeide ich Kontakt zu Bekannten, mit denen ich eigentlich kurz gesprochen hätte, sogar kurze Begrüßungen sind nicht mehr möglich.
Wer weiß Rat?
Linda ist allgemein sehr nervös, überaktiv und schnell hoch-, aber schlecht wieder runtergefahren. Wir waren bei einem Hundetrainer, der sehr viel mit Bestrafung (Klapperdose, Wurfkette, etc.) gearbeitet hätte (von mir nicht mehr als gut befunden) und sind jetzt seit Kurzem bei einer anderen Hundeschule. Diese arbeitet seeehhhr sanft und hat oben beschriebene Ablenkung empfohlen. -
3. Mai 2012 um 15:35
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Ausflippen bei direktem Kontakt oder Ansprache - Vor einem Moment
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Klingt wie meine Miko.
Uns hat es geholfen, dass sie erst näher durfte, wenn sie ruhig ist. Klar, da muss man mal Begegnungen orga nisieren, aber es klappt mittlerweile super und ging schnell. Also einfach Hund nicht ranlassen und warten bis sie ruhig ist. Das kann dauern und es geht nur in Minischritten vorwärts. wenn sie ruhig ist, kannst du sie loben. mit futter ablenken wirkt vielleicht wie eine Belohnung für das Verhalten. -
Zitat
und hat oben beschriebene Ablenkung empfohlen.
Ich bin ja eigentlich mehr Fan von "Bewältigung" anstatt "Ablenkung"
Der Hund wird dem Reiz bewusst ausgesetzt - in einer Distanz, die ihn nicht ausflippen lässt und wird dann laaaangsam daran geführt - ruhiges Verhalten bringt den Hund näher ans Ziel, schlechtes Benehmen treibt ihn zurück. Ja das ist aufwendig und langwierig - aber einen Hund ständig zu maßregeln, wenn er bereits "explodiert" ist, find ich nicht so prickelnd. In hoher Reizlage und Stresspegel kann ein Hund eh schlecht bis gar nicht lernen und verstehen was von ihm gewünscht wird.
Es gibt eine ganze Reihe von Ruheübungen (gerade wichtig für die "Hyperaktiven") oder auch z.b. das sehr erfolgreiche "Zeigen und Benennen"-Konzept
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Hey,
Also wenn die "sanfte" Ablenkung mit Leckerlies etc. bei deinem Hund nicht funktioniert,würde ich was anderes probieren?
Ne klare Ansage,dass du dieses Verhalten nicht duldest (natürlich ohne Gewalt!).
Meiner ist an kleinen Kindern hochgesprungen und das geht GAR NICHT! Also gabs ne deutliche Ansage und er lässt es (fast) bleiben,es reicht ein räuspern und er unterlässt es.LG xeandra
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War bei uns in der Junghundezeit ähnlich. Da gab es nur einen Weg - wer ruhig ist und Frust aushalten kann, darf hallo sagen.
Geholfen hat, einen Fuss auf die am Boden liegende Leine stellen, Hund nicht ansprechen, nicht ablenken, nicht ansehen. Das Leinenende in der Hand behalten damit die Leine nicht unter dem Fuss wegrutscht wenn der Hund ziehen sollte.
Dem Gegenüber kurz erklären dass er den Hund bitte nicht beachten soll, erst wenn du es dem Hund erlaubst darf dieser auch gestreichelt werden. Ja und dann einfach mal warten, Geduld haben und den Hund niemals für seine Hibbeligkeit strafen. Wird nicht besser, dann bekommt er bloss noch mehr Stress.Wenn der Hund ruhig ist, entweder weiterhin nicht beachten damit er nicht gleich wieder hochfährt, oder deinem Gesprächspartner sagen dass er jetzt dem Hund - ruhig! - hallo sagen darf. Nicht gleich wieder mit "iiiii feiniiii feiniii Huniiiiiii".
Der Hund muss lernen, dass wenn du jemanden begrüsst, er nicht die Bohne was dazu zu melden hat. Der soll sich auf seine "Klappe" setzen und ruhig sein. Sein Typ ist in dieser Situation nicht gefragt und das muss er lernen, kann er auch, ist mit etwas Frust verbunden. Da lernt der Hund gleich Frust auszuhalten, nicht alles was man gerne möchte bekommt/kann man auch.
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bei sehr hibbeligen Hunden nützt eine Ansage übrigens meistens überhaupt rein garnichts. Die Ansage müsste derart deftig sein, richtig heftig, dass der Hund ins meiden gehen würde - Wirkung = 0
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Wir machen auch ein Entspannungsprogramm zuhause, also viel in den Korb legen, auch mit anbinden und kaum Aktion durch dauerndes Spielen.
Das Problem draußen sind auch die Leute, die dann besonders stark auf sie reagieren, auch meine Mutter, die sie versuchte, sie durch Streichelbemühungen zu beruhigen, was natürlich fatalerweise eine Belohnung für ihr schlechtes Verhalten darstellt.
Oje. -
Okay, da ist ja auch jeder Hund anders. Bei meinem klappt sowas.
Aber Ablenken find ich in so einer Situation auch eher unpassend.LG xeandra
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Kann wildsurf vollkommen recht geben.
Bei unserem war es genauso. Es hat sich mit der Zeit gelegt, als er gelernt hat besser mit Frust umzugehen (gibt hier im DF auch Übungen zu - einfach in die Suche eintippen) und, dass er nix zu melden hat wenn ich stehe und ich mich unterhalte. Ignorieren und Fuß auf die Leine waren da eine gute Sache.
Ich würde trotzdem schauen wie Hund damit umgeht und vielleicht nicht gleich 30 minuten am Stück auf der Straße stehen und quatschen, sondern schauen, dass sich der Frust nicht hochspielt.
Sprich - wenn er lieb ist auch den Moment abpassen und dann gehen!

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Bei deinen Eltern würde ich das Gespräch suchen, um mit ihnen einen richtigen Trainingsplan aufzustellen. Sonst erzieht ihr euch einen Hund, der bei jeder Begegnung ausflippt.
Also du kommst mit dem Hund, gehst auf deine Eltern zu, drehst ab und gehst wieder. Hund wird nicht beachtet. Dann auch die Variante: Du stehst mit Hund, Eltern kommen auf euch zu, drehen ab, gehen wieder. Oder du gehst zu den Eltern nach Hause, sie beachten den Hund ABSOLUT NICHT, du nimmst den Hund und gehst wieder.
Alles solche Sachen. Der Hund soll lernen dass es normal ist wenn man sich trifft, und dass man ihn begrüsst wenn er ruhig ist. Auch wenn es schwer fällt, nichts ist mühsamer als ein ausgewachsener Hund, der total am Rad dreht. Das ist auch für den Hund nicht lustig, auch wenn manche Leute darüber lachen!! Der Hund steht in dem Moment total unter Stress.
Natürlich baut man die Übungen SChritt für Schritt auf, schön langsam, keine grossen Schritte machen und sich viel Zeit lassen. Das überträgt sich dann auch in andere Situationen. - Vor einem Moment
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