Fragen zur Schleppleine
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Guten Tag
Wir beseitzen einen mittlerweile 13 Monate alten Rhodesian Ridgeback-Rüden.
Er ist sehr lieb (würde nie beißen) und hört DRINNEN gut!
Draußen ist das allerdings ganz anders: Er zieht oft an der Leine, kommt nicht wenn man ihn ruft und wenn er andere Hunde sieht ist alles vorbei, weil er unbedingt spielen will. Er macht sein eigenes Ding, hört nur wenn er Lust hat und hat eigentlich gar keine richtige Bindung DRAUßEN zu uns.
Verstärkt wird sein Verhalten möglicherweise dadurch, dass 3 verschiedene Personen mit ihm Gassi gehen und dadurch, dass er aufgrund einer Verletzung 6 Monate lang nicht mit Hunden spielen durfte und nur an der Leine gehen durfte.
Seit einiger Zeit Trainieren wir seine Aufmerksamkeit durch "Zick-Zack-Gehen" an seiner normalen Leine, was auch sehr gut klappt. Läuft er allerdings ohne Leine oder sieht er einen Hund ist er nicht mehr zu halten.
Deshalb habe ich mich nun seit 2 Tagen dazu entschieden an einer 10m langen Schleppleine mit ihm zu trainieren.
- Ich lasse ihn in dem Radius laufenund rufe ihn immer mal wieder ran und wenn er kommt gibts ein Leckerlie - klappt ohne große Ablenkung super.
- Wenn er am Ende des Radius' ist rufe ich "Langsam". Zu 90% wird er dann auch wirklich langsamer, wenn nicht, bleibe ich stehen, bis er mir entgegenkommt.
- In der Mitte des Spaziergangs gehe ich auf eine Wiese und mache das "Zick-Zack-Gehen" an der Schleppleine und rufe ihn ab und zu ran. Klappt ohne Ablenkung auch super: Er folgt und wenn ich rufe kommt er.
Nun zu meinen Fragen:
1. Was soll ich tun, wenn der Hund nicht kommt sondern lieber an iwas tollem schnüffelt? Ich soll ihn ja nicht ranziehen, aber hingehen und dann sagen "KOMM MIT" bringt dann auch nichts!
2. Wenn ein Hund entgegenkommt und ich muss iwann an diesem vorbei - wie soll ich Becks dann halten? Ich kann in diesem Moment rufen und mit Leckerlie winken wie ich will, er wirft sein ganzes Gewicht in die Leine! Soll ich ihn kurz nehmen und weitergehen? Iwas sagen? Anhalten?
3. Ich schätze ich bin der Einzige, der auch wirklich die Lust hat, das konsequent durchzuziehen. Nützt es was wenn ich das tue, während die Anderen, die mit ihm gehen, ihr eigenes Ding machen. Sodass er zumindest auf moch hört?
4. Seit dem er wieder spielen darf, gehe ich mindestens einmal die Woche auf eine Hundewiese und lasse ihn, natürlich ohne Leine, spielen damit er sich richtig austoben kann. Ich will das unbedingt weitermachen, weil ihm das riesen Spaß macht und er jetzt endlich wieder Kontakt zu Hunden haben soll. Ist das okay?
5. Wie soll ich verfahren, wenn er in einer neuen, aufregenden Umgebung auf einmal nur noch zieht und gar nicht mehr hört an der Schleppleine?
6. Ist es ansonsten richtig, wie ich es beschrieben habe? Habt ihr sonstige Tipps?Vielen lieben Dank im Voraus und ein schönes Wochenende!

Lars - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Ich übe gerade das Gleiche, in Absprache mit meiner Hundetrainerin, aber alle Fragen kann ich dir leider auch nicht beantworten, vor allem bin ich ja selbst noch am Üben. Das sind nicht meine ersten Hunde, aber die ersten die richtig erzogen werden

Falls einer meiner beiden an der Schleppleine nicht kommt, oder elendig langsam geht, wenn ich ihn rufe laufe ich rückwärts von ihm weg, das lädt zum hinterherlaufen ein. Wenn er da nicht kommt und die Leine irgendwann gespannt ist wird einmal "gerupft". Wenn er dann immer noch nicht kommt sammel ich ihn mit der Leine ein, also ich zwinge ihn praktisch zum herkommen, er soll merken, dass es gar keinen anderen Weg gibt als zu mir zu kommen, wenn ich gerufen habe. Das ist aber praktisch nie nötig. Und ganz wichtig, wenn er dann irgendwann bei dir ankommt IMMER loben, auch wenns ein Kampf war.
Wenn ein anderer Hund kommt versuch ich ihn zu rufen, aber das kann man am Anfang noch nicht erwarten. Deshalb rufe ich ihn nur wenn ich mir sicher bin, dass er kommt, zB wenn der Hund recht weit weg ist. Meist sammel ich die Schleppleine auf, so dass er am Ende an der kurzen Leine ist und geh ganz normal vorbei.
Bei so krasse Ablenkungen kann man am Anfang noch nicht erwarten dass der Hund abrufbar ist, da ist es ganz wichtig es erst garnicht zu versuchen, sondern sich langsam zu steigern.Ich lasse meine beiden oft auch an der Schleppleine spielen, wenns zu wild wird lass ich sie runter. Das hat gar keine AUswirkungen darauf wie sie danach wieder an der Leine gehen, zumindest bei mir. WIchtig aber wieder: nicht herrufen wenn du nicht sicher bist, dass er kommt. Denn ohne Schleppleine wirds dann doof...
Wenn meine beiden in neuer Umgebung abdrehen und nichtmehr hören klappt es meist gut wenn ich Suchspielchen mache und kleine Übungen, das bringt sie wieder runter.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, Liebe Grüße
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Hallo,
einige Fragen hast Du ja schon beantwortet bekommen.
Zu Deinen anderen Fragen:
ein Hund kann durchaus zwischen seinen Menschen unterscheiden. Du brauchst also keine Angst haben, dass Dein Training umsonst ist.Wenn Du an einem anderen Hund vorbei musst, würde ich mir für den kurzen weg einen Kurzführer holen und diesen ins Geschirr einharken, oder falls Du mit Halsband und Geschirr gehst, eben ins Halsband.
Die Schlepp kann dann hinter Dir her schleifen und Du hast den Hund sicher in der Hand und nicht noch die aufgerollten 10 Meter.Gerade bei so großen Hunden mach ich das immer so und es ist um ein vielfaches entspannter als wenn man erst die Schlepp irgendwie gehändelt bekommen muss.
Liebe Grüße
Steffi
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Vielen Dank für die beiden Antworten schon mal.
Werde es genauso machen wie ihr es gesagt habt!
Habe ihn wenn er beim zweiten mal rufen nicht kommt, sonst auch nicht gelobt und dass ich ihn nur herrufen soll, wenn ich glaube, dass er kommt, klingt auch logischer!
Gut außerdem, dass er zwischen den Personen unterscheiden kann. Ich werde trotzdem versuchen umzusetzen, dass alle so mit ihm trainieren!
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Super erklärt wird das alles auch im Kosmos Erziehungsbuch für Hunde, das Buch lohnt sich wirklich total!
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