aggressiv ohne Leine
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Hallo Ihr Lieben
.Such-Funktion habe ich bedient, aber nur "Aggression mit Leine" gefunden. Eine Bekannte von mir hat ein Problem, sie hat einen Mix aus dem Tierheim (warscheinlich Terrier-Hütehundmix). Mit einem halben Jahr ist er eingezogen, nun ist er sechs Jahre alt. Das Problem besteht seit Anfang an, so wie ich das verstanden habe-aber sie sagt, es wird jetzt erst zum Problem, wenn sie vom Land in die Stadt zieht, wo man anderen Hunden nicht ausweichen kann.
Ich habe mir das Problem angeschaut, bin mir aber auch nicht sicher, warum der Hund das tut.
Er greift im Freilauf andere Hunde, die angeleint sind an. Das sieht so aus, dass er erst vorsichtig auf die zugeht und dann ganz plötzlich die Bürste aufstellt und ziemlich aggressiv wird. das Problem, während des auf den Hund "zugehens" gehorcht er nicht mehr. Die Hunde an der Leine sind oft unsichere Hunde, aber manchmal auch andere, ganz normal sicher auftretende Hunde. Meistens nimmt meine Bekannte ihren Hund rerchtzeitig an die Leine, aber machmal ist es zu spät. Ich hab aber keine besondere Unruhe bei ihr feststellen können, sie sich dann evtl. auf den Hund übeträgt. Sie ruft ihn und wenn er nicht kommt, geht sie hin und leint ihn an. Ganz normal. Allerdrings hat sie in der Vergangenheit dann angefangen zu schimpfen und an der Leine zu zerren.Ich habe ihr jetzt davon abgeraten und gesagt, sie solle den Hund ignorieren.Trotzdem bleibt die Frage ja offen, warum tut er das, was könnten die Gründe sein?
Was fällt Euch dazu ein?

Cafedelmar
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Was mir noch aufgefallen ist, dass er unheimlich aufgedreht war beim Spielen mit meiner Hündin, die beiden haben sich zwar gut verstanden, aber er hat in den vier Stunden , die wir zusammen unterwegs waren fast durchgehend gebellt. Das ist doch auch nicht normal oder? Einmal ist das Spiel fast in Aggressin gekippt, wir haben die Hunde dann getrennt und beruhigen lassen, dann durften sie weiter rennen.
Die Bekannte hat gesagt, dass ihr Hund, sobald sie in die Stadt kommt hibbelig wird und sie das Gefühl hat, er will einfach nur seine Energie loswerden.
Kann es sein, dass Ihr Hund wahnsinnig gestresst ist?
Und alle mögliuchen Kanäle sucht, um seinen Stress abzubauen?
Wie würde man es dann trainieren, das der Hund unterwegs in der Stadt keinen Stress hat?
Habt Ihr Ideen?

LG Cafedelmar
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Hunde an der Leine können sich oft nicht so ausdrücken wie sie gerne wollten.
Beschwichtigung ist nur noch bedingt, z.B. in Form von Lefzenlecken, Gähnen, Kopf wegdrehen etc möglich. Einen Bogen laufen oder auf den Bauch legen ist für angeleinte Hunde sogut wie nicht möglich.
Manche Hunde 'verhaspeln' sich an der Leine schnell: sie werden nervös, nutzen viele Beschwichtigungssignale, die eventuell auch noch nicht deutlich genug ausgeführt werden, machen Übersprungshandlungen (Springen, hektisches Drehen etc) und wirken recht aufgeladen.
Vielleicht ist der Hund deiner Bekannten so ein Fall, der andere Hunde gern maßregelt und sie in die Schranken weist, während er die Position des Ranghöheren einnimmt?
Und eventuell findet er das hektische Getue sehr seltsam, geht starksend auf den Hund zu und möchte ihn somit dazu bewegen deutlich und ruhig zu beschwichtigen? Was den anderen Hund aber nur noch mehr aufregt, weil er missverstanden wird. Der Leinenhund wird dann noch mehr verunsichert, zeigt noch mehr, noch übertriebenere Signale, während der Hund deiner Bekannten nicht begreifen kann, warum sich der andere Hund so komisch aufführt und deshalb mit 'Gewalt' (ich schätze die Kabbeleien waren immer sehr schnell vorbei? Wenn man wüsste, ob er von allein wieder aufhören würde, dann wäre das recht hilfreich) ein ruhiges Verhalten erzwingen will?Eine andere Theorie ist, dass er sich gerade diese beschwichtigenden Hunde rauspickt, weil er seinen Frust irgendwo auslassen muss und die Erfahrung gemacht hat, dass sich Leinenhunde nicht sonderlich gut zur Wehr setzen können.
Sollte das der Fall sein ist eine Schleppleine aufjedenfall am sinnvollsten.Wie der Hund in der Stadt keinen Stress mehr hat?
Erstmal wäre es wichtig zu wissen, WAS genau ihm Stress bereitet. Je nach Situation würde ich dann einfach mal einpaar Wochen abwarten, ob eventuell von ganz allein eine Gewöhnung eintritt, oder gegenkonditionieren. :) -
Nein das ist es nicht. Ich kenne mich mit Beschwichtigungssignalen, auf Grund von mehrerer Seminaren eigentlich sehr gut aus. Es sind ja auch nicht immer unsicherer Hunde. Mit unsicher meine ich, dass sie sobald der Rüde meiner Bekannten auf die Hunde zu geht, zurückgehen und die Rute einklemmen. Gestern sind wir auf einen selbstsicheren ausgeglichen Beagle an der Leine gestossen, der hat nicht beschwichtigt oder sich aufgespielt, sondern ist völlig unbekümmert mit seinem Herrchen an der Leine gegangen. Und wieder das Gleiche: Der Hund meiner Bekannten geht langsam ran, stellt Bürste auf und macht dann Terror.

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Und was hat das viele Bellen zu bedeuten?

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Zitat
[...] weil er seinen Frust irgendwo auslassen muss [...]
Frust? Wird er denn entsprechend ausgelastet?
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Auslastung habe ich ihr auch schon vorgeschlagen, weil ich eben dachte, er ist nicht ausgelastet und sucht sich deshalb andere Kanäle, um seine Energie loszuwerden.
Was hat denn das viele Bellen zu bedeuten? Ist das vielleicht auch eine Art überschüssige Energie loszuwerden? Wird das besser, wenn man den Hund entsprechend auslastet? Ich habe nämlich auch andererseits Hunde im Hundesportverein gesehen, die gerade viel bellen, wenn sie ausgelastet werden.

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Der Grad von Unter- und Überforderung ist sehr, sehr schmal.
Im Hundeverein trifft man oft auf die typischen, hyperaktiven Hunde: Malis, Border, Aussies, Jackies und kleine hektische Terrier..
Man muss wissen was man seinem Hund zutrauen kann und was ihn eventuell überfordern könnte. -
Dieses ewige Bellen ist natürlich ein Zeichen von hohem Stress. Wie wird der Hund ausgelastet ?
Und dieses Angreifen von angeleinten Hunden geht natürlich gar nicht, auch wenns nur Maßregeln ist.Da muss die Halterin umsichtiger sein. Es gibt nunmal Hunde, die muss man in engmaschiger Kontrolle haben
Wenn mein Hund die Tendenz hat, sich einzumischen, zu pöbeln oder zu massregeln,muss ich auf Scheibe sein, den Gehorsam festigen und zur Not mit Leine sichern. Nützt ja nichts
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Zitat
Dieses ewige Bellen ist natürlich ein Zeichen von hohem Stress. Wie wird der Hund ausgelastet ?
Und dieses Angreifen von angeleinten Hunden geht natürlich gar nicht, auch wenns nur Maßregeln ist.Da muss die Halterin umsichtiger sein. Es gibt nunmal Hunde, die muss man in engmaschiger Kontrolle haben
Wenn mein Hund die Tendenz hat, sich einzumischen, zu pöbeln oder zu massregeln,muss ich auf Scheibe sein, den Gehorsam festigen und zur Not mit Leine sichern. Nützt ja nichts
Ja das ist ja alles klar, das hab ich auch gesagt und das macht sie nun auch. Es beantwortet aber immernoch nicht die Frage, warum er das macht.
Aber ich denke, ich hab schon richtig eingeordnet, dass er angreift, weil er unausgelastet ist.
Die Frage ist nun, ob sie lieber "geistige Auslastung" macht, z.B. Apportieren oder Nasenarbeit oder etwas, wo sich der Hund ordentlich auspowern kann: "Turniehundesport" z.B. Wie gesagt, es ist ein Hüteterriermix, der sich gern auch mal beim Spiel richtig schön reinsteigert und am Rad dreht.

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