HILFE 2 1/2 Jahre alter spanischer Strassenköter!

  • [quote="flying-paws"]Hat er denn nur auf der Straße gelebt oder nur zwischenzeitlich?

    Soviel wir wissen, Ja. Negro wurde von deutschen Touristen aufgesammelt, mitgenommen und direkt im Tierheim abgegeben. Mit den Worten (laut Tierheim) gute Tat erbracht, nun seit ihr dran.

    Ich verstehe die Prinzipien der Erziehung, glaube ich, grundsätzlich schon. Mir ist es klar das liebe einen Hund nicht erzieht sondern vielmehr Gradlinigkeit, Klarheit im Umgang um Verhalten verständlich zu machen.

    Bei meinem vorherrigen Hund sowie, mit einem Welppen besuch der leider nicht älter als 1 1/2 wurde habe ich die Erfahrung gemacht das positive Bestätigung mit grossem Lob und Tadaaaa ausreichend gegeben ist.
    Doch denke ich, dass die Situationen nicht vergleichbar sind.

    Ich möchte vermeiden, dass der Hund nur aufgrund der Leckerli hört.

  • Einerseits kann ich dich verstehen, und dass du alles richtig machen willst, ist ja auch vorbildlich... aber ich finde so einen Trainings/Uebungsplan irgendwie albern - wo der Hund noch nichtmals bei dir ist ;-)

    Scheint doch ein unkompliziertes Kerlchen zu sein. Wieso laesst du das nicht einfach ganz locker auf dich zukommen und beobachtest ihn?

    Erwartung erzeugt Druck!
    Setzt du dir jetzt schon ein Ziel (Bsp 10 Tage dies, dann 5 Tage das...) dann setzt du nicht nur dich, sondern vor allem deinen Hund unter Druck.
    Du kennst ihn noch ueberhaupt nicht richtig - und weisst nicht, was du wann von ihm erwarten koennen wirst.

    Und wenn du dann wirklich Zweifel bekommst und an deine Grenzen stoesst, koennen dir hier jede Menge Leute kompetente Hilfestellung zu konkreten Fragen geben.

  • Zitat

    Da hast du schon die Grundlage: Klarheit und Konsequenz.
    Ich arbeite sehr viel über Leckerli, was bei Hunden aus schlechter Haltung oder von der Straße, von denen viele in ihrem Leben echten Hunger kennen gelernt haben, natürlich nahe liegt. Dennoch heißt das nicht, dass die Hunde nur gehört hätten, wenn das Leckerli in der Hand ist.
    Wenn dein Negro (schöner Name übrigens, nichts Alltägliches) besser über Streicheleinheiten, viel Trara und Lob (ich sag dazu immer "Party" :ops: ) zu motivieren ist, spricht nichts dagegen, diese Belohnungen einzusetzen, um ihn zu bestätigen. Meiner Erfahrung nach ist Futter etwas, womit du fast jedes Tier kriegst . Wenn Negro also erst mal weiß, was du von ihm willst und kapiert hat, dass für ihn evtl. was rausspringt, wenn er das Gewünschte tut, dann kannst du die Futterbelohnung nach und nach ausschleichen. So wirst du nicht zum Futterautomaten degradiert, kannst aber dennoch auf eine sehr naheliegende Art der Bestätigung zurückgreifen.
    Ich wünsche dir einen sehr guten Start mit dem Großen und hoffe, bald von euren ersten gemeinsamen Erlebnissen hier lesen zu können.

  • Hallo zusammen,

    ich habe ebenfalls einen "Strassenköter". Ihr Name ist Luna und sie ist geschätzte 1,5 Jahre. Ein Hund mittlerer Größe mit ca 17 Kg.

    Grundgehorsam gleich 0. Stubenrein zu 100%.

    Mittlerweile habe ich es mit Leckerlis soweit gebracht, daß sie auf ihren Namen reagiert. Sie hat einen seeeeeehr ausgeprägten Jagdtrieb. Dann kommt hinzu, daß sie auf Autos, Roller, Fahrräder und Traktoren losgeht. An der Leine kann man sehr gut mir ihr laufen, wenn man das Ziehen mal ausser Acht läßt.

    In diesen 3 Wochen hier zuhause haben wir es geschafft, daß sie schon größtenteils auf ihren Namen reagiert. Mit Leckerlis und Mitarbeit der Hände macht sie Sitz und Platz (Leckerli über den Kopf macht sie Sitz und Leckerli in der Hand auf den Boden Platz). Aber mit Worten und Zeichen gehtl da noch nichts. Kommt bestimmt irgendwann auch ;) .

    Jetzt gerade übe ich den Augenkontakt mit ihr. Ich sage ihren Namen und wenn sie mir in die Augen schaut, gibt es das Leckerli. Hat sie wahnsinnig schnell im Griff gehabt :D .

    Mehr geht jetzt im Moment nicht und wird wohl auch nicht ratsam sein. In diesen 3 Wochen hat ihr Leben sowas von einem rapiden Wechsel erlebt, da lassen wir jetzt erstmal eine gewisse Konstante walten :roll:

    Hundeschule für Grundgehorsam ist schon gebucht. Unsere Schnupperstunde wurde von ihr super angenommen :lol:

    Also ich denke, daß man diesen Straßenhunden wohl nur über Belohnung und Bestätigung etwas beibringen kann. Bei Snoopy brauchte ich das nicht. Er ist ein Fundhund aus Deutschland und war schon fast gänzlich erzogen. Ich war bei ihm eine "Nicht-Leckerli-Mitschlepp-Tante" :D .

    Viele Grüße
    Petra

  • Zitat


    Mmh, mir sind am Anfang eher die Alltagstauglichkeitsverhaltensweisen wichtig. Also gescheit an der Leine laufen, ohne Leine in meinem Radius bleiben, Rückruf, Abbruchsignal und vor allem Ruhezeiten, an der Leine warten, sich ruhig verhalten, ruhiges Verhalten in der Wohnung... Sitz, Platz und Fuß kommt bei mir immer erst dran, wenn der Rest funktioniert.
    Viele Grüße Corinna


    Das ist richtig. Vor all dem sollte aber der Aufbau einer guten Bindung stehen.
    Ein Hund mit enger Bindung zu seinem Menschen läßt mein Herz entschieden höher schlagen, als ein Hund, der zwar schon Sitz, Platz..... kann, aber noch keinen richtigen Draht zu seinem Menschen hat.
    LG

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