Nur mal Theorie: Unverträglichkeit
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Hey,
Ich hab selbst kein akutess Problem mit unverträglichem Hund, aber mich interessierts, wie man dieses Problem angehen kann.
Gründe für Unverträglichkeiten mit anderen Hunden gibt es ja zuhauf, drum hab ich mir mal ein paar Beispiele überlegt.
1) Hofhund, der von Welpe an alleine lebt und keinen Kontakt zu anderen Hunden hat. Ergo nicht (ausreichend) sozialisiert ist. Kommt mit meinetwegen 4 Jahren vom Hof weg und versteht sich nicht mit anderen Hunden
2) Hund wurde von anderen Hunden angegriffen und verletzt, seitdem reagiert er auf andere Hunde aggressivHmm, oder wie war es bei eurem Hund? Wie kam es zur Unverträglichkeit, wie habt ihr daran gearbeitet? Hattet ihr einen Trainer oder habt ihr es alleine geschafft? Oder lasst ihr euren Hund einfach?
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8. März 2012 um 19:25
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Nur mal Theorie: Unverträglichkeit - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Mein Bungee, 14 Monate im Züchterrudel gelebt, mußte da klar kommen sowohl mit den
Hündinnen als auch mit den drei erwachsenen Deckrüden. Sein Problem, nur vermutlich,
er hatte gelernt alles selber zu regeln. Dazu war er auch bereit andere erwachsene Rüden
anzugreifen. Er ist aber kein Selber-Regler, sozusagen.
Er mußte eigentlich nichts lernen, nur ich mußte lernen die Führung zu übernehmen und
ihm Sicherheit geben. Auf dem Hundeplatz habe ich dann viel mit erwachsenen Rüden
gemeinsam trainiert, da konnte nicht zuletzt ich mich sicher fühlen und das dann auch
ausstrahlen. Der Leinenpöbler lernte, dass er nichts regeln muß. Er lernte bei mir Schutz
zu suchen. Kleine Rückfälle wurden sofort durch Druck meinerseits und einfordern der
Aufmerksamkeit beantwortet. Blickkontakt und signalisierte Gesprächsbereitschaft seiner-
seits sofort belohnt. Durch Wegnahme des Drucks, nicht durch Kekse!
Auf anraten der Trainerin wurde auch ein Kastr-Chip gesetzt, der den Beweis brachte,
dass es ein Erziehungs- und Respektproblem war und nicht sexuell motiviert. -
Kann nur aus Erfahrung mit meinem eigenen Wufflchen sprechen.
Hatten ihn aus dem Tierheim. Dort wurde er (aufgrund von noch sichtbaren Narben) anscheinend von anderen Hunden angegriffen. Als wir ihn bekamen, versuchte er jeden anderen Hund auf hunderte von Metern anzugreifen, dabei sprang er in die Leine, fletschte, bellte usw.
Daher hab ich mich mit ihm, noch bevor wir ihn bekamen, bei einer HuSchu angemeldet. Die ersten Male bestanden aus sehr kurzen Intervallen (max. 15 Minuten Training), wobei mein Hund langsam in Schlangenlinien an den anderen aus großer Entfernung herangeführt wurde. Anfangs noch durch die Trainerin, nach Unterweisung, auf welche Signale ich zu achten hatte, durfte ich mich dann auch versuchen. Die Trainingshunde waren immer gut sozialisierte Hunde, die abgelenkt wurde, damit sie meinen nicht beachteten. So konnten wir uns innerhalb von 4 Versuchen auf ca. 3-4 Meter annähren und auch hinter den anderen Hunden hergehen.
Zu Hause sollte ich möglichst jeden Hundekontakt für die ersten Wochen meiden, damit er sich nicht wieder darauf einschießen kann (ist aber gar nicht so einfach, bei den vielen frei laufenden, "gut erzogenen", "tut ja nix"-Hunden, die auch auf den 20.ten Rückruf immer noch ein meinem klebten..... selbst Bögen mit bis zu 30m! Abstand halfen nichts).
Nach ca. 6 Wochen konnte ich ihn dann in einem kleinen Rudel (max. 2-3 andere Hunde) auf dem Platz frei laufen lassen. Aber NUR auf dem Platz. Dort ging es deutlich schneller vorwärts. Zu Hause zog sich das Training über fast 6 Monate, bis wir die ersten Hundebegegnungen hatten, die nicht in Raufereien ausarteten. D.h. solange mein Hund locker war, nicht drohte etc. wurde er gelobt (mit Streicheleinheiten, Spielchen etc.). Wenn ich merkte, dass er sich verspannte, gingen wir einen Bogen oder kehrten um und ich versuchte ihn abzulenken. Was ich NIE machen durft, war ihn absetzen oder hinlegen zu lassen, da er dann Panik bekam und sich ausgeliefert fühlte.Ein besonders wichtiger Punkt war aber auch die Arbeit an mir selbst! Anfangs war mein Puls schon bei 180, bevor wir überhaupt die Haustür hinter uns geschlossen hatten. Und kaum sahen wir einen anderen Hund, verkrampfte ich mich, wurde hektisch und unsicher, gab die falschen Signale, was meinen Kleinen noch mehr beunruhigte. Erst als auch ich selbst selbstsicherer wurde, kamen die großen Fortschritte.
Jetzt nach 2 Jahren kann ich ihn bei Fuß, meist sogar ohne Leine, an anderen Hunden vorbei führen. Wenn ich wieder Anzeichen von Unsicherheit bemerke, wird wieder vermehrt trainiert. So kommen wir miteinander und auch mit anderen gut aus.
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Ah, also bei Perios gings eher durch langsames Antasten und bei Yorkie-Fan durch Orientierung am Besitzer?
Wie meinst du das mit "Auf- und Abbau von Druck"? Was habt ihr da gemacht? -
Das Problem war, dass ich meinen Hund gar nicht erreichte. Er flippte komplett aus
wenn uns ein anderer Hund entgegen kam, speziell bei Rüden. Den mit Leckerli ablenk
Blödsinn habe ich versucht. Null Erfolg. Kekse schaffen keine Beziehung.
Ich habe ihm dann den Weg abgeschnitten und ihn zurück gescheucht. Zunächst ist
er direkt gegen mich gelaufen, hat das gar nicht wahr genommen. Ich habe ihn noch
stärker bedrängt und dann blieb ihm nichts anderes übrig als erstaunt zu mir zu schauen.
Auf diesen kleinen Blick habe ich gewartet und bin sofort einen Schritt von ihm zurück
gegangen und habe ihn freundlich angesprochen. Das war dann unser Durchbruch, er
hat in kürzester Zeit gelernt die Verantwortung auf mich abzugeben. Heute reicht im
Zweifel ein leichtes Hey und drehen in seine Richtung und er ist sofort bei mir.
Andere Hunde ignoriert er inzwischen im Freilauf, er möchte keinen Kontakt und muß er
auch nicht haben. Spielen und toben tut er mit meinem anderen Hund, die beiden sind
richtig dicke Kumpler geworden.
Was er brauchte war eine souveräne, gelassene Führung mt sicherem Auftreten in
Stressituationen. Und daran arbeite ich
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Ahh oke, verstanden :-)
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"Schnelles" Arbeiten war und ist auch bis heute mit meinem Hund nicht möglich. Er ist immer noch ein eher unsicherer Hund, wenn auch bereits deutlich besser und hätte ich ihn, wie YorkiFan, blockiert und wäre auf ihn zugegangen, hätte er sofort dicht gemacht, mich auch noch als Feind betrachtet und eine Arbeit wäre nich mehr möglich gewesen.
Leckerlies waren, besonders anfangs, keine Hilfe, da er in Stresssituationen absolut nichts mehr frass.... und man muß erstmal Hilfe finden, wenn man einen sehr sensiblen, nicht Leckerlie-gierigen Hund hat
Da hört bei den meisten Trainern das Wissen schon auf.... -
Ganz andere Theorie:
Unverträglichkeit/Verträglichkeit ist in erster Linie eine Frage des angeborenen Charakters.Ich habe hier zwei Hunde mit vollkommen unterschiedlicher Sozilisation und vollkommen unterschiedlichem Verhalten.
Naomi durfte die ersten Jahre ihres Lebens keinen Kontakt mit anderen Hunden haben. Alle paar Monate mal schnüffeln, wenn der Besitzer es nicht verhindern konnte sonst gab es da nichts.
Mr Ekko hatte von Welpenbeinen an regelmäßigen, kontrollierten Kontakt mit Artgenossen, durfte spielen und hat nie eine schlechte Erfahrung gemacht.Naomi ist heute universell verträglich. Andere Hunde sind ihr eher egal, sie muss nicht umbedingt hin, verträgt sich beim Treffen jedoch mit alles und jedem und sammelt Welpen. Mr Ekko interessiert sich brennend für jeden Hund der am Horizont auftaucht, kann 70% davon aber auf den Tod nicht leiden.
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