Jagdtrieb? Hüten? Rumpöbeln?

  • Hallo Foris,

    bisher hab ich noch nicht das gefunden, was ich suche.
    Hab zur Zeit einen kleinen Pflegi bei uns.
    5 Monate, Hütehundmix (evtl mit Husky?), im Haus superlieb, unauffällig, stubenrein, quasi ein Traum von Hund.
    Er ist seit einer Woche bei mir (kommt von Malle) und hat sich hier ganz gut eingelebt.
    Nachdem ich festgestellt habe, dass er draußen absolut nicht ansprechbar und daher nicht ableinbar ist, trägt er jetzt Schleppleine. Hierzu hab ich mich auch schon reichlich eingelesen und ich mache sicher nur die Anfänge, da er ja vermittelt wird aber ich würde gerne einen guten Grundstein legen. Bisher hab ich mit ihm genauso verfahren, wie mit allen anderen Hunden aber er ist da iwie nicht für zugänglich.
    Ich kann draußen Party machen, Superlecker anbieten (selbst bei Hunger)D weglaufen, er hat die Nase am Boden, im Boden, buddelt, springt hinter Vögeln, Blättern u.ä. her, ist absolut nicht abzulenken.
    Da er eindeutig ein Hütehundmix ist (Border und/oder Aussie + X) überlege ich nun, ob das fehlgeleitetes Hüteverhalten ist, oder ob da ein Jagdtrieb zu erkennen ist oder obs die Pöbelphase ist. Bin mir da echt unsicher, so ein Kaliber hatte ich bisher nicht.
    Wie geh ich weiter vor? Ich will den Kurzen ja nicht "noch mehr" versauen und den zukünftigen Besitzern da helfen.
    Oder soll ich das einfach laufen lassen und die 2 Wochen die er noch hier ist aussitzen? Letztlich bringt mich das auch nicht weiter, ich muss ja 2 Wochen mit ihm das Draussen meistern.

    LG Mone

  • Der kleine Kerl ist 5 Monate alt, hat in seinem kurzen Leben schon einiges erlebt, Besitzerwechsel, Umzug von E nach D, .... nun ist er seit 1 (EINER) Woche bei dir, ein halbes Kind und du wunderst dich über mangelnde Aufmerksamkeit !?
    Gib dem Kleinen Zeit, lernt euch erstmal kennen und gib ihm erstmal die Chance eine Beziehung aufzubauen. Beweis dich als souveränen Halt in seinem Leben und erkundet die Welt, dann wird er auch anfangen dich anders wahrzunehmen.


    Gruß, staffy

  • Also im Prinzip laufen lassen wie es ist, denn der Kleine Mann wird nächste/spätestens übernächste Woche zu seiner neuen Familie wechseln, falls bei der Vorkontrolle alles glatt läuft.
    Da muß er sich ja wieder eingewöhnen.

    Mal davon abgesehen, hatte ich dieses Aufmerksamkeitsdefizit bisher nie bei den Pflegis, eigendlich kleben die einem am Bein. :???:

    Danke für deine Antwort

  • Huhu :)
    naja also ich denke mal, dass für ihn im Moment alles interessanter ist als du, ich meine wenn er erst seit 1 woche in der neuen Umgebung ist, ist es denk ich mal normal, aber ich würde auf jeden Fall so weiter machen mit dem Schleppleinentraining.Also hol ihn immer zu dir wenn du merkst, dass er "in einer anderen Welt ist" und alles um sich vergisst.Meiner hat früher auch immer auf stur gestellt und lieber alles erkundet, anstatt irgendwelche Spielchen oder sonstiges zu machen.Doch mittlerweile ist es bedeutend besser, denn er schaut jeden Meter, den er läuft immer zu mir und wenn er doch mal in seiner Welt verschwindet, versteck ich mich und er sucht mich verzweifelt :lol: Klar wird es bei euch nie so weit kommen, wenn du ihn in einer Woche wieder abgeben musst, aber vielleicht verbessert es sich ja doch :) Übrigens in meinem Mischling ist auf ein Hütehund drin (Tibetterier) :) , aber ich glaube nicht, dass das etwas mit der Rasse zu tun hat.Vielleicht hilft es ihm auch wenn du jeden Tag den gleichen Weg mit ihm läufst, dass es dann nicht mehr ganz neu für ihn ist?
    naja noch viel Erfolg wünsch ich euch beiden =)

  • Ich seh das ähnlich wie staffy!
    Der Hund wird ziemlich überfordert sein...wo kommt der genau her, wie ist der aufgewachsen?...vielleicht kennt der die Dinge des täglichen Spaziergangs gar nicht.
    Bleib selber ruhig, sichere ihn mit einer Schleppleine...und den Rest...den müssen dann wohl die neuen Besitzer übernehmen...
    Bereite sie einfach darauf vor... :D ...mehr kannst du nicht tun!

  • Ich war heute im Wald (wir sind fast immer im Wald) und hab die normale Leine genommen, nen Haufen Leckerli in der Tasche und immer wieder rangerufen, Richtungswechsel gemacht usw.
    Aber ich hab ihn auch beobachtet und bin der Meinung, das er tatsächlich mit der ganzen Umgebung überfordert ist, zuviele Eindrücke hat. Er hat viel geblinzelt, beim Laufen gegähnt oder exzessiv gebuddelt. Ich hab dann einfach angefangen, ihn auf Baumstümpfe springen zu lassen und dann Leckerli gegeben. Siehe da, ich war NR 1! Am dem 4. Baumstamm ist er von selbst raufgesprungen und hat sich hingesetzt und aufs Leckerli gewartet. Quasi auf Aufgaben gewartet und dabei hat er alles drumherum ausgeblendet.

    Jetzt ist er fix und foxi und pennt. Wer schläft, kann keine Schuhe fressen. :D

    Und ich merke, er kommt so langsam an.

    Ursprünglich kommt der Kleine aus einer Perrera auf Mallorca. Tierschützer haben ihn dort halb verhungert und krank rausgeholt und aufgepäppelt, bis er flugfähig war und die Pflegestelle frei war. Er ist überglücklich nur im Haus liegen zu dürfen, den Kamin findet er super und sein eigenes Körbchen wird heiß und innig geliebt. Unfassbar, dass er auf jeden freundlich zugeht und sich über alles freut bei der Vorgeschichte.

    Ich fang halt sofort mit Programm an, weil ich das bei meinem ersten Pflegi nicht gemacht hab. Hab gedacht, der geht eh in spätestens 4 Wochen und dann können sich die neuen Besitzer mit der Erziehung rumschlagen. Fataler Fehler, Madamme war 4 Monate bei uns und ihre Defizite haben sich auf meine Hunde übertragen. Sowas passiert mir nicht nochmal.

    LG Mone

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