Kleiner Hund, große Angst!

  • Hallo ihr Lieben,

    mit Neo ist soweit alles super, wir haben nur ein Problem....große Hunde.....

    Neo ist ja nun wirklich nicht groß und ja auch noch jung ( 5 1/2 Monate) aber ich kenne kleine Hunde grade Terrier eigentlich oft so das die auch mal große Hunde den Ton angeben. Bei Neo ist das aber völlig anders, sobald der Hund gegenüber um etwas grösser ist und dann auch noch Interesse an ihm zeigt, sei es spielen wollen, schnüffeln oder so, wird Neo ganz ganz klein, die Ohren gehen nach hinten und manchmal macht er sogar pippi. Er läuft dann nur so gekrümmt und hat glaube ich fürchterliche Angst...Ich weiß nicht wie ich ihm da helfen soll, auf den Arm nehmen soll man ja auch nicht. Die meisten großen Hunde spielen aber auch richtig grob.....Mit kleineren Hunden kann er gut spielen, sind ja auch im Gehorsam 1 in der Hundeschule, da spielt er dann mit Junghunden in seiner Grösse.

    Wenn ich z.B. mit meiner Cousine und meiner besten Freundin spazieren gehe (1 Mops und 1 Ridgeback) ist alles gut, solange der Ridgeback ihn nicht beachtet ...läuft dieser auf ihn zu drückt er sich auf den Boden und bleibt liegen.... Wir scheuchen den großen dann immer weg... aber was mach ich falsch? Hat er einfach das Selbstvertrauen noch nicht? Oder ist irgendwas schief gelaufen? :hilfe: :hilfe:

    LG Carina und Neo

  • Ich bin Anfängerin und kann Dir keinen superqualifizerten Rat geben, aber abgesehen von der Pinkelei verhält sich meine auch so - sie ist bei bestimmten Hunden extrem unterwürfig. Der riesige Schäfimix Arko z.B. - zu dem robbt sie geradezu auf dem Bauch. Nach den Begrüßen entspannt sie sich aber (der Große mag sie) leckt ihm die Ohren etc. und wuselt um ihn rum und himmelt ihn an.
    Ich würde mich vor einem Menschenriesen auch respektvoll und unterwürfig verhalten. (Ich habe vor kurzem meinen ersten Ridgeback live gesehen - halleluja, was riesige Hunde! Und diese Tatzen!!! Meine Maus hat einen weiten Bogen um die Hündin gemacht und wurde von ihr auch nicht beachtet. Der anwesende Labrador wurde sofort in seine Schranken gewiesen und das war's. Danach hat sich Frau Herzogin würdevoll neben ihr Herrchen gelegt und die beiden 'Kleinen' nicht weiter beachtet :-) )

    Bleibt er denn in dieser unterwürfigen Haltung? Denn wenn die Hierarchie einmal klar ist, sollte sich die Aufgeregung eigentlich ein bisschen legen - tut es zumindest bei uns.

    Meine Maus ist unter ihrer Neugier und begeisterter Spielfreude ein eher nervöser, ängstlicher Hund - das war sie schon immer. Uns sie ist halt auch in dieser Gegend fast immer die Kleinste und Schwächste. Allerdings ist sie auch ein 5 Monate alter Welpe, der fast keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht hat und deshalb liebt sie (noch) alles und jeden. Und wenn sie wirklich mal auf einen Hund trifft, der schwächer ist als sie kann sie ein ganz schönes Biest werden. Jedenfalls mus ich sie bei Shitzus und Möpsen auch immer wieder mal runterpflücken oder bremsen.

    Ich habe große Hunde immer nur abgeblockt, wenn sie zu stürmisch auf uns zu gerannt kamen. Ansonsten war ich einfach nah dabei, hatte ein Auge drauf, dass meine Maus nicht unten liegt obwohl sie fiept (passiert praktisch nie - fast alle Hunden haben immer sofort aufgehört, wenn sie schreit) und habe mich hingehockt und mit Körper und Beinen Schutz gegeben, wenn sie das Gefühl hatte, ihn zu brauchen. Mit manchen Hunden (Boxer, Huskies) geht spielen gar nicht, mit anderen (Windhunden egal wie groß) geht es ganz gut - ist halt auch eine Typfrage und wie die Hunde von Natur aus spielen. Manche raufen eben gerne (auch Terrier, die übrigens gern auch mal zu ein bisschen Größenwahn neigen ;-) ) während andere lieber Fangen spielen. Das verträgt sich halt manchmal nicht und dann muss eine Partei eben weitergehen.

    Hast Du denn Angst vor dem großen Hunden? Das kann sich nämlich übertragen.

  • Zitat

    Bleibt er denn in dieser unterwürfigen Haltung? Denn wenn die Hierarchie einmal klar ist, sollte sich die Aufgeregung eigentlich ein bisschen legen - tut es zumindest bei uns.

    Also sobald wir dann weitergehen oder halt wenn wir zusammen laufen ist alles gut, dann entspannt er sich, kann auch rennen und hat Spaß...aber sobald sich der Ridgeback dann umdreht oder zu ihm geht, geht er halt wieder in diese unterwürfige Haltung. Dabei würde dieser so gerne mit ihm spielen, ist ja auch noch jung mit 8 Monaten...halt nur um einiges grösser und nicht Neo´s Gewichtsklasse....

    Neo spielt aber auch eigentlich relativ ruhig, von einem anderen Welpen "runterpflücken" musste ich ihn noch nie, er ist da eher vorsichtig! Fremde Menschen dagegen liebt er über alles :D


    Zitat

    Hast Du denn Angst vor dem großen Hunden? Das kann sich nämlich übertragen.

    Das kann ich zum Glück ausschliessen, ich muss nicht jeden Hund sofort knuddeln, aber Angst hab ich keine :) Aber ist ja gut zu wissen, das es bei anderen auch ähnlich ist, vllt kommt das einfach wenn er älter wird, hoffe ich zumindest.

  • Hallo :smile: ,

    ich glaube einfach, es gibt auch verschiedene Charakteren bei Hunden - ebenso wie bei Menschen. Da gibt es die, die mit allen gut Freund sind, andere, die eher Einzelgänger sind oder alles dazwischen eben auch.

    Einen 8-monatigen Jungspund, der dauernd "spielen will" (und dabei vielleicht ziemlich frech Grenzen überschreitet ;) ) egal ob gross oder klein, mag meine z.B. gar nicht - die eher zu den Eigenbrötlern gehört. Andere höfliche, die sich ihr langsam und nach allen Regeln der Hundesprache nähern - damit hat sie gar kein Problem.

    Möchte damit einfach sagen: es gibt unterschiedliche Typen: ernsthaftere, verspieltere, kindischere, oder eigenbrötlerische Hunde. Versuche einfach, rauszukriegen, was Dein Liebling will und respektiere das dann. Nicht jeder Hund mag dauerbespielt werden, sondern empfindet das als Frechheit, als unangenehm und aufdringlich. Deshalb ist er noch lange nicht gestört.

    Die Persönlichkeit Deines Hundes entwickelt sich ja erst, in sofern ist es schwer, schon abzusehen, wie er wird. Aber so lange Du ihn schützt, wenn nötig, und selbst keine Angst hast, ihm aber auch hilfst, selbstständig zu kommunizieren, wird er sich entwickeln können. Hilfreich sind auch "Bodyguards" :D zum Gassigehen zu suchen - d.h. souveräne Althunde, die nicht dauerspielen und die Hundekommunikation beherrschen.

    Ich vertraue 100 % dem Instinkt meiner Kleinen - wenn sie einen Bogen läuft, kann ich davon ausgehen, dass der andere Hund nicht koscher ist. ;) Sie ist erwachsen und weiss ganz genau, was Sache ist.

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