Hundeerziehung unter erschwerten Bedingungen möglich?
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Hallo liebes DogForum,
bisher war ich nur stiller Mitleser, doch nun habe ich eine Frage zum Thema Hundeerziehung.
Bei uns leben ein 7-jähriger Podenco-Mix Rüde und eine 1-jährige Berger Picard-Mix Hündin. Beide Hunde stammen ursprünglich aus Spanien und wurden dort auf der Straße aufgegriffen. Die Hündin muss zudem irgendwann in ihrem Leben misshandelt worden sein, denn sie hat keine Ohren mehr und nur einen sehr kurzen Schwanz. Der Rüde kam vor 6 Jahren direkt aus dem Tierheim zu uns. Die Hündin lebte ungefähr 8 Wochen hier bei einer Familie, diese musste den Hund leider abgeben, da es Probleme mit ihr gab. Seit 5 Wochen ist sie nun bei uns. Vom Wesen sind beide Hunde eher unsicher. Die Hündin hat zudem noch sehr viele Ängste und reagiert mit Knurren, Bellen oder Rückzug(je nach Situation).
Mein Partner und ich sind beide selbstständig und arbeiten viel von zu Hause aus. Allerdings helfe ich auch jeden Tag meinen Eltern in ihrem Unternehmen. Und das ist auch das eigentliche Problem. Die Hunde nehme ich in dieser Zeit mit. Leider meint es mein Vater zu gut mit den Hunden. Er hat auch noch eine 13-jährige Border Collie Hündin. Für alles bekommen sie Leckerlies. Laufen Sie ihm hinterher, ärgern sie ihn, kratzen an ihm, springen hoch - alles wird mit "feiner Hund" und Leckerlie "belohnt". Im glauben, dass sie ihn dann in Ruhe lassen. Die Hunde auf ihren Platz schicken ist dann überhaupt nicht mehr möglich. Zu Hause gehen sie auf ihren Platz und bleiben auch dort. Aber bei meinen Eltern ist es momentan nicht möglich.
Reden bringt auch nichts. Ich habe mir schon den Mund fusselig geredet. Er lässt es nicht bleiben.....

Kann man trotz erschwerter Situationen die Hunde einigermaßen erziehen??????

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Hi,
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Hi FluBen,
ich glaube, wenn reden, wie du schreibst, nix mehr bringt, dann würde ich die Hunde Zuhause lassen, wenn du bei deinen Eltern bist... Und mir damit den Stress ehrlich gesagt ersparen...

Oder spricht etwas dagegen? Können beide Hunde alleine bleiben? Und wie lange wäre das dann?Viele Grüße,
Annika -
Danke für die schnelle Antwort.
Der Rüde kann alleine bleiben, die Hündin momentan nur bedingt.
Sie wären dann durchaus teilweise mehr als 6 Stunden alleine.... und das möchte ich ihnen nicht unbedingt täglich antun. Klar es gebe schlimmeres, aber eigentlich passt es hier ja gut. Die Hunde stören keinen....
Meine Befürchtung ist halt, dass sie dieses "Ach ich darf ja eh alles" auf die gesamte Erziehung umwälzen... Bei mir machen sie da nie. Sie kratzen nie an mir rum oder springen hoch um ein Leckerlie zu fordern. Sie machen das nur bei meinem Vater.....
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Also:
Ich denke, dass Hunde recht gut einschätzen können, mit wem sie was machen können und was nicht und wenn du ja schreibst, dass sie sich bei deinem Vater ganz anders verhalten als bei dir, dann ist das doch Grund zu Hoffnung, dass es sich auch nur auf ihn beschränkt. Solltest du allerdings merken, dass solche Spirenzchen von den Hunden auf dich oder andere Personen übertragen werden, würde ich mir doch noch mal Gedanken machen.Weißt du, für mich liest es sich so, als würde es dich mega nerven, wie dein Vater mit deinen Hunden umgeht. Das halte ich für ziemlich ungesund auf Dauer... Ich glaube, ich würde der Hündin langsam das Alleine bleiben beibringen und jemanden suchen, der sie dann zwischendrin rauslässt, mit ihnen spazieren geht... Kann das nicht auch dein Freund übernehmen? Du sagtest ja, dass ihr viel Zuhause arbeitet???
Viele Grüße!
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Nerven tut mich das nicht direkt, ich finde es ja schön, dass er so vernarrt in die Hunde ist, aber ich habe einfach die Befürchtung, dass die Erfolge damit zunichte gemacht werden. Vor allem ist er ja selber genervt, wenn die Hunde so richtig pentrant sind und ein Leckerlie nach dem anderen erbetteln wollen.... Zudem stacheln sich die Hunde damit gegenseitig auf, wenn drei Hunde gleichzeitig Aufmerksamkeit und Futter wollen.... Da kommt es auch vor, dass meine Hündin seine Hündin anknurrt und vertreibt.
Die Hunde zu Hause lassen geht leider nur bedingt, da mein Freund auch an 2 Tagen den ganzen Tag bei einem Kunden vor Ort ist.....
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Zitat
Vor allem ist er ja selber genervt, wenn die Hunde so richtig pentrant sind und ein Leckerlie nach dem anderen erbetteln wollen....
Sag ihm warum das so ist - JEDESMAL wenn er genervt ist.ZitatZudem stacheln sich die Hunde damit gegenseitig auf, wenn drei Hunde gleichzeitig Aufmerksamkeit und Futter wollen.... Da kommt es auch vor, dass meine Hündin seine Hündin anknurrt und vertreibt.
Da wäre bei mir Feierabend. Aggressionen dadurch fördern und bestätigen geht gar nicht. Meine Meinung.Mein Tipp: Verleide deinen Hunden die Leckerlis, wenn alles Reden nichts hilft. Konditioniere da ein Verbot drauf und bestätige bei dir mit etwas weitaus besserem.
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Huhu,
kannst Du das nicht irgendwie umkehren? Das die Hunde Leckerlis von Deinem Vater Leckerlis bekommen dürfen,
wenn er sie z. B. auf ihren Platz bringt bekommen sie eins, wenn sie brav liegen bleiben bekommen sie eins.Oder wenn sie ihm hinterherlaufen, kann er kleine Übungen wie Sitz, Platz, Bleib usw. einbauen, dann darf er ihnen etwas geben.
Ich weiß nicht, wie gut das zu realisieren ist während ihr arbeitet, aber wir hatten ein ähnliches Problem mit meinen Schwiegereltern, der Hund guckt ja so lieb und hungrig-Leckerchen, der Hund guckt so traurig-Leckerchen.....
Es hat länger gedauert, aber irgendwann konnten wir sie dann überzeugen, dass Fine wenigstens etwas für ihr Leckerchen tun soll und nicht einfach vollgestopft wird.Eine andere Idee wäre, falls Du Trockenfutter gibst, es Deinem Vater zu geben, dann kann er es den Tag über an die Hunde verteilen.
Liebe Grüße Ina
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Es ist auf jeden Fall leichter, Hunde zu erziehen, als Väter.

Wenn das mit dem Gegeneinander-Gehen nicht wäre, würde ich es einfach lassen, wie es ist. Denn wie schon geschrieben wurde, Hunde können da ganz ausgezeichnet auseinanderhalten, was bei wem geht und bei wem nicht. DAS wäre also gar nicht so sehr meine Sorge. Dein Vater müßte halt auf Dauer mit den "Geistern, die er rief" klar kommen, wenn ihn das jetzt schon selbst ein wenig nervt, ist das vielleicht der Anfang zur Besserung? Und da würden statt Ratschläge der Tochter möglicherweise ein, zwei Bücher zum Thema Hundeausbildung besser ankommen? Die kann er heimlich still und leise nachlesen....und selbst auf einen neuen Umgang mit den Hunden kommen....manchmal muss man diplomatische Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen.
LG, Chris
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Zitat
Es ist auf jeden Fall leichter, Hunde zu erziehen, als Väter.

Wenn das mit dem Gegeneinander-Gehen nicht wäre, würde ich es einfach lassen, wie es ist. Denn wie schon geschrieben wurde, Hunde können da ganz ausgezeichnet auseinanderhalten, was bei wem geht und bei wem nicht. DAS wäre also gar nicht so sehr meine Sorge. Dein Vater müßte halt auf Dauer mit den "Geistern, die er rief" klar kommen, wenn ihn das jetzt schon selbst ein wenig nervt, ist das vielleicht der Anfang zur Besserung? Und da würden statt Ratschläge der Tochter möglicherweise ein, zwei Bücher zum Thema Hundeausbildung besser ankommen? Die kann er heimlich still und leise nachlesen....und selbst auf einen neuen Umgang mit den Hunden kommen....manchmal muss man diplomatische Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen.
LG, Chris
...oder es auf einen Streit ankommen lassen. Du hilfst bei deinen Eltern im Unternehmen aus? Es ist deine Hündin? Dann bestimmst du auch die Regeln. Es kann ja nicht sein, dass du es hinnehmen musst, dass sich dein Vater deinem "Verbot" widersetzt. Stell dir vor, dein Hund darf aus irgendwelchen Gründen keine Leckerchen. (Allergie, etc) Und er würde trotzdem einfach welche in deinen Hund schieben. Das geht einfach nicht. Du erziehst den Hund, du stellst die Regeln auf.
Ich an deiner Stelle würde es auf den Konflikt ankommen lassen. Du kannst es ihm ja hinterher noch mal in Ruhe erklären.Rebellische Grüße
Nele -
Zitat
Es ist auf jeden Fall leichter, Hunde zu erziehen, als Väter.
Ja, da ist etwas wahres dran

Also das gegeneinander gehen unterbindet er zum Glück bzw. sagt er dann schon ein bestimmtes "NEIN".... Meine Fluffy (Hündin) kapiert das auch...
Die anderen Vorschläge finde ich auch sehr gut. Das mit dem Buch wäre auf jeden Fall ne Idee. Immerhin möchte er, wenn seine Hündin mal nicht mehr ist, wieder einen Border Collie Welpen..... Mit ihr hatte er auf jeden Fall Glück... Sie ist einer der wenigen BCs die sehr pflegeleicht sind und die Grunddinge habe ich ihr auch beigebracht.
Ich sagte auch schon, dass er wenn dann schon etwas verlangen soll von den Hunden - sprich: ein Sitz oder Platz oder eben wenn sie in ihren Korb gehen. Aber er ist da anderer Meinung. Er meint, dass sich die Hunde in erster Linie wohlfühlen sollen hier und dass Fluffy das auch von alleine alles lernt.... Auch die Angst, die sie vor fremden Menchen hat nimmt er nicht ernst.
- Vor einem Moment
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