Unser Alltag - Was mache ich falsch ??

  • Na...das ist doch wunderbar...
    Aber fall nicht von einem Extrem ins nächste...
    Der Hund brauch schon Bewegung und Abwechslung, aber vermeide erstmal alles, was ihn hochfährt.
    Und diese Dinge (Apportieren etc.) baust du dann irgendwann wieder kleinschrittig auf...
    Und die Leinenführigkeit trainierst du NATÜRLICH weiter... ;)

    Wenn ihn die Handfütterung aufregt lässt du das...wenn nicht, dann spricht ja nichts dagegen...

  • Nein. Wir werden unsere Runden weiter drehen. Ich werde nur Übungen soweit weglassen. Nur das was eben sein muss und apportieren fällt erstmal aus. ;)

    Handfütterung regt ihn eigentlich nicht auf. Im Gegenteil. Sonst schlingt er so sehr. Obwohl ich beide Hunde getrennt füttere.

  • Ich finde es sehr löblich von dir, dass du das Verhalten des Hundes als das einstufst, was es ist, nämlich ein Problem.
    Leider finden genau dieses übertrieben klebige und nichts-mehr-außer-dem-HF-sehen immer noch viele Leute toll und fördern dies.
    Musste ich mir auch anhören in meinem Thread, wo ich ein Video zeigte, wie mein Hund grundsätzlich Gassi geht.
    Also langsam runterfahren und Geduld mitbringen, auch wenn es schwer ist. Übrigens hängt die fehlende Leinenführigkeit vermutlich stark damit zusammen, der Hund hat durch den Stress den Drang nach vorne zu stürmen und das geht an einer Leine nicht.
    Seit ich bei meinem Hund darauf achte, dass er nur noch gezielt hochgefahren wird und ich zwischen einem Tag mit Unterordnung und Co, immer ein bis zwei Tage Ruhe einkehren lasse, klappt das Leine-gehen im Grunde problemlos.
    Ist er in anderer Umgebung oder ein Mensch dabei, der sonst nicht da ist, bzw. einfach sich was ändert, ist die Leinenführigkeit dahin.
    Deine Stimmung ist auch entscheidend, hast du nen schlechten Tag erwarte nicht, dass er ruhig ist, das klappt nicht. Da muss man leider Gottes selber runterfahren, bevor der Hund es tut.
    Wenn du da jetzt drauf achtest kann es sein, dass du in nem halben Jahr wieder relativ normal mit ihm umgehen kannst, also mal nen Ball apportieren lassen, und ich kann inzwischen auch Spielzeug mitnehmen, weil ich meinem Hund durch gezielte Signale ganz klare Unterschiede zwischen "Arbeit" (da darf er hochdrehen und auch angespannt sein) und "Pause" (schnuffeln, abreagieren, runterkommen, und einfach mal Hund sein) zeige, was wann angesagt ist.

  • Das ermutigt mich total das wir das auch hinbekommen. Habe mich heute auch an eure Ratschläge gehalten. :)

    Haben morgens die Kleine in den Kindergarten gebracht und danach sind wir noch eine Runde am Feld lang. Dort habe ich Ben und meine Hündin laufen lassen, haben geschnüffelt und gespielt und durften eben ganz Hund sein. :) Dann ging es ohne großes TamTam nach Hause und es gab fressen. Um elf sind wir dann nochmal eine große Runde gelaufen. Viel ohne Leine. Habe immer mal Hier Übungen gemacht, aber kommen tut der Kerl immer wenn ich ihn Rufe. :)
    Und jetzt waren wir nochmal draußen. Er war tagsüber viel ruhiger. Zuhause schenke ich ihm groß keine Beachtung. Er legt sich von allein auf seinen Platz und hat heute auch unheimlich viel geschlafen. Ich bin sprachlos. Echt. Tausend Dank an euch. Ich merke auch, dass es ihm viel besser damit geht. Er ist wirklich schon ruhiger geworden. Klar haben wir noch viel Arbeit vor uns. Aber jetzt bin ich echt optimistisch und euch unglaublich dankbar.

    Beim Spazieren gehen wollte er sich heute immer mal einen Stock schnappen und mich auffordern zum spielen. Man hat richtig gemerkt wie er sich wieder total hochgefahren hat. Habe es dann mit einem deutlichen Nein unterbunden und dann ist er wieder seiner Wege gegangen. :)

  • Hallo Ihr Lieben !!

    Ich muss den Thread jetzt nochmal aus der Versenkung holen, denn wir haben jetzt neue Probleme. :verzweifelt:

    Also zum einen habe ich das mit dem Apportieren ja komplett eingeschränkt und wir sind jetzt immer ganz einfach spazieren gegangen. Seitdem ist Ben nur noch mit der Nase unterwegs. Hat Nase nur noch am Boden und verfällt teilweise wie in Trance. Er zieht wieder wie ein Ochse und Blickkontakt ist gleich Null. Wenn ich ihn anspreche schaut er mich kurz an und dann gehts gleich weiter. Er geht dann auch immer links, rechts, links und ist hypernervös... Bekomme ihn auch nicht ruhig. Beim laufen ohne Leine entfernt er sich immer total weit, kommt aber gleich wenn ich ihn Rufe, entfernt sich dann aber auch wieder umgehend.

    Und auch in der Wohnung ist er ruhiger geworden. Er legt sich auch mal hin und geht von allein auf seinen Platz. Allerdings brauch ich mich nach wie vor, einfach nur bewegen, dann springt er auf. Gehe ich zum Beispiel von Küche uns Bad, oder stehe vom Stuhl auf oder sonstiges, springt er gleich auf, tänzelt nervös um mich rum und springt mir von hinten in Beine. Schicke ihn dann immer wieder auf seinen Platz , aber da bleibt er nicht. Lege ihn dann immer wieder hin, aber er steht jedesmal wieder auf und beim jeden aufstehen duckt er sich mehr ab. Ich lege ihn dann immer wieder ruhig auf seinen Platz, aber er hält es nicht ein und fährt sich dann immer von Null auf Hundert...

    Ich verzweifle bald... :sad2:

  • Mein ehemaliger Patenhund war mit der Nase durchweg am Boden und hat gezogen wie Sau.
    Zuerst wurde natürlich die Leinenführigkeit geübt, so dass ich nicht mehr hinterher flog. Dann habe ich, aus der Not heraus, Leckerlis auf/in Baumstämmen, die am Wegesrand standen, versteckt, die sie suchen musste. Ich weiß nicht warum, aber dieses konzentrierte, unaufgeregte Suchen (ca. 30-45 Minuten) hat sie derart ausgelastet, dass sie die Nase nicht mehr am Boden hatte und v.a. viel lockerer an der Leine lief und auch nicht mehr ständig hin und her sprang.

    Anscheinend musste sie tatsächlich "artgerecht", sie ist ne Bracke, ausgelastet werden und zwar durch Kopfarbeit. Wenn man mit ihr nur spazieren ging, dann war sie nach 4 Stunden noch topfit.

  • Nasenarbeit habe ich auch schon mit ihm gemacht. Zum Beispiel habe ich einen großen Karton, habe Zeitung zerknüllt und habe darin sein Futter versteckt. Da hat er gut zutun und muss mit der Nase arbeiten. Auch draußen habe ich schon Suchspiele mit Futter mit ihm gemacht. Das Problem ist, dass er , solange er was findet ordentlich arbeitet, sobald er nichts mehr findet, sucht er dann immer hektischer und hektischer und fängt dann an wie verrückt im Kreis zu rennen. Wenn ich ihn dann zu mir rufe, kommt er kurz und dann sucht er wieder hektisch. Habe das Gefühl es schaukelt ihn nur noch mehr hoch. Muss dann regelrecht abbrechen und ihn in Wohnung bringen.

  • Vielleicht musst du strukturierter mit ihm arbeiten ? ZOS oder Dummytraining ?
    Vielleicht hilft ihm auch ein " Arbeitsgeschirr oder HB " als äußeres Zeichen, damit klar ist, wann beginnt die Arbeit und wann hört sie auf ?
    Beschreib doch mal, wie du die Suchspiele ablaufen läßt ?

  • Ich denke das ihm für ZOS und Dummytraining die Konzentration fehlt. Dafür müsste er insgesamt erstmal ruhiger werden. So schnüffelt er wie verrückt und vor allem fängt er jetzt auch immer an Urin aufzulecken und pustert das dann durch die Lefzen wieder raus... :dead: Wenn ich aber mit Nasenarbeit beginne, wird er unkonzentriert...

    Dummytraining hatte ich versucht. Allerdings, sobald er den Dummy hat, rennt er dann wie blöd damit rum und freut sich seines Lebens. Er rennt dann immer im Kreis und schüttelt ihn wie verrückt und reagiert auf keinen Ruf... Das geht dann solange bis es ihm langweilig wird und er sich dann doch überlegt, mir das Teil wieder zu bringen. Vielleicht müsste ich das ganze erstmal mit Schleppleine aufbauen ?

    Zum einen bekommt er abends sein Futter in einem großen Karton. Der gefüllt ist mit zerknüllten Zeitungen. Da muss er sich sein Futter dann immer raussuchen. Und was wir noch machen ist, dass sich einer von uns versteckt und er ihn dann suchen muss. Findet er total toll. Und ab und an mache ich einfache Sachen. Paar Leckerlis im hohen Gras verstreuen, etc.

    Habe auch schon über Reizangeltraining nachgedacht. Aber wird wohl eher das Gegenteil bewirken, oder??

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