Hündin will nicht ganz
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Hallo community,
Folgende Probleme: seit 4 wochen habe ich einen Dackel Mischling 1 Jahr alt und kastriert.
1. Kommandos wie sitz und platz kann sie , sie führt es auch durch, sofern sie ein leckerlie bekommt, wenn sie weiss sie bekommt keins muss ich es bis zu 5 mal sagen. Sie kann es das weiss ich, auch ohne leckerlie hört sie auf die Kommandos, manchmal jedoch sagt sie "nö kein bock im moment". Da ich weiss das sie es kann reduziere ich auch die leckerlies aufs mindeste, dh nur wenn sie es sofort macht bekommt sie eins. Wie soll ich am besten eingehen auf so eine "null bock" einstellung?
2.Sie ist eine sehr aufgeschlossene Hündin schmust auch total gerne, ich mit ihr auch. Nur tut sie andauernd in die hände beissen (kneifen). Sie tut es nicht immer , wenn sie müde ist, und merkt das ich nur kuscheln will, lässt sie es,zb auch wenn ich beim grade kuscheln eine schnelle handbewegung mache. aber anfangs immer kneifen kneifen kneifen, auch wenn sie die leine anbekommt zb.gerne auch in die ärmel
Meine Methoden bisher: Nein sagen, Aua sagen, weggehen und ignorieren, schon alles ausprobiert aber nichts hilft
3. Sie läuft mir und meiner Mutter in der wohnung ständig hinterher....sogar wenn sie grade schläft. egal wann. sobald man aus dem raum geht, oder aus sichtweite, läuft sie einem hinterher. Das hinterherlaufen direkt stört mich daran nicht, ich mache mir nur gedanken das sie nicht zur ruhe kommt.Sie soll ja auch Mal richtig entspannen.
. Ausprobiert hab ich auch schon : von raum zu raum gehen, tür zumachen. hilft leider nichts 
Ich weiss das ich sie noch nicht lange habe, und ihr vielleicht noch zeit lassen sollte, aber es ist mein erster hund und ich möchte alles richtig machen. Deshalb finde ich es immer gut wenn man andere meinungen dazu holt.

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Hallo,
hast du hier Hündin will nicht ganz schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Hallo Ireginek,
Dackel sind ja Hunde, die zur Jagd eingesetzt werden. Genauer gesagt, sie rennen z. Bsp. in einen Fuchs oder Dachsbau und treiben diesen dann, meisst durch einen anderen Ein- bzw. Ausgang rauß und der Jäger erledigt dann den Rest. Das hört sich einfacher an, als es letzendlich ist. Jedenfalls ist es so, dass der Dackel im Fuchs- oder Dachsbau auf sich alleine gestellt ist und Entscheidungen treffen muss. Daher sagt man auch, Dackel haben ihren eigenen Kopf und sind daher auch gar nicht so einfach zu erziehen.
Zu dem "in die Hände knabbern/beißen" fällt mir nur ein, dass man ihm das schon als Welpe hätte abgewöhnen müssen. Hier kann ich dir nur empfehlen mal bei youtube nach dem Video "Demo Hundeformel nach Hundeteamschule" zu suchen. (Darf ich das hier schreiben?) Dort ist gut erklärt, wie man einem Welpen unerwünschte Dinge abgewöhnen kann. Ich bin mir sicher, dass das bei deinem Dackel, auch wenn er schon ein Jahr ist, helfen würde.
Sicherlich wirst du noch viele andere Tipps von der Forengemeinde bekommen.
Man muss manchmal mehrere Möglichkeiten ausprobieren bis man zum Ziel kommt.
Ich wünsche dir viel Spass beim Experimentieren.

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Ich habe sowohl in meiner Motte als auch bei Indi jetzt auch zwei so kleine Kontrollettis. Ich handhabe das so: Da sie am Anfang noch neu in der Umgebung sind und ich sie beim endgültigen Ankommen unterstützen möchte lasse ich das Nachlaufen zu. Bis zu einem Zeitpunkt an dem ich sage "so, jetzt ist das Eingewöhnen vorbei". Das ist bei Motte erst nach fast 2 Monaten gewesen, bei Indi noch nicht da. Ich habe in zwei Wochen Urlaub, dann fangen wir je nach Gefühl auch langsam und sachte mit dem Einzeltraining für Indi an (Massiver Schutztrieb? oder Unsicherheit? im Dunkeln).
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zu 1. Wieso weiß sie denn überhaupt, ob sie nach dem Ausführen des Kommandos ein Leckerlie kriegt oder nicht?! Zeigst Du ihr jedesmal erst das Futter und lässt sie dann etwas dafür tun? Falls ja, dann ist das Bestechung und keine Belohnung.
Achte darauf, dass sie immer glaubt sie könnte etwas kriegen, aber es nie vorher sieht. Außerdem würde ich variabel verstärken. Denn sonst fängt sie wahrscheinlich an abzuwägen, ob es ihr die Belohnung grad wert ist oder nicht.zu 2. Wenn sie in die Leine beißt sobald es zum Spaziergang rausgehen soll würde ich die Leine sofort fallen lassen, mich kommentarlos umdrehen und wieder in die Wohnung gehen. Ein paar Sekunden später würde ich wieder zu ihr zurück und einen neuen Versuch starten nach draußen zu gehen. Sobald sie wieder reinbeißt wird wieder abgebrochen.
Wenn sie in die Hände beißt und auf ein "aua" nicht reagiert würde ich sie einmal kurz und knapp verbal maßregeln, möglichst plötzlich und mit entsprechender Überzeugung. Wenn sie erschrickt und loslässt ist dann aber auch direkt wieder gut. Also nicht nachgrummeln, wie Menschen es so gern tun.zu 3. Lass nicht zu, dass sie Dir auf Schritt und tritt folgt. Schick sie auf ihren Platz (sofern sie da zuverlässig bleibt), oder schließe Türen hinter Dir.
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Huhu Isabel,
ich habe gerade mal nachgelesen.
Du hast sie aus einem Tierheim und ursprünglich kommt sie aus Ungarn, ja?Ich würde die Prioritäten anders legen.
Was ist Dir am wichtigsten?
Im Prinzip wie bei einem Welpen verfahren.
Bei mir war am wichtigsten, dass der Hund seinen Namen kannte, "Komm/hier" und Aus/Pfui.
Das war für mich das Wichtigste.
Sitz, Platz, Pfötchen, etc ist "unwichtig".
Was das hinterher laufen angeht, ich habe sowas nie zugelassen, auch nicht wenn Besuchshunde da waren.
Sie haben von Anfang an gelernt, dass ich wieder komme bzw. das nichts passiert, wenn sie nicht mitkommen dürfen.
Ein Hund sollte um die 16 Stunden am Tag/Nacht schlafen bzw. entspannen. Alles andere kann zu Übersprungshandlungen führen (beißen, schnappen, kneifen etc.)
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Danke an alle für die tollen antworten:)
Zitatzu 1. Wieso weiß sie denn überhaupt, ob sie nach dem Ausführen des Kommandos ein Leckerlie kriegt oder nicht?! Zeigst Du ihr jedesmal erst das Futter und lässt sie dann etwas dafür tun?
nein meistens liegen die leckerlies oben im regal wenn sie etwas ausführt, erst dann hol ich ein leckerlie und geb ihr eins aber auch nicht immer. manchmal wird dann auch toll gespielt oder so :)Zitatich habe gerade mal nachgelesen.
Du hast sie aus einem Tierheim und ursprünglich kommt sie aus Ungarn, ja?
Ja genauZitatWas ist Dir am wichtigsten?
am wichtigsten ist mir wirklich "hier" oder "komm" ihren namen kann sie schon perfekt ^^
Also asterix meinst du ich soll erstmal das ausgiebig üben was mir am wichtigsten ist, und dann die nebensächlichen kommandos?Das hinterherlaufen übe ich auch mehrmals am tag, aber irgendwie will das bei ihr nicht ganz
mach auch mehrmals die türe hinter mir zu laufe von raum zu raum.morgends um 5 uhr steht sie sogar vor meiner mutter ihrem schlafzimmer (tür ist zu) und jault wiene bekloppte :/ (sie schläft bei mir)
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Die Kleine ist ja noch gar nicht lange bei euch.
Du musst mehr Geduld haben.Sei aber von Anfang an konsequent und überlege dir genau, was dir wichtig ist.
Aber verlange nicht zu viel.Ich hab bei Teddy am Anfang gar nichts erwartet, die war mit der neuen Umgebung, den Menschen und veränderten Tagesablauf so mit sich selbst beschäftigt, dass ich sie einfach erst habe ankommen lassen.
Sie kam aus Rumänien und war kurzzeitig in einem TH, bis sie dann zu uns kam.
Sie musste auch erst alles lernen, wie ein kleiner Welpe.Mir war wichtig, dass sie "Nein" schnell lernt und kommt, wenn ich sie rufe.
Alles andere brachte die Zeit.Sie ist auch jedes Mal aufgestanden, wenn einer von uns "Piep" gemacht hat und kam ständig hinterher gedackelt.
Wir haben es ignoriert und in kleinen Übungseinheiten nebenbei trainiert, dass sie auf ihren Platz geht, wenn wir sie schicken.
Was macht ihr, wenn sie vor der Tür steht und jammert?
Das wichtigste ist bei der Belohnung mit Leckerlies, dass der Hund nie wissen sollte, wann es was gibt und wann nicht. Die kleinen Biester sind nämlich nicht dumm und tricksen uns sonst ganz fix aus.

Deine Hündin ist noch nicht so lange bei dir, als dass du erwarten könntest, dass alles schon zuverlässig klappt.
Über den Tag reichen verteilt mehrere kurze Übungseinheiten in reizarmer Umgebung und das dann steigern. Denn wenn sie z.B. in der Wohnung perfekt "Sitz" macht, heißt das nicht, dass sie es überall und immer kann. Es muss draußen und an verschiedenen Orten geübt werden.
Hunde lernen ortsbezogen und am Anfang reicht schon eine klitzekleine Veränderung, dass sie das Kommando nicht ausführen können. Das ist keine Sturheit, sie können es einfach nicht generalisieren oder sie sind zu sehr abgelenkt.
Hab Geduld mit deiner Kleinen und mach viel, was die Bindung zu dir stärkt.
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Zitat
Was macht ihr, wenn sie vor der Tür steht und jammert?
Meistens warte ich bis sie aufhört (was sehr lange sein kann)und "schicke" bzw trage sie dann auf ihren platz weil sie so stur ist, und nicht selber gehen will.
Ja du hast recht ich sollte wohl etwas mehr gedult haben, ich dachte nur immer sie verhält sich so weil ich etwas falsch mache...und genau das möchte ich vermeiden :/
danke an alle antworten sie waren sehr hilfreich :-)
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