Hund zwickt staendig

  • Also eines solltest du nicht machen. Den Hund zu sehr "schonen". Natürlich haben die einiges mitgemacht, jedoch schnallen die auch sehr schnell, wie sie an unbequeme Dinge vorbei kommen. Und das mit dem Springen. Also das klingt nun so, als ob er dich als Spielzeug ansehen sollte. So was würde ich auf jeden Fall unterlassen. Du solltest dir ganz klar machen, dass Mensch eben kein Spielzeug ist. Spielen nur mit Gegenständen, nicht mit den Händen, den Füßen und auch nicht mit dem Körper.
    Gut, deiner hat sich erschrocken. Meiner hat mich angesprungen und gezwickt, wenn ich "komische Bewegungen" machte. Doch ich hab ihm "erklärt", dass ich das darf. Denn das ist klare Maßregelung und das geht eben gar nicht.[/quote]

    Du hast Recht! Mir ist das auch schon durch den Kopf, dass ich ihn vielleicht zu sehr schone und er kapiert, dass ich weich werde und nutzt das natuerlich. Alles ausser dumm sind die!
    Ich fuettere nun oefters aus der Hand. Soll Vertrauen aufbauen. Auch hat er mich weniger gezwickt die letzten Tage! Wenn ich ein ganz strenges "Nein" loslasse, hoert er damit auf. Ich drehe ihm auch oft den Ruecken zu, wenn er wieder mit der doofen Zwickerei anfaengt. Das hilft auch ab und zu. Manchmal komme ich mir echt wie ein Hund vor. Gaehnen soll ja anscheinend beruhigen. Das mach ich auch manchmal :omg: ... fehlt nur noch, dass ich anfang zu bellen :headbash:

  • Genau so ist es, die sind nicht dumm.

    Herje, ich warte hier auf unseren Regen. Ungewöhnlicher Weise hat es hier zwischen November und jetzt noch gar nicht geregnet.
    Denn der Gedanke kam mir auch schon, dass er mal so richtig klatsch nass wird, ohne dass ich was dafür kann.. lach.

    Ich werde berichten, wenn ich ihn das erste Mal geduscht habe, aber ich denke, das dauert noch. Ich will erst mal, dass er ganz entspannt ins Bad kommt und auch in die Dusche. Wenn das erreicht ist, leg ich den Duschkopf mal in die Duschwanne, auch bis er sie nicht als Gefahr sieht.

    Regen wäre jedoch mal richtig gut, damit ich sehe, wie er überhaupt mit so Wasser von Oben umgeht.

    Handfütterung ist für vieles gut. Ressorcenverteilung, was deinen Status festigt. Vertrauen und Bindung baut sich auf, weil man muss sich ja mit dem Hund während der Fütterung intensiv beschäftigen.
    Ich mach bei ihm alles über Belohnen - Ignoranz. Heute war wieder so eine Sache, da hab ich richtig gemerkt, wie er nachgedacht hatte, was nun besser für ihn wäre. Hunde denken ja im allgemeinen nach dem Muster: das ist gut für mich - das ist nicht gut für mich. Da kann man schon ordentlich mit arbeiten.

    Er bringt mir den Dummy, gestern abend jedoch nur 2 Mal. Beim dritten Mal vergrub er es, wollte mich nicht ran lassen. Ich bin einfach weggegangen, haben dann auf dem Campo eine Runde gedreht und danach hab ich den Dummy heimlich eingesammelt.

    Heute Morgen dann noch mal probiert. Er kam angelaufen, blieb so 1,5 Meter vor mir stehen. Schüttelte das Dummy und dann konnte man richtig sehen, wie er nachdachte und legte dann das Dummy in meine Hand.... und bekam Leckerli. Er brachte es dann jedes Mal und nach dem ca. 10 Mal beendete ich das Spiel und wir sind dann "Zeitung lesen" gegangen.

  • Zitat

    Freut mich, dass es bei euch bergauf geht! :-)
    Hoffe, das geht so weiter, dann ist das Leben mit Hund doch gleich viel schöner!

    Ich habe noch ein weiteres Spiel gefunden, aber noch nicht ausprobiert. Sieht aber gut aus und ich werde es morgen mit ihm mal spielen. Man nehme eine Kiste oder Karton, Leckerlies und Papier. Man wickelt die Leckerlies in einige von den Papieren ein und fuellt die Kiste oder Karton bis oben hin mit Papierknaeulen. Dann muss Hundi in der Kiste nach seinem Futter suchen. Tolle Schnueffelarbeit finde ich. Dauert bestimmt auch ne schoene Weile bis er alles gefunden hat und muede wird er bestimmt auch davon ;)


  • Da musst Du Dich bestimmt richtig gefreut haben

    Jeden Tag laeuft es besser mit der Zwickerei. :rollsmile: Heute konnte ich ihn sogar bischen knuddeln

  • Freut mich sehr, dass du so schnell schon Veränderungen siehst. Und nicht verzagen, wenn es Rückschläge gibt.
    Mein Dummy ist so ein eiförmiger Ball aus Gummi.

    Zum Abgeben bringen. Angefangen habe ich mit einem Gästehandtuch. Knoten rein gemacht, dann kannst du es an einer Seite nehmen und festhalten. Leckerli in der anderen Hand und ihm einen Tausch anbieten. So kannst du ihm erst mal das AUS beibringen.
    Also du wirfst, er nimmt es auf, du lockst ihn zu dir und bringst im das Bring damit bei. Wenn er so nah ist, dass du an ein Ende vom Handtuch kommst, langsam an dich heranziehen mit Brings oder was auch immer ( so was geht auch mit der Schleppleine oder der Reizangel ) dann Aus.

    Später dann natürlich Leckeri nicht mehr in der Hand halten, da er ja auf das AUS hören soll. Ich benutze das Wort "Super" um ihm damit zu sagen, dass er eine Belohung verdient hat. Ich habe eine Verbindung zu dem Wort "Super" aufgebaut. Er weiß nun, dass wenn ich Super sage, gibt es Leckerli. Ansonsten lobe ich mit Fein, Prima, Toll... Streicheln usw.
    Ich habe das Nein so trainiert, dass ich ein Leckerli in der Hand gehalten habe, es ihm vor die Nase hielt und immer Nein gesagt, wenn er ran wollte, dabei natürlich erst mal die Hand geschlossen, damit er nicht ran kann. Mittlerweile kann ich Leckerli ablegen, ohne dass er ran geht. Bis er die Erlaubnis durch "hols dir" bekommt. Das gleiche auch bei Spielzeugen.

    Wenn man sich nun noch überlegt, dass Strassenhunde sich selbstständig durchgeboxt haben, dann weiß man, dass sie sehr selbstständig sind. Vollkommen unabhängig davon, was sie sonst erlebt haben, so haben sie alle Entscheidungen selbst getroffen.
    Nun ist es an uns, ihnen zu zeigen, dass sie viel entspannter leben können, wenn ihnen Entscheidungen abgenommen werden. Dass sie viel weniger Verantwortung tragen. Die Handfütterung ist dafür ein sehr wichtiger Schritt, wie ich meine.

    Also freut mich wirklich sehr, dass du da schon so schnell Veränderungen erlebst. Ich war anfangs auch etwas überfordert, doch wie gesagt, sowohl die Sendung mit Martin Rütter als auch hier das Forum haben mir sehr geholfen.

  • Tja, so entstehen immer neue Probleme. Ich hatte ja auf Regen gehofft und heute morgen hatten wir zumindest mal ein paar Tropfen, sodass der Boden nass war.

    Nun kommen wir heim, Handtuch lag schon bereit und wollte Paul seine Pfötchen kurz abwischen. Ja himmel, da hätte er mich fast gebissen. Also geschaut hab ich, ob er irgendwas an den Pfoten hat, aber schaut alles normal aus, er läuft auch normal, auf Felsen springt er gerne rum.
    Naja, dass er es nicht gerne hat, wenn man seine Fußballen anfasst, weiß ich schon länger, aber das war eine ziemlich heftige Reaktion auf ein wenig Lappen.
    Tja... ich überlege nun, mir einen Maulkorb zu besorgen, weil ich nicht mal gucken darf, geschweige denn, wenn er nen Splitter hätte, diesen rausholen könnte.

    Es ist bei ihm auch ein reiner Reflex, also das beißen. Das denke ich zumindest, aufgrund seines Verhaltens danach.

    Wenn ich ihn schon nicht duschen kann, möchte ich doch wenigstens die Pfötchen sauber machen können... snief... Das ist halt so, mit Straßenhunden...

    Vielleicht hat ja wer einen Rat

  • Zitat

    Tja, so entstehen immer neue Probleme. Ich hatte ja auf Regen gehofft und heute morgen hatten wir zumindest mal ein paar Tropfen, sodass der Boden nass war.

    Nun kommen wir heim, Handtuch lag schon bereit und wollte Paul seine Pfötchen kurz abwischen. Ja himmel, da hätte er mich fast gebissen. Also geschaut hab ich, ob er irgendwas an den Pfoten hat, aber schaut alles normal aus, er läuft auch normal, auf Felsen springt er gerne rum.
    Naja, dass er es nicht gerne hat, wenn man seine Fußballen anfasst, weiß ich schon länger, aber das war eine ziemlich heftige Reaktion auf ein wenig Lappen.
    Tja... ich überlege nun, mir einen Maulkorb zu besorgen, weil ich nicht mal gucken darf, geschweige denn, wenn er nen Splitter hätte, diesen rausholen könnte.

    Es ist bei ihm auch ein reiner Reflex, also das beißen. Das denke ich zumindest, aufgrund seines Verhaltens danach.

    Wenn ich ihn schon nicht duschen kann, möchte ich doch wenigstens die Pfötchen sauber machen können... snief... Das ist halt so, mit Straßenhunden...

    Vielleicht hat ja wer einen Rat

    Hallo MyMarty,
    Meiner beisst da eigentlich nicht, aber der mag das auch nicht so besonders. Er kannte das auch gar nicht!!! Er war ja auf der Strasse. Handtuch??? Was ist das??? Gefaehrlich??? Fragt er sich bestimmt.
    Also vielleicht hilft Dir ja weiter so wie ich das mache. Meiner kaut gern auf meinen Armen rum. Ich zeige ihm das Handtuch und schuettel es leicht hin und her, so nach dem Motto... guck mal was fuer ein tolles Spielzeug. Dann darf er schnuppern. Wenn er geschnuppert hat, dann hat er es meistens schon im Maul und ich fang spielerisch an ihm seine Fuesse zu putzen. Ist zwar ein Rumgemache, aber Fuesse werden sauber :-) . Oder wenn er nen Teddy hat, gib ihm den doch zur Ablenkung zum drauf rumkauen. So kaemme ich meinen zumindest und wenn er nach mir "schnappt" bewege ich es hin und her. Also ich versuche ihn abzulenken. Meiner ist ja auch TOTAL verspielt, da geht es eigentlich. Ich weiss nicht ob deiner es auch ist.
    Dein Paulchen lernt ja erst jetzt in einer Wohnung zu leben und kennt viele Sachen gar nicht. Ich geh da immer gaaaaaaaaanz soft ran. Immer schnuppern lassen und dann ganz spielerisch. So hab ich das auch mit dem Staubsauger gemacht. Da hat er geschaut: "Was ist denn das???" hat er sich bestimmt gedacht.
    Vielleicht hilft es, wenn er mal liegt, dass Du ihm sanft die Pfoten anfasst, damit er merkt, dass das doch gar nix ist und dass da nix boeses kommt.
    Hat er vielleicht Angst vor dem Handtuch? Man weiss ja nie, was so ehemalige Streuner durchgemacht haben.
    Hoffe dass ich Dir auch mal einen guten Tip geben konnte!
    Wenn das Pfote putzen hinbekommst, wuerde mich interessieren, wie Du es gemacht hast.

  • Was ich noch mit meinem mache, wenn es draussen regnet ist, dass ich mit ihm durch Pfuetzen laufe, damit wenigstens der grobe Matsch weggeht und vor der Haustuere liegt ein nasser Lappen, wo er drueber laeuft, wenn er in die Wohnung geht. Drinnen liegt dann noch eine kleine Matte. Beim Drueberlaufen, werden die Fuesschen bischen trocken. Dann brauch ich ihn nicht so lange rumzuplagen mit dem Pfoten sauber machen.
    Weiss nicht ob das eine gute Idee ist, aber wenn jemand eine bessere Idee hat, waere nett, wenn ihr die mit uns teilen wuerdet.

  • Hi, danke dir auch für die Tips. Leider lässt sich meiner gar nicht ablenken. Sobald ich an seine Füße will, versucht er sie wegzuziehen und meine Hand gleichzeitig auch. Er beißt nicht, sondern hält meine Hand einfach fest und zieht ein wenig. Damit er nicht schnappt, muss er vorher erkennen, was ich vorhabe. Und dann versucht er einfach das für ihn unangenehme zu verhindern.

    Im Moment versuche ich ihn daran zu gewöhnen, dass ich seine Pfoten durchaus auch anfassen kann und ihm nichts passiert. Klappt immer besser. Denn eigentlich geht es mir nicht ums Reinigen, sondern was mache ich, wenn er sich mal nen Splitter einfängt.

    Ansonsten kommt er offensichtlich immer mehr an. Ich muss total aufpassen jetzt. Gerade weil er ankommt und sich immer mehr zu Hause fühlt, entwickelt er territoriales Verhalten. Gestern hat er meine Mom angeknurrt, als sie rein kam.

    Draussen ist er super. Er hält ständig Kontakt und sichert sich auch immer ab. Er lässt mich auch Situationen regeln, wenn er unsicher ist.

    Ich hätte mich auch gefreut, wenn sich mehr beteiligen, um verschiedene Meinungen zu lesen.

    Wie schaut es denn jetzt mit deinem aus? Hat sich da was verbessert?

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