Mein Hund verhält sich aggressiv!

  • Hey...ich hoffe mir kann jemand ein paar tipps geben...
    unsere beiden mischlingsbrüder sind an sich gut erzogene, folgsame und verschmuste zwerge. der kleinere von beiden hat noch niemals probleme gemacht, ist rundum ein toller kerl. der größere bub (hahaha 5 kilo) jedoch hat mit ca zwei jahren das knurren angefangen. er knurrt sobald er etwas nicht will und sich in seiner ruhe gestört fühlt. es reicht aus wenn man während er döst an seinem körbchen vorbei spaziert. löst man sich nicht sofort aus der situation indem man weiter geht, springt er auf und greift seinen kleinen bruder an. nachdem wir das zuerst mit erziehungsmaßnahmen (wegschicken, wegsperren, ignorieren) versucht haben, ließ ich den kleinen mann auch tierärztlich durchchecken. die ärztin meinte, dass der hund ziemlich große hoden hätte. sie würde eine kurzzeitkastration mit einem implantierten chip empfehlen, um zu sehen ob sich sein verhalten ändere. gesagt, getan. nach ein paar wochen war der hund wie ausgewechselt! das knurren hatte sich auf ein minimum reduziert und war mit einem lauten "nein" zu kontrollieren. der ganze hund veränderte sich. er tobte viel mehr, wirkte immer gut gelaunt und war sehr aktiv. daraufhin ließen wir ihn kastrieren und hatten bis vor ein paar wochen keine weiteren probleme. nunja, man kann es sich fast denken? seit ein paar wochen knurrt er wieder. möchte in seinem körbchen nicht gestört werden, knurrt wenn ich ihn rufe, wenn ich ihn hoch nehme oder anfasse. dabei fixiert er immer seinen kleinen bruder und wenn ich ihn nicht sofort ignoriere, sondern weiter fordere, dass er zu mir kommt oder sonstwas, geht er auf den kleinen los und beisst nach ihm bis ich dazwischen gehe. der kleine macht natürlich sofort mit, er will sich nunmal verteidigen. beachte ich mauro nicht, gibt es keine probleme. wir waren auch wieder bei unserer ärztin. körperlich kann sie nichts feststellen. alles okay....sie meinte nun, es handele sich um ein erziehungstechnisches problem. ich gebe ja gerne zu, dass meine tiere mir sehr wichtig sind und so ziemlich alles dürfen. ja sie schlafen im bett und ja sie liegen neben mir auf der couch. wobei mauro das seit seiner neuen knurrphase gar nicht mehr möchte. er liegt lieber allein in seinem körpchen, versucht auch null streicheleinheiten einzufordern (wie oben schon erwähnt, normalerweise absolute schmusebacke). krank erscheint er dennoch nicht. er frisst, er tobt auch im garten, freut sich wenn die leine rausgeholt wird und freut sich auch über jeden besucher wie irre. geht aber auch dann direkt wieder in sein körpchen und beobachtet die welt.....ich möchte wirklich gerne meinen kumpel mauro wieder. und teddy vermisst die spielereien und das toben im haus mit seinem großen bruder ebenfalls. kann mir jemand sagen, was ich falsch mache? zur zeit ignoriere ich mauro fast völlig, nur zur futterzeit und zum gassigehen spreche ich ihn an. dadurch sind seit ein paar tagen keine knurrattacken mehr aufgetreten. auch jetzt liegt er in seinem körpchen und ich würde mich gern neben ihn hocken und ihn kraulen, aber sein blick sagt mir schon wieder, dass ich es lassen sollte. im übrigen reagiert er auf meinem mann ähnlich. nicht ganz so schlimm, die zwei haben aber auch wenig miteinander zu tun. mauros bezugsperson war immer ich.....dank euch im voraus für jeden ratschlag!

  • naja ich sag mal so, sei froh dass er knurrt. Manche Hunde denen man das Knurren *abgewöhnt* hat wie ihr das mit dem nein macht, beissen direkt. Unsere Traierin meint , wenn er Knurren will, sollen wir ihn lassen. Das heisst ja so viel, wie lass mich in Ruhe.

    Allerdings ist es schon komisch, dass er das Knurren auch beim vorbei gehen macht. Habt ihr ihn denn komplett checken lassen beim TA ? Es kann durchaus sein, dass er irgendwelche Schmerzen hat, selbst wenn es *nur* Zahnschmerzen sind.

    Habe das öfters bei unserem ersten (leider verstroben) Hund beobachten können. Der hat auch *einfach so* geknurrt und nachher stellte sich raus, Kieferentzündung.

    Und unser jetztiger Hund knurrt auch manchmal (wenn man ihn in Ruhe lassen soll) , verfängt man sich dann mit ihm in der Situation, schnappt er auch gelegentlich. Geht man einfach, berühigt er sich wieder.
    Würde ihn mal *komplett* checken lassen, also mit allem drum und dran ;) ansonsten hilft sicherlich auch ne Trainerin ;)

    Gewöhn ihm das knurren nicht mit nein ab, dann denkt er, er dürfe nicht Vorwarnen und schnappt/ beisß evtl. mal

    Viel Erfolg euch ;)

  • Hallo,

    ehrlich gesagt denke ich, dass da entweder psychische oder physische Probleme vorliegen. Wenn mein Hund sich so sehr im Wesen verändert, dann muss da irgendein Grund sein.

    Der Kleine stellt für mich nur ein Ventil dar damit der große sich Luft machen kann weil er nicht weiss wie der den Stress den er dann in der jeweiligen Situation hat, abbauen soll.

    Das würde ich auch nicht dulden und dazwischen gehen.

    Wegen des Knurrens verbieten:
    das kann man so pauschal nicht sagen. Für mich ist es immer wichtig zu wissen warum der Hund knurrt. Ist es angstmotiviert, schmerzmotiviert oder einfach frech weil der Hund gelernt hat seinen Willen zu bekommen. Ist letzteres der Fall, dann hat er gelernt, dass knurren im einen Erfolg verspricht.
    Das jedoch glaube ich bei Deinem Hund weniger.

    Kannst Du Dich noch an die Anfänge erinnern?
    Wann fing es erstmals an und in welcher Situation?
    Wie hast Du oder Dein Mann reagiert?

    Es gibt Hunde die sich im Wesen sehr verändern wenn sie sich nicht wohl fühlen. Ich hab hier auch so einen Kandidaten. Wenn ihn was ziept, dann müssen sich hier alle anderen Vierbeiner in Acht nehmen. Er spielt dann auch nicht mehr und zieht sich zurück. Sein ganzer Ausdruck wird ein anderer, genervter!
    Nehm ich die Leine in die Hand ist das alles wie weggeblasen, denn Gassi ist für ihn das Größte. Zuhause verfällt er dann wieder in seine Genervtheit.

    Wichtig ist auch:
    das kann auch schon passieren wenn ich ihn z.B. aus irgendwelchen Gründen mal weniger beschäftigen kann. Ein oder zwei Tage verträgt er ohne Probleme, aber dann merkt man ihm seine Unzufriedenheit an.

    Daher kann ich Dir nur raten:
    einen guten Trainer kommen zu lassen der sich den Hund und Euch in seiner gewohnten Umgebung anschaut und dadurch dann auch einschätzen kann.
    Und:
    ein Blutbild mit allen Hormon- und Schildrüsenwerten.
    Lasst den Hund gründlich durchchecken.

    Des Weiteren würde ich ihm einen Platz einrichten an dem niemand vorbeilaufen muss und er seine Ruhe hat. Wenn er Höhlen liebt, dann kommt auch so etwas in Frage.
    Jedes auf den Bruder losgehen würde ich unterbinden.

    Auch würde ich nicht mehr zu seinem Körbchen oder auf den Hund zugehen, sondern ihn zu mir rufen und ihn dann streicheln. Hochheben würde ich ebenso vermeiden und bis zu einer Lösung des Problems darauf verzichten. Einen Schäferhund hebt man ja auch nicht einfach mal so hoch, daher würde ich das auch bei den Zwergen auf ein Minimum beschränken.

    Das sind so die Sofortmaßnahmen die ich Dir jetzt raten würde.
    Mehr kann man auch schlecht sagen, da wir weder Dich noch die Hunde live sehen können.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass ihr bald eine Lösung findet und vor allem einen Grund für sein Verhalten kennt.
    Wo kommt ihr denn her?
    Vielleicht kann euch jemand einen guten Trainer empfehlen.

    Liebe Grüße

    Steffi

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