Rennen wirkt wie Droge

  • Zitat

    Man kann aus einem Hund ganz schnell einen Leistungssportler machen!
    Das möchte ich mal vorweg schicken.

    Aber mir kam auch gleich die Idee: der will rennen - dann gib ihm doch die Möglichkeit!
    Ich sammle bei meinem Gassiservice ganz oft die Hunde per Fahrrad ein...und es ist immer wieder faszinierend...Hunde, die das nicht gewohnt sind, die rasen die ersten zwei, drei Male wie die Verrückten am Rad...aber das scheint anstrengend zu sein...:-)...spätestens beim vierten Mal laufen die alle hauptsächlich in einem lockeren Trab nebenher...
    Lass ihn am Fahrrad rennen...aber bau es langsam auf und übertreib es nicht...fährst du nämlich jeden Tag 10 Kilometer mit dem Hund ist der irgendwann so fit, dass der das einfordert...

    Genau - das sollte man bedenken - deshalb ganz wichtig: Ruhetage einbauen - und nach meiner Erfahrung keine Regelmäßigkeit - das führt nämlich ansonsten schnell zu diesem "Einforderungs"-Phänomen. Deswegen fahren wir manchmal zweimal die Woche, manchmal aber auch nur alle zwei oder drei Wochen zum Strand bzw. mit dem Fahrrad.
    Wie man solch ein Training am Fahrrad aufbaut (Länge der Intervalle, Strecken) steht z.B. auch in den vielen ZHS-Threads und da kannst du auch mit so einem "Kurzen" ganz ähnlich vorgehen - die sind oft ähnlich leistungsfähig wie die "Großen".
    Mehr als auf die Kg-Zahl kommt es da eher auf den momentanen Leistungsstand und Alter (nicht vor 1-1,5 Jahren mit längeren Strecken anfangen - aber so alt ist Andiamo ja schon, oder?) sowie Körpermasse (möglichst nicht mit ÜG der Gelenke wegen) an....

  • Ich hab auch so einen Rennfreak.
    Shira rennt für ihr Leben gerne und gelegentlich (besonders stark auch als sie noch jünger war) bekommt sie auch solche "Aussetzer": Sie rennt los, Nase NICHT am Boden sondern einfach immer vorran, wird immer schneller, meistens in rieeesigen Kreisen.
    Bei uns war das der Grund, warum sie sehr lange nur in "bebauten" Gassistrecken frei lief, wenn überhaupt, und Spaziergänge an großen offenen Flächen unmöglich waren.

    Ich habs durch Ruhetage zum runterfahren, Alternativen (Canicross z.B., wo sie sich auspowern kann) und durch aktives ERLAUBEN des Rennens zu 99% in den Griff bekommen.
    Erlauben heißt, sie kennt ein Kommando "Flitzen", mit dem ich ihr erlaube diese offenen Flächen zum rumrennen zu benutzen, oftmals renne ich auch mit ihr. War eine Idee unserer Trainerin und das klappt einfach super gut.
    Seitdem können wir auch an den offenen Feldern spazierengehen, sie bleibt ansprechbar und wenn die Umstände es erlauben (keine Straßen / Menschen etc in der Nähe), DARF sie nach Herzenslust eine Weile rennen und kommt dann auch von selbst wieder auf ein ansprechbares Level.

    Übrigens waren die Rennflashs früher -und auch heute noch gelegentlich- ein Zeichen für Überforderung/Streß, was heute mit dem Kommando echt praktisch ist, da ich ihr den Streßabbau anbieten kann.

  • Meiner ist auch ein Rennfreak :-)

    Ich grenze den Radius trotzdem ein.
    Er kann, wenn er eine "Freigabe" kriegt ja Kreise und 8-ten um mich rum rennen.
    Vorausgesetzt er bleibt ansprechbar.
    Abschalten oder "verschwinden" gibts nicht.

    Aber meistens mache ich es so, wenn ich merke er ist in Rennlaune - er darf eine Wiese bis zum Rand absuchen (ich renne innen mit) und schmeisse in die Gegenrichtung hin und wieder ein Apportel.

    Weiter weg darf er nur "im Kommando" - d.h. beispielsweise einen Haufen (10?) Apportel an den Wiesenrand legen - dann ( 50 oder) 100 m weggehen mit Hund - und 10 mal voran schicken zum Bringen.

    Er kann Vollgas geben - und tut was "für mich", nach diesen "schnellen" 2 km(!) ist er glücklich, kriegt Futter und was mir sehr wichtig ist: er hatte sein "Rennglücksgefühl" in der Zusammenarbeit mit mir und nicht mit angeschaltenem Gehirn.

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