Tagsüber Katzenfreund und nachts ein Katzenkiller???

  • :hilfe:

    Also, wir haben seit Freitag nacht eine Hündin vom Tierschutz aus Spanien bei uns aufgenommen. In der ersten Nacht hat die Süße vor lauter Aufregung gar nicht geschlafen und tagsüber war sie auch noch sehr unsicher, was ja klar ist.
    Allerdings ist sie seit sie hier ist wirklich sehr auf mich fixiert, läuft mir nach, freut sich sobald sie mich sieht und ist zu uns Menschen sehr sehr liebevoll und uns zugetan.
    Wir haben auch noch drei Katzen und als sie hier angekommen ist in der Nacht und auch gestern den ganzen Tag über hat sie sich den Katzen gegenüber super verhalten, ist ihnen nicht nachgelaufen, hat immer nur kurz geschnuppert und sich dann wieder uns zugewandt oder dem Spielzeug oder was auch immer sie vorher getan hat.
    In dem Tierheim wo sie herkommt, ist sie auch super katzenverträglich gewesen und hat sogar mit den Katzen dort geschmust.
    Hier ist das in der ersten Nacht und gestern den ganzen Tag auch so gewesen.
    Heute nacht allerdings ist sie hinter den Katzen hergehetzt.
    Sie hat in der ersten Nacht nicht geschlafen und es war ja immer ein kleines Licht an, ich frage mich, ob sie nun in der ersten dunklen Nacht einfach beim Schlafen von den Katzen erschreckt worden ist und ihnen deshalb hinterher ist. Oder was mag da falsch gelaufen sein? Ein Hund ist doch nicht tags ein Katzenfreund und nachts ein Katzenkiller???
    Heute morgen kann ich es noch nicht beurteilen wie sie sich verhält. Die Katzen hocken oben auf den Schränken und sind sehr verängstigt. Gestern abend beim fernsehen saßen Hund und Katzen noch zusammen bei mir auf dem Sofa...
    Habt ihr irgendwelche Tipps oder sowas schonmal erlebt?
    Bei uns Menschen ist Kinga wie gestern auch. Voller Freude, lieb und anhänglich, zutraulich, kommt sobald man sie ruft, etc.
    Jetzt schläft meine kleine Katzenjägerin im Körbchen und die Katzen haben trotzdem Angst und kommen nicht aus ihren Verstecken.
    Aber das kann ja nun nicht so bleiben, bin also für jeden Ratschlag dankbar...

  • Ich denke, dass du dir *erstmal* keine grooooossen Sorgen machen musst, denn: Der Hund ist erst seit Freitag bei euch.
    Im Th lebte sie mit den ihr bekannten Katzen ... bei euch muss sie die Katzen erstmal kennenlernen.

    Katzenfreundlich / - verträglich ist immer auf die jeweilige aktuelle Katze bezogen und kann m. M. nicht immer verallgmeinert werden.
    Jede neue Katze ... jede neue Lebenssituation muss doch erstmal neu kennengelernt werden.

    Mal ein Bsp. nenn: Ich habe 2 Katzen und mich will jemand besuchen, der einen Hund hat. Dieser Hund lebt in seinem eigenen Haushalt mit Katzen zusammen und ist mit denen katzenverträglich.
    Kommt dieser Hund nun zu mir, würde ich meine Katzen für die Zeit des Besuches in einen anderen Raum *sperren* ... da er meine Katzen nicht kennt und mit diesen nicht unbedingt katzenverträglich sein muss.

    Oder: Ein Hunde lebt mit Katzen in einem Haushalt zusammen und ist mit denen verträglich. Fremde Freigängerkatzen werden aber gejagt. Auch hier: Diese fremden Katzen gehören nicht zu seinem *Rudel*.

    Lass der Kleinen Zeit sich in euer bestehendes *Rudel*, incl. der dazugehörenen Katzen zu integrieren.

    Das kann man nicht innerhalb von wenigen Tagen erwarten.

  • Habe auch schon überlegt, dass ich sie nachts trenne. Tagsüber ist es kein Problem, wenn sie zu stürmisch auf die Katzen zu geht, lässt sie sich auch abrufen und kommt sofort. Sie sitzt auch ab und wartet geduldig, wenn die Katzen ihre Leckerchen oder Futter bekommen und dann bekommt sie. Wirklich vorbildlich.
    Im Tierheim hatte sie in der Rangfolge einen Platz sehr weit unten, ich habe mir gedacht, vielleicht wollte sie in der nacht 1. versuchen sich ein paar Plätze nach oben zu befördern oder aber, das habe ich mir auch überlegt, vielleicht ist es so, dass sie, weil sie sich so sehr an mich hängt, dass sie instinktiv ihren neuen Menschen schützen wollte, als die Katzen zu mir wollten, weil sie Angst hatte dieses ganze tolle Neue wieder zu verlieren?

  • Ich glaube nicht, daß sie deine Katzen killen wollte, wahrscheinlich sind die Katzen vor ihr weggelaufen und sie ist dann halt hinterher, allerdings mehr als Spieltrieb.

    Unser Hund versteht sich super mit unseren vier Katern, doch hinterlaufen tut er jederzeit gern! Die Kater kennen das und entweder sie spielen das Spiel mit oder, wenn sie keine Lust haben, fauchen sie Freddie einmal an und der weiß dann Bescheid.

    Wie alt ist deine Hündin und kennen deine Katzen Hunde?

    Ich würde dir auch raten, in der ersten Zeit Katzen und Hund während der Nacht zu trennen, bis sie sich aneinander gewöhnt haben und die Katzen die Hündin einschätzen können.

    Hab Geduld! Das wird!!! ;-)

  • Also ich würde die Damen auch erstmal voneinander trennen. Zumindest solange du nicht da bist/schläfst. Und wenn es dann immer glatt läuft, dann kannst du sie auch unbeaufsichtigt zusammen lassen.

    Ich bekomme demnächst wahrscheinlich auch einen Hund/Welp und werde das auch so machen. Meine Katzen sind aber daran gewöhnt, Nachts in ihrem eigenen Zimmer zu schlafen, weil ich nicht durch tobende Katzen des Nachts belästigt werden möchte :D

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