Hund jammert und fiept ab und an

  • Hallo und liebe Grüße an alle DogForum-Mitglieder,

    wir habe uns hier registriert weil wir Fragen bzgl. unseres Hundes haben. Es ist ein reinrassiger Yorkshire der seit 25.12.2010 bei uns eingezogen ist, also ist er etwas über ein Jahr bei uns.

    Leider haben wir einige Dinge die uns an ihm stören bzw. nerven.

    1. Beim Autofahren gibt er keine Ruhe, er fiept, kläfft oder sonstiges. Es ist wirklich eigenartig, denn seit wir haben ist er täglich Autogefahren. Nicht zum spielen sondern eher Fahrten in einen unserer Läden. Klar sind wir auch oft zum Spielen wohin gefahren aber meistens nur wie oben erwähnt in eines der Geschäfte. Warum hat er sich nicht an fahren gewöhnt?

    2. Sobald Gäste kommen freut er sich dermaßen das er ab und an etwas pinkelt.

    3. Wenn wir irgendwo anders sind außer Zuhause oder im Geschäft wimmert er häufig. Liegt es daran weil er mit der Umgebung nicht vertraut ist?

    4. Er folgt uns eigentlich überall hin, egal ob ins Bad oder wenn wir nur mal vor die Tür gehen. Er will überall mit und fiept bzw. bellt sofort wenn er nicht mit darf. Selbst wenn ich nur meinen Schlüssel in die Hand nehme dreht er schon etwas ab.

    Beispiel: Wenn wir Ihn mitnehmen zu den Eltern der Lebengefährtin und keiner von uns beiden in seiner Nähe ist dreht er ab, er bellt und fiept als ob wir ihn da lassen würden. Wie als ob er Angst hätte das wir ihn verlassen. Das tut er überall ausser Zuhause.

    5. Er darf im Bett schlafen, schon immer. Probleme seit neustem ist das er anfängt zu knurren sobald man ihn dazu bewegen möchte etwas Platz zumachen. Manchmal liegt er ungünstig im Bett, sprich, auf der Decke oder Kissen so das wir uns erst richtig hinlegen können wenn er etwas beiseite geschoben wird. Das mag er gar nicht, aber knurren oder dann zu nagen geht gar nicht denke ich.


    Es ist unser erster Hund, sicher haben wir einige Fehler bei der Erziehung gemacht und ich möchte den Hund ungern maßnehmen nur weil wir etwas unerfahren sind bzw. waren. Ich hoffe das mir hier einige paar tolle Tipps geben können um oben genannten Probleme in den Griff zu bekommen.

    Gruß an alle.......

    tuf2k

  • Hallo,

    Dein Hund scheint das Alleinebleiben nicht gelernt zu haben und da solltet ihr anfangen.
    Macht ab und an mal die Türen in der Wohnung hinter euch zu und lasst ihn sekundenweise alleine.

    Des Weitern würde ich das Fiepen im Auto einfach ignorieren und gar nicht drauf eingehen. Kein Blick, kein Wort, kein Anfassen.

    Wegen des Knurrens im Bett:
    bei mir wäre er hochkant rausgeflogen und hätte erstmal Bettverbot.
    So was geht gar nicht!

    Ich würde ihn beim nächsten Mal vom Bett werfen und ihm einen Platz zuweisen auf dem er schlafen kann.

    Generell solltet ihr den Umgang mit ihm überdenken, denn so wie es sich liest kennt er keine Grenzen. Diese solltet ihr nun durch feste Regeln einführen.

    Ich würde Euch raten einen Hundetrainer kommen zu lassen.
    Dieser soll euch einen Trainingsplan erstellen der zu euch und dem Hund passt.

    Hier muss von Anfang an angefangen werden und es sind mehrere Probleme die da sind. Daher ist es wichtig, dass ihr genau wisst wie ihr vorzugehen habt. Das kann aber nur jemand beurteilen der den Hund und euch live gesehen hat.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Scheint, dass es Zeit wird den kleinen Prinzen mal von seinem Thron zu schubsen und Herrn Kontrolletti ein paar Regeln beizubringen. ;)

    1. Wie verhaltet ihr euch im Auto, wenn er fiept, kläfft usw.?

    2. Kommt der Besuch zu euch oder zu eurem Hund? Ist es Besuch für euch, dann hat der Hund Pause. Weist bitte eure Besucher an, den Hund komplett zu ignorieren. Bringt ihm bei auf seinen Platz zu gehen und dort zu bleiben. Notfalls erstmal mit einer Leine festbinden. Trainiert das erst für euch, später dann mit bestelltem Besuch. Bestätigt ihn nur, wenn er wirklich ruhig und entspannt ist.

    3. Wie verhaltet ihr euch, wenn er wimmert?

    4. Er will euch kontrollieren. Ähnliches Vorgehen wie bei Punkt 2. Ziel ist: Hund bleibt auf seinem Platz während ihr euch ungehindert in der Wohnung bewegen könnt. Ebenso beim Verlassen der Wohnung, wenn der Hund alleine bleiben soll.

    5. Bett und Sofa sollten vorläufig tabu sein. Will der Hund aufs Bett/Sofa, kommentarlos abblocken bzw. runterschieben. Konsequent aber mit der gebotenen Vorsicht, ist ja ein kleiner Hund. Später kann er dann ja wieder (auf Einladung) rauf.

    Trainiert das in ganz kleinen Schritten. Hund liegt eine Sekunde ruhig: Prima. Bestätigung. Einen Schritt so lange wiederholen bis er sitzt. Dann erst (langsam) steigern. Was ihr jetzt braucht ist Geduld und Ausdauer. Was sich in einem Jahr eingeschlichen hat, kann nicht von jetzt auf gleich gerichtet werden.

    Habt ihr die Möglichkeit einen Hundetrainer kommen zu lassen? Es gibt bestimmt noch weitere Ansätze, um das Verhalten eures Hundes in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Das schafft ihr schon. Seid euch einig, seid konsequent und bestimmt, aber dabei immer liebevoll.

  • Vielen Dank erstmal für die Antworten.

    Ja, wir haben uns für Samstag eine Hundtrainerin bestellt und sie hatte im Vorabgespräch schon erwähnt das der kleine Mann die Rangordnung etwas durcheinander bringt.... ;) .

    Priorität hätte es lt. Coach erstmal die Rangordnung wieder herzustellen und dann zu schauen ob sich die anderen Dinge von selbst erledigen. Offensichtlich versucht der Hund all das zu machen was er eben machen will, sobald wir aber versuchen es zu unterbinden geht eben das gejaule los. Bin mal gespannt und hoffe das sie bzw. wir alles so hinbekommen wie wir es uns vorstellen. Sie meinte ebenfalls das einiges an Arbeit auf uns zukommt.

    Hoffe nur das es für ihn nicht zu hart wird, denn wir möchten nicht das er die Konsquenzen ausbaden muss für Probleme die wir erschaffen haben. Denke aber die wird schon wissen was zu machen ist, im Sinne und Grenzbereich des normalen.

  • Zitat


    1. Wie verhaltet ihr euch im Auto, wenn er fiept, kläfft usw.?

    Haben von ignorieren, Hundebox und maßnehmen alles probiert.....Ergebnis immer das gleiche. Egal ob er fixiert ist, auf dem Schoß sitzt oder in Box war. Er gibt einfach keine Ruhe. Interessant war, als ein Bekannte der ebenfalls nen Yorki hat(selber Züchter) in mal abgeholt hat und mit Heim genommen hat. Wir waren auf einer Beeridung, dewegen dachten wir er kann mal zu nem Kumpel fahren. Wie auch immer, lt. dem Bekannten hat er keinen Ton von sich gegeben und war absolut brav während der Fahrt.

    Zitat


    2. Kommt der Besuch zu euch oder zu eurem Hund? Ist es Besuch für euch, dann hat der Hund Pause. Weist bitte eure Besucher an, den Hund komplett zu ignorieren. Bringt ihm bei auf seinen Platz zu gehen und dort zu bleiben. Notfalls erstmal mit einer Leine festbinden. Trainiert das erst für euch, später dann mit bestelltem Besuch. Bestätigt ihn nur, wenn er wirklich ruhig und entspannt ist.

    Seine Reaktion hängt immer von der Person ab die uns besucht, bei Leuten die halt häufiger vorbeikommen ist er deutlich gelassener.

    Zitat


    3. Wie verhaltet ihr euch, wenn er wimmert?

    Mittlerweile ignorieren wir ihn. Er ist es halt gewohnt uns immer hinterher zu dackeln, egal ob Badezimmer oder Garten.

    Zitat


    4. Er will euch kontrollieren. Ähnliches Vorgehen wie bei Punkt 2. Ziel ist: Hund bleibt auf seinem Platz während ihr euch ungehindert in der Wohnung bewegen könnt. Ebenso beim Verlassen der Wohnung, wenn der Hund alleine bleiben soll.

    Das sagte die Trainerin ebenfalls, wir haben uns nix dabei gedacht als er uns überhin gefolgt ist. Lt. Trainerin ist es halt Kontrolle seitens des Hundes um zu schauen was das "Rudel" so macht. Sobald er dann vor verschlossenen Türen steht macht er sih halt lautstark bemerkbar.

    Zitat


    5. Bett und Sofa sollten vorläufig tabu sein. Will der Hund aufs Bett/Sofa, kommentarlos abblocken bzw. runterschieben. Konsequent aber mit der gebotenen Vorsicht, ist ja ein kleiner Hund. Später kann er dann ja wieder (auf Einladung) rauf.

    Für uns ist es kein Problem wenn er bei uns auf der Couch bzw. im Bett liegt, nur das knurren muss aufhören, keine Frage. Wir nehmen in seit dem immer Maß wenn er anfängt sich aufzuspielen und mittlerweile ist es schon deutlich besser geworden. Er geht oft von sich aus in seinen Korb oder ohne großes hin und her vom Bett wenn der "dumm" macht.

    Zitat


    Trainiert das in ganz kleinen Schritten. Hund liegt eine Sekunde ruhig: Prima. Bestätigung. Einen Schritt so lange wiederholen bis er sitzt. Dann erst (langsam) steigern. Was ihr jetzt braucht ist Geduld und Ausdauer. Was sich in einem Jahr eingeschlichen hat, kann nicht von jetzt auf gleich gerichtet werden.

    Habt ihr die Möglichkeit einen Hundetrainer kommen zu lassen? Es gibt bestimmt noch weitere Ansätze, um das Verhalten eures Hundes in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Ja, Coach ist wie erwhnt unterwegs und wird sich den Problemen annehmen.
    Das schafft ihr schon. Seid euch einig, seid konsequent und bestimmt, aber dabei immer liebevoll.

  • Ich kann mich dunkel an einen Rütter-Fall erinneren. Da hatte eine Frau auch einen Hund, der im Auto Theater machte. Sie hat auch gesagt, sie würde ihn ignorieren. Ganz so war es dann aber doch nicht. Strategie war jedenfalls: Hund ins Auto, Frauchen ins Auto und nix, aber auch gar nix passiert. Dabei war der Hund auf dem Rücksitz, so dass er nicht an Frauchen herankommen konnte. Die Frau sollte ein Buch lesen und den Hund wirklich nicht beachten, bis er sich entspannt hingelegt hat. Nächster Schritt war glaube ich, Motor anlassen. Wenn Hundi dann wieder aufdreht, Motor aus, Buch lesen, entspannen, usw.

    Villeicht kann sich hier noch jemand genauer erinnern?

    Was genau machst du, wenn du ihn "maßnimmst"?

    Zitat

    Hoffe nur das es für ihn nicht zu hart wird, denn wir möchten nicht das er die Konsquenzen ausbaden muss für Probleme die wir erschaffen haben. Denke aber die wird schon wissen was zu machen ist, im Sinne und Grenzbereich des normalen.

    Fiepen, Jammern, Jaulen, Hinterherrennen das ist hart für den Hund, denn da hat er Streß. Wenn es euch gelingt, diese Verhaltensweisen abzustellen, wird es für den Hund ein viel entspannteres Leben werden (und für euch damit auch ;) ).

    Oder machst du dir Sorgen, dass die Trainerin den Hund vielleicht zu hart behandelt? Wenn du da ein schlechtes Gefühl hast, dann such dir lieber jemand anderen.

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