Pinscher Mix 1 Jahr - 4. Stelle
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Gast47704 -
11. Dezember 2011 um 23:22
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Hallo zusammen,
ich habe Ende September meinen Hund durch einen Unfall verloren. Zuerst wollte ich gar keinen Hund mehr, dann fehlten mir die Spaziergänge und Kommunikation unabhängig davon, dass mir Marty als solches fehlt.
So entschloss ich mich, als Pflegestelle hier und da mal einen Hund aufzunehmen. Also noch absolute Anfängerin und natürlich sind die Hunde, die in Pflegestellen landen, allesamt vorbelastet.
Paul, der Pinschermix kam vor einer Woche zu mir. Ich bin die 4. Stelle in seinem kurzen Leben. Er ist ca 1 Jahr alt, offensichtlich schon eine Weile kastriert, ansonsten in einem guten Zustand.
Jedoch hat er auch so seine Probleme. Was ich weiß, ist, dass er von der Straße geholt wurde, was so ca 7 Monate her sein müsste, danach wurde er in eine Familie vermittelt, die ihn nach ein paar Monaten zurückgab. Er verweilte dann so ca 4 Wochen in einer anderen Pflegestelle, von wo aus er mir dann letzten Sonntag übergeben wurde.
Er ist zu 100% abrufbar , läuft sehr gut an der Leine und kann Sitz. Das wars.
Am Sonntag hat er gejammert, weil es ihm wohl in der Pflegestelle gut gegangen war. Doch schon nach einem Tag hatte ich das Gefühl, dass er sich auf mich fixiert hat. Jetzt nach einer Woche bin ich mir sogar sehr sicher. Alleine lassen geht nicht so gut, bei jemanden lassen, geht gar nicht. Jemanden hier bei mir mit ihm alleine lassen geht bedingt.
Und nun zu den tatsächlichen Problemen. Er ist 1 Jahr alt und verhält sich mir gegenüber wie ein Welpe. Jedoch maßregelt er mich recht oft, indem er mich in die Wade zwickt, oder mich an der Hose festhalten möchte. Gestern zum Beispiel machte ich ihn Ausgehfertig und ging schon Richtung Haustüre, merkte, dass ich noch mal aufs stille Örtchen musste, ging in die Richtung, da zwickte er mich schon recht deutlich. Ich sagte, NEIN, drehte mich dabei um und sah ihn sitzend mit angelegten Ohren.Nächste Baustelle ist, dass er nicht spielen kann. Ich werfe, er holt und verteidigt sein Spielzeug mit höchster Agression. Futterbeutel... HAHAHA... den will er zerfetzen..aber hergeben? Nicht in diesem Leben - da kann ich im Moment gar nicht mit arbeiten. Irgendwie muss ich ihm erst mal das Aus beibringen.
Weiter Baustelle ist dass er Angst vor allem hat, was ich in die Hand nehme und nicht nach Leine ausschaut. Ich dachte, tu ihm was gutes, dem so verschmusten Kerl und Bürste ihn... Pustekuchen. Selbst wenn er nicht sieht, dass ich die Bürste in der Hand habe und ihn am Rücken so gerade eben berühre, verkriecht er sich unters Bett.
Baden/Duschen??? UNMÖGLICH. Nicht mal mit einem feuchten Lappen lässt er sich abwischen. Ich habe 5 Stunden gebraucht, um den Gestank nach herumwälzen in Bähh aus seinem Fell zu bekommen, weil er einfach immer wieder abstritzte.
Ich wollte ihn ja auch nicht zu sehr bedrängen. Ich bin ein wenig Ratlos. Ich weiß sein Verhalten mir gegenüber auch nicht einzuschätzen, ob er mich meint, oder ob er das Futter meint, was ich immer dabei habe. Abrufen lässt er sich ja wirklich prima, jedoch erwartet er auch IMMER ein Leckerli, so dass ich derzeit dazu über gegangen bin, ihn nur draussen und nur aus der Hand zu füttern.Eine meiner Fragen wäre, ob ich ihn jetzt schon stärker bedrängen soll, oder ihm erst noch ein wenig Zeit geben soll, damit er vertrauen zu mir fassen kann?
Ansonsten ist das Fazit dieser einen Woche, dass sein Charakter nahezu perfekt auf die Eigenschaften eines Pinschers passen.
PS: ich denke darüber nach, ihn zu behalten. Ich habe mich noch nicht entschieden, jedoch tut der mir sehr leid. Zudem ist er sicher nicht so leicht zu vermitteln, wegen seines Alters, da gerade im Moment wieder mal eine Menge Hunde unter 6 Monaten ebenfalls eine neue Familie suchen. PS: ich lebe auf Gran Canaria und vor Weihnachten werden oft die "alten" Hunde auf die Straße geschickt, um Platz für neues "Spielzeug" zu schaffen...
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11. Dezember 2011 um 23:22
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Hallo!
Du schreibst ja selbst, daß Du den Kleinen erst seit einer Woche bei Dir hast.
Und er ist ja noch sehr, sehr jung.
Und er scheint schon so einiges mitgemacht zu haben, was sein bisheriges Verhalten doch etwas erklären könnte.Einerseits würde ich mich so "normal" wie möglich verhalten, und ihm natürlich auch sofort "erklären", welche Regeln es in diesem Haus gibt.
Aber andererseits würde ich ihm auch etwas Zeit geben, sich an die erneute Umstellung zu gewöhnen. Er kann ja noch nicht wissen, ob er überhaupt bei Dir bleibt, ob er wieder weg muß, und ob dies schon morgen soweit sein könnte.Zitat
Er ist zu 100% abrufbar , läuft sehr gut an der Leine und kann Sitz. Das wars.Ich finde, das hört sich schon mal recht gut an! Und darauf läßt sich ja locker alles weitere aufbauen.
ZitatAm Sonntag hat er gejammert, weil es ihm wohl in der Pflegestelle gut gegangen war. Doch schon nach einem Tag hatte ich das Gefühl, dass er sich auf mich fixiert hat. Jetzt nach einer Woche bin ich mir sogar sehr sicher. Alleine lassen geht nicht so gut, bei jemanden lassen, geht gar nicht. Jemanden hier bei mir mit ihm alleine lassen geht bedingt.
Irgendwo ist es auch verständlich
Wenn Du jetzt schon die vierte Stelle in seinem bisherigen Leben bist.Zitat
Und nun zu den tatsächlichen Problemen. Er ist 1 Jahr alt und verhält sich mir gegenüber wie ein Welpe.Möglich, daß er jetzt noch etwas "nachzuholen" hat, was in seiner Vergangenheit bisher (noch) nicht möglich war. Vielleicht ist es auch nicht so verkehrt, ihn ein wenig so zu behandeln, wie man es tatsächlich mit einem Welpen machen würde.
Ich würde sowieso mit dem Training, was Hund so alles im Alltag braucht, langsam anfangen.
Du selbst kannst ja an dem Hund sehen, ob es "okay", oder ob es für ihn "zuviel" ist.ZitatJedoch maßregelt er mich recht oft, indem er mich in die Wade zwickt, oder mich an der Hose festhalten möchte. Gestern zum Beispiel machte ich ihn Ausgehfertig und ging schon Richtung Haustüre, merkte, dass ich noch mal aufs stille Örtchen musste, ging in die Richtung, da zwickte er mich schon recht deutlich.
Ich bin mir da nicht wirklich sicher, aber ich glaube irgendwie nicht so recht daran, daß der Kleine Dich jetzt schon maßregelt. Gerade junge Hunde, und manch ausgewachsene Hunde auch, können auch schon mal gerne, wenn sie unter Streß stehen, als Übersprungshandlung in die Hose / Wade beißen zeigen.
Und "Streß" ist in diesem Fall wirklich nicht negativ gemeint!
Hund "denkt" es geht raus, und freut sich - das verstetzt dem Körper auch in einem Streßlevel
Hund weiß nicht, was jetzt los ist - klar, da kommt eventuell eine Angst hoch = Streß
Hund ist zu aufgedreht, zum Beispiel nach dem Spielen - ist ein Streßzustand im KörperZitat
Nächste Baustelle ist, dass er nicht spielen kann. Ich werfe, er holt und verteidigt sein Spielzeug mit höchster Agression. Futterbeutel... HAHAHA... den will er zerfetzen..aber hergeben? Nicht in diesem Leben - da kann ich im Moment gar nicht mit arbeiten. Irgendwie muss ich ihm erst mal das Aus beibringen.Da würde ich Deinem Hund eventuell auch etwas mehr Zeit geben.
Geh mit dem Training wirklich sehr, sehr ruhig an. Beobachte Deinen Hund. Eventuell kannst Du über das "Tauschgeschäft" erreichen, daß er Dir freiwillig sein Spielzeug gibt, wenn Du ihm dafür ein Stück Leberwurst gibst?Schließlich muß er ja noch lernen, daß Du nicht "sein Feind" bist, wenn es um Spielzeug und Freßbarem geht. Das weiß er ja noch nicht. Vielleicht hatte er vorher sogar diesbezüglich andere Erfahrungen gemacht?
ZitatWeiter Baustelle ist dass er Angst vor allem hat, was ich in die Hand nehme und nicht nach Leine ausschaut. Ich dachte, tu ihm was gutes, dem so verschmusten Kerl und Bürste ihn... Pustekuchen. Selbst wenn er nicht sieht, dass ich die Bürste in der Hand habe und ihn am Rücken so gerade eben berühre, verkriecht er sich unters Bett.
Baden/Duschen??? UNMÖGLICH. Nicht mal mit einem feuchten Lappen lässt er sich abwischen. Ich habe 5 Stunden gebraucht, um den Gestank nach herumwälzen in Bähh aus seinem Fell zu bekommen, weil er einfach immer wieder abstritzte.So aus der Ferne ist es natürlich etwas schwierig. So vom Bauch her würde ich einfach mal vermuten, daß nach einer Woche noch nicht unbedingt ein Vertrauensverhältnis entstanden sein kann. So etwas dauert eben etwas seine Zeit. Wenn Du Pech hast, wird er sich noch in der sogenannten Unsicherheitsphase befinden. Dann wird er sowieso alles "Normale" als "bedrohlich" empfinden.
Wenn es nicht so dringend ist, würde ich mit solche Aktionen etwas warten, bis das Verhältnis zwischen Euch beiden sich deutlich gebessert hat.Bürste kannst Du ihm "zeigen", indem Du das "Ding" einfach mal so hinlegst, und ihn selbst mal schnuppern läßt.
Zitat
Ich wollte ihn ja auch nicht zu sehr bedrängen. Ich bin ein wenig Ratlos. Ich weiß sein Verhalten mir gegenüber auch nicht einzuschätzen, ob er mich meint, oder ob er das Futter meint, was ich immer dabei habe. Abrufen lässt er sich ja wirklich prima, jedoch erwartet er auch IMMER ein Leckerli, so dass ich derzeit dazu über gegangen bin, ihn nur draussen und nur aus der Hand zu füttern.Ich glaube, so ähnlich ergeht es ihm auch mit Dir
Ihr müßt Euch beide doch erst einmal besser kennen lernen.ZitatEine meiner Fragen wäre, ob ich ihn jetzt schon stärker bedrängen soll, oder ihm erst noch ein wenig Zeit geben soll, damit er vertrauen zu mir fassen kann?
Ich glaube, die Antwort weiß Du im Grunde genommen schon selbst tief in Dir
Hör auf Dein Bauchgefühl!Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Hallo SheltiePower,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja, irgendwie ist mir schon klar, dass wir beide Zeit brauchen und ich alles sehr langsam angehen muss, vor allem, bei den Dingen, die ihm Angst machen.Und genau das wollte ich ja auch wissen. Jetzt schon den Druck erhöhen, oder eher nicht. Ich möchte ihm natürlich nicht noch mehr schaden. Ich hab einfach so gar keine Erfahrung. Daher meine Fragen hier.
Also mach ich es derzeit wohl richtig. So ist er total lieb. Im Haus total ruhig, schläft viel, kommt gar nicht auf die Idee, irgendwas, was ich ihm nicht selbst gegeben habe, anzurühren ( Schuhe oder so). Ist Sauber und heute morgen hat er mich sogar geweckt, weil er mal dringend musste.
Also so ist alles prima. Mir gehts auch ausschließlich darum, nicht noch mehr Fehler an ihm zu machen. Ihn noch mehr zu verstören.
Also Geduld... langsam und ohne Druck. Vielen Dank.
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sheltie-power hat dir schon alle antworten gegeben :)
viel glück u. spass mit dem kleinen :)
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