Wie lastet man einen nicht abrufbaren Hund aus?

  • Zitat

    Das mit dem Hundesport ist prinzipiell nicht schlecht, nur stell ich mir die Frage was Mia wirklich davon hat, eine Gruppe anderer Hunde lenkt sie vor allem sehr ab und das wäre dann schon fast wieder die "hohe Schule".

    LG Penny

    Gerade dann fände ich das sinnvoll. So lernt sie, auf Dich zu achten. Und Du wirst sehen, dass beim gemeinsamen Training die anderen Hunde (und Menschen) bei jedem Trainingstermin uninteressanter werden :-)

    Bei uns gibt es Gruppen mit 3-7 Hunden, normal sind 5. Je nach Hund wird anfangs darauf geachtet, dass er als eher zurückhaltender Hund eben nicht in die Gruppe der Draufgänger und in eine kleinere Gruppe kommt usw. Vor dem Training gibt es einen ausgiebigen, ca. 15minütigen Freilauf auf dem sicher eingezäunten, großen Hundeschulgelände und dann so ca. 45 Minuten Training.

    Ich mag das so, denn für uns ist das perfekt =)

    Viele Grüße

    Doris

  • Ich denke, dem Hund fehlt nicht an einer weiteren "Auslastung", bei der er ja doch das tun soll, und jenes lassen muss, sondern an der Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Eine 5m Leine ist da keine nennenswerte Option für einen aktiven Hund, der vermutlich einen deutlich grösseren Radius hat.

    Viel längere Schleppleine ist das erste, was einfällt - und dosierter Freilauf an ungefährlichen Orten. Da habe ich das Problem noch nicht ganz verstanden, sie haut doch nicht einfach ab? Wenn keine nennenswerte Ablenkung vorhanden ist? Hält sie keinen Kontakt, wie lang ist sie weg? Oder ist sie bloss nicht perfekt abrufbar bei Ablenkung?

  • Ich weiß ja nicht wie das in anderen Vereinen so läuft, aber bei uns besteht auch immer die Möglichkeit die Hunde vor oder nach dem Training auf dem Platz ne Runde toben zu lassen. Aber Du hast sicherlich recht, dass Auslastung durch Hundesport nicht mit echtem Freilauf vergleichbar ist.

    Aber die längere Schlepp wäre sicherlich schonmal ein großer Fortschritt in Sachen freier Bewegung.

  • ich muß sagen, dass ZHS eine tolle sache ist, um einen erwachsenen, lauffreudigen, hund körperlich auszulasten.
    gerade zur brut und setzzeit, wenn leinenpflicht herrscht, ist das eine tolle alternative, die den hund sehr viel spaß machen kann.
    was man aber nicht unterschätzen sollte: Gehorsam gehört hier aber auch dazu!

  • Huhu,

    ui, toll, da ist ja einiges zusammengekommen :D

    Wir haben auch eine 15 M Leine die ich gerne benutze, nur ist das nicht immer so alltagstauglich, mit der 5 M Leine kann ich die ganz normalen Wege gehen, mit der 15 M Leine verheddert sie sich an unünstigen Orten ja.
    Wir haben hier z.B. viele schmale Wege wo die Weiden eingezäunt sind, da passt Hundi drunter und wenn er dann noch ungeschickt um nen Baum läuft... :headbash:
    Aber wenn ich Wege gehe wo große Wiesen sind, dann pack ich die 15 M Leine immer mit ein, bin quasi "die mit dem Rucksack" hier in der Gegend ;)

    naijra: Mia findet quasi ne Ablenkung, als wir zum Beispiel in dem Wald waren, oder hiner dem garten meiner Eltern ist auch ein Neubaugebiet abgesteckt, komplett eingezäunt damit Leute ihren Müll da nicht abladen, sie weiss also nicht das sie umzäunt ist, da ist es so das Mia läuft, sie will nicht gezielt von mir weg, aber sie ist dann in ner anderen Welt und das hat erstmal nix mit Fährten oder so zu tun, sie riecht, läuft weiter und hat Ohren wo man durchpusten kann.
    Ich bin mir sicher das Mia, würden wir auf nem einsamen Bergbauernhof wohnen, jeden Abend wieder bei mir ist, aber sie nimmt sich noch das Recht das WANN selbst zu entscheiden :sad2:

    Wir sind ja aktiv dabei mit ihr alles ohne Ablenkung zu trainieren- Leinenführigkeit z.B. klappt mittlerweile super, "sie bleibt bei mir", aber sobald ein Hund entgegenkommt, ein Bus an uns vorbeifährt, ist sie gestresst, ich halte sie dann auch aktiv bei mir.
    Ich mache auch mal so Sachen das sie die 15 M Leine hat und ich mich einfach auf den Boden knie ohne was zu sagen, iwann sieht sie das und kommt auch ganz interessiert.
    Das motto ist also eher "Wehe wenn sie losgelassen".
    Wie es wäre, würde ich sie hier auf der Wiese, ohne ABlenkung, einfach ableinen, oder die Schlepp loslassen- ich weiß es nicht, aber ich bin mir fast sicher sie würde bis zum Ende der Wiese laufen und dann in den Wald, also dahin wo es interessanter ist.

    Agility wäre durchaus ne Überlegung wert, ich würde mir aber wünschen etwas "wirklich vor der Haustür zu haben", eine geeignte HuSchu ist auch wieder gut 30Min. Fahrzeit und das kann ich ja nur ohne Kinder mit dem hund machen, da wäre zweimal die Woche schon rehct schwer zu organisieren.

    Ich schaue mir mal diesen Halter fürs Rad an, ich denke nämlich das sie dann "genauso konzentriert wäre wie als würde sie ihre eigenen Wege gehen" :gut:
    Wir haben sogar, fast für uns gemacht einen Alleenradweg ganz neu, der ist schon geteert und noch nicht eingeweiht, ist ne alte Bahntrasse. Das wäre ne Überlegung und ich müsste das Rad nur rund 100m schieben.
    Ich habe auch so nen Cityroller (naja meine Tochter), wäre ja auch ne Möglichkeit fürs erste, weil ich da flexibler bin.
    Tante Flauschig: Daher ja meine "Bedenken" ob Mia noch zu wenig hört.

    LG Penny

  • Huhu,
    Also deine Beschreibung hätte ich über Maya schreiben können!! Genau das gleiche Problem haben wir auch!
    Aber was spricht denn dagegen, ein- oder zweimal die Woche zu dem Auslauf zu fahren? Hier gibt es auch einen Windhundeauslauf und ich fahre mit meiner Podenca einmal die Woche hin.
    Dort üben wir auch nichts,das ist quasi "Urlaub" für Maya,wo sie mit anderen toben kann (das geht an der Schlepp ja nur bedingt) und einfach mal richtig fetzen kann,nach Herzenslust. Ich weiß nicht wie dein Hund so ist, aber Maya braucht das. Die kriegt dann ihre "5 Minuten" springt hoch, rennt, schlägt Haken.. Das könnte Maya auf dem Hundeplatz bei Agi nicht ausleben, denn auch da ist es geordnet und es gibt Regeln.
    Aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus.
    1x die Woche Auslauf und einmal die Woche Hundesport/Fahrradfahren,z.B.

    Viel Spaß mit deinem Wirbelwind!!

    LG

  • Hallo Lisa,

    schön das Mia in Maya ne Verbündete hat ;)
    Und es ist das was du sagst, einfach mal Gas geben können, ohne Abwarten und "dransein", Urlaub eben :D

    Hier hat der eine Auslauf zugemacht, in Solingen, sehr schade.
    In Langenfeld gibt es ein kleines eingezäuntes Gelände- tatsächlich städtisch, das ist aber shcon toll!

    Ich fasse mir auch mal ein Herz und frage quasi nebenan nach, da ist ein Reiterhof (diehaben keinerlei Intenetpräsenz, ne Mail hätte ich schon längst geschrieben). Vor dem reiterhof, direkt neben uns ist eine Wiese, komplett eingezäunt (nun gut, für Hunde müsste unten noch was gemacht werden...), da hab ich in 2 Jahren nicht einmal ein Pferd drauf gesehen- die steht immer leer.
    Ich weiß halt nur nicht was ich sagen soll, sowas ist mir dann doch unglaublich unangenehm.
    Ich meine, es würde mir völlig reichen wenn ich an zwei Vormittagen oder so Mia dort rennen lassen könnte, und ich fände es soooo toll, wenn Hunde und Halter denen es ähnlich geht, auch dort zum Spielen kommen (also mir reicht es wenn die Hunde spielen und toben :lachtot: )

    Jetzt schau ich mir aber mal diesen Halter an :gut:

    Penny

  • Trau Dich ruhig an die 20-Meter-Leine dran- das braucht zwar Übung, aber Hund wirds lieben, wenn es keinen Freilauf geben kann. Und alle Übungen zum Rückruf usw. sind damit sehr effektiv.

    Ich mach das gerade mit 2 Hunden- und nach anfänglicher Knotenbildung geht das jetzt wunderbar. Hat so 4-6 Wochen gedauert, jeden Tag besser. Bereite mich damit auch auf Freilauf vor und bin unsicher mit einer der Hündinnen.

    Und an den langen Leinen ist Spaziergang auch für den Menschen ein Genuss. Wie gesagt, erst viel üben und bei um-den-Baum-wickeln hilft Humor.

    Das wird schon.

    lg
    Kathrin

  • Zitat

    Ich denke, dem Hund fehlt nicht an einer weiteren "Auslastung", bei der er ja doch das tun soll, und jenes lassen muss, sondern an der Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Eine 5m Leine ist da keine nennenswerte Option für einen aktiven Hund, der vermutlich einen deutlich grösseren Radius hat.

    Viel längere Schleppleine ist das erste, was einfällt - und dosierter Freilauf an ungefährlichen Orten. Da habe ich das Problem noch nicht ganz verstanden, sie haut doch nicht einfach ab? Wenn keine nennenswerte Ablenkung vorhanden ist? Hält sie keinen Kontakt, wie lang ist sie weg? Oder ist sie bloss nicht perfekt abrufbar bei Ablenkung?


    Das sehe ich ganz genau so.

    Schleppleine dran, Hund machen lassen, und bei den Gelegenheiten freiwillige Kontaktaufnahmen zu Dir (Blick und Zurückkommen) positiv bestärken.
    Radiustraining, Rückruftraining - auch wenn das Problem nicht Jagen ist, sondern erschrecktes Weglaufen, würde ich Dir das Buch Antijagdtraining von pia Gröning und Ariane Ullrich empfehlen. Und zum Rückruf diesen Faden: https://www.dogforum.de/der-doppelte-ruckruf-t126830.html - den kann man wunderbar an der Schleppleine üben!

    Ich glaube ja ein bißchen, dass DU das Freilauftraining brauchst, denn sie ist ja, als du dich sicher genug gefühlt hast, sie frei laufen zu lassen auch nicht "weggerannt" - Du hattest nur das sichere Gefühl, das ja nichts passieren kann, wenn sie es tun würde. ;)

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