• Hey, ich denke ihr habt sie erst wenige Tage.

    Laß sie erst mal richtig ankommen - sie ist frisch von Mami und Geschwister weg; ein "Nein" kennt sie noch nicht wirklich; alles ist neu und aufregend.

    Das mit dem Laufstall als eine "Auszeit" die immer mal wieder für kurze Zeit, wenn sie total überdreht ist, in Anspruch genommen wird ist eine gute Idee; Ruhe lernen lassen und viiiiiiieeeel Geduld - das wird schon!


    Wenn sie zwickt - AU sagen, laut und deutlich. Spiel/Kraulen abbrechen!


    Wichtig (wenn auch schwer ;) ): nicht zu viel, also zu lange spielen - sie ist ein Baby und muß wie schon geschrieben, Ruhe lernen.
    Wenn sie überdreht ist es wie mit kleinen Kindern - sie finden "kein Ende mehr".

  • Hm, okay, ich versuche mal auf alles einzugehen.

    Also Nacken greifen und Schnauzengriff, wie gesagt, ich möchte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen. Es ging mir darum, ob es okay ist, wie wir es machen und ob es noch andere Dinge gibt. Ich wollte nicht, dass mir jemand sagt, keine Sorgen, in zwei Tagen ist es vorbei, sondern eine Information, wie lange das anhält (wenn man das zeitlich hätte eingrenzen können). Nur zur Info, nicht wann ich "erlöst" bin.

    Zitat


    irgendwie liest es für mich so, als ob der Welpe völlig "überdreht" ist.
    Dann kann so eine Übersprungshandlung, wie das Schnappen nach jedem "Ding", entstehen.

    Schläft Euer Welpe denn viel?

    Nein, sie ist nicht völlig überdreht. Sie schläft auch noch viel. Es ist auch nicht so, dass sie permanent und immer nur am Schnappen ist. Es geht hier nur um die Situation, WENN sie es macht, wie man das am besten unterbindet bzw. etwas macht, damit man es langfristig unterbinden kann.

    Zitat

    Und das NEIN sollte man wirklich in aller Ruhe, und ohne Druck / Streß lernen.
    Es bring nichts, wenn man das Wort, welches noch nicht bekannt ist, oder erst am Anfang der Lernphase und somit noch nicht verstanden wurde, ständig sagt.

    Hier verstehe ich nicht, wie man "Nein" beibringt. Nein wendet man doch in solchen Situationen an, die man unterbinden möchte. Wann soll ich "Nein" beibringen, wenn nicht in besagten Situationen

    Ständig gesagt wird "Nein" nicht. Eben dann, wenn sie schnappt. Auch wenn sie jung ist, sie reagiert zwar noch nicht, wie ein Hund, bei dem das Kommando 1:1 sitzt, aber sie weiß schon, dass "Nein" ein Abbruch ist. Zumindest setzt sie das schon relativ oft um. Sie kann auch "Sitz" schon. Dazu hab ich ihr dreimal ein Leckerchen reingeschoben, als sie saß, hab das Kommando dabei gesagt und Handzeichen gegeben. Angefangen hat es aber eher mit einem Scherz "Guck mal was der Hund schon alles kann, höhö " ohne zu erwarten, dass sie es macht. Danach hab ich das seit ca. 4 Tagen ungefähr drei mal am Tag gübt. Jeweils zwei, drei Mal und dann war wieder gut. Beim Halsband anlegen wird auch erst "Sitz" gemacht und das klappt ganz gut.

    Zitat

    Wenn der Welpe mal nach Deinen Beinen schnappen sollte, während Du gehst, bringt Dir das "sture Weitergehen" nicht wirklich was. Im Gegenteil, das ist doch ein "tolles Spiel". ;)
    Also "spielt" Dein Welpe weiter, obwohl Du eigentlich willst, daß er es nicht macht.
    Für ihn muß Dein Weitergehen wie eine Aufforderung erscheinen. Er weiß ja noch nicht, daß es "falsch" ist. Bleib stehen. Hört er auf, kannst Du ihn belohnen.
    Meinst Du, daß Du seine Aufmerksamkeit hast, dann sag (wenn der Hund das Wort tatsächlich kennen sollte) ganz ruhig, ohne laut zu werden, Dein NEIN.

    Das macht für mich irgendwie keinen Sinn. Erstens lernt der Hund dadurch meiner Meinung nach nur, dass er aufhören muss, wenn ich stehen bleibe, oder nicht? Wenn er dann aufhört und ich ihn lobe, was verbindet er dann damit? Dass ich stehen bleiben muss und er dann aufhört`? Oder dass er das generell nicht machen soll? Und was bringt das "Nein", nachdem ich sie gelobt habe. Ich schaff das niemals in zwei Sekunden, dass der Hund gelobt wird und dann ein "Nein" bekommt. Und versteht der Hund dann nicht das "Nein" für´s Aufhören?

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    Wenn Du anfängst, den Hund "wegzuschubsen", weil der einfach keine Ruhe geben kann, kann dies beim Hund auch wie eine Spielaufforderung rüber kommen. Schau Dir mal Welpen beim Spielen an. Manche spielen so ruppig, indem sie andere anspringen. So geht das dann zwischen den Welpen oft weiter.
    So ähnlich muß dem Hund das auch mit Deiner Hand vorkommen.
    Klar, daß ein NEIN da nicht funktionieren kann.
    Auf der einen Seite "spielst" Du ja mit ihm, und "forderst" ihn ständig auf, und auf der anderen Seite sagst Du NEIN.
    Was meinst Du, was mehr Gewicht hat?
    Gemeinsam mit seinem Menschen "weiter spielen", oder doch lieber aufhören? ;)

    Sie wird nicht weggeschubst. Die Hand wird dazwischen geschoben. So dass sie zwangsläuft los lassen muss. Das passiert so, als wenn ich mir die Hose glatt streiche, nicht so, dass der Hund zur Seite fliegt. Ich bin der Meinung, dass ein Hund sehr wohl mehr zu deuten weiß, als meine Hand. Der Ton und die Mimik sind für den Hund doch auch entscheidend. Und es gibt schon einen Unterschied, wenn ich mit ihr spiele oder ihr Grenzen setze. Und darauf lege ich das Gewicht, was sie lernen muss.

    Zitat

    Sorg einfach dafür, daß der Welpe nicht in der Nähe ist, wenn sich Deine Kinder an- oder ausziehen. Bewegende Teile üben immer einen Reiz auf den Welpen aus. Gib ihm lieber zu der Zeit andere Beschäftigung. Laß ihn doch eine Papprolle vom Klopapier zerfetzen, während Ihr grad mit was anderem beschäftigt seid.
    Dann haben beide Parteien ihre Ruhe und "was zu tun".

    Das ist nicht machbar. Das Schnappen passiert nicht während des Anziehens, sondern wenn sie ihre fünf Minuten hat, sobald sich irgendwer irgendwohin bewegt. Da hilft auch keine andere Beschäftigung. Sie beschäftigt sich mit ihrem Spielzeug, aber in dem Moment wo sie schnappt, ist halt schnappen angesagt und nicht der Kauknochen, der Spielknoten oder ähnliches.

    Zitat


    Das klingt doch alles ganz normal.
    "Nein", ist wie alles andere auch ein Kommando, was der Hund erst langsam lernen muss. Wir Menschen schwatzen ja so viel, da muss man erst Mal rausfiltern lernen, was nun wichtig ist - und warum ;)

    :smile: Dass das Normal ist, wusste ich. Keine Sorge, ich mache kein Problem aus einer Normalität. Natürlich muss sie "Nein" erst lernen. Deswegen wenden wir es ja an. Wir verlangen nicht, dass es sofort funktioniert. Das hatte ich glaub ich schon geschrieben und ich hoffe, dass es auch so ankommt.

    Zitat

    Wie lange die Schnappphase noch dauert, kann euch keiner vorraussagen, vor Allem, da euer Welpe ja noch wirklich sehr sehr jung ist.

    Ok, damit kann ich was anfangen. Es hätte ja auch sein können, dass man sagen kann, bei richtiger Umsetzung hört das Schnappen in der Regel im Alter XY auf. Wie bei der Stubenreinheit, wo man sagt ungefähr mit 4 - 5 Monaten bei dem einen eher, bei dem anderen später. Darum ging es mir. Wenn man das nicht voraussagen kann, dann ist das so.

    Zitat

    Holzlaufstall aufstellen. Beissfestes Spielzeug rein.
    Bei Welpenwahnsinn Hund packen und in Laufstall befördern. Ignorieren bis Ruhe ist.

    Okay. Holzlaufstall ist jetzt nicht vorhanden, wird auch nicht extra angeschafft. Aber sie hat eben ihre "Ecke". Dort hat sie einen Zugang von ca. 20 cm breite, der Rest ist durch Wand und Sofa "sichtgeschützt".

    Zitat

    Du kannst davon ausgehen das der Welpe dein "Nein" genauso umsetzen kann wie ein 6 Monate altes Baby. Also gar nicht. Bis das gelernt ist und auf das eigene Handeln übertragbar ist dauert es halt. Geht dafür in Wochenschritten und nicht wie bei Kindern in Jahrzehnten. ;)
    In die Ecke gehen kann man auch nicht von einem Welpen/Baby erwarten. Du erwartest doch auch nicht von deinem Windelzwerg das er stillsitzen kann, oder??


    Hm, ich sage es nochmal. Wir erwarten nicht, dass sie die Kommandos kann. Aber wenn ich sie nicht nennen darf, wie soll der Hund das lernen? Ich finde den Vergleich zwischen Baby und Welpe etwas zu weit her geholt. Von der Selbstständigkeit her, ist eine Welpe nicht mit einem 6-Monate alten Baby vergleichbar. Aber selbst wenn ich da 2 - 3 Monate drauf packe, dann ist ein Baby sehr wohl in der Lage zu lernen und bekommt auch seine Grenzen gesetzt. Ich habe meinen Kindern im Krabbelalter zumindest schon beigebracht, dass man in keine Steckdosen fast und das Schränke nicht zum Spaß ausgeräumt werden. Natürlich hat das auch nicht von heute auf Morgen geklappt. Aber dass man nicht in die Steckdose fast, wurde von Anfang an klar gemacht.
    Was ist der Unterschied zwischen dem Laufstall und ihrem Körbchen? In ihrem Körbchen hat sie keine Sicht nach außen. Dort kommt sie zur Ruhe, dort schläft sie auch und dort ist auch ihr Spielzeug. Die Reize sind minimiert. Und ich schicke sie nicht weg. Wenn ich auf dem Sofa sitze, ist es kein Unterschied, ob sie rechts neben mir sitzt oder links neben mir "wo dann ihre Ecke ist". Nur dass sie da auf ihrem Platz ist. Ich bin nicht weiter entfernt als vorher. Und wenn sie in die Ecke gesetzt wird, gehe ich nicht weg, sondern ich setze mich immer für 1 - 2 Minuten daneben. Und wenn sie ruhig ist, wird sie auch wieder gekrault. Aber so bekomme ich sie "runter". Und sie ist trotzdem nicht alleine gelassen.
    Das mit der Decke finde ich eine gute Idee, das werde ich mal ausprobieren und umsetzen!

    Zitat

    Laß sie erst mal richtig ankommen - sie ist frisch von Mami und Geschwister weg; ein "Nein" kennt sie noch nicht wirklich; alles ist neu und aufregend.

    Ja, wir haben sie erst knapp zwei Wochen. Sie darf auch ankommen und sie ist jung. Aber ich halte nichts davon einen "Welpenschutz" zu gewähren. Das hört sich brutaler an, als es ist. Es gibt einfach Regeln, an die muss sie sich halten lernen. Und das von Anfang an. Es nützt mir nicht, wenn ihr jetzt erlaube die Teppichecke zu zerfetzen, weil sie gerade erst eingezogen ist und in drei Wochen fange ich an ihr zu erklären "Nö, ab jetzt doch nicht mehr". Ich erwarte nicht, dass sie sofort alles umsetzt. Aber sie soll sofort wissen, dass das nicht okay ist. Wir stehen auch nicht permanent hinter dem Hund und maßregeln sie. Bei der Teppichecke haben wir es so gemacht, dass wir gesagt haben "nein" und sobald sie aufgehört hat, haben wir mit dem Spielzeug gewedelt und haben aktiv mit ihr gespielt und sie dann auch damit alleine spielen lassen.

    Zitat


    Wenn sie zwickt - AU sagen, laut und deutlich. Spiel/Kraulen abbrechen!

    Hier verstehe ich den Unterschied nicht. "Nein" soll man nicht laut und deutlich sagen, weil es als anbellen verstanden wird. Au geht aber? Bringt aber nichts. Ich bleibe da auch beim "Nein". Spielen und Kraulen abbrechen geht halt nur, wenn das auch der Auslöser war. Wenn ich am Kochen bin und in der Küche hin und her gehe, dann habe ich ja nicht mit ihr gespielt. Und dann kann ich auch nicht permanent mit ihr "diskutieren". Dann wird "Nein" gesagt und wenn das nichts nützt, dann ist halt wieder Ecke angesagt. Wenn wir spielen und kraulen, dann sagen wir "fertig", wenn wir das Spiel unterbrechen. Das nützt zwar fast noch gar nichts, aber irgendwann wird sie es verstehen und die Verknüpfung kommt automatisch (meiner Meinung nach), als wenn wir das speziell lernen.

    Ich hoffe ihr seht das nicht so, dass ich eure Vorschläge jetzt alle wegschlage. Es ist nur manchmal einfacher gesagt, als umgesetzt. Und ich sehe das schon so, dass wir uns einer "Welpe" anpassen müssen, was wir auch sehr gerne machen, die Entscheidung für eine Welpe war ja bewusst, die Welpe aber auch die Umstände hier lernen muss. Hier leben Kinder. Die bleiben eben nicht stehen, wenn Kleincora da in der Wade hängt. Die Quieken auch, weil es denen wirklich weh tut und sie hört dadurch nicht auf. Dann wird halt wieder "Nein" gesagt. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir nicht immer einfach nur "Nein" sagen, wir versuchen schon sie zu animieren mit ihrem Spielzeug zu spielen. Nur halt nicht immer. Wobei ich heute mal in den Fressnapf wollte, um einen Kong zu holen. Das ist mein absoluter Favorit für Ablenkmanöver.

    Ich möchte auch anmerken, dass sie nicht permanent in ihr Körbchen gesetzt wird. Es kommt ja schon vor, dass sie auf "nein" reagiert. Dann ist auch gut. Die Ecke wird in dem Moment eingesetzt, wenn sie überdreht ist und ansonsten nicht mehr aus der Situation geholt werden kann. Und es geht hier immer nur darum, wenn die Situation eintritt. Es ist nicht permanent so. Ganz oft ist sie auch einfach lieb und kuschelig.

    Was allerdings auch hilft (fällt mir gerade ein) ist Kommandos lernen. Nicht, wenn sie schon überdreht ist, aber als Ablenkung, Leckerchen in die Hand, 2-3 Mal Sitz machen lassen, jeweils belohnen und zum Schluss als Belohnung das Spielzeug reichen. (Sitz ist das einzige Kommando bisher, ich habe keinen Wunderhund, falls es sich so liest )

    Ich hatte gar nicht vor mit ihr "Sitz" zu üben. Es war mehr so ein Scherz. So als wenn man einem Neugeborenen sagt "Sag mal Paaaapaaaa!". Kein Mensch erwartet, dass das Baby inne hält und dann "Paaaapaaa" sagt. So war es da auch. Ich hab es halt nur direkt so gemacht, wie ich es beim üben gemacht hätte. Handzeichen, Leckerchen "sitz". Und sie hat Sitz gemacht. Vorher hatte ich zwischendurch mal, wenn sie zufällig saß ein Leckerchen gegeben und "sitz" gesagt und das per Stimme und Streicheln als toll beurteilt.

  • Nun ja, wenn ihr sie schon 2 Wochen habt, dann habt ihr sie im Alter von 6 Wochen bekommen?!?!? :|

    Läßt sich nun leider nicht mehr ändern, aber geht davon aus, daß alles länger dauert, denn es ist leider verboten, Welpen unter 8 Wochen von ihrer Mutter zu trennen - nicht nur daß sie die Mutter noch brauchen, sie lernen auch noch viel von ihr und den Geschwistern!


    Nein beibringen z.B. so:
    in einer Hand ein Leckerli, vor die Hundenase halten. Welpe will es sich nehmen, Nein sagen und ggf. Hand wegziehen damit er auch wirklich lernt, bei "Nein" gibts nix.
    Das einige Tage durchziehen, klappte zumindest bei meiner Nase recht gut ;)


    Wegen "Nein" : "Au"
    gerade beim typischen Welpenschnappen "nutzt" sich das Nein ab, da zu oft am Tag verwendet.

    Außerdem - beim spielen mit den Geschwistern "quikt das Geschwisterchen wenn zu fest gebissen wurde und bricht das Spiel ab - mit dem "Au" ahmst Du das nach...

  • Zitat

    Nun ja, wenn ihr sie schon 2 Wochen habt, dann habt ihr sie im Alter von 6 Wochen bekommen?!?!? :|

    Läßt sich nun leider nicht mehr ändern, aber geht davon aus, daß alles länger dauert, denn es ist leider verboten, Welpen unter 8 Wochen von ihrer Mutter zu trennen - nicht nur daß sie die Mutter noch brauchen, sie lernen auch noch viel von ihr und den Geschwistern!

    Ich weiß, dass es zu früh war. Allerdings habe ich das erst erfahren, als sie hier war. Wir haben sie als letzte von neun Welpen aus dem Wurf bekommen. Da es ein Mischling ist und sie eine große Rasse ist, war sie von der Körpergröße nicht zu beurteilen. Selbst meine Tierärztin meinte, dass sie das nicht einfach so erkannt hätte. Die Welpen waren mit 8 Wochen inseriert. Da sie die letzte war, bin ich davon ausgegangen, dass sie älter ist. Erfahren habe ich es, weil ich nicht nach dem genauen Geburtsdatum gefragt hatte und ich dieses wissen wollte. Grundsätzlich war es reines Interesse, aber auch, wegen der Tollwutimpfung. Da haben sie mir das Geburtsdatum genannt und auf meine Verwirrung hin meinten sie, dass sie sich dann wohl verrechnet haben. Meine Tierärztin meinte aber, dass es wohl zuviel Stress sei, sie wieder zurück zur Mutter zu bringen und es aufgrund der Tatsache, dass sie so früh abgegeben wurde, nicht die beste Lösung sei und wir davon ausgehen könnten, dass die Welpe anderweitig abgegeben wird und wir im Sinne des Eigentumsrechts (hätten wir sie mit der Option abgegeben, dass wir sie zwei Wochen später wieder abholen) nicht davon ausgehen sollen, dass sie dort entsprechend behandelt wird. Also haben wir sie behalten.
    Sie ist von uns geimpft worden, entwurmt und gechipt. Sie hat sich auch schon enorm entwickelt. Wenn ich meinen Text so lese, klingt das alles so streng. Ein geschriebenes Wort ist oft viel härter, als das gemeinte. Wir sind nicht streng mit ihr. Wir sind lediglich konsequent. So gibt es Leckerchen halt immer als Belohnung. Wenn etwas nicht klappt, gibt es kein Leckerchen. Wir wollen sie damit nicht bestrafen, wir wollen halt nur nicht eine "larifari"-Haltung einnehmen. Die Übungszeit für irgendwelche Dinge, die wir gezielt üben, beläuft sich auf weniger als fünf Minuten am Tag. Die meiste Zeit verbringt sie mit schlafen. In der Wohnung spielt sie überwiegend mit ihrem Spielzeug. Draußen im Garten darf sie richtig Gas geben und findet es auch toll durch das Laub zu wuseln, über die Wiese zu rennen und den Grasbüschel zum Spielen aufzufordern.
    Sie wird von den Kindern auch tot geliebt und nachts schläft sie bei uns im Bett. Die ersten Tage hat sie noch ganz viel Nähe gesucht, die sie auch bekommen hat. Wenn sie in Situationen kommt, in denen sie unsicher ist, versuchen wir ihr Sicherheit auszustrahlen. Wenn sie Schutz sucht, bekommt sie diesen allerdings auch und wir nehmen sie auf den Arm.

    Wir tragen sie mittlerweile zum Park, in dem sich ein Hundeverein befindet (der Park ist 5 Gehminuten entfernt, aber Hin-Rückweg und Laufzeit im Park ist noch zu viel), damit sie dort auf möglichst viele Hunde trifft. Momentan lässt sie noch keinen an sich ran und hält sich zurück. Aber sie versteckt sich schon nicht mehr sofort und fiept, wenn sie einen anderen Hund sieht. Mit dem ein oder anderen Hundebesitzer haben wir schon gesprochen und werden zu seinen Gassizeiten öfter im Park sein, damit sie Kontakt mit adulten Hunden bekommt, neben der geplanten Welpenschule (wenn ich da eine finde, die nicht gerade in den Planungen der Weihnachtsfeier steckt und danach Pause macht :muede2: ).

    Wir überfordern sie auch nicht. Sie zeigt ganz deutlich, wenn es zuviel ist. Sie ist nämlich für 2 - 3 Minuten total aufmerksam und danach geht nix mehr. Dann ist auch wieder spielen oder ausruhen angesagt, ganz wie sie es möchte. Sie ist auch noch nicht stubenrein. Auch wenn wir sehr oft mit ihr raus gehen und dadurch viel verhindern können. Einmal unachtsam sein oder zu lange warten und es ist passiert. Wir müssen noch bis nach 0 Uhr wach bleiben und dann auch um 6 wieder aufstehen, sonst schafft sie das nicht. Da erwarten wir auch keine Wunder von ihr. Trotzdem üben wir das fleißig mit ihr und feiern sie, wenn sie draußen gemacht hat. Jedesmal wenn sie sich irgendwie bemerkbar macht, geht es raus. Manchmal macht sie sich aber nicht bemerkbar, dann wird halt sauber gemacht und gut.

    Es ist ja viel, was sie lernen musste. Sie ist aus einer Mietwohnung mit zwei Erwachsenen Personen und ihrer Mama raus, zu uns in ein Haus mit Garten und drei Kindern. Sie kann jederzeit in den Garten, ohne großen Aufwand (ich stand schon morgens um 5 im stockdunklem Garten, nur in Unterwäsche und ner Wolldecke, bei 3 Grad :D). Vorher hat sie Lidlnassfutter bekommen. Ich hatte SelectGold für Welpen gekauft (Trocken- und Nassfutter) und barfe mit Hilfe einer "Altbarferin" seit Samstag.

    Meine Tierärztin sagte, dass wir ihr viel Nähe und Wärme geben sollten, aber nicht den Fehler begehen sollen, sie zu verziehen. Fordern, ohne zu überfordern, Spaß haben, ohne zu vergessen Grenzen zu setzen. Und das versuchen wir umzusetzen so gut wie möglich.

  • Zitat

    Hier verstehe ich nicht, wie man "Nein" beibringt. Nein wendet man doch in solchen Situationen an, die man unterbinden möchte. Wann soll ich "Nein" beibringen, wenn nicht in besagten Situationen

    Klar, will bzw. muß man das NEIN in besagten Situationen anwenden.
    Aber, das geht ja nur, wenn die Vokabel auch richtig verstanden wurde.
    Wie man das aufbaut, wurde Dir ja schon beschrieben.

    Du wirst etwas umdenken müssen.
    Für Dich ist NEIN und die Bedeutung davon sonnenklar.
    Für Deinen Hund ist das nur ein Wort, ohne jede Bedeutung! Bzw. es kann "alles" bedeuten. ;)
    Also muß man dem Hund erst das Wort beibringen und die Vokabel lernen und abfragen.
    Ist das dann verstanden, kann der Hund diese dann auch in den Situationen anwenden.

    Und lernen kann ein Lebewesen nur, wenn nicht gerade viel Aktion um ihn herum ist, wenn es selbst "aufgepuscht" ist, oder zu müde oder sonstwie abgelenkt.
    Lernen kann man nur dann, wenn man völlig entspannt ist. Dann ist man in der Lage, Neues aufzunehmen und zu verarbeiten.

    Aus diesem Grund muß das NEIN auch in einer völlig ruhigen, entspannten Situation geübt werden.


    Zitat

    Das macht für mich irgendwie keinen Sinn. Erstens lernt der Hund dadurch meiner Meinung nach nur, dass er aufhören muss, wenn ich stehen bleibe, oder nicht? Wenn er dann aufhört und ich ihn lobe, was verbindet er dann damit? Dass ich stehen bleiben muss und er dann aufhört`? Oder dass er das generell nicht machen soll? Und was bringt das "Nein", nachdem ich sie gelobt habe. Ich schaff das niemals in zwei Sekunden, dass der Hund gelobt wird und dann ein "Nein" bekommt. Und versteht der Hund dann nicht das "Nein" für´s Aufhören?

    Zum NEIN, warum der Hund dies in der Situation nicht immer unbedingt "versteht", habe ich ja weiter oben schon etwas geschrieben.
    Wenn er es noch nicht kennt, kannst Du da NEIN natürlich (noch) nicht so anwenden. Erst, wenn Du weiß, daß er wirklich das NEIN verstanden hat.

    Zum Rest:
    Warum ich finde, daß Du stehen bleiben sollst?
    Das ist eine Art Zwischenschritt im Training, wenn der Hund das NEIN noch nicht kennt und Du ihn deshalb noch nicht vom unerwünschten Verhalten abbrechen kannst.
    Wenn Du stehen bleibst, nimmst Du dem Hund somit den Reiz weg. Solange Du Dich bewegst, ist ja der Reiz da, und er wird Dich auch weiter "angehen".
    Du willst aber, daß der Hund erst gar nicht in die Hosenbeine beißt, also wirst Du dem Hund Alternativen zeigen müssen.

    Wenn Du stehen bleibst, nimmst Du den Reiz aus der Situation und der Hund könnte mit dem Schnappen an die Hosenbeine aufhören. DAS kann man loben. Und danach kann man direkt weiter arbeiten, nämlich, dem Hund zeigen, daß Mensch es viel schöner findet, wenn der Hund nicht in die Hosenbeine beißt.
    Du lobst ihn also dafür, daß er eben nicht in die Beine beißt. Und dann kannst Du einen Schritt machen und dabei gleichzeitig loben, daß er noch nicht in Deine Hosenbeine gebissen hat.
    Auf diese Weise zeigst Du ihm ein Alternativverhalten auf.


    Zitat

    Ich bin der Meinung, dass ein Hund sehr wohl mehr zu deuten weiß, als meine Hand. Der Ton und die Mimik sind für den Hund doch auch entscheidend. Und es gibt schon einen Unterschied, wenn ich mit ihr spiele oder ihr Grenzen setze. Und darauf lege ich das Gewicht, was sie lernen muss.

    Ich glaube wirklich, daß Du da ein bißchen zuviel vom Hund velangst.
    Klar, ein Hund kann sehr gut (besser als der Mensch bei seinem Hund) die Körpersprache vom Halter lesen lernen. Aber dafür braucht er ja auch etwas Zeit bis er alles richtig "entschlüsselt" hat. ;)

    Zitat

    Okay. Holzlaufstall ist jetzt nicht vorhanden, wird auch nicht extra angeschafft. Aber sie hat eben ihre "Ecke". Dort hat sie einen Zugang von ca. 20 cm breite, der Rest ist durch Wand und Sofa "sichtgeschützt".

    Du brauchst auch nicht unbedingt eine Art Laufstall. Man kommt auch ganz gut ohne aus.
    Bedenke bitte nur, daß die ECKE ja auch erst einmal vom Hund als fremde Vokabel gelernt und verstanden werden muß. Ich würde das, genau wie beim NEIN, in einer ganz ruhigen, entspannten Lernsituation üben.
    Also, ohne daß es einen "Grund" dafür braucht.
    Denn "Gründe" sind immer so Situationen, wo der Hund (noch) hochgepuscht ist. Und dann kann er nicht lernen.

    Und vergiß bitte auch nicht, daß junge Hunde noch nicht in der Lage ist, sich so lange zu konzentrieren.


    Zitat

    Ja, wir haben sie erst knapp zwei Wochen. Sie darf auch ankommen und sie ist jung. Aber ich halte nichts davon einen "Welpenschutz" zu gewähren. Das hört sich brutaler an, als es ist. Es gibt einfach Regeln, an die muss sie sich halten lernen. Und das von Anfang an. Es nützt mir nicht, wenn ihr jetzt erlaube die Teppichecke zu zerfetzen, weil sie gerade erst eingezogen ist und in drei Wochen fange ich an ihr zu erklären "Nö, ab jetzt doch nicht mehr".

    Das ist soweit auch okay.
    Und ich finde es auch wichtig, daß man von Anfang an konsequent ist, bei allem was man tut.
    Aber bitte bedenke auch, daß die Lernsituation welpengerecht angepaßt werden soll.
    Verlange nicht zuviel von dem Kleinen.
    Zu große Erwartungen, die man eh nicht erfüllen kann, setzen so ein kleines Lebewesen enorm unter Druck.
    Und unter Druck läßt sich auch nicht mehr so schön lernen ;)

    Zitat

    Bei der Teppichecke haben wir es so gemacht, dass wir gesagt haben "nein" und sobald sie aufgehört hat, haben wir mit dem Spielzeug gewedelt und haben aktiv mit ihr gespielt und sie dann auch damit alleine spielen lassen.

    :gut:
    Das ist doch ein guter Ansatz.
    Du kannst ihr aber auch direkt Dinge anbieten, die sie kaputt machen darf. Pappe, Papprolle oder so. Dann kommt sie erst nicht auf "dumme Gedanken" und Deine Nerven werden geschont.
    Daß Welpen alles annagen ist auch normal.
    Wenn sie später in Zahnung kommen, geht die Nagerei erst recht los. Deshalb wäre Alternativen zu geben in meinen Augen immer besser, als es erst soweit kommen zu lassen, daß sich ein Hund an den Möbeln "hermacht".

    Zitat


    Wenn ich am Kochen bin und in der Küche hin und her gehe, dann habe ich ja nicht mit ihr gespielt. Und dann kann ich auch nicht permanent mit ihr "diskutieren". Dann wird "Nein" gesagt und wenn das nichts nützt, dann ist halt wieder Ecke angesagt.

    Das ist wieder etwas, was ich weiter oben versucht habe, zu erklären.
    Die Lauferei bedeutet für einen Welpen einen enormen Reiz. Von mir aus kannst Du gerne behaupten, daß sein "Jagdtrieb" geweckt ist. Ist zwar noch ein bißchen früh dafür, aber das Grundprinzip ist dabei ähnlich.
    Ich habe es mit meinem Welpen so gelöst, daß sie beim Kochen ihr eigenes Spielzeug, bzw. diverse Kauartikel zur Verfügung hatte. Ich konnte mich in meiner Küche frei bewegen, und sie war trotzdem "beschäftig", bzw. hat anschließend seelig gepennt.

    Und Dein Beispiel

    Zitat

    Dann wird "Nein" gesagt und wenn das nichts nützt, dann ist halt wieder Ecke angesagt.

    zeigt ganz deutlich, daß eben das NEIN noch nicht so richtig verstanden worden ist.


    Zitat


    Hier leben Kinder. Die bleiben eben nicht stehen, wenn Kleincora da in der Wade hängt. Die Quieken auch, weil es denen wirklich weh tut und sie hört dadurch nicht auf. Dann wird halt wieder "Nein" gesagt.

    Hierbei stelle ich es mir etwas einfacher vor, den Kindern zu erklären, daß sie doch bitte stehen bleiben sollen. Sie werden das im Augenblick wohl noch leichter verstehen, als der Welpe, daß er es noch nicht darf.

    Zitat


    Ich möchte auch anmerken, dass sie nicht permanent in ihr Körbchen gesetzt wird. Es kommt ja schon vor, dass sie auf "nein" reagiert. Dann ist auch gut. Die Ecke wird in dem Moment eingesetzt, wenn sie überdreht ist und ansonsten nicht mehr aus der Situation geholt werden kann. Und es geht hier immer nur darum, wenn die Situation eintritt.

    Also doch überdreht, auch wenn Du es weiter oben abgestritten hast.
    Es ist normal, daß ein Welpe, wenn er erst einmal "hochgepuscht" ist, so schnell nicht runterfahren kann.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Edit ging nicht mehr.


    Der letzte Beitrag klingt doch ganz gut, läßt man die Vorgeschichte vom Welpen weg! :gut:
    Das liest sich ganz gut, in meinen Augen.

    Noch einmal:
    Konsequenz muß sein, ja!
    Sehe ich auch so, und würde es nicht anders machen! ;)
    Nur eben welpengerecht, also dem Alter angepaßt.


    Und der Rest klingt wirklich sehr gut.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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