4 Monate alte Hündin und Fragen über Fragen...

  • Ich frage mich echt, warum ihr euch einen Hund geholt habt. Verständis null, Leo hat es so gut beschrieben, nein das willst du auch nicht hören.
    Der Hund ist doch kein Roboter, der in den paar Tagen alles lernt, wofür andere Monate brauchen und für eine harte Tour braucht man sich auch keinen Hund aus dem Tierheim holen :/

  • Ich weiß ja nicht, was ihr unter harte Tour versteht, aber ich glaube ihr sehr das etwas falsch... Mein Vater ist streng und wird auch laut und Hund weiß meist auch gleich, was es geschlagen hat...
    Ich will den Hund ja auch nicht abstellen. Sie darf gerne mit mir toben und knabbern, aber abends wird sie dann wirklich extrem überdreht...

    Wir haben einfach Bedenken, dass wenn wir uns das nun alles kommentarlos gefallen lassen, sie uns irgendwann immer einen Schritt voraus ist - daher eben die Versuche diese ganz dolle Gekabbel zu unterbinden.
    Und das ist absolut nicht böse dem Hund gegenüber gemeint... Nur tut es echt weh.

  • Ich nehme an, daß sie jetzt mitten im zahnen ist. Das tut eklig weh, deswegen knabbern sie auch so gerne.
    Auch ich habe Welpen großgezogen und ja es tut auch manchmal weh. Bei uns haben am besten Tauschgeschäfte
    geklappt und so, wie es Leo beschrieben hat.
    Die Zeit geht auch vorüber.

  • Zitat

    Wenn sie ja nur aufdrehen würde, wäre es schön, aber sie knappt uns dann echt heftig und genau das möchte ich nicht... Wenn sie nur rumflitzen würde und spielt, fände ich das völligst okay, aber diese heftige Geknappe nervt echt. Meine Hände sind schon nurnoch rot und tun weh - das geht ja wohl auch nicht.
    Zudem springt sie uns auch an und versucht uns die Klamotten zu zerreißen. Das muss ich mir ja wirklich nicht gefallen lassen - auch nicht von einem Welpen, der gerade seit 11 Tagen bei uns ist.
    Kind ist Kind, das ist klar, aber auch Hundekinder brauchen Grenzen...

    Wieviel Informationen habt ihr euch über Welpenverhalten und Erziehung eingeholt?
    Niemand schrieb, dass Hundekinder keine Grenzen benötigen und keine Regeln lernen sollen.
    Aber nach 11 Tagen schon durch reines, natürliches Welpenverhalten genervt zu sein, ist dem Hundekind gegenüber unfair.
    Es ist normales Welpenverhalten, welches nicht abgestraft oder einfach abgestellt werden kann.
    Wart ihr euch vor der Anschaffung nicht darüber klar, was Welpenerziehung bedeutet?
    Seid ihr davon ausgegangen, dass Welpen nur niedlich herumtollen?
    Genau deswegen schaffen sich andere Menschen lieber einen erwachsenen Hund an, ein Welpe bedeutet Arbeit, Arbeit, Arbeit und Geduld, Geduld, Geduld.
    Und sich etwas zu belesen, schadet auch nicht:

    http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss…fix=kosmos+welp

    http://www.familienhundtraining.com/archiv/beisshemmung.html

    Wie Bentley schon schrieb, zahnt sie wahrscheinlich.
    Natürlich schmerzen die kleinen Beißerchen in menschl. Haut, aber die Beißhemmung (lies den Link dazu bitte) hat sie noch nicht erlernt.
    Gibt ihr etwas, auf dem sie Kauen darf.

    Eure Erwartungshaltung ist viel zu hoch, die kann kein Hund erfüllen in diesem Alter.

  • Am 10.11 hast du diesen Thread erstellt, aus Unwissenheit hast du bis dato falsch die Beißhemmung trainiert.
    Heute ist der 12. November!
    Was erwartest du von einem 16-17 Wochen jungen Hund aus dem Tierheim, der nun 12 Tage bei dir wohnt?
    Das würde mich jetzt ernsthaft interessieren!

  • Ja, sie hat bereits ihren ersten Zahn verloren...

    Was Welpenerziehung an sich bedeutet war uns schon klar. Sie ist ja auch nicht unser erstes Hundebaby.

    Ich erwarte von ihr, dass sie sich auch mit etwas zu Kauen ablenken lässt, wenn sie mal wieder auf meine Hände geht. Damit tut sie sich aber sehr schwer - meine Hände sind meist viiiiiel toller. Dennoch versuche ich es immer wieder. Wenn das dann nicht klappt, versuche ich sie durch streicheln abzulenken - aber das ist meist noch weniger von Erfolg gekrönt.
    Soll sie wegen mir leicht an mir nagen, das tat sie heute Mittag auch und das ist auch okay, aber abends diese Attacken sind doch etwas fies. Da knappt sie dann irgendwann nicht mehr bloß die Hände, sondern läuft einem auch nach und beißt in den Po. Das kann ja nicht mehr mit der Zahnung zu tun haben.

  • Hallöchen,

    ich habe nach und nach alle Beiträge zu diesem Thema mitgelesen, habe aber nicht mehr alles auf dem Schirm. Ich hoffe also, dass ich die grundsätzliche Situation noch richtig im Kopf habe und jetzt hier sinnlos wiederhole.
    Ich kann dich sehr gut verstehen, ehrlich. Wir haben Titus auch aus dem Tierheim geholt, da war er knapp 5 Monate alt. Er hatte auch null Beißhemmung und ich weiß, dass das weh tut, ich war anfangs übersät mit blauen Flecken an Armen und Oberschenkeln... :smile: Nach und nach haben wir auch einige Dinge über seine Vorgeschichte erfahren, die mir vieles klarer gemacht haben (zum Beispiel ist er anscheinend im Zwinger groß geworden, was auch diese Umgangsweise mit Menschen begünstigt hat, nehme ich an.... er hatte halt einfach nicht viele Möglichkeiten zu lernen, wie man sich "angemessen" verhält...Es hat sich halt keiner groß um ihn gekümmert! Das war bei deiner Hündin bestimmt nicht anders, zumindest letzteres!). Mittlerweile ist er seit 3 1/2 Monaten bei uns und es hat sich deutlich gebessert - und zwar wirklich nur durch ein "stures" Anwenden der Tipps, die Leo dir schon schrieb. Und wie bei anderen Dingen, die der Hund lernt, dauert es eben, bis er generalisiert hat "Aha, Zwicken in Arme und Beine und den Po führt dazu, dass meine Menschen sich wegdrehen und gehen". Titus hat mich auch öfter in den Po gezwickt - da hilft es, wenn du laaaaangsamer, aber bestimmt gehst (er soll ja nicht denken, dass es ein tolles Jagdspiel ist). Dreh dich nicht zu dem Hund um, schau ihn nicht an, gar nix. Geh für ein bis zwei Minuten. Wenn du wiederkommst, kannst du ja ein Spielzeug mitbringen, mit dem ihr ein wenig spielt. Wir haben Titus anfangs überschwänglich gelobt, wenn er in sein Spielzeug und nicht in unseren Arm biss. Zwackte er allerdings in die Hände, sind wir sofort weg gegangen (das Spielzeug natürlich mitgenommen).
    Was ganz ganz wichtig ist: Bleibe selbst total ruhig in der Situation - ich war anfangs oft genervt, das hat das Hundekind nur noch mehr angestachelt. Auch schimpfen oder wegschieben mit den Händen empfand Titus als "Mitspielen" meinerseits.... Also: Nerven behalten und durchhalten.

    Und noch etwas: Grade dieses abends völlig abdrehen ist eine Art so junger Hunde, am Tag erlebten Stress zu verarbeiten. Macht nicht zu viel mit ihr, erwartet nicht zu viel. Freu dich über deinen Hund, denn sie kann ja bestimmt viele Dinge schon ganz toll - schreib dir eine Liste! Das hat mir total geholfen, nicht nur die große Baustelle "Beißhemmung" zu sehen. Gib ihr was zu Kauen oder einen gefüllten Kong (da gibt es speziell welche für zahnende Welpen/Junghunde) und verlasse den Raum, wenn es dir zu bunt wird (das haben dir die anderen ja auch schon geraten).

    Halte durch, hab Geduld, Geduld, Geduld! Es wird besser, wenn du dran bleibst, versprochen!
    Viele Grüße,
    Annika

  • Zitat

    aber abends diese Attacken sind doch etwas fies. Da knappt sie dann irgendwann nicht mehr bloß die Hände, sondern läuft einem auch nach und beißt in den Po. Das kann ja nicht mehr mit der Zahnung zu tun haben.

    Nöö, das hat nichts mit der Zahnung zu tun, sie ist voll aufgedreht.
    Wie du vorzugehen hast, wurde beschrieben und auch in dem Link zur Beißhemmung ist alles Wichtige aufgeführt.

    Was du erwartest, musst du deinem Hund durch 400malige Wiederholungen zeigen! :D

  • Annika: Danke für deine lieben Worte... Dann hoffe ich mal, dass meine Hündin auch irgendwann so schön lernt, wie dein Rüde. :)
    Noch ist sie ja jung und wie du schon sagst, weiß man nicht, was vorher so war.

    @dieschweizer: Eben... :D
    Ich werde mich mal in Geduld mit dem kleinen Hundetier üben... Es wird von Tag zu Tag etwas besser - auf beiden Seiten. :)

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