Wieder 2. Hund oder doch nicht?

  • Hallo zusammen. Ich muss heute mal meine Gefühle niederschreiben, denn ich habe einen Kampf mit mir selbst. Hoffentlich kann ich meine Gedanken richtig schreiben, sodaß nichts falsch verstanden wird.Falls doch, dann werde ich bei Missverständissen nochmal genau schreiben wie ich es meine!

    Also es geht darum:
    Wir mussten vor 4 Monaten unseren Bobby ( Border Collie) einschläfern lassen, weil er 3 ziemlich aggressive Tumore hatte und trotz 2x OP konnte die Tierklinik ihm nicht mehr helfen. Dabei war er erst 6 Jahre alt :sad2:

    Vor 1 Jahr hatten wir eine kleine Hündin (Franzi) aus schlechter Haltung bei uns aufgenommen. Franzi ist ein kleiner Pinschermix und mittlerweile 2 Jahre alt.

    Das zusammen leben klappte zwischen den beiden Hunden von Anfang an wunderbar. Sie spielten viel zusammen und schmußten viel im Hundekorb.

    Franzi war von Anfang an ein sehr ängstlicher Hund und orentierte sich voll und ganz nach Bobby und suchte auch draußen immer Schutz bei ihm, wenn große Hunde auf uns zukamen.

    Durch ihn blühte sie richtig auf und sie hatten viel Spaß zusammen und man merkte wie toll sie sich gemacht hatte.

    Jetzt wo Bobby nicht mehr da ist erkenne ich Franzi fast nicht wieder. Sie will nicht mehr lange spazieren gehen und schaut sich 1000x um sich und zieht oft den Schwanz ein. Nach 5 Minuten dreht sie einfach um und möchte wieder nach Hause. Dann muss ich sie zwingen weiter zu laufen was sie auch tut, aber man merkt, dass sie keine wirkliche Freude mehr am spazieren hat.

    Mit Bobby und Franzi sind wir sonst täglich mindestens 2 Stunden spazieren gelaufen!

    Daheim schläft sie jetzt fast nur noch und sucht oft nahen Kontakt zu uns, aber sie will dann einfach nur auf den Arm genommen werden oder auf dem Schoß schlafen.

    Es ist irgenwie seltsam geworden. Vor allem aber VIEL zu ruhig

    Nun denke ich die ganze darüber nach ob wir nicht wieder einen 2.Hund holen sollen. Franzi würde ein Spielkammerad bestimmt gut tun, denn mit dem Hund meiner Freundin spielt sie auch sehr gerne, aber leider wohnt sie 80km entfernt, daher sehen wir uns nur selten. Aber wenn sie uns besucht, dann ist Franzi richtig flippig und spielt mit ihm und fetzt durch die Gegend.

    Da Bobby aber ein sehr anstrengender Hund war mit vielen Baustellen bin ich nun so unsicher, ob wir wirklich nochmal einen zweiten Hund bei uns aufnehmen sollen.

    Versteht mich bitte nicht falsch. Ich habe Bobby von ganzem Herzen geliebt und ich vermisse ihn so sehr.

    Aber dennoch war es oft anstrengend mit ihm und seit er nicht mehr da ist bin ich selbst viel ruhiger geworden. Früher waren die Spaziergänge immer sehr kraftaufwendig, denn Bobby haßte andere Rüden und das zeigte er mit vollem Körpereinsatz und ich mit meinen 1,50m Größe und 50kg Gewicht hatte da ganz schon zu kämpfen.
    Zuhause war er auch oft sehr unruhig und bellte gerne bei jedem Geräusch, was oft zu Streit mit den Nachbarn führte .
    Und Franzi hatte dann nach einer Weile auch immer mitgebellt, denn was Bobby macht muss ja richtig sein :headbash:

    Seit er nun nicht mehr ist bellt sie gar nicht mehr und die Spaziergänge sind auch total entspannt für mich, denn sie zieht nicht und läuft immer bei Fuß und andere Hunde interessieren sie eher wenig und erst recht bellt sie keinen an oder pöbbelt.

    Zudem kann ich sie aufgrund ihrer kleinen Größe immer überall hin mitnehmen, was bei Bobby nicht ging, denn durch seine Größe und sein Verhalten war er nicht gerne gesehen bei anderen Leuten. Franzi hingegen darf ich immer mitbringen und das ist jetzt ein ganzes Stück leichter geworden für mich.

    Also auf der einen Seite genieße ich jetzt die Einfachheit mit Franzi, aber auf der anderen Seite ist es manchmal einfach ZU einfach und langweilig und ZU ruhig.

    Und ich überlege ob vielleicht einfach ein zweiter kleiner Hund passend wäre.

    Einen Großen möchte ich auf keinen Fall mehr, denn seit ich sehe wie einfach es für MICH ist mit einem kleinen Hund, will ich das Große nicht mehr.
    Das heißt nicht, dass ich Große Hunde blöd oder schlecht finde!
    Es ist einfach für meine Verhältnisse passender mit kleinen Hunden.
    2 kleine Hunde könnte ich sehr leicht in meinem Mini Auto mitnehmen und auch beim spazieren sind 2 kleine viel leichter zu bändigen.

    Natürlich darf ich jetzt Bobbys Verhalten nicht auf alle großen Hunde beziehen, aber dennoch habe ich für mich selbst entschieden,dass wenn ein zweiter Hund, dann nur ein kleiner, der die Größe von Franzi hat ( 30cm Schulterhöhe)

    Mein Mann möchte wenn überhaupt, dann nur einen Welpen, aber da sehe ich die ganze Zeit das Problem, dass dieser dann mit Franzi groß wird und dann wird er doch bestimmt auch so ein Angsthase, oder nicht? Immerhin wird dieser dann doch sicher alles nachmachen was Franzi macht.

    Ich habe bedenken, dass ich am Schluß 2 Angsthasen haben werde, die sich dann gegenseitig angst machen und wer weiß wie sich das dann zeigt wenn z.b. Besuch zu uns kommt oder wir draußen spazieren gehen.

    Franzi ist bei Besuch immer sehr ängstlich gewesen und hatte bis zu 10 Minuten den Besuch angebellt. Bobby hat dann oftmals mitgemacht, weil er wohl nicht wußte wieso sie bellt und machte dann einfach mal mit.

    Seit gut 3 Monaten ist das nun nicht mehr so und es wird maximal jede 6. Person die uns besucht ganz kurz angebellt, aber das ist kein richtiges bellen mehr und richtig leise.
    Das hat mich ehrlich gesagt doch glücklich gemacht, denn das war immer ein großes Problem und vor allem Streß Pur für Besucher und Hund.
    Jetzt ist es echt toll mit ihr.

    Ich weiß nicht ob ihr versteht wie ich das alles meine. Es ist so schwer das zu schreiben was in meinem Kopf herum schwirrt :rollsmile:

    Auf der einen Seite ist es mit Franzi jetzt total klasse und es wurde soviel streßfreier für mich.

    Aber anderseits denke ich, dass ein 2. Hund für Franzi wieder mehr Lebensfreude bringen würde und sie hätte wieder jemand zum toben und im Körbchen kuscheln.

    Und natürlich wäre für uns ein 2.Hund auch eine große Bereicherung, denn es ist doch arg leer geworden im Haus ohne Bobby. Zudem war er immer das Energiebündel wo uns alle aufgefordert hat zum spielen. Franzi macht das alles nicht mehr seit er weg ist. Mit mir möchte sie nicht spielen.

    Kaum ist der Hund meiner Freundin da ist sie wie ausgewechselt und auch das draußen spazieren ist richtig entspannend für sie und sie rennt richtig rum und tobt und zeigt keine Angst mehr und will auch nicht nach 5 Minuten wieder heim.
    ABER, wenn der Hund meiner Freundin dann andere Hunde anbellt, dann macht Franzi direkt mit!

    Und genau das sehe ich diese Probleme, dass wenn wir wieder 2 Hunde haben, dass es dann wieder so unruhig wird. Was ich sehr schade finden würde, denn es gibt doch nichts schöneres wie Hunde an der Leine zu führen die andere Artgenossen NICHT anpöbbeln. Das habe ich einfach zuviele Jahre gehabt und will das nicht mehr haben.

    Natürlich ist vieles auch Erziehungssache, aber ich habe so Angst zu versagen :sad2:

    Hoffentlich klingt das jetzt nicht alles total bescheuert für Euch :mute:

    Ich möchte einfach nichts überstürzen und weiß momentan nicht was das beste ist.

    Ich hätte so gerne wieder 2 Hunde, aber ich habe einfach Angst, dass dann alles schlechte wieder kommen wird.

  • Hallo,

    herzlich Willkommen hier im Forum.
    Ich weiss genau was Du meinst, aber es ist sehr schwierig Dir bei einer Entscheidung zu helfen.

    Hunde sind Individuen und jeder ist anders.
    Klar machen zwei Hunde Spaß, aber es sind dann halt auch zwei die anders sind als einer.
    Zwei Hunde verhalten sich oft anders und hier musst Du als Halter eingreifen und korrigieren.

    Für Deine Hündin wäre es bestimmt schöner wenn sie wieder einen Kumpel an der Seite hätte.

    Mir kommt da gerade eine Idee:
    wie wäre es denn wenn ihr euch für einen Pflegehund entscheidet?
    Es gibt da alle möglichen Hunde. Von Welpen über erwachsene, große und kleine Hunde.

    Wenn ihr merkt, dass es funktioniert, dann kann der zweite Hund ja da bleiben. Wenn nicht, dann wird ein schönes Zuhause für ihn gesucht und ihr habt dennoch was Gutes getan.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Guten Morgen Steffi,

    danke für deine Antwort und Meinung :D

    Du hast genau meine Problematik erkannt!

    Wegen dem Pflegehund war auch schon eine Idee von mir, aber meine Familie hat sich total in die Rasse Zwergpinscher und Chihuahua verliebt und daher soll es einer der beiden Rassen werden, wenn wir uns zum 2.Hund entschließen.

    Das jedoch wird schwer werden für die Pflegehundeoption, denn einen Chihuahua- oder Zwergpinscherwelpen aus dem Tierschutz wird es eher sehr wenig bis gar nicht geben befürchte ich.

    Heute Morgen haben wir einen kleinen Chi gesehen und Franzi war sehr angetan und flitzte ein bisschen mit ihm übers Feld. Zusammen sahen die beide richtig toll aus :ops:

    Wegen der Charakterveränderung zu 2 Hunden kann ich jetzt nur aus meiner Erfahrung mit Bobby und Franzi sprechen. Bobby hat sich durch Franzi Positiv verändert!
    Franzi war 50/50. Zum einen war sie offener bei fremden Hunden und kam mehr aus sich raus,aber dafür bellte sie Bobby gerne nach - auch wenns völlig unnütz war und sie ohne Bobby kein Beller ist *Augenroll*

    Ich möchte mir nur ungerne zwei ängstliche Hunde die gerne bellen heran ziehen :tropf:

  • hallo steffi,

    erst einmal mein beileid zum tot eures hundes. ich glaube keiner der das hier ließt denkt du bist froh über seinen tot!

    nun zu deiner kleinen prinzessin:
    es hört sich doch eher alles danach an, als wolltest du von dir aus eher weniger einen zweiten hund. habe ich das so richtig verstanden? das ist auch absolut in ordnung. zwei hunde, noch dazu einen pöbler, ist kein zuckerschlecken.

    wegen der unsicherheit kann ich dir zu einem hundesport raten. zum beispiel agility, die kleinen blühen da manchmal richtig auf.
    meine hündin war anfangs auch sehr unsicher, heute merkst du davon nichts mehr. durch den hundesport hat sie ein enormes selbstbewußtsein gelernt, sodass ich (wenn sie mal ganz übermütig ist) heute sogar aufpassen muss, dass sie auf fremde hunde nicht pöbelnd zustackst. also eine 180° drehung.

    bevor du also nur aus liebe zu deinem hund einen zweiten wieder ins haus holst, obwohl du mit der jetzigen situation eigentlich soweit zufriedenn bist, solltest du erst einmal ein paar dinge ausprobieren.
    prinzibiell heißt es ja immer, man sollte sich erst einen zweiten holen, wenn der erste gefestigt ist.

    wenn du merkst, deine ganzen bemühungen bringen keine fortschritte, DANN hole einen zweiten.

    kurz und knapp, lass noch etwas zeit verstreichen und deine kleine sich an die neue situation als "einzelkind" gewöhnen.

    LG

  • Hi,

    du hast das ganz toll und (für mich) überhaupt nicht verwirrend beschrieben....

    Ganz ähnliche Gedanken hatte ich, bevor ich unseren Zweithund zu uns nahm - das Abwägen zwischen 'jetzt läuft alles gut und entspannt' und der Angst, dass es mit einem Zweithund viel anstrengender wird und eben anderseits auch die Bereicherung für den ersten Hund und einen selbst.
    Du kennst ja schon die Zwei-Hunde-Haltung und weißt, dass es mehr Dreck macht, Geld kostet und manchmal auch Zeit - alles prima Voraussetzungen :D .

    Bei deinen grundlegenden Bedenken würde ich sagen, dass du halt den neuen Zweiten jetzt sehr sorgfältig aussuchen solltest.
    Das habe ich auch getan, mir über ein halbes Jahr Zeit gelassen, viele Tierheime, Not-Seiten etc. angeschaut und es keineswegs bereut. Unser Sam hat sich fast nahtlos hier ohne Probleme eingefügt - für uns und unsere Hündin ist er nur eine Bereicherung. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass es daran liegt, dass er bis auf Ängstlichkeit keine Baustelle hat/te und schon sehr gut erzogen zu uns kam. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es mit den vielen anderen Not-Hunden, die häufig (gerade bei Aussies) wegen Verhaltensproblemen abgegeben werden sollen, ausgesehen hätte. Darauf hätte ehrlich gesagt, keine Lust gehabt.

    Auch insofern kann ich deine Gedanken und Bedenken also gut verstehen.
    Ich würde an eurer Stelle zu der ängstlichen Franzi keinen Welpen nehmen - erstens macht ein Welpe doch deutlich mehr Arbeit als ein erwachsener Hund und außerdem hast du recht - es wird ziemlich wahrscheinlich so sein, dass er sich das ängstliche Verhalten abschaut. Sicher könnte man evtl. auch einen Draufgänger-Welpen erwischen, der andersherum Franzi auftauen lässt - die Wahrscheinlichkeit und Vorhersagbarkeit wäre mir persönlich zu gering.

    Den Vorschlag von Steffi E. find' ich nicht schlecht - ich würde aber zum "Pflegstellenversager" und könnte so einen Hund nicht oder nur schwer wieder abgeben, ganz abgesehen von dem Streß, den das Hin- und Her für eure Hündin bedeuten würde. Außerdem weiß man nie, wie lang es dauert, bis sich jemand für den Pflegling findet und solange hast du dann eben evtl. auch einen "Problemhund" an der "Backe".

    Andere Möglichkeit, bevor man einen neuen eigenen Hund dazu holt:
    Such dir Gassi-Partner bzw. Hundefreunde in der Nähe, z.B. über einen Anschlag beim Supermarkt, Tierarzt etc. Dann hätte deine Hündin regelmäßig netten Hundekontakt, der ihr die Spaziergänge versüßt und du bräuchtest nicht gleich einen neuen Hund komplett zu dir nehmen. Oft ergeben sich aus solchen Bekanntschaften auch Hunde-Sitting Gemeinschaften, sodass du vielleicht auch mal wieder über Nacht oder länger probieren kannst, wie es sich mit einem Zweithund anfühlt und wie sich Franzi verändert.

    Apropos Veränderungen von Franzi: wenn es sich nicht eigentlich so anhören würde, als sei Franzi mit einem Zweithund glücklicher, würde ich ja auch denken, dass sich das Arbeiten an den Baustellen "Ängstlichkeit" auch erstmal mit euch allein lohnen würde bzw. notwendig wäre. Liest sich so, als würde ein anderer Hund sehr wohl, ihr aber nicht, ihr die Sicherheit draußen geben. Nicht falsch verstehen, aber das wäre für mich eine Baustelle, an der ich zwischenzeitlich versuchen würde, zu arbeiten - dein Hund soll sich ja möglichst an dir orientieren und mit die Sicherheit aufbauen und nicht erst durch einen anderen Hund....

    So und nun zu guter Letzt meine Empfehlung:
    hol dir auf jeden Fall einen zweiten, kleinen (erwachsenen) Hund dazu, der all die Eigenschaften (schon) hat, die du schätzt und die Franzi sich abgucken kann. Solche Hunde gibt es reichlich in deutschen Tierheimen oder über Privathand, z.B. wenn alte Leute versterben oder ihren Hund nnicht mehr halten können, weil sie ins Heim müssen, etc. pp. Da weisst du, ziemlich sicher, was du bekommst, kannst dir den Hund vorher mehrfach anschauen, mit Franzi bekannt machen, Probegassi gehen etc. Lass dir Zeit bei der Suche - umo weniger Enttäuschungen oder Ärger hast du später.
    Und arbeite inzwischen in der Such- und Wartezeit mit Franzi an ihren Unsicherheiten.

    Ich wünsch dir viel Glück bei der Suche und berichte mal, wie du dich entschieden hast bzw. wie es weitergeht....

    LG Nicole

  • Zitat

    Das jedoch wird schwer werden für die Pflegehundeoption, denn einen Chihuahua- oder Zwergpinscherwelpen aus dem Tierschutz wird es eher sehr wenig bis gar nicht geben befürchte ich.

    Kann leider meinen Beitrag nicht mehr editieren, daher neuer ....:

    Die ".... - in Not" Seiten gibt es zu nahezu jeder Hunderasse, galube ich....
    schau mal hier:

    http://www.chihuahua-in-not.de/
    (z.B. "DANNY" ist doch süß..... :D )

    http://www.deutsche-pinscher-initiative.de/vermittlung/pinscher-gesucht.htm

    Es kommen noch sehr viel mehr Seiten raus - google einfach mal deine gewünschte Hunderasse und "in Not" dazu. Wir haben unseren Sam auch von der Notaussie-Seite (die es leider nicht mehr gibt :( ).
    Auf diesen Not-Seiten "inserieren" Privat-Leute ihre Hunde, die sie aus verschiedensten Gründen abgeben müssen. Die Hunde bleiben aber meist bis zur Vermittlung in den ursprünglichen Haushalten, d.h. du kannst sie dir dort und in gewohnter Umgebung ansehen bzw. sie kennenlernen. Häufig bekommst du auch viele gute Hinweise zum Verhalten, Problemen etc. - ist dann oft leichter, einzuschätzen, was man bekommt, als bei einem Tierheim-Hund, der sich durch die neue/andere Umgebung gänzlich anders präsentieren kann.
    Ich habe nur gute Erfahrungen mit dieser Vermittlungsart gemacht - man sollte sich aber dennoch genau alles anschauen und sich Zeit lassen.....

  • Leider musst Du auch in Betracht ziehen, dass sich ein Welpe das ängstliche Verhalten Deiner Hündin abschauen kann. Ich persönlich finde es toll 2 Hunde zu haben, bin aber der Meinung, dass der Ersthund erst soweit sein muss, dass er meinen "Erwartungen" entspricht. Schwer das zu erklären... Ein Zweithund -vor allem ein Welpe- schaut sich sehr viel vom Ersthund ab -darum wäre es toll, wenn der Ersthund gut erzogen ist, ein gesundes Sozialverhalten zeigt usw

    Aber ich darf dazu eigentlich nichts sagen, da bei mir "spontan" ein Zweithund dazukam und ich nun zwei pubertäre halberzogene Hunde habe :roll:

  • Hallo Nicole,

    danke für deine lieben Worte und die vielen tollen Ratschläge :hug:

    Ich bin so froh, dass mein Posting nicht falsch verstanden wurde, denn das war nicht leicht es so zu schreiben wie ich es empfinde und ich wollte auf keinen, dass jemand ein falsches Bild von mir bekommt.

    Ich liebe Hunde sehr und könnte mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen und ich hoffe, dass Franzi noch ganz ganz ganz ganz fanz viele Jahre bei mir ist.

    Sie hat sich bis auf die Ängstlichkeit so toll gemacht und hängt doch sehr an mir. Sie schlief von Anfang an bei mir im Bett am Bauch :herzen1:
    Ok, zugegeben, da ich mich extrem viel bewege im Schlaf war der erste Monat wenig schlaf, denn ich schaute immer ob ich sie nicht zerquetscht habe *lol*
    Obwohl sie so klein ist braucht sie dennoch mehr Bett wie ich *gg*

    Franzi hört auch super und so kann sie ohne Leine laufen und bleibt immer bei Fuß oder maximal 3 Meter Entfernung wenn sie eine heiße Spur im Wald gefunden hat. Da Sie aber ängstlich bei Menschen ist, ist sie bis zum Wald immer angeleint, denn ich hätte zuviel Angst, dass sie sich mal erschreckt und einen Schritt auf die Straße macht. Daher gibts erst im Wald Freigang.

    Wenn ich dann andere Hunde sehe und sie nicht direkt neber mir ist reicht ein kurzes Rufen und schon läuft sie bei Fuß an dem Hund vorbei. Meist kommt sie sogar schon alleine zu mir und geht ins Fuß.

    Das habe ich ihr nicht mal beigebracht, sondern war einfach ihr Ding!

    Und ich liebte es vom ersten Moment an! Gerade weil das mit Bobby nie klappte. Da musste ich bei JEDEM Spaziergang immer die Augen offen halten und bin oft einen Umweg gelaufen um der Pöbbelei aus dem Weg zu gehen.

    Nun ist alles soviel einfacher mit Franzi. Nur eben genießt sie das Laufen nicht so wie es eigentlich sein sollte.

    Wenn es im Moment nach ihr ginge müssten wir nie mehr raus gehen aus der Wohnung :roll:

    Immerhin ist sie total entspannt wenn wir Menschen besuchen die sie kennt. Da legt sie sich hin und schläft oder hüpft auch mal auf deren Schoß und schläft dann dort.

    Alles Dinge die sie vor 1 Jahr NIEMALS gemacht hätte!

    Das ist richtig toll zu sehen und besonderst toll, dass Franzi immer besonderst eingeladen wird. Ich soll schon gar nicht mehr ohne sie kommen *lol*

    Nur wenn dann eine fremde Person kommt ist sie sofort wieder ängstlich und bellt.

    Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht wie ich das am besten angehe.

    Ich habe gemerkt, dass wenn ich sie von Anfang an auf dem Arm halte, dann tut sie gar nichts und lässt sich sogar von den Fremden streicheln. Nur wenn sie alleine auf dem Boden ist kommt die Panik.

    Vielleicht liegt das auch viel an ihrer kleinen Größe?

    Z.b. hat sie angeleint mit Geschirr auch weniger Ängste wie wenn sie abgeleint ist. Da rennt sie oft hinter meine Beine, wenn man ein anderer Hund stürmischer zu uns rennt und dann zwickt sie großen Hunden ( Schäferhundgröße) auch gerne mal in die Nase, wenn die zu wild sind.
    Nehme ich sie vorher auf den Arm, dann ist sie entspannter, aber fletscht dennoch die Zähne wenn der Hund zuviel an ihr herum schnuffelt.
    Leider nehmen die großen Hunde sie nicht ernst und meistens werden sie noch wilder auf sie und die lassen sich dann gerne zwicken und schlecken sie dann ab.
    Tja und Franzi ist so groß wie denen ihr Kopf alleine! Wenn die einmal schlecken ist sie von oben bis unten Nass.

    Wenn ich das jetzt so schreibe merke ich was das für ein Laster das sein muss für sie.

    Daher geht sie ja auch lieber zu Hunden in Ihrer Größe. Da gibts dann keine Probleme.

    Ich dachte, dass sie durch Bobby aber doch eigentlich abgehärtet sein müsste bei großen Hunden. Als Bobby noch lebte und zu anderen Hunden hinging ( wo ich wußte das sie sich mögen) da lief Franzi immer mit und wedelte auch manchmal und zeigte Interesse.

    Aber jetzt will sie keinen Kontakt mehr mit den großen Hunden haben.

    Eigentlich ist es ja nicht schlimm, denn sie läuft einfach an denen vorbei ohne Bellen usw. aber eben trotzdem mit Angst und oft klammert sie sich an mein Hosenbein, wenn der fremde Hund doch ZU nah kommt.

    Ok, hin und wieder habe ich auch Angst, denn Große sind ja nicht ganz ungefährlich für Sie!

    Jetzt bin ich vom eigentlichen Thema abgeschweift - entschuldigt bitte!

    Ich glaube im Moment habe ich das Problem, dass ich mich so Nackt fühle wenn ich spazieren gehe.

    Immerhin hatte ich immer in jeder Hand eine Leine und dann immer Kongspiele mit Bobby auf den Wiesen, was immer Spaß mit sich zog.

    Nun habe ich eine bei Fuß laufende kleine Hündin die einfach "mitläuft".

    Im Prinzip müsste ich jetzt glücklich sein, denn sie ist "nur" ängstlich, aber dennoch total einfach zu handhaben und vor allem so verschmußt *schwärm*

    Aber dennoch fehlt mir der zweite Hund. Das fängt schon Morgens beim füttern an. Franzi bekommt ein bissel Barf und Bobby hatte immer eine Richtige Portion in der Schale. Nun habe ich nur noch so Miniportionen die sogar richtig schwierig portionierbar sind.

    Bobby Hundekorb musste ich damals auch weg tun, denn Franzi füllte den nur zu 1/10 aus. Das sah erst recht so verlassen aus. Daher holte ich ihr dann ein passendes kleines Bettchen. Tja, das sieht man fast gar nicht im Wohnzimmer. So klein ist das gegen Bobbys alten Korb.

    Ich sags ja, hier ist es so leer geworden seit er weg ist, aber das schlimmste ist, dass es immer noch so weh tut. Besonderst wenn wir auf seine Hundefreunde treffen und auf Leute die ihn kennen und dann fragen wo er ist. Selbst nach 4 Monaten kommt es immer noch vor!

    Und jeder fragte das selbe: "Ihr holt Euch doch wieder einen zweiten, oder?"
    Oder sie sagen: "Franzi ist ja kein richtiger Hund (wegen der Größe), da passt doch wieder einer dazu."

    Irgendwo möchte ich ja auch gerne wieder einen zweiten, denn es war schon toll zu sehen wie die beiden sich mochten und vor allem gabs dann doppelt soviel Kuscheleinheiten *gg*

    Ok, mehr Dreck würde ich jetzt nicht sagen bei einem Chihuahua oder Zwergpinscher. Bei Bobby war schon ne Menge Dreck vorhanden, aber Franzi produziert keinen Dreck und haart nicht und auch schlecht Wetter ist bei ihr nicht erwähnenswert! Bobby hat da doch viel Arbeit gemacht bei der Pflege.
    Früher habe ich 2x am Tag gesaugt und jeden 2. Tag gewischt.
    Nun sauge ich 1x am Tag und selbst das ist eigentlich schon viel zuviel!
    Und wische 2x die Woche durch und das ist im Prinzip auch zu oft

    Also wegen mehr Dreck bei 2 Kleinen wäre jetzt kein Thema für mich!

    Ich habe einfach nur Angst davor, dass ich wieder bellende Hunde an der Leine haben werde und fremder Besuch wieder viel schlimmer angemacht wird.

    Ich glaube ich bin durch die letzten Jahre einfach geschädigt in diesem Bereich und möchte das ungerne wieder haben.

    Wenn Franzi so bleiben würde wie jetzt und es keine Verschlechterung im Verhalten geben würde, dann könnte ich es akzeptieren.

    Aber ich stelle mir gerade eine Situation vor:

    Franzi und ich gehen spazieren und ein großer Hund rennt auf uns zu den wir nicht kennen! Ich rufe Franzi sie kommt sofort her und lässt sich auf den Arm nehmen - fertig.

    Und dann das selbe mit 2 Hunden :/
    Ob das so streßfrei von statten gehen kann? Und vor allem 2 Hunde gleichzeitig so toll funktionieren bei Abruf?

  • Zitat

    Leider musst Du auch in Betracht ziehen, dass sich ein Welpe das ängstliche Verhalten Deiner Hündin abschauen kann. Ich persönlich finde es toll 2 Hunde zu haben, bin aber der Meinung, dass der Ersthund erst soweit sein muss, dass er meinen "Erwartungen" entspricht. Schwer das zu erklären... Ein Zweithund -vor allem ein Welpe- schaut sich sehr viel vom Ersthund ab -darum wäre es toll, wenn der Ersthund gut erzogen ist, ein gesundes Sozialverhalten zeigt usw

    Aber ich darf dazu eigentlich nichts sagen, da bei mir "spontan" ein Zweithund dazukam und ich nun zwei pubertäre halberzogene Hunde habe :roll:


    Genau DESWEGEN kannst du doch Mitreden!!!!

    Denn wer sollte besser wissen worauf es ankommt? Immerhin hast du die Erfahrung mit 2 pubertären Hunden und weißt wovon du redest :D

    Franzi ist eigentlich ein toller Hund. Sie hört prima und ist auch sonst sehr freundlich und auf mich bezogen.

    Die einzigste Baustelle ist die, dass sie Angst vor fremden Menschen hat und zu stürmische große Hunde.

    Bloß weiß ich nicht wie ich das am besten anpacke und ändere? :hilfe:

  • Hm... Ok... Da kann ich ja doch mitreden :smile: Spike ist sehr ängstlich Menschen gegenüber -hatte eine schwere Kindheit :muede2:
    Laila kam dazu als er 7 Monate alt war -und auch sie war 7 Monate alt. Laila war zwar am Anfang auch ängstlich (hatte bis dahin viel hinter sich), hat aber sehr schnell wieder Vertrauen gefasst und liebt jetzt jeden, der ihr nicht weh tut. Spike ist zwar immernoch ängstlich, schaut sich aber Lailas Verhalten genau an und ich finde er lernt daraus -immerhin kommt sie bei jedem gut an und wird gestreichelt... Spike hält zwar immernoch gesunden Abstand, macht aber keinen großen Bogen mehr um jeden Menschen. Da kann ein Zweithund auch helfen. Wichtig ist dem Zweithund zu zeigen, dass man keine Angst zu haben braucht -vor allem wenn man merkt, dass er sich das Verhalten vom Ersthund abschaut. Im Notfall eben mal seperat Gassi gehen oä

    Irgendwie bin ich ja total stolz auf Laila -sie hat ihre Angst zum großteil überwunden (solang der Mensch keine zu schnelle, ruckartige Bewegung macht. Mittlerweile muss ihr nicht mehr zeigen, dass sie keine Angst mehr zu haben braucht, sondern muss sie dazu bringen nicht mehr gleich zu jedem Menschen hinzugehen :roll:

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