u.a. Abgenutztes Rückrufen neu konditionieren
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Gast28864 -
22. Oktober 2011 um 20:59
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Hallo liebe Foris,
habe mal wieder Gesprächsbedarf. Also, Sancho hört so eigentlich "relativ gut". Allerdings hat sich in letzter Zeit das Rückrufen ziemlich abgenutzt. Es ist so, wenn ich ihn rufe, geht er allermeistens erstmal pinkeln und kommt dann. Er darf nicht zu angeleinten Hunden. Wenn ich ihn rechtzeitig erwische, also, die Aufmerksamkeit fokussiere, klappt es meist auch. Allerdings rennt er oft auch trotzdem einfach hin, was mich zu tode ärgert! Genauso, wenn er meint, einem Kaninchen nachjagen zu müssen. Sehe ich es rechtzeitig, kann ich ihn abrufen. Wenn nicht, ist er erst mal weg. Er kommt zwar immer recht schnell wieder zurück, aber ich möchte gern, dass er 1. bei Rückruf sofort kommt. 2. dass er auf "nein" auch dann wirklich das was er gerade tun will(wegrennen) unterbricht. Außerdem weiß ich nicht genau, wie ich reagieren soll, wenn er von einem unerwünschten Ausflug zurück kommt. Ich kann ihn dann doch nicht dafür loben, dass er weggerannt ist!
Ich bin auch gerade dabei ein "Stopp" zu trainieren. Ich mache es entweder an der Leine, indem ich dann einfach bei "Stopp" stehen bleibe. Oder ich werfe ihm ein Leckerlie und wenn er losrennen will sage ich "stopp" und halte ihn an der Leine(mit Geschirr) fest. Sancho ist kein "kadavergehorsamer" Typ. Auch andere Kommandos wie "Sitz" und "Platz" führt er oft mit gewissen Verzögerungen und Wiederholungen aus. Wie kann man diesen Dingen einen gewissen Feinschliff verleihen? Früher klappte es besser mit dem Rückruf, ich wa irgendwie interessanter. Heute denke ich, ist sich Sancho meiner eben sehr sicher, weil er genau weiß, dass er mich eh wieder findet, wenn ich weitergehe(was ich grundsätzlich tue, wenn er nicht kommt). Ich muss quasi bei jedem zweiten mal, wenn ich ihn rufe, weglaufen, damit er kommt.
Ich bin schon stolz, weil er auch von einer läufigen Hündin lieber irgendwann zu mir kommt.
Verlange ich vielleicht einfach zu viel Perfektionismus? Er ist so eine Art Terrier-Mix, wahrscheinlich Jack-Russel und ACD. - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Hallo,
ich kann da nicht viel beisteuern weil es mir gerade ganz genau so mit meiner Hündin geht. Bin mal so frech und nutzte den Thread auch, wenns nicht ausmacht.
Mit jedem mal wo ich es nicht schaffe sie zurück zu rufen werde ich deprimierter. Voralldingen bei angeleinten Hunden wo es ja doch mal gefährlich werden kann mit einem 8 kilo Hund.Mein Problem ist ich habe sie erst 8 Wochen und sie ist sehr schwer zu motivieren noch dazu darf sie nicht alles an Leckerchen, weil Allergieker und wir auch noch an der Ausschlussdiät sind. Spielzeug findet sie doof. Klickern ist Zuhause ganz toll aber draussen gehts gar nicht, unmotivierbar. Und jetzt sind wir auch noch Scheinschwanger.

Man muss dazu sagen das ich Hunde gewohnt bin die einen gewissen Will to please haben. Und sie eben so null

lg
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ZitatAlles anzeigen
Hallo,
ich kann da nicht viel beisteuern weil es mir gerade ganz genau so mit meiner Hündin geht. Bin mal so frech und nutzte den Thread auch, wenns nicht ausmacht.
Mit jedem mal wo ich es nicht schaffe sie zurück zu rufen werde ich deprimierter. Voralldingen bei angeleinten Hunden wo es ja doch mal gefährlich werden kann mit einem 8 kilo Hund.Mein Problem ist ich habe sie erst 8 Wochen und sie ist sehr schwer zu motivieren noch dazu darf sie nicht alles an Leckerchen, weil Allergieker und wir auch noch an der Ausschlussdiät sind. Spielzeug findet sie doof. Klickern ist Zuhause ganz toll aber draussen gehts gar nicht, unmotivierbar. Und jetzt sind wir auch noch Scheinschwanger.

Man muss dazu sagen das ich Hunde gewohnt bin die einen gewissen Will to please haben. Und sie eben so null

lg
Sancho ist mein erster Hund. Er macht keinen groben Unfug, aber er hat keinen großen Will to please, ist, obwohl zu Hause sehr anhänglich, draußen eher eigenständig. Wenn ich zu Hause auch nur ansatzweise mit ihm schimpfe, zeigt er extremes Beschwichtigungsverhalten. Draußen interessiert ihn das nicht sonderlich...Es ist schwer, seine volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Das einzige, womit er vollkommen zu fixieren ist, ist sein Bällchen. Das möchte ich aber nicht einsetzen.
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Ich finde, auch ein Terrier kann durchaus gehorchen, nur ein Terrier muss eben überzeugt sein
.Ich weiß ja nicht, wie du seinen Rückruf oder das Stop aufgebaut hast bisher. Aber wenn es ein Spiezeug gibt, was er ganz besonders mag, dann würde ich das nutzen.
Also anspielen, dann ein bisschen auf Distanz gehen, Namen rufen, Spielie zeigen und wenn er voller Begeisterung zu dir brettert, kurz bevor er da ist dein Rückrufkommando. Natürlich solltest du irdendwann nicht mehr mit irgendwas winken müssen, sondern nur noch immer mal belohnen bei korrekter Ausführung. Aber vom Grundsatz her würde ich die größt mögliche Motivation als Anreiz nehmen und Beute ist da bei beutetriebigen Hunden eigentlich immer gut geeignet. Beim "Stop" dann ebenso - egal ob von dir weg oder zu dir hin, die Beute sollte bei korrekt aus geführtem "Stop" umgekehrt zu seiner ursprünglichen Renn-Motivation dann kommen (von der Richtung her).
Wäre jetzt mal eine von verschiedenen Ideen. Vorraussetzung ist natürlich, dass dein Hund soweit im Kopf bei dir ist, dass er überhaupt auf ein Kommando hören kann.
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Zitat
Ich finde, auch ein Terrier kann durchaus gehorchen, nur ein Terrier muss eben überzeugt sein
.Ich weiß ja nicht, wie du seinen Rückruf oder das Stop aufgebaut hast bisher. Aber wenn es ein Spiezeug gibt, was er ganz besonders mag, dann würde ich das nutzen.
Also anspielen, dann ein bisschen auf Distanz gehen, Namen rufen, Spielie zeigen und wenn er voller Begeisterung zu dir brettert, kurz bevor er da ist dein Rückrufkommando. Natürlich solltest du irdendwann nicht mehr mit irgendwas winken müssen, sondern nur noch immer mal belohnen bei korrekter Ausführung. Aber vom Grundsatz her würde ich die größt mögliche Motivation als Anreiz nehmen und Beute ist da bei beutetriebigen Hunden eigentlich immer gut geeignet. Beim "Stop" dann ebenso - egal ob von dir weg oder zu dir hin, die Beute sollte bei korrekt aus geführtem "Stop" umgekehrt zu seiner ursprünglichen Renn-Motivation dann kommen (von der Richtung her).
Wäre jetzt mal eine von verschiedenen Ideen. Vorraussetzung ist natürlich, dass dein Hund soweit im Kopf bei dir ist, dass er überhaupt auf ein Kommando hören kann.
Hmm...also, er liebt sein Bällchen über alles. Allerdings ist er ein Balljunkie, weswegen ich das Bällchen neuerdings komplett verschwinden lasse. HAbe ich ein Bällchen dabei, klebt er an mir. Aber soll das nun die Lösung sein? Gibts nur entweder Bällchen und kleben oder kein Bällchen und nicht hören?

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ich habe dazu gerade erst in einem anderen Thread etwas geschrieben
https://www.dogforum.de/nie-wieder-ohn…0.html#p9356230
ZitatAlles anzeigenHabt ihr ein funktionierendes Abbruchsignal wie z.B. das "Nein", womit du Aktionen beenden kannst?
Und wenn sie sich mit Futter bestechen lässt manchmal, wäre es ein guter Ansatzpunkt.
Wenn ich einem Hund etwas verbiete, sollte ich ihm eine Alternative bieten können. Mag sie Spielzeuge oder so, oder vielleicht einen Futterdummy, oder Rennspiele, wenn du los rennst?
Das wären Möglichkeiten, sie nach dem Abbruch zu dir zu holen, wenn du aktiv werden möchtest.
Sonst gibt es die Möglichkeit, sie zu Stoppen durch ein Sitz oder Platz, wie asterix schreibt.Würde dann im Idealfall aussehen, dass sie ihre 5m vor dir ist z.B., anfängt zu fixxieren, was du durch euer Signal abbrichst, worauf hin sie zu dir schaut und von dir ein "Sitz" bekommt oder es automatisch schon anbietet.
Dann kannst du zu ihr gehen und sie belohnen und ihr könnt schauen, welchen weg ihr geht.Geht ihr Hundebegegnungen dann aus dem Weg, also habt ihr Alternativwege, geht ihr vom Weg weg, um andere Hunde passieren zu lassen o.ä.?
Was dein Rückruf angeht, sehe ich da ebenfalls ein Problem, denn ich finde es sehr wichtig, dass der Hund wirklich kommt, wenn ich ihn rufe.
Daher würde ich auch den Rückruf neu aufbauen, ein neues Kommando nehmen und neu anfangen.
So anfangen, dass es wirklich etwas super leckeres gibt, so dass es sich wirklich lohnt.
Du beginnst da, wo du weißt, dass sie nicht abgelenkt ist und kommt, wie z.B. im Garten und auf kleine Entfernung. Du kannst sie z.B. auch einen Meter vor die absitzen lassen, das Kommando sagen und ein Leckerlie zuwerfen.
Dann ein Stück weiter nach hinten gehen, so dass sie sich bewegen wird und zu dir kommt, um an das leckere Zeugs zu kommen. So etablierst du ein neues Kommando und kannst dann die Entfernung erhöhen und nach und nach den Schwiergkeitsgrad.
Wichtig ist, dass du sie nicht rufst, wenn du weißt, dass sie eh nicht kommen würde, weil sie zu abgelenkt ist anfangs. (Dafür gibts das Abbruchkommando, um den Hund aufmerksam zu machen, um rufen zu können
)wie Hummel es beschreibt, ist es natürlich auch eine gute Art, einen Rückruf neu aufzubauen, wenn der Hund eben auf etwas bestimmtes steht
wobei, macht ihr vielleicht Dummyarbeit?
ich kenne nette JRT, die am Dummy arbeiten
hier wäre dann die Möglichkeit, dass der Dummy zur Belohnung fliegt, wenn dein Hund bei dir istauch kann man beim Sitz auf Entfernung so belohnen, dass der Dummy dann am Hund vorbei fliegt, wenn er schnell saß
PS: ich mag es auch gerne, wenn meine Hunde aufs 1. Wort hören
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so, als ich hier getippt habe, hattest du mich in nem anderen Thread angesprochen, aber das wird so zu durcheinander
https://www.dogforum.de/nie-wieder-ohn…0.html#p9356255ZitatLiebe Manu, könntest du vielleicht ein wenig ausführen, wie du es genau gemacht hast?
bezieht sich worauf?
Abbruch? Rückruf? allgemein die Verbesserungen bei uns?
hab ja einige Dinge drüben angesprochen -
Zitat
so, als ich hier getippt habe, hattest du mich in nem anderen Thread angesprochen, aber das wird so zu durcheinander
https://www.dogforum.de/nie-wieder-ohn…0.html#p9356255
bezieht sich worauf?
Abbruch? Rückruf? allgemein die Verbesserungen bei uns?
hab ja einige Dinge drüben angesprochenAbbruch und Rückruf!
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ich muss ja zugeben, ich bin etwas schreibfaul ;-)
hier findest du erst mal allgemein einige Trainingsansätze von uns
https://www.dogforum.de/trainingsbuch-…ms-t130342.htmldazu dann mal Ausschnitte, die für dich bzgl. Abbruch interessant sein könnten:
ZitatMeine erste Lektion bekam ich, als die Trainerin meinen Hunden in der Wohnung Leckerlies hin hielt und mich bat, ihnen zu verbieten, diese zu nehmen
Leider waren sie zu lecker, so dass es mir nicht wirklich gelangt.
Somit wurde die Idee geboren, das Verbot (früher "Nein") mit nem neuen Befehl neu aufzubauen. Bei uns wurde es das "Scht", da es immer gleich klingt, egal wie emotional der Mensch drauf ist.
Gut, wie man nen Verbot konditioniert, muss an dieser Stelle vermutlich nicht erklären, da bekannt sein sollte, dass man den Hund da weg holt und nicht zum Erfolg kommen lässt. Bzw. beim Fixxieren leicht anstupst, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Dieses wurde dann auch klar erklärt, warum man es neu aufbauen sollte, eben nie durchgehen lassen sollte, ...
Festzustellen war auch bei dieser Übung, dass Luna eine sehr niedrige Frustrationstoleranz hat, wo ich unbedingt dran arbeiten sollte.
es ist quasi das Ampelsystem, nach dem wir arbeiten
es wurde ein neues Wort erfunden, da das alte durch Fehler meinerseits nicht mehr ernst genommen wurde
hier wurde auf kurze Distanz angefangen und der Hund mit dem Finger leicht angestupst, wenn er das Leckerlie fixxiert hat und hin wollte, denn genau das wollte ich nicht
mein Wunsch war es, dass sie mich anschaut
so lernte meine Blondine durch Zufall und passendes Lob, dass man mich bei dem Abbruchsignal anschauen sollte und von der Sache ablassen sollte
denn der Kontakt zum Menschen ist mein Ziel, mit dem ich weiter arbeiten kannwichtig dabei ist aber wirklich, ein Alternativverhalten aufzubauen und dieses zu belohnen
einfach immer nur den Hund zu deckeln bringt ihn dazu, alles zu meiden und führt zur Unselbstständigkeitwie es auf Entfernung durchgesetzt werden kann, findest du dort ebenfalls, wobei wir ohne dieses arbeiten und es klappt auch so, ich werde angeschaut und kann weitere Kommandos geben, ohne sie "zu strafen", was allgemein nicht mein Fall ist, wie ich gemerkt habe, aber da muss man eben seinen eigenen Weg finden
den Rückruf habe ich bei meiner Schwarzen über den Dummy aufgebaut, da sie darauf steht
bei Luna habe ich es tatsächlich so gemacht, wie beschrieben
wir fingen bei kleinen Entfernungen an mit Leckerlies, bis sie es grundlegend gelernt hatte, was unser "Hier" bedeutetWeiter habe ich angefangen, dann mit ihr zu rennen oder toben, denn ich möchte, dass sie nie genau weiß, was sie tolles erwartet, wenn sie her kommt, so bleibt es dann doch spannend, wobei wir auch ein "Warte" haben, wo sie wirklich zu warten hat
einen Pfiff haben wir ebenso, wobei ich zugebe, die Pfeife meist zu vergessen
aufgebaut haben wir auch den über kurze Distanz, in dem erst das neue Kommando "der Pfiff" kommt und dann das alte Kommando "Hier", um eine Verknüpfung zwischen dem Pfiff und dem erwünschten Verhalten herzustellen
der Pfiff ist bei uns kombiniert mit einem super tollen Leckerlie, damit es sich doppelt lohntwobei es dazu auch hier einen netten Thread zu gibt
https://www.dogforum.de/der-doppelte-ruckruf-t126830.htmlso, das war es noch mal grob, genaue Fragen natürlich gerne :)
ach ja, so schaut es aus, wenn ich Pfiffübungen mache ... Hunde absetzen, weggehen und los
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Ok...klingt kompliziert
Also, dieses Abbruchkommando funzt bei uns auch nur bedingt. Wenn ich den Hund irgendwo hinsetze mit bleib und dann weggehe, kommt er natürlich auf jeden Fall, wenn ich ihn rufe, weil es eine Art Spiel ist. Nun könnte man also das ganze mit der Pfeife verbinden und einem super Leckerlie. Allerdings weiß ich nicht so recht, was das sein soll, weil der Hund eh schon dauernd Leckerlies bekommt, wenn wir draußen sind. Momentan bekommt er diese Kauwürstchen für Hunde. Sollte man Fleischwurst nehmen? Oder was anderes? Wie lange müsste man dies durchführen, bis das Pfeifen sitzt?
Mein Hund schaut mich nicht an, wenn ich ihn anstupse. Ich habe ihn so zum anschauen bekommen:
"Achtung" heißt gleich fliegt ein Leckerlie, dass man fangen muss, also fixieren. Beim Anschauen habe ich das Leckerlie an mein Kinn gehalten. Nun klappt es einigermaßen, dass Sancho mich auf Achtung anschaut. Aber eben auch immer nur bedingt, d.h. wenn nix anderes interessanteres passiert, wie z.B. ein anderer Hund etc.
Das Problem bei diesen ganzen Sachen ist ja, dass Kommandos ignoriert werden und der Hund dadurch lernt: Is´auch nich schlimm...Wie kann man das vermeiden, frag ich mich?
Klingt auch nach einer wirklich guten Trainerin. Nur scheue ich mich etwas davor, weil ich zu geizig bin, mein Geld in den Wind zu schießen und bei den meisten eben das Kennenlerngespräch schon viel Geld kostet. Seh ich aber nicht ein, wenn ich dann nach dem Erstgespräch sehe, dass mir die Art und das Konzept nicht gefällt. - Vor einem Moment
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