Argh, sie so hypernervös!
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Hihi, als ich deinen Beitrag gelesen habe, musste ich ziemlich stark an meinen eigenen kleinen Terroristen denken. Der ist auch so ne kleine Kanone, bis auf dass das draußen sein mittlerweile viel besser funktioniert. Was bei uns hilft (ich bilde es mir zumindest ein) sind diese kleinen Maßnahmen:
1. wir üben an der Frustrationstoleranz. Gefressen wird erst auf Freigabe, Bällchen und Leckerlie werden erst auf Freigabe gesucht, beim Spazierengehen setze ich mich einfach mal irgendwo hin und beachte den Zwerg nicht. Dabei muss ich ihn oft anbinden, weil er sonst auch schon mal gerne zwickt.
2. Zuhause gibt es (eigentlich und zum Großteil) die Regel, dass nicht bespaßt wird. In der Regel ist es so, dass Titus merkt, wenn ich arbeite oder im Haushalt was mache und dabei nicht allzu hektisch durch die Bude renne - dann ist Ruhe angesagt.
3. Beim Spazierengehen wird er von uns auch nicht überschwänglich gelobt, weil er dann SOFORT aufdrehen würde. Er wird ruuuuuuuuhig verbal bestätigt. In der HuSchu wurde uns übrigens geraten, auf Leckerlies umzusteigen, die man schlecken muss, also Leberwurst aus der Tube oder so, weil das beruhigt. Auch streicheln läuft bei uns ruuuuuuuuhig ab, durchknuddeln lässt den Herrn hochfahren.
4. Er bekommt regelmäßig was zum Kauen oder einen gefüllten Kong, um sich abzureagieren. Auch Kauen beruhigt ungemein.
5. Wir machen mittlerweile gezielte Kopfarbeit. Also: Ich verstecke mal Leckerlie in der Wohnung, die er suchen muss. Außerdem haben wir angefangen, zu ZOSsen und das klappt super und macht Titus richtig Spaß. Man merkt auch, dass er nach einigen Übungen echt müde wird. Körperlich kriegt man die Hundekinder in diesem Alter sowieso nicht wirklich müde, ohne ihnen dabei zu schaden - deswegen darfs schon auch was für den Grips sein!
Achja und bei der Leinenführigkeit würde ich mal folgendes versuchen: Nicht direkt am Fuß gehen arbeiten. Dem Hund ne Schlepp dran machen, übers Feld marschieren, bei Richtungswechseln das Kommando "hier weiter!" geben, sich auch deutlich in die Richtung bewegen und mit dem Arm auf die gewünschte Richtung zeigen. Dadurch lernt das Hundekind erstmal, dass es sich lohnt, sich an euch zu orientieren, er wird nämlich direkt gelobt, wenn er mit in diese Richtung geht. Ich glaube, dass das mit den Richtungswechseln an der (kurzen?) Leine vielleicht einfach noch zu viel für die Kleine ist. Bei uns gab es auch bei dieser Methode (also der Hier Weiter-Methode) anfangs das Problem, dass Titus dann schonmal in die Leine gebissen hat oder an uns hochsprang. Daher gab es immer wieder mal zwischendrin einen kleinen Belohnungshappen fürs Mitkommen. Dadurch hat er recht schnell kapiert, dass die Belohnung fürs mitlaufen nicht das tolle Zerrspiel an der Leine ist, sondern dass es ab und zu mal ein Stück Wurst oder so dafür gibt. Bei uns klappt das so bisher klasse. Man kann damit eben auch wunderbar üben, an Ablenkungen vorbeizugehen (bei uns zum Beispiel fremde Menschen oder was zu fressen). Dabei bitte am Anfang den Abstand zum Objekt so groß wie nötig halten, damit der Hund auch das dran vorbeilaufen leisten kann. Sobald er darauf zusteuert, sage ich "hier weiter!", gehe in die entgegengesetzte Richtung und zack! Hundekind läuft nebenher.
Ich hoffe, dass mein Beitrag jetzt nicht zuuuu wirr war.
Liebe Grüße,
Annika - Vor einem Moment
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Hi,
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Huhu,
was das Rausgehen betrifft: Wir halten uns eigentlich an die 5 - Min. - Regel. D.h. Spaziergänge dauern höchstens 20 Minuten. Wenn wir ins Feld zum Spielen gehen, kann es auch etwas länger werden - 10 Min. Hinweg, 10 Min. Spielen, 10 Min. Rückweg, wobei sie immer die Chance hat auch mal 5 Minuten im Gras herumzuliegen.
Es gibt momentan EIN längeres Event für sie am Tag. Also ab ins Feld, mal in die Stadt, mal eine Toberunde mit dem Hundekumpel, mal Toben mit uns, mal etwas Neues kennenlernen (anderer Wald, Café, etc.). Der Besuch der Hundeschule ersetzt das sonntags.
Ansonsten gibt es die obligatorischen Pippi/Kackrunden, die nicht so lange dauern. ;-) Wenn wir beispielsweise um 13 Uhr mit ihr Toben waren, gehen wir für das nächste Pippi wirklich nur hinters Haus. (Achso, tagsüber gehen wir etwa alle 4 Std mit ihr raus)Immer wenn es rausgeht, wird auch eine Kleinigkeit geübt - klar, auch Leinenführigkeit. Zwischendurch mal ein Sitz oder Platz, und ganz wichtig das "Schau". Wir bauen das einfach zwischendrin mal ein... ebenso den Rückruf. Sie muss also nicht die ganze Zeit Üben. ;-)
Zuhause wird zwischendurch mal gespielt. Immer mal für 5 Minuten. Wir verstecken z. B. Leckerchen oder das Lieblingsspielzeug und suchen gemeinsam... also eher etwas Ruhigeres. Wie oft wir das machen kann ich so gar nicht sagen. Es kommt immer darauf an, ob wir das Gefühl haben, dass der Hund eh schon überdreht ist und eher schlafen sollte. Also je nachdem 0 - 4 Mal oder so.
Auch Zuhause bauen wir das ein oder andere Kommando ein - das "Bleib" hat sie beispielsweise im Zuge des Suchspiels gelernt. Klappt auch toll. :-)Ansonsten soll sie einfach Ruhe lernen. Wir sind seelig, wenn sie tagsüber mal eine Std am Stück schläft. Das klappt leider nur, wenn wir im gleichen Raum sind - sonst ist sie mit dem Hinterherlaufen beschäftigt.
Im Moment ist unsere oberste Priorität, dass sie Zuhause besser entspannen kann - womöglich ist die Welt für sie draussen dann auch nicht mehr so anstregend. Zumindest hoffen wir das.
Liebe Grüße,
Chrisi -
Zitat
für mich klingt es spontan danach, als wäre sie nicht gut geprägt worden
aber ich schließe mich den Fragen meiner Vorschreiber an und würde zudem gerne wissen, ob sie im Haus aufgezogen wurden, was die Hunde kennen gelernt haben, etc.Hey Maanu,
ja, das kann sein. Die Frage ist nun, wie wir das wieder ausbügeln können.... ;-)
Die Hunde waren zum Großteil draussen und haben nicht viel kennengelernt ausser die Familie inkl. Kindern. -
Das klingt alles so, als würdet ihr schon sehr bewusst auf Ruhe achten, um die Kleine nicht zu überdrehen. Habt ihr schon mal probiert, was passiert, wenn ihr drei Tage lang gar nichts außer Löserunden mit ihr macht?
Ich habe ja selbst so ein nervöses Hemd (bei dem es langsam besser wird) und bei ihr war es so, dass zeitweise selbst mein Schmalspurprogramm noch viel zu viel für sie war.
Viele Grüße
Frank -
@ Annika, vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort! War gar nicht wirr, im Gegenteil! :-) Werde ich meinem Freund zeigen, wenn er nach Hause kommt.
Gerade was die Frustrationstoleranz betrifft, machen wir das sehr ähnlich. Die ist bei der Madame nämlich gleich Null.
Die Schlepp haben wir noch nicht benutzt - aber extra eine bis zu 3 Meter lange Leine - und die Ansage "weiter!" machen wir auch.
Ich bin echt ganz froh, dass es auch noch andere so verrückte Viecher gibt.
Unsere Hunde müssten sich mal kennenlernen.... -
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Ich dachte jetzt "oh Gott, das hört sich ja schwierig an"...bis ich las wie alt der Hund ist

Mit circa 4-5 Monaten fangen die Hunde an Umweltreize noch extremer wahrzunehemen...das heißt auch das sie die Konzentration mehr auf andere Dinge richten...und es wird auch schon der erste kleine Jagdtrieb gefördert (Blätter oder andere bewegende Dinge)...es kann aber auch noch eine kleine Trotzphase dazugekommen sein...wichtig ist das der Hund nicht mit Kommandos überfordert wird.
Am besten nur circa 20 Minuten raus gehen und dann ist gut.
...üben kann man wenn der Hund wieder etwas aufnahmefähiger ist.Allerdings sind die 2 Rassen eine schöne unruhige Mischung...es kann durchaus sein das der Hund später nicht ein ganz so ruhiger wird.
Allerdings kommt hier erschwerend dazu, das euer Hund anscheinend (nach den Aussagen zu urteilen) nicht genügend am Tag schläft...DAS müßt ihr dringend ändern...der Hund muß jetzt lernen das er schlafen muß.
ich kann nur den Tip geben, die Türen hinter euch zu schließen ...oder im Extremfall eine hundebox (vorher dran gewöhnen) zu benutzen.
Kommt euer Hund gar nicht tagsüber zur Ruhe, wird sich das hibbelige und die Nervosität nicht legen...überdrehte Hunde können sich schlecht selbst beruhigen und sind auch nicht aufnahmefähig...das ist jetzt eure Aufgabe, dafür zu sorgen das euer Hund genug Schlaf bekommt. -
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Ich dachte jetzt "oh Gott, das hört sich ja schwierig an"...bis ich las wie alt der Hund ist

ok, das beruhigt mich
Mit circa 4-5 Monaten fangen die Hunde an Umweltreize noch extremer wahrzunehemen...das heißt auch das sie die Konzentration mehr auf andere Dinge richten...und es wird auch schon der erste kleine Jagdtrieb gefördert (Blätter oder andere bewegende Dinge)...es kann aber auch noch eine kleine Trotzphase dazugekommen sein...wichtig ist das der Hund nicht mit Kommandos überfordert wird.
Am besten nur circa 20 Minuten raus gehen und dann ist gut.
...üben kann man wenn der Hund wieder etwas aufnahmefähiger ist.Ja, so ungefähr machen wir das auch. Wenn wir merken, dass sie hibbelig wird, muss sie in bestimmten Situationen noch nicht mal mehr absitzen - sonst springt sie bei einem geflüsterten "Lauf" ins nächste Auto, weil sich so viel "Spannung" angestaut hat ;-)
Allerdings sind die 2 Rassen eine schöne unruhige Mischung...es kann durchaus sein das der Hund später nicht ein ganz so ruhiger wird.
DAS befürchten wir auch.
Aber hergeben würden wir sie nicht mehr - ist eben eine Herausforderung!Allerdings kommt hier erschwerend dazu, das euer Hund anscheinend (nach den Aussagen zu urteilen) nicht genügend am Tag schläft...DAS müßt ihr dringend ändern...der Hund muß jetzt lernen das er schlafen muß.
ich kann nur den Tip geben, die Türen hinter euch zu schließen ...oder im Extremfall eine hundebox (vorher dran gewöhnen) zu benutzen.
Kommt euer Hund gar nicht tagsüber zur Ruhe, wird sich das hibbelige und die Nervosität nicht legen...überdrehte Hunde können sich schlecht selbst beruhigen und sind auch nicht aufnahmefähig...das ist jetzt eure Aufgabe, dafür zu sorgen das euer Hund genug Schlaf bekommt.Ja, wir üben fleißig. Mittlerweile bleibt sie auch mal alleine in einem Raum ohne dauerhaft zu winseln. Eine Box hat sie auch und schläft jede Nacht darin. Wir haben viel gemacht, um sie daran zu gewöhnen (Napf rein, Kauzeugs nur noch da drin, T- Shirt von mir rein etc. Alles fein, aber wehe ich deute nur an, SEKUNDENWEISE die Tür zu zu machen. Dann flippt sie förmlich aus und fängt sofort an zu schreien.)
Liebe Grüße :-)
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Zitat
@ Annika, vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort! War gar nicht wirr, im Gegenteil! :-) Werde ich meinem Freund zeigen, wenn er nach Hause kommt.
Gerade was die Frustrationstoleranz betrifft, machen wir das sehr ähnlich. Die ist bei der Madame nämlich gleich Null.
Die Schlepp haben wir noch nicht benutzt - aber extra eine bis zu 3 Meter lange Leine - und die Ansage "weiter!" machen wir auch.
Ich bin echt ganz froh, dass es auch noch andere so verrückte Viecher gibt.
Unsere Hunde müssten sich mal kennenlernen....Mir wurde erst später klar, dass ja von Lilly die Rede ist und wir schon öfter festgestellt haben, dass die beiden wohl Geschwister sein könnten.... :) Aber das mit dem Kennenlernen lassen wir mal lieber - sonst tauschen die noch ihren Blödsinn aus!
Ich denke, dass eine Schlepp in eurem Fall auch nicht schaden kann - die 3 Meter-Leine nehmen wir z.B. zum ganz normalen Spaziergang. Und an der Schlepp hat der Hund einerseits einen größeren Aktionsradius, andererseits kommt man auch nicht so schnell in die Versuchung, zurückzuziehen, wenn das Hundekind zieht... sondern man hat schlicht und ergreifend mehr Zeit, zu reagieren und in eine andere Richtung abzudampfen!
Übrigens: Titus hat anfangs auch kaum gepennt und wenn, dann ist er sofort aufgestanden und weiter gelatscht, wenn wir uns bewegt haben. Ich habe das konsequent ignoriert, so dass er mittlerweile recht entspannt rumliegen und pennen kann.... dabei ist es mir ehrlich gesagt auch egal, ob er nun auf dem Sofa, dem Sessel, in seinem Korb oder auf dem Boden liegt - Hauptsache er schläft!!!! Das wird! Einfach ruhhhhhhhhhhhigggg bleiben - ich weiß, wie schwer das sein kann. Aber ich merke, dass Titus viel entspannter ist, wenn ich es auch bin. Also nehme ich mir auch schon mal die Freiheit und setze mich gemütlich mit ner Tasse Tee und nem guten Buch auf die Couch und entspanne mich - komme, was da wolle. Danach fällt es mir viel leichter, wieder ruhig und entspannt mit dem Unsinn umzugehen, der ihm einfällt heute morgen hat er es zum Beispiel geschafft, aus dem Bad ne volle Packung Q-Tips zu klauen und sie durch die ganze Wohnung zu verteilen....
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