Fragen zu Junghund (Ignorieren/Leine ziehen etc.)

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    Bestraft wird für ein ungewünschtes Verhalten, zB. schnappen, hochspringen, knurren, ja auch LEINENZIEHEN.

    Zur Bestrafung selbst: wenn die Bindung passt, darf auch Strafe sein. EINMAL ein lautes NEIN, abwarten, und bei Nichtbefolgen am Hals packen oder ihm eine mitgeben is da schon effektiver. Und ganz im Ernst, ich wirke lieber auf einen Junghund ein, als auf ein ausgewachsenes Tier. Das kann, vor allem bei großen Hunden, zu einem Kampf kommen. Die Rangordnung muss stetig klar sein und darf später nicht mehr in Frage gestellt werden. Jeder Welpe und Junghund tut das, meist im Alter von 3, 6 und 12 Monaten einmal. Er lehnt sich gegen seinen Führer auf, testet, ob der wirklich stärker ist.

    Sehr komisch, dass keiner meiner Hunde sich jemals gegen mich aufgelehnt hat.
    Scheine ich Gutmensch doch nicht alles falsch gemacht zu haben. :D
    Gekämpft habe ich auch noch nie mit ihnen, außer im Spiel.

  • Hallöchen,

    Zitat

    Kindererziehung ist nun etwas OT, denn ein 6jähriges Kind hat mehr Intelligenz als ein Hund.
    Niemals hätte ich meine damals 6jährige Tochter allein eine stark befahrene Bundesstraße überqueren lassen.
    Und wenn sie sich in Gefahr begeben hätte, weil ich es ihr überlassen hätte, hätte ich mir eine Ohrfeige verpassen müssen für meine Verantwortungslosigkeit und Überschätzung meines Kindes.

    so hab ichs noch gar nicht betrachtet... :???: Ich glaub ich muss mit meiner Mutter mal ein ernstes Wörtchen reden.

    An Donnerunddoria:
    das hatten wir ne Weile versucht, aber er beruhigt sich dann doch schneller wenn er sieht was los ist, bzw wer kommt. Und glaub mir in so einer Situation ist alles andere, und wenns de rliebste Kauknochen ist sowas von total uninteressant ;)


    Ich möchte mich erstmal bei allen bedanken. Ich hab viele Sachen zum Nachdenken jetz und habe mir bereits ein kleines Trainingsprogramm überlegt. Ich möchte sagen, dass ich zwar noch nicht so viel Zeit hatte, bis jetzt (sind ja auch erst einige Tage Training) sich aber die Situation durchaus schon gebessert hat.

    Als Mensch muss man lernen das Tier richtig zu verstehen, das fällt mir teilweise noch etwas schwer. Ich denke viele Dinge werden nur vermenschlicht und dem Tier werden Interpretationen einer Situation oder Handlung zugeschoben und der Mensch handelt entsprechend seiner eigenen Erfahrung nach. Man muss immer versuchen zu verstehen wieso ein Hund so gehandelt hat (ist mir mit dem an die Tür Pinkeln schwer gefallen, ich dacht echt der will mich ärgern). Durch die Diskussion hier habe ich erstmal eine andere Sicht auf die Dinge bekommen. (Wobei sich dieses Problem ja am leichtesten von allen lösen lies. Wir gehen nach dem Aufstehen fix in den Garten und dann ist gut ;) ).

    Ich möchte gern noch eine andere Frage stellen:
    Mein Hund bekommt frühs immer Nassfutter und abends trocken. Ich füttere ihn immer vorm Spaziergang, weil ich mir dachte, dass er vielleicht schneller wieder muss, wenn ich ihn nach dem Spaziergang füttern würde? Allerdings bin ich länger schon am überlegen, ob ich das änder.
    1. mache ich Futtertraining, also dass er für sein Futter arbeiten muss, macht sichs besser, ich mach das mit Trockenfutter, weil Nass is ja bissel eklig, ne? Wie macht ihr das?
    2. ich habe immer abends trocken gefüttert, weil ich mir einbilde, dass das vielleicht besser für die Zähne/Verdauung ist, wenn er das Trockene abends kriegt?
    3. könnte ich das einfach umtauschen, bzw sind dann Umgewöhnungszeiten notwendig? Allerdings mache ich mir da bissel Sorgen, ob das überhaupt klappt, weil er das Trockenfutter wesentlich unlieber frisst als Nassfutter. Was gibts da für Möglichkeiten?

    Hoffe ihr könnt mir auch dabei weiterhelfen ;)

    Ach nochwas andres, wegen der Übersprungshandlungen. Sind das immer die Gleichen, die ein Hund hat, oder durchaus verschiedene? Ich hatte immer den Eindruck mein Hund schüttelt sich immer wenn er in einer Situation überfordert ist?

    Viele liebe Grüße
    Dracoline

  • Zitat

    Als Mensch muss man lernen das Tier richtig zu verstehen, das fällt mir teilweise noch etwas schwer. Ich denke viele Dinge werden nur vermenschlicht und dem Tier werden Interpretationen einer Situation oder Handlung zugeschoben und der Mensch handelt entsprechend seiner eigenen Erfahrung nach. Man muss immer versuchen zu verstehen wieso ein Hund so gehandelt hat.

    Genau das ist ein wichtiger Punkt.
    Wenn man den Hund zu sehr vermenschlicht, das heißt, wenn man den Vierbeinern böse Absichten unterstellt ("der macht es nur, um mich zu ärgern" oder aber auch diese ständige "Rangordnungs"angst) lässt den Halter verkrampfen.


    Zitat

    Mein Hund bekommt frühs immer Nassfutter und abends trocken. Ich füttere ihn immer vorm Spaziergang, weil ich mir dachte, dass er vielleicht schneller wieder muss, wenn ich ihn nach dem Spaziergang füttern würde? Allerdings bin ich länger schon am überlegen, ob ich das änder.

    Ich mache es genau umgekehrt:
    Ich füttere immer, ohne Ausnahme, nach dem Spaziergang, denn mit einem vollen Magen toben, finde ich nicht so optimal.
    Früher hieß es, nach dem Fressen solle der Hund wegen der Magendrehungsgefahr ruhen, aber ich glaube, dass ist mittlerweile überholt.
    Ganz genau weiß ich es nicht.
    Und auch aus diesen Gründen sollte man am Abend Nassfutter geben.
    Nach der Gabe von Trockenfutter werden oft noch große Wassermengen aufgenommen und wenn Hund sich dann mit dem Wasserbauch auf die Seite legen, soll die Gefahr der Magendrehung erhöht sein.
    Ob das nun so richtig ist, weiß ich leider auch nicht, kann auch sein, dass es Quatsch ist.
    Auf jeden Fall schadet es nicht, es so zu handhaben.

    Zitat

    1. mache ich Futtertraining, also dass er für sein Futter arbeiten muss, macht sichs besser, ich mach das mit Trockenfutter, weil Nass is ja bissel eklig, ne? Wie macht ihr das?

    Das normale Trockenfutter gibt es bei meinen Hunden nur aus dem Napf, unterwegs arbeite ich persönlich lieber mit kleinen Stücken Fleischwurst, Käse oder Trockenfisch.
    Das kannst du aber machen, wie du es willst.
    Meine sind trotzdem schlank, ich füttere ja keine Unmengen nebenbei.


    Zitat

    Ach nochwas andres, wegen der Übersprungshandlungen. Sind das immer die Gleichen, die ein Hund hat, oder durchaus verschiedene? Ich hatte immer den Eindruck mein Hund schüttelt sich immer wenn er in einer Situation überfordert ist?

    Es sind durchaus Verschiedene.
    Anspringen, Bellen, Abdrehen, in die Leine, Hosenbeine oder Hände beißen etc.

    Das Schütteln kann tatsächlich ein Zeichen der Überforderung sein, das dient meist wieder zur Entspannung.
    Auch Gähnen, ausgiebiges Kratzen, Hinsetzen, vermehrtes Pinkeln oder das Rammeln können Hinweise von Stress oder Überforderung sein.

    Übersprungshandlungen entstehen meist, wenn der Hund durch einen anderen Grund extrem hochgefahren ist.
    Dann reagieren sie richtig über und ticken ein bisschen rum (s.o.)

  • Halli hallo,

    und wie sieht es aus mit dem Wechsel zwischn Trocken und Nassfutter? kann ich jetzt die Tageszeit tauschen oder ist der Hundemagen dann überfordert. Sollte ich es allmählich umgewpöhnen, wie man es mit neuem Futter auch tut?
    Fleischwurst... ich glaub wenn ich damit anfange, frisst er nix andres mehr ;D ..
    Besser wäre es dann ich fütter ihn nach dem Spaziergang. Aber wenn ich da schon mit dem Futterbeutel trainiere, frisst er danach dann überhaupt noch?'
    dass er zu dick wird, mach ich mir eigentlich keine Sorgen.. In der Beziehung ist er top in Form. ;)

    Grüßle Dracoline

  • Ich würde ihn auch auf jeden Fall nach dem Spaziergang füttern. Ich habe früher auch immer viel auf den Spaziergängen verfüttert, trotzdem hat Hundili nie eine Mahlzeit verweigert :smile: , ich glaube nicht, dass man sich da Sorgen machen muss. Außer, man hat einen supermäkeligen Hund...

    Das mit dem anderen Raum, wenn Besuch da ist meinte ich auch nicht, wenn der Besuch schon da und der "Ernstfall" eingetreten ist. Da würde es wohl jedem Hund erstmal schwer fallen, dann das Feld zu räumen.
    Unsere Hündin ist so konditioniert, dass sie beim Ertönen der Klingel sofort zum Hauswirtschaftsraum läuft. Weil sie da früher in dieser Situation nämlich immer einen tollen Kauknochen bekommen hat. Den braucht es zwar nicht mehr, aber die Erwartung ist geblieben. Das hat den großen Vorteil, dass wir den Besuch ganz ungestört ins Haus lassen und begrüßen können und erst dann kommt der Hund dazu, wenn die Aufregung bei den Menschen schon abgeklungen ist. Bei uns hat sich das bewährt aber nun haben wir auch einen vergleichsweise großen Hund bei dem das Anspringen nicht nur nervig ist, sondern bei bestimmten Personen auch gefährlich werden kann, von daher waren wir auch sehr vorsichtig.

  • Hallo an alle,
    ich wollt mich bei allen nochmal bedanken, die mir Tipps und Hilfe gegeben haben.
    Ich dacht ich gebe mal einen Überblick wies momentan so bei uns aussieht.

    Es hat sich einiges sehr gebessert. Das Leinen-Ziehen haben wir nur noch in stark abgeschwächter Form, das heißt in solchen Situationen, wo man ihn verstehen kann ;), also wenn wir grade zum Spazierengehen losgehen, oder er ein Reh entdeckt. Oder ab und zu, wenn er vergisst, dass er ja nicht ziehen soll.. alte Gewohnheiten vergehen eben langsam.
    Momentan läuft er immer vor mir her, die meißte Zeit ist die Leine locker, wenn nicht erinnere ich ihn mit einem "langsam" daran langsamer zu laufen, bzw reagiert er dann nicht muss er eine Runde um mich rum laufen. Klappt ganz gut.
    Momentan trainieren wir weiter das "Bleib" drinnen und draußen, sowie für längere Zeit Bei Fuß zu laufen.

    Dazu wollte ich sagen, dass das Training zwar noch nicht abgeschlossen ist, ich denke da wirds noch eine Weile dauern, aber es ist so, dass ich sehr zufrieden bin. Ich hab das zum Einen durch Konsequenz geschafft und zum anderen durch Bestechung. Das heißt für Gute Tagen und GEhorsam gabs Leckerchen (die er jetzt auf einmal auch doch nicht so ganz verachtenswert findet). Mi tKonsequenz meine ihc in dem Fall, dass ich ihm klare linien gegeben habe und mich daran gehalten habe, d.h beim kleinesten Anzeichen habe ich ihn u mir zurück geholt und er musste eben die Strecke nochmal laufen und das immer, ohne Ausnahme.
    Das Klappte ohne übermäßige Strenge, ich musste auch nicht meine Position als "Rudelführer" raushängen lassen, sondern es klappte auch so.

    Auch das Problem mit dem "Bleib" in der Küche hat sich mehr oder minder geklärt. Es lang nicht daran, dass der Hund meine Kommandos nicht akzeptiert hat, sondern schlicht daran, dss mein Opa, der im Haus mitwohnt, trotz eines klaren Verbots meinerseits, den Hund unterm Tisch heimlich gefüttert hat.
    Natürlich allzu verständlich dass der Hund dann nicht brav im Körbchen liegen will, bzw. kann.
    Unfair ist es halt nur, weil Opa ja gemerkt hat dass es Schwierigkeiten gab und er trotzdem nicht aufhörte, geschweigedenn den Fehler bei sich gesehen hat.
    Leider ist die einfachste Lösung in dem Fall nicht möglich und der Hund muss es letztlich ausbaden. Er darf wenn der Opa in der Küche ist, nicht mehr mit in die Küche und muss eben draußen warten, bis wir fertig sind mit essen.

    Also nochmals allen vielen Dank für die Unterstützung. Ich denke wir werden uns bestimmt noch einige Male hier melden ;)

    Liebe Grüße Dracoline und Jack

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